Erfolgreiche Nachwuchsförderung Jazz-Jugend forscht: Zur besonderen Ausgabe des Biberacher Jazzpreises 2026

Als er 1990 zum ersten Mal ausgerichtet wurde, war der Biberacher Jazzpreis der erste Nachwuchswettbewerb Deutschlands im Jazzbereich. Dass die biennal stattfindende, vom Jazzclub Biberach zusammen mit der Stadt getragene Veranstaltung nicht nur traditionsreich ist, sondern bis heute zu den wichtigen ihrer Art gehört, sieht man schon an den Preisträgern, aus denen fast durchgehend etwas geworden ist: Angefangen mit Cornelius Claudio Kreusch, max.bab, Kristjan Randalu oder Laia Genc bis zu Matthias Lindermayr, Jakob Manz (vor Johanna Summer) oder zuletzt vor zwei Jahren Renner. Diesmal war es eine besondere Ausgabe, war der Jazzpreis doch in das zweiwöchige Landesjazzfestival Baden-Württemberg integriert, das zum 50. Geburtstag des Jazzclubs nach Biberach vergeben worden war. Und im Festival-Gewand präsentierte er sich auch: Besucherrekord mit 380 Besuchern im ausverkauften Saal der Stadthalle; nie war der Sound besser; nie die Betreuung und Videobegleitung professioneller; nie die Beleuchtung schöner, nicht zuletzt dank den vom Lichttechniker selbst gebauten Bühnenstrahlern, die sanfte Farben von großen Metallschirmen abstrahlten. Werbung Wer die inzwischen allerorten angesiedelten Nachwuchspreise seit längerem verfolgt, weiß um die Qualität, die hier geboten ist. Viele gehören mittlerweile regelmäßig zu den Höhepunkten von Festivals. So …

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Eine ungewöhnliche Big Band – das Fuchsthone Orchestra

Von Dietrich Schlegel – Es hat sich zusammengefunden, was längst zusammengehört: Die Saxophonistinnen Christina Fuchs und Caroline Thon haben ihre Erfahrungen mit großorchestralem Jazz gebündelt zu einer neuen Big Band – das Fuchsthone Orchestra, das mit ersten Konzerten in Köln, Dortmund, Wuppertal und Aachen begeisterte. Ungewöhnlich ist allein schon die kooperative Leitung der Band durch zwei Musikerinnen. Und ungewöhnlich ist, was sie mit dieser Band bereits geschaffen – und möglicherweise noch vorhaben. Die beiden in Köln lebenden, mehrfach ausgezeichneten Jazzmusikerinnen kennen sich seit langem. Beide haben  neben ihrer instrumentalen und solistischen Arbeit immer auch kleinere und großorchestrale Formationen geleitet – Christina unter anderen das No Tango Quartett und das Duo KontraSax sowie das von ihr 1994 mitbegründete, bis 2009 bestehende United Women’s Orchestra. Caroline war vor allem mit dem Quintett Patchwork , von 2009 bis 2019  mit ihrem Thoneline Orchestra und letztlich auch mit dem  international besetzten und preisgekrönten Ensemble EURASIANS UNITY erfolgreich. Ihren Big Bands, die – und das war der eigentliche Sinn ihrer Gründung – ausschließlich Kompositionen und Arrangements ihrer Chefinnen spielten, widmeten Christina Fuchs und Caroline Thon in jenen Jahren all ihre …

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„Offenbach meets Jazz“ – Eine Würdigung durch die Kölner Musiker Laia Genc und Radek Stawarz

Köln feiert in diesem Jahr mit großem Aufwand und zahlreichen Konzerten und Events den 200. Geburtstag ihres großen Sohns Jacques Offenbach. Der am 20. Juni 1819 geborene Jacob Offenbach war bereits mit vierzehn Jahren wegen seines augenfälligen musikalischen Talents von seinem Vater, einem jüdischen Kantor, nach Paris geschickt worden. In der damals führenden Kulturmetropole Europas entwickelte sich Jacques, wie er nun hieß, in erstaunlich kurzer Zeit zu einem erfolgreichen Theatermusiker und Komponisten weltweit gefeierter Operetten, einer neuen Musikgattung, die er 1858 mit „Orpheus in der Unterwelt“ gewissermaßen „erfunden“ hatte. Unzählige Werke des unermüdlichen, mit unerschöpflichem Einfallsreichtum gesegneten Komponisten und Theater- und Orchesterleiters folgten. In die Offenbach-Feierlichkeiten der Kölner Hochkultur wollte Marina Barth, die Principalin des Kabarett-Theaters „Klüngelpütz“, das auch dem Jazz verbunden ist, einen spezifischen Kontrapunkt setzen. Sie schätzt an Offenbach das Musikantische – Virtuosität, Improvisation, Leidenschaft, Spaß, die Vielfalt kultureller Einflüsse, allesamt Ingredienzen des Jazz. Für die Umsetzung des auf den ersten Blick gewagten Mottos „Offenbach meets Jazz“  waren zwei dem Hause verbundene Musiker geradezu prädestiniert: Laia Genc, die mehrfach ausgezeichnete Kölner Pianistin und Komponistin mit deutsch-türkischen Wurzeln, und Radek Stawarz, der in der …

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