+++ News: +++ „Joy – Life – Love“ in Graz: Sheila Jordan mit Studierenden der Kunstuniversität +++ 10. Jubiläum für Zettbe, das Magazin nun: „Neu“ +++ 40. Internationales Jazzfestival Saalfelden +++

Artist in Residence: Joy – Life – Love an der KUG mit Sheila Jordan in Graz Erneut begrüßt das Institut für Jazz der Kunstuniversität das KUG-Ehrenmitglied Sheila Jordan als Artist in Residence in Graz. Neben ihren Workshops mit den KUG-Studentinnen und Studenten ist die amerikanische Jazzgröße am 25. März Sheila Jordan unter dem Motto „Joy – Life – Love“ gemeinsam mit KUG-Studierenden bei der Veranstaltung „Jazz im MUMUTH“  im György-Ligeti-Saal zu erleben. Vom 18. März bis 29. März lehrt die 90-jährige Jazz-Musikerin wieder an der Kunstuniversität Graz, wo sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen in den Jazz-Vokalklassen an die Studierenden weitergibt. Mit der Unterrichts- und Konzert-Reihe „Artist in Residence“ bietet die KUG seit 2009 dem Jazz-Nachwuchs die Gelegenheit von den Musikerinnen und Musikern ihrer Zunft zu lernen. Sheila Jordan wurde 1928 in Detroit/Michigan in den USA geboren. Erste Erfolge hatte sie bereits in den frühen 60er-Jahren. Zu ihrem Repertoire gehören Free Jazz, zeitgenössische amerikanische Lyrik sowie Jazz Standards. Seit den 50er-Jahren lebt sie in New York, wo sie unter anderem bei Charles Mingus und Lennie Tristano studierte. 2012 wurde sie mit dem renommierten NEA Jazz …

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Un son d’argent – Géraldine Laurent Quartett beim BMW Welt Jazz Award in München

In Frankreich und den USA hochgelobt und ausgezeichnet, in Deutschland fast noch ein unbeschriebenes Blatt: Die französische Saxophonistin Géraldine Laurent. Das hat sich mit ihrer fulminanten Konzert-Matinee im Doppelkegel der BMW Welt ziemlich sicher geändert. Die schweigsame Künstlerin aus Niort machte nicht viel Worte, aber viele Töne – und zwar jeder einzelne schöner, silberner und berührender als der nächste. Géraldine Laurent kam schon mit 13 Jahren auf das Konservatorium ihrer Heimatstadt Niort. Später begleitete sie namhafte Künstler wie Aldo Romano, Antoine Hervier und die Sängerin Romeyn Adams Nesbitt, bevor sie mit eigenen Projekten in Frankreich große Bekanntheit erlangte. 2007 zierte ihr Bild die Titelseite der New York Times. Mit ihrem Programm „At Work“ stellt Géraldine Laurent zusammen mit dem Pianisten Paul Lay, dem Bassisten Yoni Zelnik und dem Schlagzeuger Donald Kontomanou vor allem Eigenkompositionen vor, die in der Tradition großer Jazzlegenden stehen und zugleich ihre eigene unverkennbare Note aufweisen. Die stilistische Bandbreite reicht von Bebop über lyrische Balladen bis zu groovendem Funk. Als Zugaben-Schmankerl für die Frühaufsteher in der BMW Welt spielte sie „Goodbye Pork Pie Hat“ von Charles Mingus als einzigen Standard in einer …

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+++ News +++ Göttinger Jazzfestival stellt Programm vor +++ Dusko Gojkovic im Musiksalon Dießen +++ Zweimal 30-jähriges Jublium: Das BujazzO und LJJO Hamburg in der Elbphilharmonie +++ Kunsthaus Michel empfängt Flötist Fernando Fracassi +++

+++ Göttinger Jazzfestival stellt Programm vor +++ Auch in seiner 41. Auflage präsentiert das Göttinger Jazzfestival vom 10. bis 18. November 2018 internationale Künstler sowie zahlreiche Bands der lokalen Szene, die das Publikum über eine Woche an diversen Spielstätten wie Deutsches Theater, Altes Rathaus und Literarisches Zentrum unterhalten. Unter anderem nach den Auftritten des Rainbow Trios um Gitarristin Susan Weinert, des Alexandra Lehmler Trios und von Eva Kruse am Bass gipfelt das Musikfest in einem dicht bespielten Wochenende. Auf der großen Bühen eröffnet das Living-Being-Quintett rund um den französischen Akkordeonisten Vincent Peirani den Freitagabend, gefolgt vom Trio der Berliner Pianistin Julia Kadel. Zu späterer Stunde gibt sich die funkige Jazzrock-Band von Bass-Urgestein Stanley Clarke (Titelbild) die Ehre. Tags darauf stellt die amerikanische Pianistin Myra Melford ihr Projekt „Snowy Egret“ vor, bevor Gitarrenlegende Al Di Meola am Samstagabend auf der großen Bühne wie gewohnt Jazz, Rock und Weltmusik vermengt. Ab Mitternacht färbt die nur aus zwei Bläsern und Drums bestehende Formation Three Falls zusammen mit der deutsch-afrikanischen Sängerin Melane die Nacht. Zudem treten diverse regionale Jazz-Bands in den kleineren Locations wie Keller und Studio auf. Das …

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Impressionen: Matthias Gmelin Sextett feat. Joe Chambers bei der Munich Jazz Summer Week

Das Matthias Gmelin Sextett zeigt sich mit gleich fünf Auftritten (28. August bis 1. September) in der Münchner Unterfahrt besonders spielfreudig. Das Ensemble rund um Drummer Gmelin kollaboriert im Rahmen der Konzertreihe mit Jazz-Urgestein Joe Chambers, der bereits für so Große wie Miles Davis, Bobby Hutcherson und Charles Mingus trommelte. Pianist Emanuel Ruffler reist für die Munich Jazz Summer Week von seiner Wahlheimat New York in seine Geburtsstadt. Langjährige Freundschaften zu Gmelin verbinden außerdem Jason Seizer am Tenorsaxophon und Bassist Marc Abrams, der an verschiedenen Konservatorien in Italien unterrichtet. Komplementiert wird die Formation vom peruanischen Diony Varìas Astudillo (Percussion), der in einer Familie von Tänzern und Theaterschaffenden aufwuchs. Innerhalb der Gigs stellt Mastermind Gmelin auch einige Werke seiner neuen Platte „Vibes Waltz“ vor. Ralf Dombrowski hielt die Eindrücke für uns fotografisch fest.  

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+++ News +++ Morgen: Tropical Turn Quartett +++ Götz Alsmann auf der Hürther Jazznacht 2018 +++ Fette Hupe Hannover spielt Aufnahme live ein +++

+++ Morgen: Tropical Turn Quartett +++ Für Kurzentschlossene: Eine Bandbreite von Buena Vista Social Club bis Brazil Jazz bietet das Tropical Turn Quartett am 17. August 2018 im Jazzkeller in Hürth-Gleuel. Im Zentrum ihres abwechslungsreichen Sets stehen die Kompositionen von Gitarrist und Bandleader Burkhard „Buck“ Wolters, die bereits internationales Gehör fanden. www.buckwolters.de +++ Götz Alsmann auf der Hürther Jazznacht 2018 +++ Auch in seiner 24. Auflage präsentiert die Jazznacht in Hürth dieses Jahr einige Jazz-Stars im Programm, darunter „Zimmer-Frei“-Moderator und Jazz-Sänger wie -Pianist Götz Alsmann. Am 29. September bringen zahlreiche Acts das Bürgerhaus mit parallelen Auftritten von 19 bis 2 Uhr zum Klingen. Darunter findet sich auch die Jazzgruppe Jin Jim, deren Frontmann Daniel Manrique die Alt- und Bassflöte bläst. Außerdem reist Helmut Eisel zusammen mit dem Sebastian Voltz Trio an, der bereits in der Auflage von 2015 umjubelt wurde. Wiederholt zu Gast ist ebenfalls das Duo Adam & Sabine (siehe Bild), wo der New Yorker Gitarristen Adam Rafferty und die deutsche Sängerin Sabine Kühlich zusammentreffen. Zudem vermengt Andy Houscheid Jazz und Pop mit deutschen Texten. Schließlich bietet das Festival auch zahlreichen Newcomern die Chance, …

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+++ News +++ Jazz im Hamburger Hafen: Elbjazz-Festival startet heute! +++ Stefan Frank Band ft. Michel Kneule 7.06.2017 in der AalenerJamSession +++ 38. Internationales Jazzfestival Saalfelden 24.-27.08.2017 +++

+++ Jazz im Hamburger Hafen: Elbjazz-Festival startet heute! +++ Nach einjähriger Pause kehrt am Freitag, den 2.06.2017 das Elbjazz-Festival in den Hamburger Hafen zurück. In diesem Jahr werden auf acht Bühnen neben zahlreichen Newcomern auch diverse Stars der Szene spielen, teilte der Veranstalter mit. Zu den diesjährigen Highlights zählen Auftritte des Joshua Redman Trios, des Grammygewinners Gregory Porter und des Saxofonisten Jan Garbarek, der am Freitag die Konzerte in der Elbphilharmonie eröffnen wird. Das erst im Januar eröffnete Konzerthaus feiert seine Elbjazz-Premiere und wird Austragungsort von sechs der rund 50 Konzerte. Wegen des begrenzten Platzangebots konnten jedoch nur 11.000 Ticketkäufer jeweils einen Platz in einem der Konzerte reservieren. Insgesamt sind laut Veranstalter rund 18 500 Einzel- und Kombitickets für beide Veranstaltungstage verkauft worden. 2016  pausierte das Festival, um sich wirtschaftlich und strukturell neu aufzustellen. Der Spielplan ist hier einzusehen: http://www.elbjazz.de/de/elbphilharmonie +++ Stefan Frank Band ft. Michel Kneule 7.06.2017 in der AalenerJamSession +++ Wenn man in Aalen von Blues spricht, ist der Name Michel Kneule eine Hausnummer. Als früherer Sänger von Blue Breeze war er schon oft  zu Gast in der Stadt und als Inhaber des Cafe Swing in Heidenheim organisiert er selbst regelmäßig eine Session, die …

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Zufluchtsstätte und großes Kino: Das 26. Internationale Jazzfestival in Münster

Wie doch die Zeit vergeht! Lucas Niggli, junggebliebener Schlagzeuger aus der Schweiz musste sich selbst schon wundern, dass sein erster Auftritt beim Internationalen Jazzfestival Münster schon 20 Jahre her ist. So „alt“ ist schon die neue Ära des Festivals im Theater im Jahr 1997. Womit sich einmal mehr die krisensichere Tragfähigkeit des Münsteraner-Konzepts bestätigt. Und die Musik? Die ist mitgewachsen, hat sich bewährt und erneuert sich beständig. Auch wenn die Studentengeneration, aus der heraus dieses Festival im Jahr 1979 geboren wurde, erstmal wieder für aufrührerische Jazz-Klänge gewonnen werden müsste…. Auch die aktuelle Festivalausgabe erzeugte einen frischen Mix aus Wiederbegegnungen, Neuentdeckungen, und Weiterentwicklungen – für so etwas beweist der Festivalkurator Fritz Schmücker seit den Gründertagen des Festivals eine sichere Hand! Um in Münster erst mal behaglich anzukommen und sich wieder heimisch zu fühlen, halfen der Jahrhundert-Bassist Renaud Garcia-Fons und der Pianist Dorantes. Für einen solchen Empfang brauchte und gab es nicht wirklich neues musikalisches Vokabular, dafür aber ein Höchstmaß an reifer Interaktion und spieltechnischer Superlative mit Genussfaktor! Wie man aus Altem etwas ganz Neues zaubert, demonstriert das Trio „I am Three“ : Wo der Ideengeber Charles …

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Music To Feed The Soul – Anne Hartkamp legt zwei neue Alben vor: „Dear Bill“ und „Songs & Dances“

Wer heute Anne Hartkamp hört, im Konzert oder auf CD, ihre Entwicklung zu einer unserer vielseitigsten und profiliertesten, immer authentischen Jazzvokalistinnen seit Jahren verfolgt, kann kaum glauben, dass ihr zu Beginn ihrer Karriere abgeraten wurde, Jazz zu singen. Ihre Stimme sei zu hell. Jazzsängerinnen hatten, in den Achtzigern, schwarz, dunkel, rauchig zu klingen. „Aber ich wollte diese Musik machen, ich habe dafür gebrannt!“ Noch heute schwingen Enttäuschung, aber eben auch Trotz und Entschlossenheit mit, wenn sie über jene Zeit spricht. „Ja, ich habe eben eine helle klare Stimme. Aber Maria João doch auch. Und was sie damit hervorbringt, mit dieser ungeheuren Unbändigkeit oder auch Verspieltheit, wie sie extrem wechselt zwischen ganz schnellen Tempi und diesen gedehnten, gehauchten Tönen, das hat mich tief beeindruckt, und ich habe gedacht: Ah, man darf das also, man kann mit dieser Stimme Jazz singen.“ Der Weg der Anne Hartkamp zum Jazz verlief nicht zügig und geradlinig, nicht typisch wie viele Jazzbiographien. Zu Hause gab es keine väterliche Jazzplattensammlung, in der Schule keinen jazzbegeisterten Musiklehrer. Als es im Gymnasium in Heiligenhaus, ihrem zwischen Düsseldorf und Essen gelegenen Heimatstädtchen, dann doch einmal …

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Der fünfte Kölner „Winterjazz“ – Ein Jubiläum

Von Dietrich Schlegel – Rechtfertigen fünf Jahre schon die stolze Selbstbelobigung „Jubiläum“? Im Falle des Kölner Festivals „Winterjazz“, das sein Programmheft mit dieser Headline schmückt, ist diese Frage uneingeschränkt zu bejahen. Denn über einen solch langen Zeitraum die jeweils erste Jazz-Großveranstaltung des neuen Jahres auf gleich hohem Niveau zu halten und ein nach hunderten zählendes Publikum zu erreichen, ist schon eine beachtliche Leistung. Das ist vor allem der quirligen Kölner Saxophonistin, Komponistin und Bandleaderin Angelika Niescier zu verdanken. Sie ist häufig in der New Yorker Jazzszene aktiv. Vom dortigen Winterjazzfest, das in diesem Jahr fast parallel zum zwölften Mal stattfand, war sie so beeindruckt, dass sie 2012 die Initiative zur Gründung eines ähnlichen Festivals in ihrer Heimatstadt ergriff und auch gleich die künstlerische Leitung übernahm. Auch in diesem Jahr war ihr wieder ein Programm mit 50 Musikerinnen und Musikern für 19 Konzerte auf fünf Bühnen gelungen. Und wieder war die ganze Bandbreite von modernem Mainstream bis zur experimentellen Grenzüberschreitung vertreten. Den Mittelpunkt des Konzertgeschehens bildete wie gewohnt der Kölner Stadtgarten mit seinen drei Bühnen. Zwei weitere Spielstätten befanden sich in zwei Lokalen quer über die …

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54.000 Freunde sollt ihr sein.
54.000 Freunde sollt ihr sein. Screenshot 2015

11 Millionen Facebook-Freunde sollt ihr sein

Eher durch einen Zufall und durch Langeweile durchforstete ich das Facebook-Universum, um ein Fan von Keith Jarrett zu werden. Der hat ja bald einen runden Geburtstag. Ich erinnerte mich an eine Sendereihe von Peter Rüedi aus den frühen 80er Jahren beim NDR, als der noch so etwas wie einen Kulturkanal hatte, der simpel NDR 3 hieß. Rüedi hatte in elf Folgen die musikalische Geschichte von Jarrett aufgezeichnet bis „Nude Ants“ mit dem verheißungsvollen Untertitel „Die Geometrie der Inspiration“. Das kam alles aufs eigene Magnetband und verschwand beim letzten Umzug leider. Das sei nur erwähnt, weil jetzt ja Wolfgang Sandner eine Biographie aufgelegt hat, die ganz gut gehypt wird. Rüedi war damals jedenfalls dicht dran und das Medium Rundfunk eine schöne Sache. Aber so bin ich bei Jarrett auf Facebook gelandet und sah mit konfrontiert damit, dass der ja über 90.000 Fans hat. Wow! Nach Fanwerdung per Klick wurden einem weitere mögliche potentielle Jazzmusiker angezeigt, deren Fan man werden könne. Chick Corea zum Beispiel. Dass dieser dann weit über 300.000 Fans hatte machte mich stutzig und so suchte ich nach dem Facebook-Jazz-Star – erst unter Pianisten, …

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