+++ Vibraphonissimo Festival 2017 +++ Es ist das Instrument, das jeder ein wenig kennt, doch keiner wirklich: das Vibraphon. Meist wird es mit Xylophon und Marimbaphon verwechselt, dabei ist es selbst doch wesentlich ausgefeilter, mit seinem elektronisch erzeugten Vibrato. Seit 2014 ist ihm ein eigenes Festival in Nürnberg gewidmet. Das „Vibraphonissimo“ präsentiert das Instrument von seiner ganzen Bandbreite: als Harmoniegeber im Duokontext, in Jazzformationen oder im größeren Ensemblekontext bis hin zum Percussionensemble. Auf dem Festivalprogramm stehen für Januar 2017 fünf Konzerte in Nürnberg, Fürth und Bamberg mit führenden Vibrafonisten und Jazzmusikern: David Friedman, Peter Weniger, Izabella Effenberg, Taiko Saito, Emanuel Séjourne, Radek Szarek und David Soyza sollen den Facettenreichtum des Vibraphon präsentieren. Die Auftritte des David Friedman & Peter Weniger Duos sowie des Taiko Saito Trios werden vom BR mitgeschnitten. Das Programm: 18.01. Jazzstudio Nürnberg – David Friedman & Peter Weniger Duo Elegance Werbung 19.01. Krakauer Haus Nürnberg – Izabella Effenberg Trio Cd Release „IZA“ 20.01. Kulturforum Fürth – Taiko Saito Trio Kokotob 21.01. Neues Museum Nürnberg – Emmanuel Sejourne, Radek Szarek, Jochen Schorer und Nürnberger Percussion Ensemble 22.01. Musikschule Bamberg – David Soyza „Fluktuation 3“ Weitere Infos unter: vibraphonissimo.de +++ …
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Steve Reich Six Pianos mit Gregor Schwellenbach – eine Rezension
Von Stefan Pieper – Gregor Schwellenbach, Hauschka, Tobias Brandt, Paul Frick, Erol Sarp und John Kameel Farah sind allesamt gefeierte Meister einer repetitiven Ästhetik, die sich sowohl in der Popkultur, aber auch in der improvisierten Musik und dem klassisch-zeitgenössischen Spektrum zuhause fühlt. Sie sorgen mit spannenden Crossover-Projekten für Furore, wenn etwa Technotracks auf akustische Ensemble übertragen werden. Wenn diese Kenner der Materie nun Steve Reichs Paradestück „Six Pianos“ musizieren, darf man ohne Zweifel Großes erwarten. Und tatsächlich bringen diese sechs Musiker Steve Reichs Musik überaus treffsicher auf den Punkt. Denn die hier angetretenen Tastenkünstler wissen, wie es geht – nämlich in dieser Komposition auf Anhieb jede Nervenzelle beim Hörenden wach zu bekommem. „Six Pianos“ aus dem Jahr 1973 sieht folgendes vor: Im gemeinsamen Miteinander formen insgesamt zwölf spielende Händen eine sich ständig wiederholende Textur. Die hohe Kunst liegt darin, hier ein unwiderstehliches, vibrierendes Sounddesign herzustellen. Es ist ein hauchdünner Grat, auf dem Genialität entsteht, die nach außen Wirkung entfaltet. Sechs Klaviere vereinen sich in der Behandlung dieser sechs Spezialisten zum rundlaufenden, vorwärtstreibenden Motor. Da lebt die Magie des strikten Kontinuums mit sorgsam dosierten Steigerungen. Betonungen …
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Katie Cruels musikalische Überraschungen
Anlässlich einer Retrospektive „40 Jahre Glasgestaltung“ der Künstlerin Eva Sperner im Bayerischen Kunstgewerbeverein trat die Formation „Katie Cruel“, das Gesang-Gitarren-Duo mit der albanischen Sängerin Fjoralba Turku und dem amerikanischen Gitarristen Geoff Goodman, zusammen mit dem Violinisten Max Grosch als Gast auf. Das Publikum erlebte ein eindrucksvolles Konzert. Ob Weltmusik im weitesten Sinn, Blues oder Jazz – „Katie Cruel“ kennt keine Genregrenzen und interpretiert mit Verve und spannenden Arrangements. Ob albanische Liebes- oder Volkslieder, Songs von Blueslegende Robert Leroy Johnson, der Jazzikone Billie Holiday oder eigene Kompositionen/Improvisationen, Katie Cruel‘s Sound war von der ersten bis zur letzten Minute spannungsgeladen, unkonventionell und steckt voller musikalischer Überraschungen. Im Januar wird die zweite CD des Duos erscheinen, diesmal mit Max Grosch an Bord. Man darf gespannt sein. Wir bleiben weiter dran und berichten. Für alle Neugierigen vorab schon mal ein Teaser zum neuen Album: Text & Fotos: TJ Krebs Werbung
WeiterlesenTanzender Schmetterling im Hurrikan
Zum 30-jährigen Bandjubiläum machten die „Fun Horns“ Halt beim Jazzclub im Regensburg – und begeisterten mit anspruchsvollem Akustikspiel. Vier Musiker, sieben Blasinstrumente und sonst nichts auf der Bühne. Halt, ein Mikrofon für die Ansage noch, Mineralwasserflaschen und kleine vergnügliche Erzählungen aus dem Tourleben, aus der Vergangenheit und von Aufnahmesessions im „Alten Lager“. Die „Fun Horns“ sind keine junge Kapelle, wie sie sich selbst nennen. Gleichzeitig sind sie so erfrischend in ihrer Musik wie es nur freie oder auch junggebliebene Geister sein können. Wer bei ihrem fantastischen Konzert im Leeren Beutel die Augen geschlossen hielt, konnte leicht in Verwirrung stürzen – waren doch da schwirrende Insekten, meckernder Streit und zuckersüsses Liebesgeflöte zu hören. Aus Posaune, Saxofonen, Bassklarinette, Trompete und einer Flöte. Pur, unverfälscht, spielte das Quartett ganz ohne jegliche elektrische Verstärkung. „Das ist doch ein wunderbarer Raum“, freute sich Tonangeber Jörg Huke (tb) sichtlich über die hervorragende Akustik, „der trägt das ohne weiteres bis in die letzte Reihe“. Werbung In einer Zeit, als weltweit Saxofonquartette wie Pilze aus Boden schossen, dachten sich vor drei Jahrzehnten einige Jungs in Ostberlin – wie die Hauptstadt der DDR damals …
WeiterlesenAusschreibung Jazznachwuchsfestival in Leipzig
Vom 30. März bis 1. April 2017 findet in der Moritzbastei Leipzig das 26. Bundesweite Jazznachwuchsfestival statt. Teilnahmeberechtigt sind MusikerInnen, die in Deutschland leben und das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Es gibt keine stilistischen Begrenzungen, die Orientierung liegt auf zeitgenössischem Jazz. Interessenten können sich bis zum 16. Dezember 2016 mit einer CD mit ca. 2 Stücken und einem Infoblatt bewerben. Die teilnehmenden Bands bzw. Solisten bekommen die Fahrtkosten erstattet, für eine Übernachtung trägt die Moritzbastei Sorge. Herausragenden Teilnehmern können Konzerte in der Reihe „jazzquadrat future“ der Moritzbastei angeboten werden. Kontakt: Moritzbastei | „26. Jazznachwuchsfestival“ | Universitätsstraße 9 | 04109 Leipzig | moritzbastei.de Werbung
Weiterlesen+++ News +++ Jazz im Turm +++ Jazzfest Berlin +++ Birdland Jazz Club Neuburg
Jazz im Turm Die September-Jam-Session bei Jazz im Turm nahe Glonn, wird am 29.9.16 um 20 Uhr von der Sängerin Jasmin Bayer mit ihrer Formation eröffnet. Auf dem Programm stehen Lieder ihrer jüngst erschienenen CD „Summer Melodies“, die sie mit Peter Tuscher (tpt), David Roberts (p), Markus Wagner (b) und Christos Asonitis öive performen wird. Nach dem Eröffnungs-Set können lokale Jazzmusiker miteinsteigen. Der Einlass im Turm ist um 19 Uhr. Vom 30.9. bis zum 2.10.16 gibt es am selben Veranstaltungsort Musik und Kulinairk in schönem Ambiente. Unter anderem mit der der Unterbiberger Hofmusik, Christian Zehnder, Alma, Matthias Schriefl & Tamara Lukasheva feat. Johannes Bär und Jütz. Werbung Jazzfest Berlin 2016: Der Kartenvorverkauf für das Jazzfest Berlin ist am 26.9.16 gestartet. Das Festival findet vom 1.11. bis zum 6.11.16 statt. Auf dem Programm stehen 14 Konzerte mit 22 Jazzformationen, eine Filmvorführung und Künstlergespräche. Bei vier Konzerten im großen Saal im Haus der Berliner Festspiele werden jeweils drei Formationen auftreten und erstmalig wird jeder dieser Abende im Haus der Berliner Festspiele live im Rundfunk – in den ARD-Rundfunkanstalten, dem rbb Kulturradio und Deutschlandradio – übertragen. Zahlreiche der …
Weiterlesen„Über und unter“ mit Julia Kadel in der Unterfahrt – Fotogalerie
Nach zwei erfolgreichen Blue-Note-Alben ist das Julia Kadel Trio längst kein „Geheimtipp“ mehr. Das Publikum in der Münchner Unterfahrt wurde mit einem sensationell klangvollen Abend belohnt. Live ist das Trio mit Karl-Erik Enkelmann am Bass und dem Drummer Steffen Roth noch intensiver als auf CD. Nach wie vor sind sie mit Ihren Improvisationen und Kompositionen Reisende auf der Suche nach Klängen und Bildern, mit denen sie ihre Hörer von der ersten bis zur letzten Minute in Bann schlagen. Text & Fotos TJ Krebs Werbung
WeiterlesenNews+++Horst Seehofer wird Schirmherr des 1. Bayerischen Landesjazzfestivals+++20. Festival Frei Improvisierter Musik+++Jazz-Session im Rahmen des Kulturherbst Oberstaufen+++
Ministerpräsident Horst Seehofer übernimmt die Schirmherrschaft für das 1. Bayerische Landesjazzfestival in Regensburg Mit der Übernahme der Schirmherrschaft für das 1. Bayerische Landesjazzfestival vom 21.10 – 23.10.16 in Regensburg unterstreicht der bayerische Ministerpräsident, wie hoch der Stellenwert des Jazz auch für die bayerische Staatsregierung ist. Denn neben dem Kulturfond Bayern unter Federführung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst unterstützen auch der Bezirk Oberpfalz, die Stadt Regensburg und die Sparkasse Regensburg das Festival, das von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz in Bayern e.V. und dem Jazzclub Regensburg e.V. veranstaltet wird. Zusammen mit Vertretern der Bayerischen Jazzszene, wie Lisa Wahlandt mit ihrer Band und Geff Eisenhauer sowie Dusko Goykovich mit dem Scott Hamilton Quintet werden im Oktober zwei international erfolgreiche Jazzmusiker präsentiert. Werbung Ron Carter, einer der größten Bassisten des Jazz, verfügt über nahezu unbegrenzte technische und musikalische Mittel. Sein Spiel ist auf schätzungsweise zweieinhalb tausend Alben zu hören, rund fünfzig davon hat er als Leader aufgenommen. Natürlich ist vor allem in Erinnerung geblieben, dass Carter Mitglied des klassischen Miles-Davis-Quintetts in den Sechzigern war. Das Doppelkonzert mit Ron Carter „Golden Striker Quartett“ und Lisa Wahlandt + Band feat. …
WeiterlesenNeues vom Pablo Held Trio: CD Lineage
Das Kölner Pablo Held Trio demonstriert seit vielen Jahren, wie eine organische Band-Chemie verlässlich nach innen und außen wirkt – wo sich andere gerne auch mal in zu viel Kurzlebigkeit verzetteln. Vor zehn Jahren traten der Pianist Pablo Held, Bassist Robert Landfermann sowie der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel als Newcomer beim Westfalen-Jazzpreis ins Rampenlicht. Mittlerweile sind die drei zwar in vielen Projekten sehr gefragt, aber bleiben im Kern nach wie vor ureigenen Trio treu, mit dem sie auch gerade international auf Tour gehen. Auf der aktuellen Pirouet-CD präsentiert sich ein entsprechend unterschütterlicher hoher Standard, der sich in jedem Moment selbst genug ist – nicht mehr und nicht weniger. Die Vorgängerplatte kam mit ihren Klassik-Bezügen betont balladesk und verinnerlicht daher – das aktuelle Werk sprüht umso mehr vor quirliger Lebendigkeit. Pablo Helds Klavierspiel hat an erzählerischer Eloquenz und über den Dingen schwebender, dezenter Führungskraft noch zugelegt. Es herrscht ein Klima gegenseitigen Vertrauens – bei einer tatsächlich schwindelerregenden Dichte an musikalischen Ideen. Sie sind genauso subtil wie das ganze komplexe Geflecht drumherum, nämlich all die Abspaltungen, metrischen Unregelmäßigenkeiten und irritierenden harmonischen Farbenspiele. So kann es nur dieses Trio, …
WeiterlesenMy Moments – Barbara Dennerlein mit neuem Album
Barbara Dennerlein ist unbestritten die Königin der Hammondorgel und prägt national wie international seit über 30 Jahren das Bild dieses Genres. Mit ihrer neuen Veröffentlichung „My Moments“ präsentiert sie einen Mitmitschnitt aus einem Doppelkonzert, aufgenommen vor gut zwei Jahren im Konzertsaal der renommierten Musikhochschule im nordschwedischen Piteå. Das Besondere daran ist, dass Barbara Dennerlein hier Solo zu hören ist und zwar live an ihrem „Stamminstrument“ der Hammondorgel und im Anschluss auf einer Pfeifenorgel. Auf einer Hammond C3, ausgestattet mit ihrem MIDI Pedal, swingt sie in gewohnter Weise hochinspiriert. Die vorliegende Aufnahme spiegelt gleichzeitig die einzigartige Atmosphäre des Konzertsaales „Studio Acusticum“ wieder, in der sich eine Woehl Orgel befindet, die ihresgleichen sucht. Mit 9000 Pfeifen und 203 Registern zählt das Instrument zu den größten Orgeln weltweit und bietet Barbara Dennerlein zugleich Herausforderung und Freiheit alles das zu spielen, was das Instrument hergibt. Eindrucksvoll stellt sie hier unter Beweis, wie man Manuale, Register und Fußpedale einer klassischen Orgel beherrscht und ihr spielerisch abwechslungsreiche wie spannende Klänge entlockt. Werbung Solo Konzerte sind für Organisten (egal ob an der Hammond oder einer klassischen Orgel) immer eine besondere Herausforderung, da …
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