Erfolgreiche Nachwuchsförderung Jazz-Jugend forscht: Zur besonderen Ausgabe des Biberacher Jazzpreises 2026

Als er 1990 zum ersten Mal ausgerichtet wurde, war der Biberacher Jazzpreis der erste Nachwuchswettbewerb Deutschlands im Jazzbereich. Dass die biennal stattfindende, vom Jazzclub Biberach zusammen mit der Stadt getragene Veranstaltung nicht nur traditionsreich ist, sondern bis heute zu den wichtigen ihrer Art gehört, sieht man schon an den Preisträgern, aus denen fast durchgehend etwas geworden ist: Angefangen mit Cornelius Claudio Kreusch, max.bab, Kristjan Randalu oder Laia Genc bis zu Matthias Lindermayr, Jakob Manz (vor Johanna Summer) oder zuletzt vor zwei Jahren Renner. Diesmal war es eine besondere Ausgabe, war der Jazzpreis doch in das zweiwöchige Landesjazzfestival Baden-Württemberg integriert, das zum 50. Geburtstag des Jazzclubs nach Biberach vergeben worden war. Und im Festival-Gewand präsentierte er sich auch: Besucherrekord mit 380 Besuchern im ausverkauften Saal der Stadthalle; nie war der Sound besser; nie die Betreuung und Videobegleitung professioneller; nie die Beleuchtung schöner, nicht zuletzt dank den vom Lichttechniker selbst gebauten Bühnenstrahlern, die sanfte Farben von großen Metallschirmen abstrahlten. Werbung Wer die inzwischen allerorten angesiedelten Nachwuchspreise seit längerem verfolgt, weiß um die Qualität, die hier geboten ist. Viele gehören mittlerweile regelmäßig zu den Höhepunkten von Festivals. So …

Weiterlesen

Geliebte Vielfalt: Das internationale Festival Sparks & Visions zum dritten Mal im Theater Regensburg

Wenn in Regensburg die Nebel aus der Donau kriechen und man eigentlich seine vier Wände nicht verlassen will, und wenn die internationalen Gäste die winterlich-triste Kulturerbe-Stadt noch meiden, immer dann schlägt die Stunde von Anastasia Wolkenstein: „Sparks & Visions“, Funken und Visionen, hat sie ihr dreitägiges Festival getauft, entwickelt aus der zündenden Idee, internationale Solisten und Improvisatoren ins Rampenlicht des wunderschönen Regensburger Theaters mit seinem klassizistischen Dreirang-Saal zu stellen. Und plötzlich leuchtet Regensburg bereits im Januar. Die Gründerin und Veranstalterin Anastasia Wolkenstein ist hauptberuflich Bookerin und es ist der daraus gewonnenen Erfahrung und ihrem guten Geschmack zuzuschreiben, dass man nun zum dritten Mal seit 2023 an drei Tagen mitten im Januar acht inspirierte, unkonventionelle und exzellent dargebotene Konzerte improvisierter Musik genießen konnte. Werbung Mit drei Deutschlandpremieren begann es: Die griechischstämmige Perkussionistin und Vibraphonistin Evi Filippou stellte ihr Projekt „inEvitable“ vor. Die Drums waren mit Andi Haberl und ihr doppelt besetzt und dieser Doppel-Groove wurde durch die Sounds ihrer Bandmitglieder Keisuke Matsuno an der Gitarre und Julius Gawlik an Tenorsaxophon und Klarinette ausgeschmückt. Das Highlight des Jazz-Dramoletts, das Filippou hier inszenierte, waren die Darbietungen der polnischen …

Weiterlesen