Helge Schneider und der Jazz

Ein Ausschnitt aus einem Interview von Ulrich Habersetzer in der aktuellen Printausgabe der JazzZeitung 5-13 – „Helge Schneider ist ein Gesamtkunstwerk: Musikclown, Komiker, Schauspieler, Filmemacher, aber auch großartiger Jazzmusiker und genialer Improvisator. Auf fast allen seiner CDs finden sich zwischen den Helge-Schneider-Spaßliedern auch Jazzstandards. In seiner Live-Band spielen Jazzgrößen wie Schlagzeuger Pete York oder Tenorsaxophonist Scott Hamilton. Auch in seinem aktuellen Film, der Krimikomödie „Im Wendekreis der Eidechse“, hört man Jazzklänge. Ulrich Habersetzer hat mit Helge Schneider über seine jazzige Seite gesprochen. JazzZeitung: Wann und wie wurden Sie Jazzfan? Helge Schneider: Ich bekam, als ich 12 Jahre alt war, von meiner Oma ein kleines, rotes Radio mit Batterie geschenkt. Damals habe ich mit meinem Vater zusammen in einem Zimmer geschlafen, so Fuß-an-Fußende. War ein schmales Zimmer und wir waren sechs Leute in einer kleinen Wohnung. Dann habe ich unter der Bettdecke, wenn er schlief, heimlich Radio gehört, das ist wirklich wahr! Über Mittelwelle bekam man einen englischen Sender oder auch einen Ami-Sender rein. Jazz und Blues, Louis Armstrong, aber auch Jimi Hendrix, Roland Kirk und Memphis Underground mit Herbie Mann. Die Querflöte habe ich also …

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Klaviersommer on screen – Tickets zu gewinnen

Die nmz und die jazzzeitung verlosen Tickets für die Cinema Lounge beim Jazzsommer 2011 im Bayerischen Hof in München. Die Cinema Lounge ist der tägliche „Opener“ zu den Festival-Konzerten im Night Club und zeigt Konzertaufnahmen aus den Zeiten des Münchner Klaviersommers. Am Freitag wird zum Beispiel das legendäre Gasteig-Konzert von Miles Davis im Jahr 1988 gezeigt. Am Samstag gibt es dann „Keith Jarrett – Tokyo Solo“ – natürlich nicht beim Klaviersommer aufgenommen – macht aber nix … Außerdem im Programm: Stan Getz „The Final Concert Recording“, Lionel Hampton and His Golden Men of Jazz. Hier geht’s zur Ticketverlosung.

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Herbie, eine Legende startet durch…

Seit dem 23. Oktober 2010 ist Herbie Hancocks auf Europatournee, ab heute beginnen mit seinem Konzert im Festspielhaus Baden-Baden die Deutschlandtermine. Zum Deutschland-Tourstart hat Oliver Hochkeppel für nmz-online ein Interview mit Hancock geführt über Miles und John Lennon, über Jazz im 21. Jahrhundert und Hancocks Motivation bei „The Imagine Project“ mit Rock-Pop-Größen wie Pink, Seal, Jeff Beck, Dave Matthews u.a. Die weiteren Termine: 17.11. Baden-Baden, Festspielhaus 18.11. Heidelberg, Stadthalle 20.11. Dortmund, Konzerthaus 22.11. Bremen, Glocke 23.11. Frankfurt, Alte Oper 24.11. Hamburg, Laeiszhalle 25.11. Köln, Philharmonie 02.12. Stuttgart, KKL Hegelsaal Links: http://www.herbiehancock.com/

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Marsalis im Trend

Moment: Haben wir Wynton Marsalis’ neues Buch richtig verstanden? Da predigt also einer die Vorbild-Tugenden des Jazz: Achtung, Respekt, Vertrauen, Flexibilität, Toleranz, Krisen-Management, Risikobereitschaft. Der Jazz, heißt es da, lehre uns, das Beste aus dem Augenblick zu machen, anderen nicht unseren Willen aufzuzwingen, Gemeinsamkeit vor Egoismus zu stellen. Brav! So ähnlich wie bei Marsalis tönt es heute bei vielen Lobbyisten ganz verschiedener Couleur. Zum Beispiel bei den Management-Trainern, weshalb die sich ja die kollektive Improvisationsbereitschaft des Jazz inzwischen gerne zum Modell nehmen. Aber im Ernst: Wer glaubt denn wirklich, dass es im Firmen-Management tolerant, respektvoll und unegoistisch zugeht? In jeder Führungsriege finden bekanntlich Machtkämpfe statt, gefährden Intrigen den gemeinsamen Erfolg, wird mit dem eigenen Prestige gewuchert. Kenner der Materie sehen dort statt Vertrauen und Respekt vielmehr „maßloses Geltungsbedürfnis, nervenaufreibendes Statusgerangel und ‚politisches’ Positionen-Geschacher“. Die Münchner Management-Consulterin Anne M. Schüller schreibt: „ Leider werden auch heute noch in vielen Unternehmen Haudegen bevorzugt. Dort wird Durchsetzungskraft in ihrer negativen Ausprägung gefördert und gelebt. Erst kürzlich hat eine Online-Studie der australischen Bond University gezeigt: Je fieser der Vorgesetzte, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er Karriere macht.“ Im Jazz …

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