+++ news +++ Zukunft Dresden: mit oder ohne Jazztage Dresden? +++ Bewerbungsfrist verlängert: Radio Ö1 Jazz-Stipendium 2020 +++

+++ Pressemitteilung des Teams der Jazztage Dresden +++

Eine schöne Sache können wir der aktuellen Situation abgewinnen – wir hören öfter voneinander. Wir sind im Gespräch mit zahlreichen politischen Akteuren, benötigen aber Ihre breite Unterstützung gerade jetzt in Bezug auf die Kulturentwicklung der Stadt Dresden. Hier heißt es simpel: Wir danken für die ersten zahlreichen Spenden auf den letzten Newsletter, wodurch schon knapp 10.000 € zusammen gekommen sind. Aber ohne Stadt und Staat werden die gemeinnützigen Jazztage Dresden wie auch große Teile der freien Kulturszene nicht überleben. Die 9000 € Unternehmens Soforthilfe wurde gewährt, aber der SAB-Kredit über 100.000 € zur Absicherung dieses Jahres kann nicht beantragt werden, weil leider in Sachsen gemeinnützige Institutionen von der Hilfe ausgenommen sind.


Mitte April nun wurde der neue Kulturentwicklungsplan der Stadt Dresden veröffentlicht und liegt im Zuge der Bürgerbeteiligung seit Montag, 11. Mai zum Kommentieren aus. In ALLEN 5 benannten Schwerpunkten des Bereiches Musik (ab Seite 64) „Exzellenz fördern, international agieren, Zeitgenossenschaft demonstrieren, musikalische Bildung intensivieren, Partizipation … stärken“ können die Jazztage punkten. Benannt zur Durchführung werden in allen Punkten fast ausschließlich die 3 großen Städtischen Einrichtungen Philharmonie, Musikfestspiele und Kreuzchor. So wichtig diese sind und so richtig deren Übernahme von Verantwortung für die Kultur ist, so bleibt doch die Frage nach dem Blick auf die freien Institutionen, deren Kompetenzen und die Einbindung derselben im Raum stehen. Bitte beteiligen Sie sich im Bürger-Beteiligungsportal mit Ihren Anregungen, mit Lob und konstruktiver Kritik, damit die Jazztage Dresden fair und proportional zu Ihrem Beitrag zur Kultur Dresdens, auch finanziell, berücksichtigt werden – Wir tun dafür Alles, damit die Jazztage Ihnen, verehrtes Publikum, wie der Stadt Dresden, Sachsen und Deutschland weiterhin als herausragendes internationales Jazzfestival erhalten bleiben.

HIER finden Sie den Kulturentwicklungsplan. Bitte beteiligen Sie sich unter den Abschnitten „Musik“ und „Schwerpunkte zur Weiterentwicklung der Kulturförderung“ (runterscrollen). Der Versand befindet sich am Seitenende. Die prekäre Lage der Jazztage kommt nicht von ungefähr, sondern ist der stiefmütterlichen Förderung durch Stadt und Land im Vergleich zu anderen Festivals geschuldet. Diese beträgt bei Gesamteinnahmen von über 1.000.000 € gerade einmal zusammen 5,5%. Wären dies 20%, was vergleichsweise immer noch niedrig wäre, hätten die Jazztage kein solch akutes, als auch wenig zukünftige Probleme. Alleine die Leipziger Jazztage bekommen von der Stadt über 200.000 €. Dies zu Recht, obwohl sie gerade einmal ein Fünftel der Besucher haben. Pro Besucher bekommen die Jazztage, nach Jahren im Cent Bereich, im Jahr 2019 gerade einmal 1,15 € je Besucher. Das ist mit Abstand sächsischer Minusrekord bei Hochkulturfestivals.

Wir sind uns bewusst, dass die Lage im Moment für Alle eine Herausforderung ist. Aber ohne eine faire Angleichung an vergleichbare Festivals (da sprechen wir noch nicht einmal von klassischen Festivals) sind die Jazztage nicht überlebens- und konkurrenzfähig. Wir können und wollen Ihnen auch nicht zumuten, bei den Jazztagen für identische Künstler mehr Eintritt zahlen zu müssen.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung. Ihr Team der Jazztage Dresden

 

+++ Radio Ö1 Jazz-Stipendium 2020 – Bewerbungsfrist verlängert +++

Bereits seit 2018 wird das Ö1 Jazz Stipendium im Rahmen der Ö1 Talentebörse in Form eines zweijährigen Studiums im Fach Master of Arts in Music an der JAM MUSIC LAB Private University for Jazz and Popular Music in Wien verliehen. Damit soll einem Talent mit Potenzial und dem Mut, eine originelle Handschrift im Jazz zu entwickeln, die Gelegenheit gegeben werden, ein künstlerisches oder pädagogisches (IGP) Masterstudium in Wien zu realisieren.

Bewerben können sich Musiker/innen im Alter von bis zu 28 Jahren, die entweder die österreichische Staatsbürgerschaft haben oder deren Lebensmittelpunkt Österreich ist. Die Jury ist mit dem österreichischen Gitarristen und Komponisten Wolfgang Muthspiel, dem US-amerikanischen Produzenten Jeff Levenson und Ö1 Jazzredaktionsleiter Andreas Felber hochkarätig besetzt.

Die Bewerbungsfrist für das Ö1 Jazz-Stipendium 2020 wurde coronabedingt verlängert und endet am 31. Mai 2020. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird im Juli 2020 bekannt gegeben.

Die Vergabekriterien, der genaue Zeitplan, das Einreichprocedere und Infos zur Audition sind hier zu finden.

Gegenwärtig ist die JAM MUSIC LAB Private University for Jazz and Popular Music Vienna als erste Musikuniversität Österreichs gesamtheitlich auf Jazz, Popular- und Medienmusik ausgerichtet. Am Standort Gasometer Music City nimmt sie mit ihren Bachelor- und Masterstudiengängen in Musik, Musikpädagogik und Musikproduktion auch europaweit eine Vorreiterrolle ein und möchte die große klassische Tradition der Musik-Weltstadt Wien auch im Bereich des aktuellen Jazz, Rock und Pop fortsetzen. Zu weiteren Informationen geht es hier.

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