Elbjazz 2023: Jazz & Dance unter der Diskokugel

Gleich vorweg: Auch das diesjährige Hamburger Elbjazz war wieder ein voller Erfolg. Bei Temperaturen bis zu 28 Grad und herrlichem Sonnenschein am 10. und 11. Juni waren die wettertechnischen Voraussetzungen optimal, vorausgesetzt man hatte Sonnencreme und Kopfbedeckung dabei. Als vorausschauende Maßnahme des Veranstalters wurden kostenlose Trinkwasserstellen aufgestellt, die angesichts der mittlerweile doch recht hohen Getränkepreise an den Ständen absolut sinnvoll waren. Ebenfalls hilfreich die Festival App, die über Programmänderungen, etwa den Einlassstand oder Staus an der Schiffbauhalle informierte. Bemerkenswertes Programm für ein Jazzfestival Auf den ersten Blick war das Elbjazz Programm schon ein wenig ungewöhnlich. Internationale Jazzgrößen, respektive typische Jazzheadliner, suchte man dieses Jahr vergebens. Dafür traten Bands wie Dope Lemon mit Mastermind Angus Stone oder das Unknown Mortal Orchestra aus Neuseeland auf, die alle wenig, bzw. gar nichts, mit Jazz am Hut haben, das Publikum trotzdem enthusiasmierten, welches zum Teil szenemäßig mit Weißwein im Glas und Icepack (!) anstieß, ausgelassen tanzte und feierte. Wahrscheinlich ist das Line-up ohnehin für die meisten Besucher zweitrangig. Der Fokus liegt offensichtlich auf einer entspannten Atmosphäre und guter Laune, kombiniert mit einem vordergründig ansprechenden, aber solide aufgestellten Programm. Für …

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News: +++ Auftakt des Festivalsommers mit der Jazz Rally Düsseldorf +++ Hildener Jazztage laden ein +++ Jazz am Strand bei JazzBaltica +++

+++ Auftakt des Festivalsommers mit der Jazz Rally Düsseldorf +++ Über 60 Konzerte beleben vom 26. bis 28. Mai im Rahmen der 29. schauinsland-reisen Jazz Rally die Düsseldorfer Innenstadt. Dreh- und Angelpunkt ist in diesem Jahr erstmalig die Rheinterrasse, wo insgesamt zehn Konzerte stattfinden. Dieser Standort überzeugt mit zwei Bühnen, guter Verkehrsanbindung und Wettersicherheit und macht die ganze Veranstaltung nachhaltiger. Dank des „Streets of Sound“-Konzepts werden Marchingbands Jazz, Funk und Soul auch in alle Straßen bringen und Stimmung verbreiten. Live zu erleben sind unter anderem Fred Wesley & the New JBs, Erik Truffaz und das Anna Maria Jopek Quartet. Ein weiteres Highlight des Festivals ist am Samstag, dem 27. Mai, der Auftritt der Latin-Band Culcha Candela um 21.30 Uhr. Das vollständige Programm und Tickets gibt es auf der Seite der Jazz Rally unter duesseldorfer-jazzrally.de. Beitragsbild: Culcha Candela. Foto: Leo Hahn   +++ Hildener Jazztage laden ein +++ Auch Kürzungen und Programmänderungen konnten die 27. Hildener Jazztage nicht aufhalten: Der künstlerische Leiter Peter Baumgärtner lädt vom 31. Mai bis zum 4. Juni wieder nach Hilden ein – und das wortwörtlich. Das Festival steht in diesem Jahr …

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„Clarinet Bird“ – Zum Tode von Rolf Kühn

Die Jazzwelt weit über die deutsche Szene hinaus trauert um Rolf Kühn, Klarinettist von internationalem Ruf, Komponist und Arrangeur, Bandleader sowie Musical Director. Er starb in der Nacht zum Freitag, dem 19. August, in seinem Wohnort Berlin nach vergeblicher Operation infolge eines Sturzes. Er wäre am 29. September 93 Jahre alt geworden. Bis ins hohe Alter unentwegt mit eigenen Bands aktiv, sollte er noch mit seinem neuen Quartett „Yellow & Blue“ im Rahmen des Multiphonics-Festivals am 20. September in Köln und zwei Tage danach in Wuppertal auftreten.   Der in Köln geborene und in Leipzig aufgewachsene Jazzmusiker konnte auf ein wahrhaft reiches künstlerisches Leben und auf eine überaus erfolgreiche Karriere zurückblicken. Er wurde frühzeitig klassisch ausgebildet, an Klavier und Klarinette, in Musiktheorie und Kompositionslehre. Nach ersten Engagements als Saxophonist und Soloklarinettist in den  Rundfunk-Tanzorchestern Leipzig unter Kurt Henkels und des RIAS Berlin unter Werner Müller, frönte Rolf Kühn bald auch in kleinen Formationen seinen Jazzambitionen. In den fünfziger Jahren gewann er als Klarinettist alle deutschen und europäischen Jazz Polls und 1957 sogar den Down Beat Poll als „Clarinet New Star“, denn inzwischen war er auch …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 21.03.22–27.03.2022

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 12. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Andere tolle Sendungen im Radio finden Sie in der Radiowoche im Bad Blog Of Musick. mo – 21.03.2022 14:05:00 | Ö1 In Concert: Blood, Sweat and Tears 1972 im Wiener Konzerthaus Am 14. Juni 1972 gastiert die US-amerikanische Jazzrock-Band Blood, Sweat and Tears im vollbesetzten Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Sänger Jerry Fisher und ein 13-köpfiges (!) Ensemble, dem unter anderem Jazz-Kapazunder wie Saxofonist Joe Henderson, Trompeter Lew Soloff und Pianist Larry Willis angehören, liefern eine temperamentvolle Show. Neben Hits wie „You’ve Made Me So Very Happy“ werden ausufernde Versionen von Jazzstandards aus der Feder der Pianisten Bill Evans und Herbie Hancock geboten. Und man/frau ist noch immer erstaunt darüber, dass vor 50 Jahren eine derartige Mischung aus publikumswirksamer und doch anspruchsvoller Musik massentauglich war. Ein Fundstück aus den Tiefen des ORF-Archivs im Wiener Funkhaus! 17:50 bis 18:00 | SWR 2 SWR2 Jazz vor sechs 19:00 bis 20:00 | hr2-kultur Hörbar Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich …

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Radiowoche

Die Radiowoche vom 15.11.21–21.11.2021

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 46. Wie es mit der Live-Musik weitergeht, das kann sich schnell ändern. Das Radio dagegen spielt und spielt und spielt. Die Wochenübersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. mo – 15.11.2021 12:00 | hr2-kultur Doppelkopf: Am Tisch mit Gerald Mertens, „Orchester-Stratege“ Am 3. Oktober 1990 trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für viele Menschen begann eine Zeit der Unsicherheit, unter ihnen auch diejenigen, die in einem der rund fünfzig Kulturorchester an Opern- und Konzerthäusern spielten. Am 4. Oktober 1990 trat der junge, musikbegeisterte Jurist Gerald Mertens seine Stelle bei der Deutschen Orchestervereinigung an. Seine Aufgabe: so viele Berufschöre und -orchester wie möglich in den neuen Bundesländern zu erhalten. 17:30:00 | Ö1 Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner. 19:30:00 | Ö1 On stage Daniel Zamir & Shalosh beim Jazzfestival Leibnitz 2021 Das Trio Shalosh hat sich seit der Veröffentlichung des Debütalbums „The Bell Garden“ (2014) rasch zu einer der erfolgreichsten jungen Bands des israelischen Jazz entwickelt: Aus Tel Aviv stammend, nennen Pianist Gadi Stern, Bassist David Michaeli und Schlagzeuger Matan Assayag die …

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+++ news +++ Silvan Strauß erhält Hamburger Jazzpreis 2021 +++

(Pressenmitteilung) Der Schlagzeuger Silvan Strauß ist Preisträger des renommierten Hamburger Jazzpreises, der 2021 zum achten Mal vergeben wird. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis zeichnet alle zwei Jahre Musikerinnen und Musiker aus, die einen besonders qualifizierten künstlerischen Beitrag zur Jazzmusik in Hamburg geleistet und sich für die Belange des Jazz in der Stadt eingesetzt haben. Réka Csorba Geschäftsführerin vom Jazzbüro Hamburg e.V.: „Mit dem Drummer Silvan Strauß als Hamburgs Jazzpreisträger 2021 ist einer der spannendsten und vielseitigsten Jazzmusiker Hamburgs gewählt worden. Wir freuen uns sehr und unterstützen ihn gerne auf seinem Weg.“ Silvan Strauß dazu: „Ich freue mich mega über die Auszeichnung! Es ist nicht selbstverständlich, dass die eigene Arbeit so positiv wahrgenommen wird. Wenn ich auf die Jurymitglieder schaue, die ich alle sehr schätze, ist es für mich umso mehr eine großartige Bestätigung.“ (Zitat aus dem Interview von NDR Kultur. Ausstrahlungstermin 2.8.21 13:05Uhr, später Mediathek) Geschichtliches Der Hamburger Jazzpreis wurde 2007 von der Dr. E.A. Langner Stiftung ins Leben gerufen. 2011 wurde die Trägerschaft an die ELBJAZZ GmbH übertragen. 2017 hat das Jazzbüro Hamburg die Ausrichtung des Preises übernommen, das ELBJAZZ Festival bleibt Gastgeber …

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Bassistin Lisa Wulff erhält Hamburger Jazzpreis 2019

Die Bassistin Lisa Wulff ist Preisträgerin des renommierten Hamburger Jazzpreises, der 2019 zum siebten Mal vergeben wird. Der mit 10.000 Euro dotierte Peis zeichnet alle zwei Jahre Musikerinnen und Musiker aus, die einen besonders qualifizierten künstlerischen Beitrag zur Jazzmusik in Hamburg geleistet und sich für die Belange des Jazz in der Stadt eingesetzt haben. Der Hamburger Jazzpreis wurde 2007 von der Dr. E.A. Langner Stiftung ins Leben gerufen. 2011 wurde die Trägerschaft an die ELBJAZZ GmbH übertragen. 2017 hat das Jazzbüro Hamburg die Ausrichtung des Preises übernommen, ELBJAZZ bleibt Gastgeber der Preisverleihung. Eine Fachjury hat zunächst Kandidaten nominiert und dann die diesjährige Preisträgerin bestimmt. Die 28-jährige Musikerin und Komponistin Lisa Wulff ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Mit neun Jahren hat sie angefangen, Bass zu spielen. Ihre Karriere ist sicher in erster Linie das Ergebnis ihres großen Talents aber auch ein Musterbeispiel für gelungene Nachwuchsförderung. Nach einem Studium der Musikerziehung in Bremen bei Prof. Detlev Beier kam sie für das Bachelor-Studium bei Prof. Lucas Lindholm zurück nach Hamburg. Lisa Wulff ist auf dem E-Bass gleichermaßen versiert wie auf dem Kontrabass. Sie ist eine gefragte Begleiterin …

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