Viktoria Tolstoy gibt Konzerte in Mitteldeutschland

Für schnell Entschlossene: die Schwedische Jazzsängerin Viktoria Tolstoy gibt in Dessau, Leipzig, Dresden und Halle im Zeitraum 18. bis 21. Januar 2018 Konzerte. Kristallklar, dynamisch, lyrisch und erdverbunden – ihre Stimme ist die vielleicht brillanteste aller skandinavischen Jazzsängerinnen. Mit ihrer Stimme und Inspiration formt die Künstlerin ihre Songs und präsentiert sie mit einer ungewohnten Leichtigkeit. Eine künstlerische Ader hat Tradition in der Familie der schwedischen Sängerin: Ihr Ururgroßvater war der russische Nationaldichter Leo Tolstoy, ihr Vater ein angesehener schwedischer Jazzmusiker, der seine Tochter früh zur Musik führte. Sie tourte mit Jazzgrößen wie Ray Brown und McCoy Tyner, gab Konzerte quer durch die Welt und produzierte neue CDs in Zusammenarbeit mit Esbjörn Svensson und e.s.t., später mit Nils Landgren. Mit der CD LETTERS TO HERBIE verdeutliche Viktoria Tolstoy, dass ihre Musik durch den amerikanischen Pianisten und Komponisten Herbie Hancock inspiriert wurde. Dessen soulig-groovenden Songs …

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Bugge Wesseltoft - Everybody Loves Angels. ACT 9526-2

Bugge Wesseltoft solo am Klavier

Jetzt fehlt noch ein Weihnachtsgeschenk auf den letzten Drücker?! Aber besonders soll es sein! Was bietet sich da an? Hier ist der ultimative Tipp für alle, die noch ein Präsent brauchen: Bugge Wesseltofts neues Piano Solo Album: „Everybody Loves Angels“. Genau 20 Jahre nach seinem Album „It’s Snowing On My Piano“, der wohl meistverkauften Veröffentlichung des Münchner Act Labels, hat sich Bugge Wesseltoft diesmal in die LofotKatedralen zurückgezogen, eine der größten Holzkirchen Norwegens mit einer einzigartigen Akustik. An diesem wunderbaren Ort ist er seiner Inspiration gefolgt und hat auf einem Steinway-Flügel Stücke eingespielt, die wieder dermaßen entschleunigt daherkommen, dass es gut tut sich einfach einmal hinzusetzen, den Klängen zu lauschen und so auch im Nachgang den hektischen Tagen zu entgehen.  Anders als auf „It’s Snowing On My Piano“ liegt der musikalische Schwerpunkt diesmal nicht auf weihnachtlichen Liedern, sondern auf Evergreens …

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Marius Nesets „Circle of Chimes“ in der Unterfahrt

„Before the storm“ – so betitelt Thomas J. Krebs seine Fotostrecke, die er während der Proben des Marius Neset Quintetts aufgenommen hat. Ungestüm und kraftvoll war dann auch das vom Publikum bejubelte Konzert im Jazzclub Unterfahrt, bei der die Band ihr aktuelles, beim Label ACT, veröffentlichtes Album „Circle of Chimes“ vorstellte. Das Miteinander der Musiker, eine relaxte Stimmung, Jokes, Ausprobieren und den Sound im Club checken – eine ganz eigene Stimmung, die letztlich alles über die Musiker selbst, die Band und ihr Zusammenspiel sagt. Es gehört Vertrauen und gleichzeitig Zurückhaltung dazu Musiker zu bewegen, sich bei den Proben fotografieren zu lassen. Ohne Absprache vorab geht hier natürlich nichts, und die Kunst sich im Hintergrund zu halten, eröffnet dann immer wieder neue Perspektiven – stimmungsmäßig wie fotografisch … eben „before the storm“. Fotos & Text: Thomas J. Krebs  

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ECHO Jazz 2017 am 01.06.2017 bei Blohm+Voss in Hamburg /// Foto: Mo Wüstenhagen / BVMI
ECHO Jazz 2017 am 01.06.2017 bei Blohm+Voss in Hamburg /// Foto: Mo Wüstenhagen / BVMI

Fünf Fragen zum ECHO Jazz und noch mehr Antworten

Der ECHO Jazz ist ja beliebt und unbeliebt zugleich. Es gibt genug Künstlerinnen, die ihre Mutter dafür verkaufen würden und dann welche, die den Preis abgrundtief verachten. Ich habe ein paar kleine Fragen zum ECHO an den Bundesverband Musikindustrie vor einer Woche gestellt und umgehend darauf Antworten erhalten mit der Einladung zu einem Hintergrundgespräch. Letzteres ist vielleicht aktuell nicht so eilig. Wenn ich mal in Berlin bin, okay, dann will ich das gerne machen. Die Fragen kommen von mir, die Antworten von Dr. Florian Drücke, dem Vorstandsvorsitzenden des BVMI. Wissen Sie, wie viele Einreichungen insgesamt und pro Kategorie bei den vergangenen ECHO Jazz-Ausschreibungen eingegangen sind – und wie viele durchschnittlich in den 19 zur Disposition stehenden Kategorien? In den vergangenen drei Jahren (2015, 2016, 2017) wurden zwischen 150-170 Produktionen von jeweils rund 50 verschiedenen Firmen eingereicht. Die Verteilung auf die …

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Save the date: der Jazzclub Regensburg wird 30

Seit 30 Jahren steht der Jazzclub Regensburg für ein genauso hochkarätiges, wie abwechslungsreiches Live-Programm. In diesem Herbst wird die bayerische Musikinstitution 30 Jahre alt – gefeiert wird im November. Seit 1987 hat der Jazz in Regensburg ein Zuhause –im Jazzclub Regensburg, angesiedelt im historischen Gemäuer des Kulturzentrums „Leerer Beutel“ (Bertoldstraße 9). Rund 2.000 Konzerte fanden seit der Gründung vor 30 Jahren statt. Dazu gehören Auftritte von nationalen und internationalen Acts, von Stars, Legenden und Newcomern. Darunter finden sich so klangvolle Namen wie Rebecca Bakken, Barbara Thompson, Peter Herbolzheimer, Til Brönner, Albert Mangelsdorff, Art Farmer, Cecil Taylor und Jan Gabarek. Derzeit stellt das Jazzclub-Team pro Jahr rund 70 Konzerte auf die Beine. Da die allermeisten Konzerte auf zufriedenstellenden bis sehr guten Zuschauerzuspruch stoßen, kann man sagen: Regensburg ist eine echte Jazz-Stadt – nicht zuletzt durch den Jazzclub Regensburg. Anita Keuchl, die …

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CD-Rezension: Dieter Ilg mit B-A-C-H

Dieter Ilg hat sich mittlerweile einen Platz in der ersten Riege der Bassisten gesichert – national wie international. Unabhängig von seiner kontinuierlichen spielerischen Vielseitigkeit, angefangen bei Marc Copland , Roberto di Gioia oder Mike Manieri, im Duo mit Charlie Mariano oder Till Brönner, erkundet Ilg seit 2009 im Trio mit Rainer Böhm am Piano sowie dem Schlagzeuger Patrice Héral Harmonik, Strukturen und Rhythmik klassischer Komponisten, die er mit seinem Trio jazztechnisch unter die Lupe nimmt. Anders als die seinerzeit im „Third Stream“ üblichen, zum Teil musikalisch abgehobenen, Experimente oder swingende Klassik-Varianten eines Jacques Loussier, nimmt sich Ilg mit seinem Trio ausgewählte Kompositionen und deren Werke vor, analysiert sie und bereitet diese fast visionär auf. Angefangen mit Verdis „Otello“, von der es eine Studio- und eine Live-Version gibt, folgte Wagners „Parsifal“, danach widmete er sich den Werken Beethovens (nomen est omen: …

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Mocca Band mit Mulo Francel (sax, cl), David Gazarov (p), Sven Faller (b), Robert Kainar (dr). Foto: Thomas J. Krebs

Quadro Nuevo, Cafe del Mundo und andere Kombinationen: Mulo Francel bespielt drei Mal in Folge die Unterfahrt

Am 5., 6. und 7. September bespielte Mulo Francel  mit seinen Freunden die Bühne des Münchner Jazzclubs Unterfahrt. Mit dabei Quadro Nuevo, Cafe del Mundo und andere Kombinationen. Fotograf Thomas J. Krebs war Gast beim Pre-Release Concert ‘Mocca Swing’ (Erscheinungsdatum: 27.10.2017). Seine Impressionen zeigt die JazzZeitung.de in dieser Galerie. Mulo Francel ist Saxophonist und Weltenbummler. Darüber hinaus bekannt als kreativer Wirbelwind des Ensembles Quadro Nuevo. Seit vielen Jahren bereist der mehrfache ECHO-Preisträger und GERMAN Jazz Award Winner spielend die Länder dieser Erde. Von Bayern über den Balkan bis Buenos Aires. Seine Musik nährt sich von den Begegnungen mit den Menschen, ihren Kulturen, ihren Mythen: die spontane Improvisationskraft des Jazz, hypnotisierende oriental Grooves, Melodien eines fast schon verklungenen Italiens, Tango und karibische Lebensfreude. Sein brandneues, bei ACT erschienenes Album ‘Mocca Swing’ atmet Francels 30-jährige Erfahrung als World Music-Künstler und Komponist voller …

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Schönberg-Zyklus als skelettierter Blues

Mit dem Regensburger Debüt des David Helbock Trios setzte der Jazzclub Regensburg seine Reihe hochkarätiger Konzerte im Jahresprogramm fort „Voll und ganz“ habe das Konzert ihren Erwartungen entsprochen, strahlte eine Konzertbesucherin nach der letzten Zugabe des David Helbock Trios. „Es hat sie sogar  übertroffen, würd` ich sagen“, ergänzt sie noch sichtlich eingenommen von dem mitreißenden Auftritt. Die Vorschusslorbeeren, die dem österreichischen Trio des Voralbergers Pianisten nahezu überall vorauseilen, haben bei den zahlreichen Zuhörern im Leeren Beutel offensichtlich voll ins Schwarze getroffen. Selten, dass die eher kritisch-zurückhaltenden Jazzfans mehr als eine Zugabe einfordern, sich gar zu „Standing Ovations“ hinreißen lassen. Beim Debüt des Trios beim Jazzclub Regensburg gab es keine Zurückhaltung und wenn der hochgewachsene Musiker nicht unmissverständlich auf dem letzten Stück bestanden hätte, wer weiß, wann das Jazzclub-Team dann das Licht ausknipsen und zusperren hätte können. Mit den drei österreichischen …

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+++ News +++ ACT Music +++ Preis für Haffner +++ Walter Quintus verstorben +++ 25 Jahre ACT +++

+++ „Joachim-Ernst-Berendt-Ehrenpreis“ für Haffner +++ Am 2. März hat die Stadt Baden-Baden den „Joachim-Ernst-Berendt-Ehrenpreis“ an den Schlagzeuger Wolfgang Haffner verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Festivals „Mr. M´s Jazz Club“ im Kurhaus in Baden Baden statt. Bisherige Preisträger sind Nils Landgren (2016), Patti Austin (2015), Till Brönner (2014), Paul Kuhn (2013) und Klaus Doldinger (2012). Wolfgang Haffner feierte zuletzt mit seinem Album „Kind of Cool“ große Publiums- und Kritikererfolge. Das Album schaffte es bis in die Top 50 der deutschen Album-Popcharts und erhielt innerhalb nur weniger Monate den German Jazz GOLD Award. Im Herbst 2017 erscheint ein neues Album von Wolfgang Haffner auf ACT.   +++ Tonmeister Walter Quintus verstorben +++ Vermutlich am 2. März 2017 ist Walter Quintus im Alter von nur 67 Jahren verstorben. Er galt als einer der international bedeutendsten und produktivsten Tonmeister des zeitgenössischen Jazz und …

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Preisträgerkonzerte: Klaus Doldinger spielte für Moritz Stahl

Bereits im November 2016 war der Komponist und Saxophonist Klaus Doldinger mit dem Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet worden. Am Dienstag, den 14. Februar, wurde der Preis  im Festsaal des Alten Rathauses durch Oberbürgermeister Dieter Reiter verliehen. Die Laudatio hielt Günter Rohrbach, für die musikalische Umrahmung sorgten Roberto Di Gioia, Patrick Scales, Ernst Ströer und Klaus Doldinger selbst. Doldinger erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für „seine langjährige Verbundenheit zur Landeshauptstadt München und sein großartiges Lebenswerk in seiner Gesamtheit“, so die Jury. Mehr unter http://www.muenchen.de/aktuell/2017-02/doldinger-kultureller-ehrenpreis-2017.html Drei Tage später war der inzwischen 80-jährige Doldinger erneut in München am Saxophon tätig: Beim Preisträgerkonzert für den jungen Saxophonisten Moritz Stahl, der sich den 1. Preis des Kurt Maas Jazz Award 2017, unter 16 Mitbewerbern erspielt hatte. Die im Wettbewerb ermittelten Preisträger traten im Rahmen des Preisträgerkonzerts am Freitag, den 17. Februar 2017, …

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