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 2001/04

 seite 13
 jazz heute

 

Inhaltsverzeichnis Jazzzeitung 04/2001


Inhalt 2001/04

standards
Editorial
News
Fortbildung
Briefe an die Redaktion
Glossar: Revival

berichte
Marsalis und das Lincoln Center Jazz Orchestra in der Philharmonie
Jazz Masters im Birdland
Conny Bauer mit ungewohnten Klšngen beim Jazz-Zirkel in Weiden

jazz heute
Der Marsalis-Faktor
Amerika debattiert über Jazz-Musik
Jazz-Botschafter
Die Marc Secara Group spielte in Teheran
Break (von Joe Viera)

jubilee - portrait
Der Klarinettist Jimmy Giuffre wird achtzig
Bill Ramsey wird siebzig
Festivals
Eine ‹bersicht: Jazz-Festivals im April
Stadtportrait
Ein Report aus der Donau-Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm

play back.
Warner Jazz Classics: Legendäre Alben im Digipack
Werkschau
John Scofield swingt wieder

education
Einstieg ins Leben als Profi
Die private Berufsfachschule music college in Regensburg

dossier
JAZZKLICK
Ausstellung des Jazzfotografen Michael Scheiner in Ulm

medien/service
Listen with your Eyes
Julian Benedikt und der Jazzfilm
Charts
Link-Tipps
Rezensionen 2001/04
Service-Pack 2001/04 als pdf-Datei (kurz, aber wichtig; Clubadressen, Kalender, Jazz in Radio & TV, Jazz in Bayern und anderswo (372 kb))

 

Break

Die Proportionen stimmen nicht. Da erhalten dieses Jahr (laut Süddeutscher Zeitung vom 16.2.2001) in München von der Stadt beispielsweise das „Teamtheater Tankstelle“ und das „Theaterzelt Das Schloss“ je 150.000 Mark und das Theater „Blaue Maus“ 100.000 Mark. Ich bin nicht sicher, ob die Reichweite der künstlerischen Leistung dieser Schaubühnen bis – sagen wir – Ingolstadt geht, geschweige denn gar bis Aschaffenburg. Aber die der „Unterfahrt“ reicht, das ist erwiesen, bis England und in die USA. Hier wird ein meist täglich wechselndes, sehr abwechslungsreiches und qualitätsvolles Programm geboten. Aber die „Unterfahrt“ ist kein Theater, und deshalb bekommt sie auch nur 45.ooo Mark, von denen obendrein 13.500 Mark im Zusammenhang mit der technisch-kaufmännischen Betreuung des Kulturzentrums Einstein, zu dem die „Unterfahrt“ gehört, zwingend verplant sind. Bleiben 31.500 Mark. Das reicht etwa für die Hälfte der Werbekosten. Die „Unterfahrt“ sollte sich wohl am besten in „Theater zur Unterfahrt“ umbenennen und zirka 25 Kostüme nebst einigen Schminktöpfen für die Musiker bereithalten. Nein – die Proportionen stimmen nicht!

Die drei deutschen Jazzarchive in Darmstadt, Regensburg und Eisenach waren längst überfällig. Die Musikbibliotheken arbeiten ja kaum systematisch auf diesem Gebiet. Und im Lehrangebot der musikwissenschaftlichen Institute unserer Universitäten sucht man das Thema Jazz zumeist vergeblich. Wahrscheinlich wird es für die deutschen Musikwissenschaftler allenfalls dann interessant, wenn wir alle längst tot sind. Deutschland ein Musikland? Höchstens da, wo es um klassische Musik geht. Aber auch dort ist zur Zeit leider eine Einschränkung zu machen: Der Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen leidet an einer zunehmenden Vernachlässigung von oben. Übrigens: Wo bleiben die Aktionen „Jazz gegen Rechts“ in München, in Deggendorf, in Passau, in Regensburg?

Joe Viera

 

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