Sonnenfinsternis partiell bei Schenkenhorst. Foto: Hufner
Sonnenfinsternis, partiell, bei Schenkenhorst. Foto: Hufner Foto: Hufner

Die Jazz-Radiowoche(plusallerhandanderes) vom 17.08.26 bis 23.08.26

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Und ausnahmsweise auch etwas DLF und DLF Kultur.

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Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung

mo – 17.08.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.

19:30:00 +++ Ö1
Viola Hammer und Philipp Nykrin, Elena Schäfer und Christian Bakanic, Mario Rom und Wolfgang Muthspiel bei Open Jazz Vienna 2026

Im Rahmen des Festivals Open Jazz Vienna gastierten am 19. Juni 2026 unter dem Motto „First Contact“ drei österreichische Duos im Großen Sendesaal des Wiener RadioKulturhauses, die noch nie zuvor auf der Bühne gestanden waren: Die steirische Pianistin Viola Hammer und der Salzburger Keyboarder Philipp Nykrin tauschten erstmalig Klänge aus und ließen dabei ihre Kompositionen ineinander fließen, ebenso die talentierte 24-jährige niederösterreichische Sängerin und Songwriterin Elena Schäfer und der Akkordeonist Christian Bakanic, die Jazzstandards und eigene Lieder intonierten.

Den Abschluss bildeten Trompeter Mario Rom und Gitarrist Wolfgang Muthspiel, die auf eine lange Zusammenarbeit in Muthspiels Chamber Trio (mit Pianist Colin Vallon) verweisen können, die aber erstmals zu zweit öffentlich musizierten und dem heftig akklamierten Abend einen beglückend inspirierten Ausklang schenkten.

20:00 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
In Concert: Remembering Abdullah Ibrahim (1934 – 2026)

Live-Aufnahmen aus verschiedenen Jahrzehnten, u.a. vom INNtöne Jazzfestival 2019. Moderation: Matthias Wegner. Abdullah Ibrahim war einer der prägenden Musiker des internationalen Jazz. Er starb am 15. Juni im Alter von 91 Jahren.

21:30 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Das Jugendfolkorchester auf dem Rudolstadt-Festival 2026

Von Carola Malter. Tänze, Auswandererlieder, fast vergessene Volksweisen. Mit Geigen, Harfen, Klarinetten, Drehleiern und Kontrabässen spielen rund 40 Mitwirkende traditionelle Musik aus Deutschland. In diesem Jahr haben die 12- bis 17-Jährigen, die aus allen Bundesländern kommen, ihre dritte Proben- und Konzertphase. Höhepunkt: ein Auftritt auf der großen Bühne im Heinepark beim Rudolstadt Festival.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Porträt des amerikanischen Pianisten Lex Korten

Von Ssirus W. Pakzad. Der New Yorker Lex Korton nahm schon den Klavierstuhl in den Bands des Schlagzeugers Tyshawn Sorey, des Vibrafonisten Simon Moullier oder des Saxofonisten Alex Hitchcock ein. Diese Größen schätzen die Reaktionsschnelligkeit, die Wandelbarkeit und das großartige Handwerk des 32-Jährigen, der in der Corona-Zeit einen wichtigen Klavier-Wettbewerb in Südafrika gewann. Für sein genreübergreifendes Debüt „Canopy“ wurde er in der Presse mit Hymnen gefeiert. Das Album enthält eine so plausible wie zündende Mixtur aus Jazz, Progrock und Indie-Sound.

23:03:00 +++ Ö1
Ingrid Schmoliner im Zeit-Ton Portrait – Dem Unbegreiflichen auf der Spur

Im Zentrum der musikalischen Arbeit der Komponistin und Improvisatorin Ingrid Schmoliner steht das Unbegreifliche, – die Auseinandersetzung mit dem Tod und dem, was möglicherweise danach kommt; die auf die Menschen so mystisch wirkende Ungezähmtheit der Natur; das Widersprüchliche und Paradoxe, das uns bei jedem Schritt zu begleiten scheint. Schmoliners Hauptinstrument ist dabei das Klavier. Mit ihren ausgetüftelten Präparierungen, für die sie neben Holzstäbchen, Plastikklötzen, Metall und Gummi etwa auch Stachelschweinstacheln verwendet, schafft es die Musikerin dem Klavier Klänge zu entlocken, die an die unterschiedlichsten Instrumente denken lassen, von diversen Schlaginstrumenten über Electronics bis hin zur menschlichen Stimme, aber auch an Walgesänge fühlt man sich mitunter erinnert, wenn durch Reibung die Luft in den ausgetrockneten Stachelschweinstacheln in Schwingung gerät. Und Ingrid Schmoliner arbeitet gerne mit ihrer Stimme, vom Obertongesang über den Jazzgesang bis hin zum Jodeln reicht die Palette an Techniken, die ihr dabei zur Verfügung stehen. In diesem Zeit-Ton Portrait tauchen wir hinab zu den Anfängen und hören in Neuerscheinungen hinein, etwa in „Haar“ (Trost Records), die dritte Veröffentlichung von Nabelóse, dem Duo mit Elena Kakaliagou, das von österreichischer und griechischer Volksmusik inspiriert wurde. Gestaltung: Susanna Niedermayr


di – 18.08.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Xavier Plus.

21:05 Uhr +++ DLF
Jazz Live: Die auf dem Ziegenhorn bläst – Hildegunn Øiseth und ihr Quartett

Hildegunn Øiseth, Trompete, Ziegenhorn; Espen Berg, Piano; Magne Thormodsæter, Kontrabass; Per Oddvar Johansen, Schlagzeug. Aufnahme vom 22.4.2026 beim Jazzfest Bonn. Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

Melodiöser, mitreißender Jazz mit skandinavischen Klangfarben. In ihrem Quartett wechselt sie zwischen Trompete und Ziegenhorn, bei ihr wird der archaische Signalgeber zu einem vollwertigen Melodieinstrument. Auf Reisen um die Welt hat die Trompeterin Hildegunn Øiseth Volksmusiktraditionen kennen gelernt, die sie in ihrer eigenen Musik subtil anklingen lässt. In ihrem Heimatland Norwegen hat sie das traditionelle Hirteninstrument Ziegenhorn für sich entdeckt. Sie schwingt sich darauf in atemberaubende Höhen und gestaltet weite, fließende Linien. Als Trompeterin mit einem gesanglich geprägten Klangideal gehört Hildegunn Øiseth zu den markanten Solistinnen der europäischen Jazzszene. Beim Jazzfest Bonn hat die 1966 geborene Künstlerin u.a. mit Musik aus ihrem jüngsten Quartettalbum „Meandering“ das Publikum fasziniert.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Zarte Gewächse – Lilly Loefflers Inflorescence im SWR Studio Tübingen

Von Konrad Bott. Das junge Mannheimer Trio „Inflorescence“ tritt hinter die eigene Musik zurück, und lässt sie vor den Augen und Ohren des Publikums zu einem bunten Geflecht heranwachsen. In den musikalisch verzweigten Blütenständen finden sich Eigenkompositionen und vertonte Gedichte, aber auch Jazzstandards. Schalten Sie ein und erleben sie, wie die drei Akkordknospen aufplatzen und Melodielinien sich verzweigen lassen. Mit Lilly Loeffler am Gesangsmikrofon, Juliana Saib am Klavier und Thierry Lahyr an der Gitarre.

23:03:00 +++ Ö1
Beckett-Hommagen aus Salzburg – Salzburger Festspiele: Klangforum und Cantando Admont interpretieren Kurtág und Feldman.

Zwei Komponisten mit höchst individueller Musiksprache begegnen dem Universum Samuel Becketts: György Kurtágs eindringliches “What Is the Word” verbindet Rezitation, Vokalensemble und Instrumentalgruppen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Sprache und ihrem Verstummen. Morton Feldmans “For Samuel Becket“ entfaltet hingegen einen schwebenden Klangraum von Ruhe und Zeitlosigkeit. Mit Dalia Schaechter als Rezitatorin, Cantando Admont, dem Klangforum Wien und Dirigent Matthias Pintscher. (Ö1 Mitschnitt von den der Salzburger Festspielen, aufgenommen am 30. Juli 2026) Gestaltung: Rainer Elstner


mi – 19.08.2026


00:05 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Chormusik: Rudolstadt-Festival – Bulgarka Junior Quartet

Stadtkirche Rudolstadt. Aufzeichnung vom 04.07.2026. Mehrstimmige Gesänge aus Bulgarien

14:05:00 +++ Ö1
Pianist Heribert Kohlich und Bassistin Gina Schwarz im Studio 2 des Wiener RadioKulturhauses

Das Projekt „Magic Changes“ des Pianisten Heribert „Hepi“ Kohlich und der Bassistin Gina Schwarz zeigt, dass musikalische Strukturen unabhängig vom historischen Kontext ihre Gültigkeit bewahren können. Harmonische Abfolgen, Skalen, Reihen, rhythmische Zellen, formale Gestalten, außermusikalische Assoziationen und andere Elemente aus Meisterwerken der Klavierliteratur von Johann Sebastian Bach bis Arnold Schönberg dienen hier als Basis für Neukompositionen und Improvisationen. Dabei geht es keineswegs um ein banales „Verjazzen“, sondern um die respektvolle Transposition dieser Strukturen in einen zeitgenössischen Kontext. Also auch darum: Wieviel Jazz war schon immer in der (im weiteren Sinne des Wortes) klassischen Musik?

Im ersten Teil der Ö1 Radiosession spricht Heribert Kohlich anhand eigens ausgewählter und mitgebrachter Musik über seine Einflüsse und Inspirationen.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.

19:30 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Zeitfragen. Feature: Hippietrail von München nach Kalkutta – Die legendäre Konzertreise der Band Embryo

Von Ralf Bei der Kellen. 1979 reist die Krautrockgruppe Embryo auf dem Landweg nach Indien. Die LP, die auf der Reise entsteht, gilt als einer der Ursprünge der Weltmusik.

Die ersten Deutschen, die nach Indien reisten, hatten meistens einfache Motive: Sie wollten reich werden und/oder die Inder mit dem Christentum beglücken. Das änderte sich im 20. Jahrhundert. Inspiriert von Hermann Hesses Siddharta, wurde Indien zu einem Ort, an dem man echte Spiritualität, Ruhe und Erleuchtung finden konnte. Schon 1951 reisten der „Volkssänger“ Oss Kröher und sein Freund Gustav Pfirrmann auf einem Motorrad von Pirmasens nach Indien, um dort Land, Leute und ihre Musik kennenzulernen. Und mit den Ashram-Besuchen der Beatles wurde die Indienfahrt ein popkulturelles Phänomen.

1978 macht sich die Band Embryo von München aus mit drei Bussen auf dem Landweg nach Indien auf. Entlang der Straßen und Pisten hatten sie Dutzende Auftritte und musikalische Begegnungen mit örtlichen Künstlern. 22 Personen, neun Monate, 10.000 Kilometer, dazu unzählige Reifenpannen, üble Krankheiten und Ärger mit Behörden – eine gewaltige Anstrengung! An deren Ende steht etwas, was man kurze Zeit später als Weltmusik bezeichnen würde..

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin

Von Anja Buchmann. Das wöchentliches Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: In den Sommerwochen gibt es hier bei uns vor allem aktuelle Musik – außergewöhnliche und wichtige Neu-Veröffentlichungen aller Spielarten des Jazz. Von internationalen Stars und weniger bekannten regionalen Acts, von Funk bis Free, von traditionell bis experimentell – Nicht verpassen.


do – 20.08.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Xavier Plus.

19:30 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Zeitfragen. Feature: Das Gegenteil vom Nichts – Auf der Spur der Schwarzen Löcher

Von Dirk Lorenzen. (Wdh. v. 26.02.2026). Schwarze Löcher. Ein Begriff mit magischem Klang. Hochverdichtete Materie, eine ganze Welt aufs Kleinste zusammengepresst.

Schwarze Löcher spielen im Kosmos eine überragende Rolle: Sie sind die Leichen riesiger Sterne. Sie lassen Raum und Zeit erzittern. Sie befinden sich in den Zentren fast aller Galaxien. Womöglich sind sie schon beim Urknall entstanden, haben Sterne und Galaxien wachsen lassen und bilden die geheimnisvolle Dunkle Materie. Ihr Inneres bleibt ein Mysterium. Und doch gelingt es der Wissenschaft immer besser, ihnen ihre Geheimnisse zu entreißen.

21:05 Uhr +++ DLF
JazzFacts: „Thirdstream“ oder „Her Stream“? – Die Saxofonistin Ingrid Laubrock schreibt für Studio Dan

Von Michael Rüsenberg. Präzision und Flexibilität in perfekter Balance: Ingrid Laubrock überwindet Genregrenzen. Im Trend der Neue Musik komponierenden Jazzmusikerinnen und -musiker spielt die in New York lebende Laubrock eine zunehmend wichtige Rolle. Zwei Kompositionsaufträge durch Studio Dan aus Wien unterstreichen ihre Ausnahmestellung. Studio Dan, gegründet 2005, hebt sich von anderen (Neue Musik-) Ensembles dadurch ab, dass seine Mitglieder auch improvisieren können. Das schafft günstige Voraussetzungen für die Werke von George Lewis und Anthony Braxton, oder nun der ehemaligen Braxton-Mitspielerin Laubrock. Eine ihrer frühen Kompositionen wählten die Kritiker der „New York Times“ unter die „25 Best Classical Music Tracks of 2018“. Die Sendung präsentiert Laubrocks „Zones“ in der Fassung von 2023/26 sowie das neue „Torn“. Zu fragen ist dabei, ob der aus den 50ern stammende Begriff „Thirdstream“ für die Begegnung von Jazz und Klassik diesen jüngsten Ausweitungen noch standhält.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Pianist of the Caribbean – Eine Begegnung mit Grégory Privat

Von Karsten Neuschwender. Seine Heimat Martinique hat er nie vergessen. Aber richtig präsent wurde sie, als Grégory Privat seine Existenz als Ingenieur mit dem Leben als Pianist eintauschte. Und eine charakteristische Mischung aus karibischer Musik, Jazz und Klassik geschaffen hat. Im Mittelpunkt: Klangliche Farbigkeit, ruhige fast meditative Einkehr und hoch vitales rhythmisches Feeling. Grégory Privat ist ein musikalischer Erzähler voller warmer, vielschichtiger Klangpoesie, mit der er beim internationalen Jazzfestival fill in in Saarbrücken zu Gast war.


fr – 21.08.2026


00:05 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Zangezi – Von Chris Salter. Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Velimir Chlebnikow

Mit: Audrey Chen und Judith Rosmair. Mit künstlerischen Beiträgen von Stefanie Egedy, The Future of Dance Company, Immersive Arts Space der Züricher Hochschule der Künste, kyoka Raqs Media Collective, Team Rolfes, Pierre-Luc Senecal und dem Growlers Choir, Rully Shabara, Stella Speziali, Fernando Velasquez. Virtuelle Umgebungen: Timothy Thomasson. KI-Systeme: Gonçalo Guiomar. Sound: Pascal Lund-Jensen. Künstlerische Mitarbeit: Remco Schuurbiers. Autorenproduktion mit Muffatwerk München/Kunstfest Weimar/Immersive Arts Space (ZHdK) 2026. Länge: ca. 54’40

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit Unterstützung des XR Hubs Bavaria.

Eine Sprache, die alle Menschen verstehen. Davon träumte der futuristische Dichter Velimir Chlebnikov. Für sein Stück „Zangezi“ erfand er diese Sprache 1922 selbst. Gut 100 Jahre später wagt der Multimediakünstler Chris Salter eine Neuinterpretation.

Nach den Umwälzungen des Ersten Weltkriegs und der Oktoberrevolution verfasste Velimir Chlebnikow, Mitbegründer des russischen Futurismus und Wegbereiter des Surrealismus, sein wichtigstes Werk. Es handelt von dem Propheten und Redner „Zangezi“, der seine Anhänger für die Sprache „Zaum“ (russisch: „jenseits des Sinns“) begeistern will. Radioinszenierung voller Sprachspiele mit der Vokalkünstlerin Audrey Chen.

Auch der russische Künstler Alexander Ponomarev produzierte eine Interpretation von „Zangezi“. Seine Arbeit aus dem Jahr 1992 bringen wir am 28. August.

Velimir Chlebnikov (1885-1922) prägte als experimenteller Lyriker und Theaterautor die russische Dichtung. Er war Mitunterzeichner des in Russland bedeutendsten futuristischen Manifests „Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack“.

Chris Salter beschäftigt sich als Theoretiker und Künstler mit Immersion. Er ist Professor an der Zürcher Hochschule der Künste und Leiter des dortigen „Immersive Arts Space“. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Animate“ (2022).

14:05:00 +++ Ö1
Somi’s New Afro-Jazz Quintet im März 2024 beim Jazzfestival Basel „offbeat“

Somi, 1981 in Illinois im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten als Laura Kabasomi Kakoma geboren, ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin und Komponistin mit ostafrikanischen Wurzeln. Einen Teil ihrer frühen Kindheit verbrachte sie, aufgrund der beruflichen Tätigkeit ihres Vaters, in Sambia. Derzeit lebt die Künstlerin, die in ihrer Musik Jazz, Soul, Spoken Word und afrikanische Rhythmen vereint, in New York City. In ihren kommerziell durchaus erfolgreichen Veröffentlichungen – das 2014 erschienene Album „The Lagos Music Salon“ schaffte es in den USA auf Platz 1 der Billboard Contemporary Jazz Albums-Charts – beleuchtet sie gesellschaftspolitische Themen wie Identität, afrikanische Diaspora und soziale Ungerechtigkeit. Die 2020 auf ihrem eigenen Label Salon Africana erschienene Live-Aufnahme „Holy Room – Live at Alte Oper with Frankfurt Radio Big Band“ wurde 2021 für einen Grammy in der Kategorie „Best Jazz Vocal Album“ nominiert. 2023 erhielt sie zudem den renommierten „Doris Duke Artist Award“.

Inspiriert von den großen World-Music- und Jazz-Künstler:innen des afrikanischen Kontinents – dem legendären Trompeter Hugh Masekela, dem tunesischen Oud-Spieler Dhafer Youssef, der Sängerin und Anti-Apartheid-Ikone Miriam Makeba (ihr widmete sie das 2023 veröffentlichte, vielbeachtete Album „Zenzile: The Reimagination of Miriam Makeba“) -, erschafft Somi eine Klangwelt, die sowohl von ihrem afrikanischen Erbe als auch von westlichen Einflüssen geprägt ist. Am 23. März 2024 begeisterte Somi mit ihrem Quintett, bestehend aus Toru Dodo (Klavier), Jowee Omicil (Saxofon), Keith Crawford (Bass) und Otis Taylor Brown III (Schlagzeug), das Publikum beim Jazzfestival Basel „offbeat“ im Volkshaus Basel.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser.

22:30 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Musik und Machtgefälle – Vom Kampf gegen Missbrauch in der Musik

Von Friederike Kenneweg. Unsere Gesellschaft ist durchzogen von Machtverhältnissen. Da, wo sich große Unterschiede in der Machtkonzentration ergeben, öffnet sich ein Raum für Missbrauch. Und das ist auch im Musikbetrieb der Fall: In Unterrichtssituationen an den Hochschulen, bei Vorspielen, in Proberäumen, beim Casting, im Backstage oder in der Kneipe nach dem Konzert. Diejenigen, die Lob, Jobs, Chancen, Kontakte und Geld zu vergeben haben, können ihre Position nur allzu leicht ausnutzen. Begünstigt wird das durch das Netz aus Mitwissenden, Profiteuren, Medien und Fans, die oft den Mächtigen mehr Gehör schenken und die Betroffenen nicht unterstützen, sondern sie mit ihren oft traumatisierenden Erfahrungen allein lassen. Doch es gibt immer mehr Menschen, die daran etwas ändern wollen.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Atlantiksturm am Schwarzwaldrand – Die Maria João Group 1986 in Pforzheim

Von Konrad Bott. Wenn Spätzünder zünden, zünden sie richtig – so könnte man den Karriereanfang von Maria João beschreiben. Die portugiesische Sängerin hat erst im Alter von 25 Jahren angefangen, ihre Stimme ernsthaft auszubilden. Das war 1983. Drei Jahre später schon hat sie die Herzen von Laien und Experten im Sturm erobert. Kommen Sie mit uns nach Pforzheim und tauchen Sie ein in die stürmischen Anfänge der wahrscheinlich stimmgewaltigsten portugiesischen Jazzsängerin unserer Zeit!

23:03:00 +++ Ö1
In memoriam Eliane Radigue – Eliane Radigue: Pionierin der elektronischen Musik

Die französische Komponistin Eliane Radigue ist am 23. Februar 2026 im Alter von 94 Jahren in Paris verstorben. Eliane Radigue hat die elektronische, insbesondere die akusmatische Musik entscheidend mitgeprägt: Sie war eine der Pionierinnen, die sich im Paris der 1950er Jahre mit der musique concrète beschäftigten. Damals arbeitete sie als Assistentin des Komponisten und musique concrète-Pioniers Pierre Henry in dessen neugegründetem Pariser Studio. Durch mehrere Aufenthalte in den USA und durch ihre Ehe mit dem Objektkünstler Arman knüpfte Radigue Verbindungen zur dortigen Kunstszene und entdeckte den analogen Synthesizer ARP 2500 als ihr Hauptinstrument.

Er prägte den Stil ihrer meditativen, minimalistischen Kompositionen über Jahre hinweg. Mit ihrem letzten elektronischen Stück „L’ile resonante“, das sie im Jahr 2000 komponiert hat, gewann sie 2006 die Goldene Nica des Prix Ars Electronica. Seither beschäftigte sich die Komponistin ausschließlich mit instrumentaler Musik und arbeitete mit namhaften Interpret:innen zusammen. Damit habe sie endlich das gefunden, was sie in der elektronischen Musik immer gesucht hatte, erzählte sie 2017 im Interview.

In der zweiten Stunde dieses Zeit-Ton extended widmen wir uns „La Trilogie de la Mort“, die sie zwischen 1985 und 1993 komponierte. „La Trilogie de la Mort“ ist fast drei Stunden lang und gilt als Radiugues Meisterwerk. Sie schuf es mit dem ARP-Synthesizer. Es ist eine ausgedehnte klangliche Meditation über Leben, Tod und Wiedergeburt – tief verwurzelt in ihrer tibetisch-buddhistischen spirituellen Praxis.

Auch das IMA, das Instituts für Medienarchäologie, das heute und morgen im still gelegten AKW Zwentendorf sein Jubiläum “20+” feiert, erinnert an die Pionierin der elektronischen Musik. Im dortigen Kühlraum kann man im Rahmen einer Konzertinstallation “Jetsun Mila” von Eliane Radigue erleben. Gestaltung: Astrid Schwarz


sa – 22.08.2026


00:05 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Lange Nacht: Leitmedium, Pop-Phänomen, Droge – Die Lange Nacht der Computerspiele

Von Tobias Nowak. Regie: der Autor. An Computerspielen schieden sich lange die Geister: Für die einen waren sie das abwechslungsreichste Hobby der Welt, für die anderen nur Mittel zum Trip süchtig machender Gewaltverherrlichung. Aber das Bild hat sich gewandelt: Heute werden Games gern als „Leitmedium des 21. Jahrhunderts“ angesehen und schaffen es regelmäßig in die Tagesschau. Zur Gamescom pilgern jedes Jahr Hunderttausende nach Köln, um mit ihrer Community die geteilte Leidenschaft zu feiern. Die Lange Nacht nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Welt der digitalen Spiele. Wir fragen: Wer spielt? Und was? Denn die Genres, die Spielwelten, die Spielerschaften sind mittlerweile sehr verschieden: Zwischen „Candy Crush“ auf dem Handy und „Grand Theft Auto“ auf der Videospielkonsole liegen Welten, bei Anspruch, Story, Gameplay, Preis oder Publikum. Und entsprechend unterscheiden sich die Motive der Spielenden. Welche soziale Rolle spielen diese so unterschiedlichen Games, welche politische, kulturelle oder wirtschaftliche? Und welche Risiken bringen Spiele mit sich – aber auch welche bisher kaum erschlossenen Potentiale, jenseits des Spaßes? Selbst traditionelle Kunstformen haben sich mittlerweile den Spielen zugewandt: In Romanen tauchen selbstverständlich Gamer auf, und symphonische Games-Musik lockt heutzutage ein ganz neues Publikum in die Konzerthäuser.

05:05 Uhr +++ Deutschlandfunk Kultur
Aus den Archiven: Can – Die Geschichte einer Gruppe – Teil 3: Der Löffel zum Erfolg

Von Gabriele Meierding. RIAS Berlin 1986

18:20 – 19:00 Uhr +++ SWR KULTUR
Jazz: Kühn wie Jazz, tief wie Folk, schön wie Pop – Die Sängerin Lauren Kinsella

Von Odilo Clausnitzer. Die irische, in London lebende Sängerin Lauren Kinsella besetzt einen ganz eigenen Platz in der zeitgenössischen Gesangsszene. Sie hat eine persönliche Art der Improvisation mit Silben und Worten entwickelt, abstrakt und experimentierfreudig. Aber mit dem Duo-Projekt „Snowpoet“ oder dem Trio „Shadowlands“ macht sie auch ganz unmittelbar ergreifende Songs, die von Leben, Liebe und Tod erzählen. Ihre Einflüsse und Interessen reichen vom britischen Folk bis zur zeitgenössischen Neuen Musik. Mit dem deutschen Vokalquartett „Of Cabbages And Kings“ hat sie eine EP veröffentlicht.

21:00:00 +++ Ö1
Live-Übertragung der Konzerte des Darius Jones & Otomo Yoshihide Quintet sowie des Chicago Underground Duo aus dem Congress Saalfelden

Im Rahmen der Jazznacht von Österreichs traditionsreichem Jazzfestival-Klassiker in Saalfelden im Salzburger Pinzgau überträgt Ö1 erneut die beiden letzten Samstag-Konzerte live: Ab 22 Uhr ist im Congress Saalfelden die Bühnen-Premiere des Darius Jones & Otomo Yoshihide Quintet angesagt – der in Brooklyn lebende Altsaxofonist und der aus Yokohama stammende Gitarrist lassen mit Nick Dunston (Kontrabass), Gerald Cleaver (Schlagzeug) und Yasuhiro Yoshigaki (Schlagzeug) erstmals energiereiche Klangskulpturen entstehen.

Danach gibt es ein Wiederhören mit alten Bekannten: Das 1997 gegründete Chicago Underground Duo, bestehend aus Rob Mazurek (Trompete, Keyboards, Sampler) und Chad Taylor (Schlagzeug, Perkussion), das sich nach elfjähriger Veröffentlichungspause 2025 mit dem Album „Hyperglyph“ zurückgemeldet hat, wird dem Abend in Saalfelden einen kraftvollen, farbenreichen Ausklang bescheren.

Zudem hören Sie Interviews und Ausschnitte aus dem freitägigen Eröffnungsprojekt „Strange Motion“ von Saxofonistin Yvonne Moriel sowie aus anderen Konzerthöhepunkten des Jazzfestivals Saalfelden 2026.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: String News – Vielseitiges und Viel-Saitiges

Von Hennig Sieverts. Streicher im Jazz – das ist heute nicht mehr so exotisch wie es einmal war: Die „String News“ sind vielseitig und viel-saitig, mit immer neuen Wegen für eine Verbindung von klassischem Instrumentarium und improvisierten Klängen. Diese Sendung präsentiert Alpenländisches mit der österreichischen Bratscherin Marie-Theres Härtel, Brasilianisches mit dem Kölner Cellisten Gunther Tiedemann, Jazziges mit dem Berliner Cellisten Johannes Fink und feinen Kammerjazz mit dem „MOVE String Quartet“ um die Berliner Cellistin Susanne Paul.


so – 23.08.2026


00:00:00 +++ Ö1
Live-Übertragung der Konzerte des Darius Jones & Otomo Yoshihide Quintet sowie des Chicago Underground Duo aus dem Congress Saalfelden

17:10:00 +++ Ö1
Sommermusiken aus Jazz & Umgebung

Die vorletzte Spielräume spezial-Ausgabe im August ist die perfekte Gelegenheit, um den Sommer noch einmal Revue passieren zu lassen, den Sommer zu genießen und sich auch langsam von ihm zu verabschieden – mit ein paar der besten Sommermusiken aus Jazz und Umgebung, teilweise in legendären Aufnahmen, teilweise in überraschende Versionen und gespickt mit weniger Bekanntem.

Gershwins „Summertime“ gibt die Parole vom leichten Leben aus, Bruno Martino und Bruno Brighetti vergleichen die Sommerhitze mit der Temperatur verlorener Küsse, Eddy Heywood lässt ein leichtes Lüftchen wehen, Harri Stojka schwelgt in Sommerträumen, es gibt Hitzewellen, Sommerregen und vieles mehr… Bis Julia Hülsmann das Ende der warmen Jahreszeit ausruft und nur noch die Erinnerung bleibt.

23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marie-Theres Himmler

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