Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.
Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 27.04.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.
19:30:00 +++ Ö1
Flip Philipp, Bertl Mayer, Clemens Gigacher und Andreas Varady im Radiocafé Wien
Der Vibraphonist Flip Philipp ist im Hauptberuf Schlagwerker bei den Wiener Symphonikern, doch seine zweite Liebe gehört dem Jazz. Am 24. Februar 2026 gastierte er mit dem Mundharmonikavirtuosen Bertl Mayer und dem Kontrabassisten Clemens Gigacher im RadioCafé Wien. Mit dabei auch das Ausnahmetalent Andreas Varady, ein junger Gitarrist aus der Slowakei, der bereits als Teenager beim Jazzfestival Montreux für Aufsehen sorgte.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: Zwischen schlagenden Zungen – Eine Reise durch das Akkordeon
Von Konrad Bott. Vermutlich haben Sie 2026 schon viel Akkordeonmusik genossen oder über sich ergehen lassen müssen. Immerhin scheiden sich am Instrument des Jahres 2026 die Geister doch deutlich. Aber egal ob man das Akkordeon liebt oder hasst – interessant aufgebaut ist es allemal! Reisen Sie mit durch das Innere eines Akkordeons, lernen Sie mit uns, wie so eine Quetschekasten funktioniert und entdecken Sie en passant – zwischen Füßen, Balg und Zunge – die vielfältigsten Jazzspielarten auf dem Akkordeon.
23:03:00 +++ Ö1
Neue Musik für klassische Gitarre – Aktuelle Alben von Klara Tomljanović und Ondrej Veselý
Zwei aktuelle CD-Veröffentlichungen erinnern an die immense klangliche Bandbreite der Konzertgitarre: „PEOPLE“ heißt das neue Album des slowakischen Gitarristen Ondrej Veselý. Es ist eine sehr persönliche Reise durch die letzten 15 Jahre seines Schaffens, auf der er gemeinsam mit musikalischen Weggefährt:innen stilistische Grenzen durchquert – von Igor Stravinsky bis Salvatore Sciarrino, von Astor Piazolla bis zu slowakischen Wiegenliedern.
An die Grenzen der Spieltechnik tastet sich Klara Tomljanović auf ihrer CD-Neuerscheinung heran. „New Guitar Works“ ist eine Sammlung von sechs zeitgenössischen Stücken für Solo-Gitarre, die in engem künstlerischem Austausch mit den beteiligten Komponisten entstanden sind – einige davon kennt Klara Tomljanović seit vielen Jahren: Marton Illes, Vito Zuraj, Stingrimur Rohloff, Nikolaus Brass und Detlef Heusinger.
Das bei NEOS erschienene Album zelebriert die Andersartigkeit der Gitarre und lässt uns als Zuhörende oft angetan verwundert zurück: Ist das wirklich die Klangerzeugung einer einzigen Spielerin? Gestaltung: Gabriel Schett
di – 28.04.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.
21:00 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Niescier/Reid/Salem beim Jazzfest Berlin 2025
Von Odilo Clausnitzer. Cello statt Kontrabass – wer das bei einer Band als Zeichen für lyrische Grundgesinnung versteht, liegt bei diesem Trio falsch. Das Auftaktkonzert beim Jazzfest Berlin beginnt schon mit Hochdruck; eine brodelnde Rhythmusebene, vom festen Tempo gerade noch gebändigt, darüber Tonstrudel durch alle Register des Altsaxofons. Musik in der Tradition des Free Bop, aber geformt durch höchst abwechslungs-reiche Kompositionen. Altistin Angelika Niescier und Cellistin Tomeka Reid sind feste Größen der inter-nationalen Jazzszene eine Neuentdeckung dagegen die New Yorker Schlagzeugerin Eliza Salem.
23:03:00 +++ Ö1
Mad Hope beim Donaufestival 2026
Ein Ausblick auf das Programm des Kremser Festivals für abenteuerliche Ästhetiken und Vibrationen aktueller Gegenwartskunst
Gemeinsam mit Thomas Edlinger, dem künstlerischen Leiter des Kremser Donaufestival, begeben wir uns auf einen Streifzug durch das wiederum höchst vielfältige Musikprogramm der diesjährigen Festivalausgabe. Unter dem Motto “Mad Hope” geht das Donaufestival heuer der Frage nach, ob im “Zeitalter der multiplen Krisen” dem Prinzip Hoffnung auch heute noch eine transformative Kraft innewohnt. Gestaltung: Susanna Niedermayr
mi – 29.04.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin
Von Anja Buchmann. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen!

do – 30.04.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.
East St. Louis trifft Wien-Erdberg: Schlaglichter auf die ungewöhnliche Freundschaft von Trompeter Miles Davis und Keyboarder Joe Zawinul
Im Februar bzw. August 1969 war der aus Wien-Erdberg stammende Pianist und Keyboarder Josef „Joe“ Zawinul maßgeblich an den wegweisenden, in New York City aufgenommenen Alben „In a Silent Way“ und „Bitches Brew“ beteiligt, mit denen Trompeter Miles Davis die Ära des Rock-Jazz einläutete.
So weit, so bekannt. Was nicht alle wissen: Zawinul und Davis hatten einander schon zehn Jahre zuvor, kurz nach der Übersiedlung des Wieners in die USA, kennen und schätzen gelernt. Und damals, anno 1959, gab der junge, bereits als Begleiter von Sängerin Dinah Washington arbeitende Wiener dem berühmten – und darob ziemlich erstaunten – Trompeter erst einmal einen Korb: „‚Nein es ist nicht die Zeit dafür. Ich habe einen guten Job, ich lerne viel, ich habe keine Eile. Aber wenn es geschehen soll, dann werden wir eines Tages zusammen spielen, und möglicherweise machen wir Geschichte. Das hat ihm imponiert“, so schilderte Zawinul Jahre später seine Antwort auf das Engagement-Angebot von Davis, nachzulesen in Gunther Baumanns Buch „Zawinul – Ein Leben aus Jazz“. (S. 49)
Die Worte sollten sich als prophetisch erweisen: Joe Zawinul, der 1966 mit seinem warmen Wurlitzer-E- Piano-Sound im Rahmen seines Hits „Mercy, Mercy, Mercy“ die erneute Aufmerksamkeit von Miles Davis auf sich zog, lieferte diesem Ende der 1960er Jahre auch Kompositionen wie „Directions“, Pharoah’s Dance“ und das titelgebende, Ambient-getönte „In A Silent Way“. Und doch blieb er ein ungewöhnlicher Partner: Der Wiener Tastenmeister schlug Davis‘ Angebot aus, mit diesem auf Tournee zu gehen. Und als er selbst anno 1970 das Album „Zawinul“ aufnahm, verzichtete er darauf, den dafür schon bereitstehenden Trompeter als Sideman zu engagieren. Zawinul bat Davis nur, die Liner Notes zu schreiben – was dieser tatsächlich tat.
Miles Davis und Joe Zawinul, die auch ein Faible für den Boxsport teilten, blieben nichtsdestotrotz bis zu Davis‘ Tod 1991 befreundet.
19:30:00 +++ Ö1
Manu Delago und Max ZT live aus dem Innsbrucker Treibhaus
Erstmals kommt heuer die am Ö1 Jazztag obligate abendliche Live-Übertragung, moderiert von Andreas Felber, aus dem Innsbrucker Treibhaus. Diese 1981 von Nobert Pleifer gegründete und bis heute geleitete Institution hat in den 45 Jahren ihres Bestehens längst überregionale Ausstrahlung entwickelt und zählt zu den unverzichtbaren Gravitationspunkten in der Tiroler Kulturlandschaft.
Zwei hochkarätige Acts werden heute im Treibhaus – und via Ö1 in ganz Österreich und darüber hinaus – zu erleben sein, darunter das neue Projekt des in London lebenden Tiroler Hang-Virtuosen Manu Delago. Delago, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Björk und Anoushka Shankar, wird im Duo mit dem in Brooklyn beheimateten Hackbrett-Spieler Max ZT vielfärbige, stiloffene Kammermusik auf die Bühne zaubern.
In der Pause wird das Ö1 Jazzstipendium 2026 – bestehend aus einem Studium an der JAM Music Lab Private University in Wien plus einer CD-Produktion bei Quinton Records – an den/die Gewinner:in überreicht.
In der Pause wird das Ö1 Jazzstipendium 2026 – bestehend aus einem Studium an der Jam Music Lab Private University in Wien plus einer CD-Produktion bei Quinton Records – an den/die Gewinner:in überreicht.
22:00:00 +++ Ö1
Die ehemalige Politikerin Heide Schmidt im Gespräch über ihre Jazzvorlieben
Zu Gast in der Ö1 Jazznacht zum Ausklang des Ö1 Jazztags ist Heide Schmidt. Die österreichische Politikerin war von 1987 bis 1990 Mitglied des Bundesrates, anschließend bis 1999 Abgeordnete zum Nationalrat und von 1990 bis 1994 dessen Dritte Präsidentin. Sie war 1993 Mitgründerin des Liberalen Forums und bis 2000 dessen Bundessprecherin. Am 30. September 2008 erklärte sie ihren endgültigen Rückzug aus der Politik und engagiert sich seither im sozialen und demokratie-politischen Bereich. Heide Schmidt ist Jazzfan und wird zu ihrem Gespräch mit Christian Bakonyi ihre Lieblingsaufnahmen mitbringen. Weiters wird das Thema Jazz und Politik das Hauptthema der Ö1 Jazznacht am Ö1 Jazztag bilden.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz and More
Von Jürgen Schwab. Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation – hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur).
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Atmen bedeutet Leben – Die Uraufführung von Bernd Frankes Oper „Coming Up For Air“ in Leipzig
In Bernd Frankes Oper „Coming Up For Air“, die am 14. März an der Oper Leipzig uraufgeführt wurde, verbinden sich drei Leben über das Phänomen Atmung und den Fluss der Zeit. Da ist die junge Schriftstellerin Anouk, die an Mukoviszidose erkrankt ist und um jeden Atemzug ringen muss. Sie rekonstruiert die Geschichte der „Inconnue de la Seine“, einer unbekannten Toten aus der Seine, deren Totenmaske um 1900 vor allem Künstler inspirierte. Schließlich ist da auch der norwegische Puppenmacher Pieter. Nachdem sein Sohn ertrunken ist, erfindet er eine Puppe, mit der die Mund-zu-Mund-Beatmung erlernt werden kann. Wir stellen Bernd Frankes zweite Oper in dieser Ausgabe der „Horizonte“ vor. Eine Sendung von Bettina Volksdorf
fr – 01.05.2026
00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); Die ehemalige Politikerin Heide Schmidt im Gespräch über ihre Jazzvorlieben
17:10:00 +++ Ö1
Talking anything you want
Blues Songs sind dazu da, zu unterhalten, Geschichten zu erzählen und Botschaften zu verbreiten. Dafür braucht es nicht unbedingt eine Melodie; auch Gesprochenes kann zum Song werden, vor allem dann, wenn es harmonisch und/oder rhythmisch eingebettet wird. Was der Rap zum Prinzip erkoren und in virtuoser Vokaltechnik ausgefeilt hat, ist vermutlich so alt wie menschliches Musizieren und Dichten an sich.
Der 1893 in South Carolina geborene (Weiße) Christopher Bouchillon war also sicher nicht der erste, der Songs nicht gesungen, sondern rhythmisch gesprochen hat, aber er wurde dennoch zum Wegbereiter, als er 1926 ein humoristisches Stück mit dem Titel „Talking Blues“ auf Schallplatte bannte. Dieser Song hatte großen Erfolg, fand viele Nachahmer und wurde zum Ausgangspunkt und Namensgeber für ein neues Subgenre in der US-amerikanischen Folk-Tradition. Woody Guthrie, Pete Seeger, Bob Dylan, Phil Ochs und viele mehr übernahmen Idee, lyrische Form, rhythmische Struktur und Harmonien vor allem für ihre Protestsongs, in denen trocken vorgetragene Reime voller Witz und Ironie dabei halfen, den Ernst der politischen Botschaften zu unterstreichen.
22:05:00 +++ Ö1
Jet Lag All Stars Radio Show
sa – 02.05.2026
09:04 – 10:00 UHR +++ SWR KULTUR
Musikstunde. Jazz Global: Schwerer Körper, Dünne Haut – Die Harfe im Jazz
Von Konrad Bott. Eine delikate Hülle und ein noch delikaterer Klang – die Harfe gilt selbst im klassischen Sinfonieorchester eher als die zart Besaitete. Nicht unbedingt das erste Instrument, das man in eine Jazzband stecken würde. Trotzdem ist die Harfe im Jazz mittlerweile präsenter denn je und das tut beiden gut – dem Jazz und der Harfe. Entdecken Sie mit uns, was das majestätische, vielsaitige Instrument mit dem glänzenden Korpus in den Armen verschiedener Musikerinnen alles kann!
14:05 bis 15:00 Uhr+++ BR-KLASSIK
KlassikPlus – Musikfeature: Die „Goldberg-Variationen“
Seit der legendären Einspielung des kanadischen Pianisten Glenn Gould im Jahr 1955 sind die „Goldberg-Variationen“ (BWV 988) Kult. Ursprünglich wurden sie von Johann Sebastian Bach für ein zweimanualiges Cembalo komponiert; Erstdruck 1741. Zu Beginn des 20. Jahrhundert erfuhr das Werk durch die allererste Einspielung der polnisch-französische Cembalistin Wanda Landowska breite Beachtung. Heute gehören die „Goldberg-Variationen“, die von den Interpretinnen und Interpreten äußerste Virtuosität erfordern, zum Standardrepertoire. In diesem Feature kommen unter anderem die Pianisten Angela Hewitt, Yaara Tal und Andreas Groethuysen, die Komponistin Dorothea Hofmann, die Cembalistin Christine Schornsheim und der Dirigent Daniel Grossmann zu Wort. Texte von E.T.A. Hoffmann, Thomas Bernhard und Anna Enquist. Eine Sendung von Noemi Schneider
18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: A Walk On The Wilder Side – Der Komponist Alec Wilder im Jazz
Von Odilo Clausnitzer. Der Amerikaner Alec Wilder (1907 – 1980) war als Komponist nirgends so ganz zuhause. Er schrieb originelle, manchmal jazzbeeinflusste Musik für klassische Kammerbesetzungen und mehrere Opern, aber auch rund 200 „Popular Songs“. Besonders seine lyrischen Balladen wie „I’ll Be Around“ oder „While We’re Young“ waren in Jazzkreisen beliebt. Keith Jarrett hat mehrere davon aufgenommen, Pianist Roland Hanna und Posaunist Bob Brookmeyer haben jeweils ganze Wilder-Alben gemacht. Und Frank Sinatra hat Wilders Ensemblemusik sogar dirigiert, um den Außenseiter bekannter zu machen.
23:30:00 +++ Ö1
Michael Prowaznik im Gespräch über sein Quartett Beyond the Pulse
Im Ö1 Jazznacht-Studio zu Gast ist Michael Prowaznik, Schlagzeuger, Komponist und Bandleader von Beyond the Pulse, einem Quartett, das an der Schnittstelle von Intuition, Improvisation, Komposition und Elektronik agiert. Das Ensemble hat sich dem zeitgenössischen Jazz verschrieben und dabei seine ganz eigene Klangsprache entwickelt. 2025 ist das erste Album bei JazzWerkstatt Records in Wien erschienen. Beyond the Pulse spielt darauf mit komplexen rhythmischen Strukturen und lenkt den Fokus ganz bewusst auch auf die einzelnen Künstler:innen: E-Bassist Daniele Camarda, Trompeter Franz Hautzinger, Elektronikerin Isabella Forciniti und Michael Prowaznik selbst am Schlagzeug. Er hat für das Ö1 Jazznacht-Interview neben seinem neuen Album natürlich auch Musik anderer Projekte mit im Gepäck und spricht über Neugier, Experimentierfreude sowie seine Liebe zu afroamerikanischen Musikstilen.
so – 03.05.2026
00:03 – 06:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD. Jazz Nacht: Legenden Relive – Miles Davis und John Coltrane
Von Julia Neupert. Sie sind die beiden prominentesten Jazz-Jubilare in diesem Jahr: Trompeter Miles Davis wäre am 26. Mai, Saxofonist John Coltrane am 23. September 100 Jahre alt geworden. Zwei Superstars des Jazz, die den Sound unserer Zeit geprägt haben. Auch im SWR- und dem EBU-Archiv gibt es mit Konzertaufnahmen und Studioproduktionen aus Karlsruhe, Stuttgart, Brüssel, Belgrad oder Pori etliche Spuren ihrer Arbeit! Einige dieser historischen Dokumente präsentieren wir in dieser Nacht und dazu Interpretationen ihrer Kompositionen von Anderen wie Michel Petrucciani, Brad Mehldau oder dem Turtle Island String Quartet.
00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); Michael Prowaznik im Gespräch über sein Quartett Beyond the Pulse
17:10:00 +++ Ö1
Taling anything you want Blues
Songs sind dazu da, zu unterhalten, Geschichten zu erzählen und Botschaften zu verbreiten. Dafür braucht es nicht unbedingt eine Melodie; auch Gesprochenes kann zum Song werden, vor allem dann, wenn es harmonisch und/oder rhythmisch eingebettet wird. Was der Rap zum Prinzip erkoren und in virtuoser Vokaltechnik ausgefeilt hat, ist vermutlich so alt wie menschliches Musizieren und Dichten an sich.
Der 1893 in South Carolina geborene (Weiße) Christopher Bouchillon war also sicher nicht der erste, der Songs nicht gesungen, sondern rhythmisch gesprochen hat, aber er wurde dennoch zum Wegbereiter, als er 1926 ein humoristisches Stück mit dem Titel „Talking Blues“ auf Schallplatte bannte. Dieser Song hatte großen Erfolg, fand viele Nachahmer und wurde zum Ausgangspunkt und Namensgeber für ein neues Subgenre in der US-amerikanischen Folk-Tradition. Woody Guthrie, Pete Seeger, Bob Dylan, Phil Ochs und viele mehr übernahmen Idee, lyrische Form, rhythmische Struktur und Harmonien vor allem für ihre Protestsongs, in denen trocken vorgetragene Reime voller Witz und Ironie dabei halfen, den Ernst der politischen Botschaften zu unterstreichen.
Ausgehend vom Talking Blues erkunden diese Spielräume aber auch noch andere Beispiele für die hohe Kunst des gesprochenen Songs.
19:44 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!
Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Keine Genres, keine Grenzen – Mazz Swift und ihre musikalische Freiheit
Von Sophie Emilie Beha. Mit sechs Jahren fängt Mazz Swift an, Geigenunterricht zu nehmen, später absolviert sie die Juilliard-School in ihrer Heimatstadt New York. Heute reicht der künstlerische Horizont der Geigerin, Komponistin und Sängerin weit über die Klassik hinaus: Von Jazz über Folk, Hip-Hop bis zu elektronischen Klängen und freier Improvisation schafft sie ein einzigartiges Klanguniversum. Ihre Musik verbindet afro-amerikanische Traditionen, Spiritualität und das Konzept „Sankofa“ – dem Blick zurück, um die Zukunft zu gestalten.
23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen
Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen.
Mit einer Vorschau auf die Münchener Biennale, dem Festival für neues Musiktheater. 1988 von Hans Werner Henze als Plattform für junge Komponierende gegründet, feiert man heuer die 20. Ausgabe. Das alle zwei Jahre stattfindende Musiktheaterfestival bietet Diskursprogramme, Interventionen und Installationen. Geleitet wird das Festival 2026 von der deutschen Kulturmanagerin Katrin Beck und der Südtiroler Komponistin Manuela Kerer. Damit liegt das von der Stadt München veranstaltete Festival erstmals in weiblicher Hand. Im Interview sprechen Beck und Kerer über die Schwerpunkte, die sie mit ihrem Programm setzen möchten.
Geboten werden ab Freitag, 8. Mai zwölf Produktionen und Installationen mit Uraufführungen von Asia Ahmetjanova, Zara Ali, Eugene Birman, Margareta Ferek-Petrić, Julie Herndon, Piyawat Louilarpprasert, Monthati Masebe, Maximiliano Soto Mayorga, Ailís Ní Ríain und Yuri Umemoto. Gestaltung: Rainer Elstner
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: „Mythos of Âşık“ – Der Multiinstrumentalist und Sänger Erdem Pancarcı
Auf seinem Album „Mythos of Âşık“ widmet sich Erdem Pancarcı aus Aschaffenburg einem der ältesten und zugleich lebendigsten Erzählgenre Anatoliens und Mesopotamiens: der Âşık-Tradition. Dieses tief verwurzelte musikalisch-poetische Erbe – getragen von Wandermusikern, Geschichtenerzählern und spirituellen Suchenden ist eine Form gelebter Erinnerung, eine Brücke zwischen Volksdichtung, Mystik und sozialer Realität. Pancarcı verbindet traditionelle Instrumente wie Bağlama und Tembûr mit einem zeitgenössischen Klangbild, das Jazz, improvisatorische Elemente und globale Musikstile subtil integriert. Die Lieder erzählen von Liebe, Sehnsucht, Gerechtigkeit und spiritueller Hingabe – Themen, die die Âşık-Kultur seit Jahrhunderten prägen und heute aktueller denn je erscheinen. Eine Sendung von Grit Friedrich
