Verschwinden werden unsere Feinde wie Tau in der Sonne: Tamara Lukasheva veranstaltete ein Solidaritätskonzert im Kölner Stadtgarten

„Noch sind der Ukraine Ruhm und Freiheit nicht gestorben, noch wird uns lächeln, junge Ukrainer, das Schicksal. Verschwinden werden unsere Feinde wie Tau in der Sonne, und auch wir, Brüder, werden Herren im eigenen Land sein“, lautet die erste Strophe der ukrainischen Nationalhymne – und nein, sie ist nicht gerade aktuell in diesen Tagen geschrieben worden, auch wenn dies in so tragischer Weise naheliegt. Der ukrainische Dichter Pawlo Tschubynskyj schrieb im Herbst 1862 das patriotische Gedicht, das später zur Hymne wurde, lange bevor es die Ukraine als eigenständigen Staat gab. Sechs Tage nach dem russischen Überfall auf das osteuropäische Land veranstaltete die ukrainische Sängerin Tamara Lukasheva ein Solidaritätskonzert im Kölner Stadtgarten. Viele Protagonisten der Kölner Jazzszene standen als verlässliche Band hinter den drei beteiligen Sängerinnen Tamara Lukasheva, Mariana Sadovska und Tasja Chernishova. Eine der kraftvollsten Gesten hat der Abend schon direkt nach dem ersten Stück: Gemeint ist diese entschiedene Handbewegung, mit der Tamara Lukasheva beim Schlussakkord der ukrainischen Nationalhymne die Band, die gerade hinter ihr steht, „dirigiert“- was einen Moment lang wie das Ausführen eines unsichtbaren Degens, auf jeden Fall wie ein entschiedenes Ausrufezeichen wirkt. …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 07.02.22–13.02.2022

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 6. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Andere tolle Sendungen im Radio finden Sie in der Radiowoche im Bad Blog Of Musick. mo – 07.02.2022 17:50 bis 18:00 | SWR 2 SWR2 Jazz vor sechs 19:30:00 | Ö1 On stage: Austria String Trio beim Carinthischen Sommer 2021 in Villach Drei Ausnahmemusiker schließen sich zusammen und vereinen ihre Leidenschaften in einer neuen Formation: der international gefeierte Violinist Benjamin Schmid, der Cellist Florian Eggner, der im Eggner Trio weltweit feinste Kammermusik zum Besten gibt, und Wolfgang Muthspiel, der Ausnahme-Jazzgitarrist und Komponist, der vor einigen Jahren auch mit einem Singer/Songwriter-Projekt hervorgetreten ist. Am 15. August 2021 gastiert das so besetzte Austria String Trio im Rahmen des Carinthischen Sommers im Congress Center Villach und begeistert das Publikum vor allem mit Eigenkompositionen, aber auch mit einer Johann-Sebastian-Bach-Bearbeitung und Variationen über Popsongs. Hier werden die Qualitäten von Kammermusik und Improvisation verbunden, hier wird der Beat, der Puls, der Rhythmus gefeiert. Zusammen gehen die drei Virtuosen selbstbewusst neue Wege. Daniela Knaller präsentiert den gelungenen Konzertabend in Villach. 20:03 bis 21:30 | Deutschlandfunk …

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Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 06.12.21–12.12.2021

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 49. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Andere tolle Sendungen im Radio finden Sie in der Radiowoche im Bad Blog Of Musick. Wenn Sie sich eine tägliche Radio-Infoübersicht in Ihr Postfach wünschen, tragen Sie sich hier in den kostenlosen Newsletter nmz – der radiotag ein. Sie bekommen dann gegen 18 Uhr die ausgewählten Sendungen für den nächsten Tag. mo – 06.12.2021 17:50 bis 18:00 | SWR 2 SWR2 Jazz vor sechs 19:30:00 | Ö1 Cyrille Aimée & Band im September 2021 im Wiener Porgy & Bess Im Lockdown sei ihr New Orleans zu trist geworden, also habe sie kurzerhand ein Stück Land in Costa Rica gekauft und im Dschungel ein Haus gebaut, erzählte Cyrille Aimée dem staunenden Konzertpublikum im Wiener Jazzclub Porgy & Bess, wo die französische Jazzsängerin am 12. September 2021 nach einigen pandemiebedingten Verschiebungen endlich mit ihrem Quartett auf der Bühne stehen konnte.  In Costa Rica habe sie auch zwei Musiker ihrer Band kennengelernt, verriet Aimée weiter, nämlich den Bassisten Lex Warshawsky und den Schlagzeuger und Perkussionisten Pedro Segundo. Am Fazioli-Flügel im ausverkauften …

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+++ news +++ 58. jazzwerkstatt Peitz +++ Kollektiv in der Kunsttankstelle Lübeck +++

jazzwerkstatt Peitz Nr. 58 Vom 10. bis 12. September findet zum 58. Mal die jazzwerkstatt in Peitz statt. Festivalpässe sowie Tagestickes sind bereits ausverkauft. Lediglich für die Open-Air-Veranstaltungen am Festungsturm können noch online unter: https://www.eventbrite.de/o/jazzexzess-14358707265 oder aber an der Abendkasse für 20 € erworben werden. Rest-Tickets für das Sonderkonzert John Zorn New Masada in der Stadthalle Cottbus gibt es über info@jazzwerkstatt.eu. Für die Konzerte in der Stüler-Kirche, dem Festungssaal und im Rathhaussaal wird um einen Nachweis über Impfung, Gengesung oder Test gebeten. Zusätzlich wurde ein Testzentrum im Rathhaus Peitz eingerichtet. Gestet werden kann am Freitag von 19:00 – 20:00 Uhr, am Samstag von 10:00 – 15:00 Uhr und am Sonntag von 13:00 – 14:00 Uhr. Damit auch bei schlechtem Wetter die Musik genossen werden kann, wurde dieses Jahr wird die Open-Air Bühne am Festungsturm dieses Jahr überdacht. Auch dieses Jahr steht eine kleine Fläche für Camping zur Verfürgung. Diese kostet 10€/pro Nacht. Um eine Voranmeldung unter info@jazzwerkstatt.eu wird gebeten. Die 59. jazzwerkstatt Peitz findet im nächsten Jahr vom 9. bis 11. September statt. Das Programm in der Übersicht: Fr., 10. September 2021 20.00 Uhr / …

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Streaming +++ King Georg +++ Green Days im Stadtgarten +++ Köln +++

+++ Das KING GEORG, Deutschlands erster digitaler Straight-Ahead-Jazzclub +++ (Pressemitteilung) Er gehörte schon immer zu den ersten Adressen, was Live-Musik angeht. Seit neuestem ist der Kölner Jazzclub KING GEORG obendrein zu den Vorreitern in Sachen digitales Musikangebot in Deutschland und sogar in ganz Europa avanciert. Gleich mehrere Live-Konzerte pro Woche treten als Streaming die Reise ins Netz an. Die Bandbreite reicht von weltweit gefragten Acts wie dem New Yorker „Emmet Cohen Trio“ bis zu „Young Talents“, eine Reihe, die Newcomern selbst in der Pandemie nicht nur eine Bühne, sondern auch eine Gage in den sonst so finanziell klammen Zeiten bietet. Verantwortlich fürs Programm ist Martin Sasse, der selbst zu den Ausnahme-Pianisten des Landes gehört und im KING regelmäßig am hauseigenen Steinway-Flügel sitzt. Für High End Konzert-Feeling in den Wohnzimmern sorgen ausgebildete Ton- und Videospezialisten. Woche für Woche produzieren sie aufwendige Konzert-Mitschnitte, die den höchsten technischen Ansprüchen von Musikliebhabern gerecht werden. Das ständig wachsende Archiv beinhaltet mittlerweile über 100 Konzerte, die über ein Abo-Modell zu einem schmalen Kurs abrufbar sind. Ob Tradition oder Innovation, klassische Moderne oder Avantgarde. Jazz ist ein spannender Austausch der Musiker untereinander …

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 Olivia Trummer aus Stuttgart ist Jazz-Preisträgerin des Landes Baden-Württemberg 2019

Der Jazz-Preis Baden-Württemberg wurde in diesem Jahr zum 35. Mal verliehen. Erhalten können ihn Nachwuchsmusikerinnen und -musiker unter 35 Jahren, die in Baden-Württemberg leben oder durch ihre künstlerische Arbeit eine enge Beziehung zum Land haben. Darüber durfte sich dieses Jahr die Pianistin und Sängerin Olivia Trummer aus Stuttgart freuen. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 28. Juli 2019 im Rahmen eines Preisträgerkonzertes im Theaterhaus Stuttgart verliehen. „Olivia Trummer versteht die klassische Musik als Inspiration für ihre eigenständige musikalische Arbeit und überträgt Elemente daraus in den Jazz und die Improvisation. Sie hat einen persönlichen Stil im Zusammenspiel von Klavier und Gesang entwickelt und ist damit längst über die Landesgrenzen hinaus anerkannt“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Mittwoch (13. März) in Stuttgart. Die Vorsitzende der Jury, Gudrun Endress, begründete die Entscheidung wie folgt: „Olivia Trummer zeichnet Vieles aus. Die virtuose, sich in vielen Stilen bewegende Pianistin hat im Lauf der Jahre einen Gesangsstil entwickelt, der aus derselben Quelle kommt wie ihr Klavierspiel. Sie ist darüber hinaus eine der wenigen KünstlerInnen, die die Fähigkeit besitzt, charakteristische und inspirierende Elemente der klassischen Vorlagen mit Intuition und Fantasie …

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Don’t fear Shreefpunk – Die neue Aufnahme von Matthias Schriefl

Egal ob Steuererklärung, Südtiroler Rundungen oder Stücke wie Hamburg, Amsterdam, Luxemburg – was sich Matthias Schriefl in seinen Kompositionen musikalisch vornimmt, strotzt vor Energie, Spontaneität und vor allem Witz. Mit langjährigen Bandkollegen und Wegbegleitern wie Jens Düppe, Robert Landfermann, Kalle Kalima, Jonas Burgwinkel, Johannes Behr oder Christian Lillinger fräst sich Schriefl sprichwörtlich durch seine Stücke. Klanglich unterstützt wird Shreefpunk dabei von Streichern der Münchner Philharmoniker und dem singenden wie jodelnden Streichtrio Netnakisum. Yes! Das funktioniert und egal, ob ultraschneller Bebop, Metal-Gitarren-Soli, Streicher-Pizzicato, Stubenmusi, Blues, Punk oder Pseudo-Funk – es lässt sich alles musikalisch mit nur einem Wort zusammenfassen: Shreefpunk! Das Konzept „Keine Angst vor Einfachem, keine Angst vor Komplexität“ geht auf und lässt den Hörer – fest im Sattel – auf Schriefls wildem Ritt an seiner musikalischer Weltanschauung teilhaben. Das Gute an Shreefpunk ist, dass es sich bei Schriefls Musik nicht um verkrampfte oder verkopfte Kompositionen handelt, sondern ihm und seinen Mitstreitern der Schalk kräftig im Nacken sitzt, gepaart mit solidem Handwerk und entsprechendem musikalischen Freigeist. Das ist letztlich auch das Wesen von Shreefpunk und macht diese Aufnahme ungemein spannend! Matthias Schriefl: „Keine angst voR …

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+++ news +++ Will Jacobs in Oberthulba +++ Jazz? We can! in Frankfurt +++ Musikförderung der Initiative Musik +++

+++ Will Jacobs (USA/Berlin) & Blues-Band am Freitag 19.10.2018 um 20 Uhr, Piano-Bühne, 97723 Oberthulba +++ Der junge Ausnahme-Blues-Sänger und Gitarrist Will Jacobs spielte schon mit zwölf Jahren in Chicago in Jazzclubs, mit der High-School-Jazzband gewann er in diesem Alter bereits Grammys. Mit seiner ersten Band „Dirty Deal“ performte er das Internationale Blues Showcase in Memphisund gewann die Chicago Blues Challenge. Seine kraftvolle Bühnenpräsenz, seine genialen Improvisationen an der Gitarre und der cool , rhythmische Bluesgesang wurden sein Markenzeichen und machten ihn in Amerika sehr bekannt.  Sein großes Naturtalent verfeinerte er mit einem Musikstudium am Berklee College of Music in Boston USA. 2016 landete er in Berlin, wo er in kürzester Zeit in der Jazz- und Blues-Szene für Aufsehen sorgte. Auftritte in den angesagtesten Clubs in Berlin wie A-Trane, Quasimodo, Yorkschlösschen oder Badenscher Hof folgten. Konzerte in Spanien, Polen und Frankreich wurden arrangiert. Der Kontakt zur Piano-Bühne entstand, da Ingrid Arthur den 26-jährigen Will  für ihr Konzert im Oktober 2017 in Oberthulba engagierte, wo er eine furiose Blueseinlage an der E-Gitarre zum Besten gab. Nach seinem spektakulären Auftritt vor vollem Haus am 9. März 2018 kommt er …

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So klingt der Sommer: der 26. Internationale Augsburger Jazzsommer 2018

Der diesjährige 26. Augsburger Jazzsommer war, nomen est omen, in der Tat „hot“ – wettertechnisch wie musikalisch! Vor gut 12 Jahren konnten zuletzt alle Konzerte Open Air im Rosenpavillon des Botanischen Gartens stattfinden, ohne auf das Große Glashaus ausweichen zu müssen. Das Wetterglück war sowohl Musikern wie dem Publikum hold: auch wenn es beim Vijay Iyer Sextett im Laufe des Abends recht kühl wurde, es bei Andy Sheppard nur Drumherum und nicht im Botanischen Garten selbst gewitterte und bei Florian Favres Konzert zum Schluss ein paar Regentropfen fielen. Das Festival war dieses Jahr ein absoluter Open Air Genuss! Musikalisch am interessantesten waren sicherlich das Vijay Iyer Sextett und Bobo Stenson mit seinem Trio. Aber auch Florian Favre und Matthias Schriefl mit Six, Alps & Jazz überzeugten auf ganzer Linie. Joe Lovano & Dave Douglas Formation „Sound Prints“ war ein jazziger Selbstläufer, und auch die anderen beiden Konzerte, das Christian Stock Trio & Billy Harper, sowie Andy Sheppard waren Balsam für die Ohren. Die Festivalleitung setzt nicht nur auf große, zugkräftige Namen, sondern versteht es seit Jahrzehnten ein abwechslungsreiches und interessantes Programm zusammen zu stellen, das …

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Nordlichter in Südtirol – ein Festival für Entdecker

Grob gesagt gibt es zwei Typen von Jazzhörern: Die einen wollen das hören, was sie schon immer gehört haben. Im Extremfall reisen sie ihren Idolen von Konzert zu Konzert, von Stadt zu Stadt nach. Besonders beliebt sind Klavier-Ikonen wie Keith Jarrett, Brad Mehldau, Herbie Hancock oder Jamie Cullum. Aber auch Saxophonisten wie Charles Lloyd oder Gitarristen wie Pat Metheny haben großes Verehrungspotenzial. Die Fans dieser Künstler leben in der Musikwelt ihrer Hausgötter und legen Wert auf den rituellen Vollzug ihrer Jazz-Andachten. Der zweite Typus des Jazzhörers will immer Neues. „Kinder, schafft Neues“ fordern sie von den Musikern und suchen es live, online oder auf Tonträger. Neue Gesichter entdecken sie dabei regelmäßig beim Jazzfestival Südtirol Alto Adige. So auch wieder dieses Jahr: Das schwedische Rotkehlchen Anni Elif Egecioglu gastierte in Meran mit ihrem Jazz-Dance-symphonischen Trio  „Elifantree“ im Rahmen eines Kurkonzerts, mit ihrem experimentellen Quartett „Edith“ in Oberbozen und (noch ein paar hundert Meter höher über dem Meeresspiegel auf der Berghütte Lavarella in St. Vigil in Enneberg) im Trio mit Schlagzeugerin Amanda Blomqvist und Trompeter Verneri Phjola – beide aus Finnland. Elif Egecioglu war eine der skandinavischen …

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