Jazzfest Berlin 2018 | Tag 4 | Melancholielinien – Der verspätete Jazz

Das Jazzfest Berlin 2018 ist vorbei. Ein letzter Abend im Haus der Berliner Festspiele bot drei Acts über die man fast hinweggehen könnte, um sich gleich einer Schlussbewertung zuzuwenden. Aber der Chronist ist gefragt, wenigstens die letzten Eindrücke einzusammeln. Ein bisschen verräterisch wurde freudfehlerisch der Abend von der Moderatorin mit „Ohren zu“ angeteast. Und das ganze als „Melancholic Sunday“. Da wäre zur Eröffnung „Kim Myhr (Norwegen/Australien) – You | me“ auf der Bühne gewesen: drei Schlagzeuger und drei Gitarristen sowie ein Bassist boten zwei längere musikalische Klangschalen an, deren Verlauf ich hier einmal nachzeichne. Zwei Klangbilder aus minimalem (aber perkussiv reichhaltigem – ich liebe die Große Trommel) Material. Beim zweiten im Dauerpuls von Achteln im taktweisen Wechsel von zwei Akkorden, als hüpfe man von einem Bein aufs andere. Kann man machen, findet seine Freundinnen. Ist, so gehört, radikalreduziert oder langweilig. …

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Nach Erklärungsveröffentlichung: Jazzmusiker/-innen setzen Maßnahmen zur Gleichstellung um

Jetzt sollen auch Taten folgen: Nach der öffentlichen Erklärung zur Gleichstellung der Frauen im Jazz, die die Union Deutscher Jazzmusiker/-innen vergangene Woche im Rahmen ihres 24. Jazzforums vorgestellt hatten, konkretisierten die jungen Jazzmusikerinnen und -musiker nun die beabsichtigten Maßnahmen für eine Gleichberechtigung der Geschlechter. Neben der Aufklärung und der Sensiblisierung für das Thema forderten sie verschiedene Veränderungen, darunter etwa die Anpassung der Modalitäten beim Deutschen JazzPreis, ein neues Programm der „UDJ-Frauenkollegin“ sowie die faire Zusammensetzung von Gremien. Weitere Schritte sollen in den kommenden Monaten erarbeitet und verhandelt werden. Bereits rund 80 Menschen und Institutionen hatten den Vorstoß vorunterzeichnet, mittlerweile schlossen sich insgesamt mehr als 250 Personen und Einrichtungen der Erklärung an.   Im Folgenden zitiert die JazzZeitung aus der Pressemitteilung der Union Deutscher Jazzmusiker/-innen vom 16. Oktober 2018: Ein besonderes Zeichen will die UDJ mit einer Änderung der Modalitäten beim …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 03.09. bis 09.09.2018

Ein kleiner Blick in die Jazzwoche 36 im Radio. Ab jetzt mit dem ARD Radiofestival 2018. Wochentags von 23:35 bis 00:00 auf hr2-kultur | MDR Kultur | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR2 KulturRadio | SWR 2 | WDR 3. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 27.08. bis 02.09.2018

Ein kleiner Blick in die Jazzwoche 35 im Radio. Ab jetzt mit dem ARD Radiofestival 2018. Wochentags von 23:35 bis 00:00 auf hr2-kultur | MDR Kultur | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR2 KulturRadio | SWR 2 | WDR 3. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz …

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Ab heute im Kino: „Django – ein Leben für die Musik“ und eine Verlosung

Seit Jahren befand sich der französische Manouche-Gitarrist Django Reinhardt (1910-1953) auf dem Gipfel seines Erfolges, obgleich er sein Quintette du Hot Club de Jazz umbesetzen musste, nachdem sein kongenialer Geiger Stephane Grappelli 1939 aus Furcht vor den Kriegswirren in London geblieben war. Inspiriert von amerikanischen Jazzcombos, vor allem derjenigen des Klarinettisten Benny Goodman, hatte Reinhardt an seiner Stelle den Klarinettisten Hubert Rostaing und anstelle eines der beiden Rhythmusgitarristen einen Schlagzeuger – den Ägypter Pierre Fouad, im Film dargestellt von dem französischen Jazzschlagzeuger Vincent Frade – engagiert. (Text: Gerhard Litterst / Fotos: Roger Arpajou/Weltkino) Das neue Quintett war nicht minder erfolgreich im nunmehr von deutschen Soldaten besetzten Paris und eilte von Auftritt zu Auftritt in den führenden Cabarets, darunter das Folies Bergere, einer der von Reinhardt favorisierten Auftrittsorte. Unter dem ihn feiernden Publikum befanden sich indes zunehmend auch deutsche Offiziere, die …

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Transit

Avantgarde-Jazz bei „cresc… 2017“ +++

Die vierte Ausgabe des internationalen Musikfestivals „cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main“ präsentiert von Mittwoch, 22., bis Sonntag, 26. November, unter dem Motto „Transit“ Ensemble- und Orchestermusik, Avantgarde-Jazz, Musiktheater, Tanz- und Musikperformances sowie ein Podiumsgespräch und einen Roundtable. Der Vorverkauf für die 14 Veranstaltungen startet am Samstag, 1. Juli. An sieben Spielorten in Frankfurt, Wiesbaden und Hanau widmet sich das Festival dem Thema „Musik und Politik“. Transit ist das Wort der Zeit. Eine Vokabel, die schreckliche Assoziationen weckt und brutale Tatsachen benennt: die Flucht vor Kriegen, Konflikten und Verfolgung. Transit ist aber auch ein Wort, das schlagartig den Kern von Musik freisetzt als einer Kunst der klingenden Bewegung, einer Kunst, die die Zeit durchmisst, einer Kunst des stetigen Durchgangs. Diesem Spannungsfeld des Transits gibt das Festival cresc… besonderen Raum: mit Künstlern, die Brücken schlagen, Grenzen überschreiten, sich stets …

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Allianz der Freien Künste stellt acht Kernforderungen an Politik

Bundesverbände der Kunst- und Kulturschaffenden formieren Allianz der Freien Künste In einer Pressekonferenz am 27.06.2017 hat die Allianz der Freien Künste als Stimme und Plattform für die Freien Künste auf Bundesebene ein Positionspapier mit acht Kernforderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen freier künstlerischer Produktion in Deutschland vorgestellt. Gründungsmitglieder der Allianz der Freien Künste sind neben der Union Deutscher  Jazzmusiker weitere Bundesverbände überwiegend privatrechtlich organisierter Kunst- und Kulturschaffender anderer künstlerischer Sparten wie u.a. der Bundesverband Freie Darstellende Künste, der Bund der Szenografen und die Vereinigung Alte Musik. Mit ihren Forderungen richtet sich die Allianz der Freien Künste in erster Linie an die Bundeskulturpolitik. Die Forderungen richten sich aber – gerade auf Bundesebene – dezidiert auch an die Sozial-, Renten- und Arbeitsmarktpolitik. Die Allianz fordert auf, die sozialen Rahmenbedingungen und die öffentlichen Fördersysteme für freies künstlerisches Arbeiten an die gegebenen Realitäten anzupassen. „Durch …

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Martin Laurentius erhält Preis für deutschen Jazzjournalismus

Auf der internationalen Jazzfachmesse jazzahead! in Bremen wurde heute zum vierten Mal der Preis für deutschen Jazzjournalismus vergeben. Der diesjährige Preisträger ist Martin Laurentius, der den Preis persönlich vor Ort entgegen nahm. „Reaktionen auf die Arbeit von Jazzjournalisten sind eher die Ausnahme – bei den Auftraggebern ebenso wie bei Musikern oder Lesern. Das ist auch gut so, weil wir dadurch eine professionelle Distanz zur Szene bekommen. Deshalb ist es umso schöner, meine Distanz fahrenzulassen und für einen kurzen Moment selbst im Rampenlicht zu stehen, weil ich mit dem Preis einerseits für mein „tagtägliches“ Kleinklein der teils mühsamen Arbeit am Schreibtisch ausgezeichnet werde, andererseits die Qualität meiner journalistischen Themen und meines Schreibens gewürdigt und anerkannt wird.“, so der Preisträger. Die Wahl begründet Jury-Mitglied, vorheriger Preisträger und Laudator Wolf Kampmann: „Martin Laurentius ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Formaten für Presse, Rundfunk …

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VERLEY UNS FRIEDEN – Auftragskomposition für das Bundesjazzorchester anlässlich des 500. Reformationsjubiläums

Der Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 bildete den Auftakt der Reformation – einem Ereignis, das in seinen Auswirkungen auf Politik, Religion, Kultur und Gesellschaft von weltgeschichtlicher Bedeutung ist. 2017 wird das Reformationsjubiläum bundesweit mit einer Vielzahl von Veranstaltungen gefeiert. Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beteiligt sich auch das Bundesjazzorchester an diesem 500. Jubiläum. VERLEY UNS FRIEDEN – dieser lateinische Choral in der Übersetzung von Martin Luther dient als Titel einer Auftragskomposition, die Michael Villmow für das Bundesjazzorchester und dessen 10-köpfiges Vokalensemble komponiert hat. Junge, frische Bigband-Musik erklingt im Rahmen des Reformationsjubiläums an prominenten Orten, u.a. beim Evangelischen Kirchentag in Berlin sowie in Dessau, Weimar und Wittenberg. Im Zentrum steht die Vertonung und Interpretation ausgewählter Luther-Texte und -Choräle. Das 10-köpfige Vokalensemble des Bundesjazzorchesters ist integraler Bestandteil dieses Programms. Als künstlerischer Leiter wurde eine Persönlichkeit gefunden, …

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NEWS +++ UDJ ehrt Siegmund Ehrmann +++ SWR New Jazz Meeting 2016 +++ Jazz am Weihnachtsmarkt Berlin +++

+++ UDJ-Ehrennadel für Siegmund Ehrmann +++ Die UDJ zeichnet den Bundestagsabgeordneten Siegmund Ehrmann (SPD) im Rahmen des 23. UDJ-Jazzforums in Köln mit der UDJ-Ehrennadel aus. 15 Jahre lang wirkte Siegmund Ehrmann im Deutschen Bundestag zuletzt als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien. In dieser Funktion hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Jazz und Improvisierte Musik eine starke und verlässliche Stimme in Berlin haben. Bereits in seiner Zeit als Kulturdezernent in Moers hat sich Ehrmann für den Jazz in Deutschland eingesetzt und diese Engagement bis heute aufrechterhalten. Felix Falk, stellvertretender Vorsitzender der UDJ, sagt Ehrmann habe viel für die Künstlerinnen und Künstler getan. Er habe „als unermüdlicher Kämpfer für den Jazz improvisierte Musik in Deutschland kulturpolitisch auf eine neue Ebene gehoben“. +++ Afrika beim SWR New Jazz Meeting +++ Seit 1966 bringt das SWR New Jazz Meeting Musiker zusammen, die bisher nicht miteinander …

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