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 2001/04

 seite 26
 glossar

 

Inhaltsverzeichnis Jazzzeitung 04/2001


Inhalt 2001/04

standards
Editorial
News
Fortbildung
Briefe an die Redaktion
Glossar: Revival

berichte
Marsalis und das Lincoln Center Jazz Orchestra in der Philharmonie
Jazz Masters im Birdland
Conny Bauer mit ungewohnten Klšngen beim Jazz-Zirkel in Weiden

jazz heute
Der Marsalis-Faktor
Amerika debattiert über Jazz-Musik
Jazz-Botschafter
Die Marc Secara Group spielte in Teheran
Break (von Joe Viera)

jubilee - portrait
Der Klarinettist Jimmy Giuffre wird achtzig
Bill Ramsey wird siebzig
Festivals
Eine ‹bersicht: Jazz-Festivals im April
Stadtportrait
Ein Report aus der Donau-Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm

play back.
Warner Jazz Classics: Legendäre Alben im Digipack
Werkschau
John Scofield swingt wieder

education
Einstieg ins Leben als Profi
Die private Berufsfachschule music college in Regensburg

dossier
JAZZKLICK
Ausstellung des Jazzfotografen Michael Scheiner in Ulm

medien/service
Listen with your Eyes
Julian Benedikt und der Jazzfilm
Charts
Link-Tipps
Rezensionen 2001/04
Service-Pack 2001/04 als pdf-Datei (kurz, aber wichtig; Clubadressen, Kalender, Jazz in Radio & TV, Jazz in Bayern und anderswo (372 kb))

 

Glossar: Revival

Natürlich kann es zu einem Revival jeder Musikform kommen – vorausgesetzt die entsprechende Stilrichtung wurde einige Zeit lang kaum gepflegt oder beachtet.

Viele Bezeichnen etwa den Neobop der letzten 20 Jahre (nicht ganz glücklich) als Bop Revival. Wenn von dem Revival die Rede ist, meint man aber „neueren“ traditionellen Jazz nach „ältestem“ Muster.

evival im engeren Sinne ist die Wiederbelebung traditioneller, ja archaischer Jazzformen, die verstärkt ab 1938 einsetzte, mit Höhepunkten in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Das Revival führte zum Comeback älterer, teils schon vergessener Vertreter des N.O.-Jazz (Bunk Johnson, Kid Ory), aber auch zur Gründung jüngerer Bands, die sich älteren Repertoires annahmen (so Turk Murphy auf den Spuren von Jelly Roll Morton).

Vertreter des Dixieland und Chicago Jazz, die zum Teil in der Zwischenzeit Swing gespielt hatten, griffen auf ihre Ursprünge zurück. Zwischen den Anhängern des Revivals und den Fans des Modern Jazz brach ein Kleinkrieg aus, wobei der als kommerziell verschrieene Swing von beiden attackiert wurde. Inmitten dieser Farce spielten die Musiker der verschieden Lager oft gemütlich zusammen.

Zum Revival im weiteren Sinne zählen Bands, die heute Oldtime Jazz pflegen, auch wenn sie sich von den authentischen Vorbildern weit entfernen (z.B. Chris Barber).

Marcus A. Woelfle

 

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