Zum Tod des Pianisten und Arrangeurs Jacques Loussier

Nach dem Geiger Jean Luc Ponty ist der französische Pianist und Arrangeur Jacques Loussier der zweite Franzose, der in Stuttgart die German Jazz Trophy erhielt. Anlässlich des Tods von Jacques Loussier (* 26. Oktober 1934 in Angers; † 5 März 2019) veröffentlicht die Jazzzeitung noch einmal die Laudatio auf den Preisträger der German Jazz Trophy 2010. Der damals noch mit 10.000 Euro (heute 15.000 Euro) dotierte Preis wird zusammen mit einer Statue des Stuttgarter Bildhauers Otto Hajek von  von der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg, der neuen musikzeitung und JazzZeitung.de verliehen.   German Jazz Trophy A Life For Jazz 2010 an Jacques Loussier Laudatio von Andreas Kolb Bad Boy of Music heißt ein Blog der neuen musikzeitung, der angeführt wird von dem Komponisten und Pianisten Moritz Eggert. Er sieht sich als Bad Boy, als Böser Bube der Musik, …

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CD-Rezension: Dieter Ilg mit B-A-C-H

Dieter Ilg hat sich mittlerweile einen Platz in der ersten Riege der Bassisten gesichert – national wie international. Unabhängig von seiner kontinuierlichen spielerischen Vielseitigkeit, angefangen bei Marc Copland , Roberto di Gioia oder Mike Manieri, im Duo mit Charlie Mariano oder Till Brönner, erkundet Ilg seit 2009 im Trio mit Rainer Böhm am Piano sowie dem Schlagzeuger Patrice Héral Harmonik, Strukturen und Rhythmik klassischer Komponisten, die er mit seinem Trio jazztechnisch unter die Lupe nimmt. Anders als die seinerzeit im „Third Stream“ üblichen, zum Teil musikalisch abgehobenen, Experimente oder swingende Klassik-Varianten eines Jacques Loussier, nimmt sich Ilg mit seinem Trio ausgewählte Kompositionen und deren Werke vor, analysiert sie und bereitet diese fast visionär auf. Angefangen mit Verdis „Otello“, von der es eine Studio- und eine Live-Version gibt, folgte Wagners „Parsifal“, danach widmete er sich den Werken Beethovens (nomen est omen: …

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5. Starnberger SeeJazz Festival vom 12. bis 20. August 2017

Das 5. Starnberger SeeJazz Festival findet bereits zum 5. Mal vom 12. bis 20. August 2017 rund um den nahe München gelegenen bayerischen See statt. Mit der Liebe zur Kunst und der Begeisterung für Jazz wurde im März 2012 wurde der gemeinnützige Verein SeeJazz e.V. gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur aus dem akustischen Bereich, insbesondere der Musikrichtung Jazz mit seinen unterschiedlichen Stilarten. Diesem Zweck dient insbesondere die Organisation des Starnberger See Jazzfestivals. Nach erfolgreichem Start in 2013 findet dieses erste überregionale Musikfestival rund um den Starnberger See nun zum fünften Mal in ausgewählten Locations dieser reizvollen Region mit echten Könnern ihres Genres statt. Langfristig verfolgt der Verein natürlich auch die Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Entsprechend der Idee der Vereinsgründer werden für das Jazz-Festival die Grenzen der Anrainer-Landkreise Starnberg, Bad Tölz, Wolfratshausen und Weilheim-Schongau aufgehoben …

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Arne Reimers Jazz Heroen

Ein Jahr nach dem Erscheinen seines ersten Bandes „American Jazz Heroes“ legt Fotograf Arne Reimer nach. Am 10. Mai erscheint das noch opulenter geratene „American Jazz Heroes Volume 2“. Der Bildband  führt jedoch nicht einfach das Erfolgsrezept fort, verdiente, aber etwas in Vergessenheit geratene Pioniere des US-Jazz zu würdigen: Dieses Mal werden auch große Stars wie Sonny Rollins, Ornette Coleman, Roy Ayers, Billy Cobham oder auch Archie Shepp und Steve Swallow mit Carla Bley in Wort und Bild porträtiert. Viele davon konnte Autor und Fotograf Arne Reimer exklusiv zu Hause besuchen. Seit gestern nachmittag ist es offiziell: der Autor und Fotograf Arne Reimer wird für seine beiden Bücher AMERICAN JAZZ HEROES und AMERICAN  JAZZ HEROES VOLUME 2 dieses Jahr mit dem Sonderpreis des ECHO JAZZ ausgezeichnet (Verleihung am 1. Juni).  Arne Reimer konnte seine Gesprächspartner bei seinen Besuchen wieder dazu …

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Younee stellt „My Piano“ vor

Draußen klirrende Kälte, drinnen warme Klänge: Im Januar stellte die  aus Südkorea stammende, in Deutschland lebende Pianistin, Komponistin und Singer-Songwriterin Younee  ihr neues Album „My Piano“ auf einer Präsentations-Tour vor. Thomas Krebs fotografierte die außergewöhnliche Künstlerin am 14. Januar bei einem Stopp in der Münchner Unterfahrt. Wie schon ihr Debut-Album kletterte auch ihre zweite CD  bis auf die obersten Plätze der Piano-Charts bei Amazon und ITunes. Bearbeitete sie damals Mozart, Beethoven, Rachmaninoff und andere Klassiker, breitet sie nun ein stilistisches Panorama aus, das  von Free-Classic bis Jazz-Crossover bis ganz und gar neu reicht.     Text & Fotos: TJ Krebs

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Geschichtsbewusst: Die 16. Jazztage Dresden widmen sich den lebenden Legenden

Der 16. Festivaljahrgang der Jazztage Dresden ist ganz dem Thema LIVING LEGENDS gewidmet und somit den Stars und Legenden des Jazz. Mit dabei sind einerseits Al Jarreau (Foto. (c) Yvonne Schmedemann), Stanley Clarke, Klaus Doldinger, Chris Barber und Al di Meola, die nach wie vor auf den Bühnen dieser Welt Maßstäbe für nachfolgende Musikergenerationen setzen. Andererseits bieten die Jazztage ein ebensolches Podium für Künstler aus den unterschiedlichsten Genres und Stilen und deren Auseinandersetzung mit großen Musikern der Vergangenheit. Diese reichen von den klassischen Meistern Mozart und Beethoven über Duke Ellington und George Gershwin bis hin zu Michael Jackson, Udo Jürgens und Prince. „Die Jazztage werden in diesem Jahr lebende Legenden nach Dresden bringen und lassen zeitlose Legenden in Jazz-Tributs musikalisch weiterleben“, fasst Kilian Forster, Intendant der Jazztage Dresden, zusammen. Zu den 68 Veranstaltungen vom 4. bis zum 13. November 2016 …

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+++News+++Bass Night+++Jazzwoche Hannover+++24. Jazzfest Kassel

„Bass Night“: Vier Bassisten gastieren bei Jazzparty II am 5. November in Ingolstadt Mit den Gastspielen der Stanley Clarke Band, der Richard Bona Group, dem Renaud García-Fons und dem Dieter Ilg Trio ist die Jazzparty II im Rahmen der Ingolstädter Jazztage in diesem Jahr als „Bass Night“ überschrieben und findet am 5.11.16 im NH Ingolstadt statt. Wer Bass sagt, denkt an Stanley Clarke. Der aus Philadelphia stammende Musiker und Grammy-Preisträger gehört nicht nur zu den Pionieren des Fusion, er ist auch maßgeblich für die Emanzipation des Basses in der zeitgenössischen Musik verantwortlicht. Clarke arbeitete seit Karrierebeginn in den frühen 70er Jahren mit Künstlern wie Billy Cobham, George Duke, Jeff Beck und Herbie Hancock zusammen, war Mitglied der Band Return To Forever (u.a. Chick Corea, Al Di Meola) und spielte Solo-Alben wie „School Days“ ein. Gemeinsam mit seinen drei jungen Begleitern …

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+++ News: +++ Mehrere Jazzevents klopfen an der Tür: Erding, Görlitz und im Spätherbst: Dresden +++

Einige Jazzevents klopfen nun an die Tür – beginnend am 25. Mai in Erding über Görlitz am 26. Mai bis nach Dresden, wo am 2. Juni der Kartenvorverkauf für die Dresdener Jazztage startet. Am Mittwoch geht es wieder los mit den Konzerten des Jazz Project Erding im renovierten und neu eröffneten HUNTER. Zu Beginn gleich eine Gruppe, die bei ihrem vorherigen Auftritt auf gleicher Bühne einen Erfolg feierte: Die charismatische Sängerin mit der wunderbaren Stimme Julia Schröter, begleitet von Jazzlegenden um den Posaunisten Werner Riedel. Manfred „General“ Hartlieb am Bass, Eduard Israelov (Piano) und der amerikanische Schlagzeuger bilden die Combo des Eröffnungskonzerts am Mittwoch, dem 25. Mai!     Der Beginn der Görlitzer Jazztage rückt näher – in den Straßen strahlen schon die Plakate. Ein Highlight der Jazztage Görlitz, die kolumbianische Band fatsO, ist inzwischen in Deutschland eingetroffen und hat am …

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Indra Rios-Moore und Band gewinnen den BMW Welt Jazz Award 2016

München. Die Sieger des BMW Welt Jazz Award 2016 stehen fest: Das amerikanisch-dänische Ensemble von Sängerin Indra Rios-Moore hat sich am Samstagabend im Abschlusskonzert gegen die amerikanisch-schweizerische Gruppe Stucky-Doran-Studer-Tacuma durchgesetzt. Den Hauptpreis überreichte Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG. Unter dem diesjährigen Motto „Inspired by Legends“ begeisterten beide Ensembles im ausverkauften Auditorium der BMW Welt. Am Ende überzeugte Indra Rios-Moores berührende Stimme die Fachjury. Diese urteilte: „Bei zwei herausragenden Performances, einer extrovertierten und einer introvertierten, hat sich die Jury ganz subjektiv für die stillere, introspektive entschieden. Sie war berührt von der erstaunlichen Stimme von Indra-Rios Moore und überzeugt vom Konzept, die amerikanische Songtradition einem extrem reduzierten skandinavischen Sound gegenüberzustellen. Indra Rios-Moore gehört in die Reihe verblüffend neuer, ganz auf ihren individuellen Ausdruck vertrauenden Sängerinnen, und die Jury ist sicher, dass man von ihr noch viel hören wird.“ Das …

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Dieter Ilg eröffnet mit „Mein Beethoven“ den BMW Welt Jazz Award 2016

Lässt man einmal Begriffe wie Werktreue und historische Aufführungspraxis komplett beiseite, dann ist Dieter Ilgs „Mein Beethoven“ ein gelungener Wurf. Mit Material aus dem Schaffen des Wiener Klassikers kreierten Bassist Dieter Ilg, Pianist Rainer Böhm und Schlagzeuger Patrice Héral feine Musik fürs Jazz-Klaviertrio. Ilg bot ein Musik-Mosaik mit Motiven aus der Pathétique, der Großen Fuge, dem „Freude schöner Götterfunken“-Chor aus der Neunten Sinfonie, aber auch mit  den wenig gespielten irischen Liedern des Klassikers. Ganz klar: Nicht Beethoven der Komponist war der ideelle Vater dieses Programms, sondern Beethoven der Improvisator. Die Matinee mit Ilgs Trio eröffnete gestern die neue Konzertreihe des BMW Welt Jazz Award, der 2016 unter dem Motto steht „Inspired by Legends“. Die Fotos unserer Galerie sind von Thomas J. Krebs. Lesen Sie die Kritik von Ssirus W. Pakzad auf www.nmz.de Mehr zur jüngsten Ausgabe des Awards in JazzZeitung.de

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