Die Entscheidung ist gefallen: Komponistin und Pianistin Shuteen Erdenebaatar gewinnt 1. Preis des Kurt Maas Jazz Award 2021

Livestream auf Youtube: https://youtu.be/SxzMhVn4Dec heute, am 22. Januar 2021: Preisträgerkonzert mit Verleihung des »Berklee Master of Global Jazz Award« an Dusko Goykovich Im Finale des Kurt Maas Jazz Award 2021, das am Mittwoch, den 20. Januar 2021 im Kleinen Konzertsaal des Münchner Gasteigs stattfand, konnte sich die Komponistin und Pianistin Shuteen Erdenebaatar gegen vier Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchsetzen und gewann den 1. Preis. Damit reist sie zu einem Sommerkurs ans Berklee College of Music in Boston, Massachusetts, einem Kooperationspartner des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM). Shuteen Erdenebaatar studiert Jazz-Komposition bei Prof. Christian Elsässer und Jazz-Klavier bei Prof. Dr. Andreas Kissenbeck. Der 2. Preis – ein Auftritt im Night Club des Hotels Bayerischer Hof in München – ging an den Munguntovch Tsolmonbayar (Kontrabass, Klasse Martin Zenker), den 3. Preis – die Finanzierung eines Kurses an einer internationalen Jazz-Akademie – gewann Sängerin Alma Naidu (Klasse Sanni Orasmaa / Anne Czichowsky). Insgesamt hatten sich 17 Kandidatinnen und Kandidaten um den Kurt Maas Jazz Award 2021 beworben, der ausschließlich Studierenden des Jazz Instituts der HMTM offen steht. Im Finale spielten neben den Preisträger*innen noch …

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Verleihung des „Berklee Master of Global Jazz Award“ an Dusko Goykovich, Jazz-Trompeter und Ehrenmitglied des Jazz Instituts Livestream auf Youtube

Die drei Gewinner des 5. Kurt Maas Jazz Award bestreiten am Freitag, 22. Januar 2021 um 19:00 Uhr gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) das Preisträgerkonzert des Wettbewerbs als Livestream auf dem Youtube-Kanal des Jazz Instituts. Besonderer Höhepunkt ist außerdem die Verleihung eines „Berklee Master of Global Jazz Award“ an den in München lebenden Jazz-Trompeter Dusko Goykovich, Ehrenmitglied des Jazz Instituts der HMTM. Die Verleihung erfolgt über eine Live-Schaltung zu Roger Brown, dem Präsidenten des Berklee College in Boston, Massachusetts, wo der erste Preisträger des Kurt Maas Jazz Award einen Sommerkurs verbringen darf. Die drei Preisträger des 5. Kurt Maas Jazz Award werden heute, am 20. Januar 2021, im nicht-öffentlichen Finale des Wettbewerbs ausgewählt. In diesem Jahr haben sich die Musikerinnen und Musiker Munguntovch Tsolmonbayar (Kontrabass, Klasse Martin Zenker), Shuteen Erdenebaatar (Klavier, Klasse Prof. Dr. Andreas Kissenbeck), Alma Naidu (Gesang, Klasse Sanni Orasmaa / Anne Czichowsky), Olga Dudkova (Gesang, Klasse Sanni Orasmaa / Anne Czichowsky) und Theodor Kollross (Klavier, Klasse Prof. Tizian Jost) für das Finale qualifiziert. Die Jury besteht dabei aus Camilo Dornier (Stifter), …

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Young German Jazz: Neues von Jakob Manz und Johanna Summer

Im Rahmen der ACT Reihe „:young german jazz“ erscheinen aktuell zwei bemerkenswerte Veröffentlichungen. „Schuman Kaleidoskop“ von Johanna Summer und „Natural Energy“ von The Jakob Manz Project. Beide Künstler verbindet auf kuriose Weise das Jahr 2018: Die Pianistin Johanna Summer gewann damals mit knapp 23 Jahren den Jungen Münchner Jazzpreis und Saxophonist Jakob Manz mit gerade einmal 16 Jahren den Biberacher Jazzpreis. Dieses Jahr war damit der Startschuss für beide Künstler, die Szene horchte auf und seitdem geht es unaufhaltsam weiter. Jakob Manz gewann gleich ein halbes Jahr später den future.sounds Wettbewerb der Leverkusener Jazztage und spielte parallel dazu im BuJazzO. Seine eigentliche Liebe gilt dem Groove und dem Soul im Jazz. Und die teilt er mit seinen gleichaltrigen Freunden des Jakob Manz Projects, Frieder Klein am Bass, dem Pianisten Hannes Stollsteimer und Paul Albrecht am Schlagzeug. Eine kluge Entscheidung war es zudem, sich für das Debut Album nicht noch „verkaufsfördernde“ Stars mit an Bord zu holen, sondern sich auf die eigene Gruppe zu beschränken. Absolut irre Das zeigt, was alles in den Musikern steckt und es ist absolut irre – mit dem Jakob Manz Projekt kann …

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+++ news +++ Jahrespreis der DSK für Emile Parisien Quartet +++ Jazzkonzerte in Northeim/Göttingen +++ Konzertfinale Junger Münchner Jazzpreis 2019 +++

+++ Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für Emile Parisien Quartet „Double Screening“ +++ Die Jury des wichtigsten deutschen Musik-Kritikerpreises hat „Double Screening“ des französischen Saxofonisten Emile Parisien unter die elf besten Alben des Jahres 2019 gewählt. Überreicht wurde die Auszeichnung am 28.10. auf Schloss Elmau von Jurymitglied und Musikjournalist Ralf Dombrowski. Zur Begründung heißt es: „Der französische Saxophonist Émile Parisien, Jahrgang 1982, zählt zu den Glücksfällen des europäischen Jazz. Seine Musik fährt in die Beine, ohne das Hirn zu vernachlässigen, sie liebt die dichte Struktur, aber auch griffige Pointen, und besitzt Witz im doppelten Sinn. Außerdem klingt sie stets nach ihrem Verfasser, obwohl dieser den Jazz aus einer Vielzahl verschiedener Quellen schöpft. Ja, das Émile Parisien Quartet tönt selbst dann noch unangestrengt und homogen, wenn es einen Spagat zwischen Free Jazz und der reduzierten Avantgardesprache eines Anton Webern vollzieht. Mit dem Album „Double Screening“ gelingt darüber hinaus ein weiteres Kunststück: Geschildert werden die Überforderungen des digitalen Zeitalters mit rein akustischen Mitteln. Parisiens Musik verlangt nach einer heiß umkämpften Ressource namens Aufmerksamkeit – belohnt dafür aber reichlich.“ (Für den Jahresausschuss: Christoph Irrgeher). Mehr zum Preis auf www.schallplattenkritik.de . Emile Parisien ist …

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Unvergesslich: das Esbjörn Svensson Trio – Live in London jetzt auf CD

Kaum zu glauben – vor zehn Jahren erschütterte die Nachricht vom tragischen, tödlichen Tauchunfall des damals 44-jährigen schwedischen Pianisten Esbjörn Svensson die Jazzwelt. Was wäre wenn … abrupt endete ein kometenhafter Aufstieg, dem anscheinend keine Grenzen gesetzt schienen, bis auf die des realen, eben unvorhersehbaren Lebens. Was Esbjörn Svensson mit seinen Freunden und Weggefährten, dem Bassisten Dan Berglund und Schlagzeuger Magnus Öström seinerzeit anstellten, sprengte jeden Trio-Horizont. Nun erscheint mit „e.s.t. Live In London“ posthum eine DoCD (DoLP), aufgenommen im Barbican Centre, London, im May 2005. Ein echter Glücksfall, dass dieses Konzert mitgeschnitten wurde und nun veröffentlicht wird. In der Tat eine Sternstunde des Trios mit einer wunderbaren Auswahl von Stücken, die sie auf dieser Tour präsentierten. Anders als bei dem 2007 aufgenommenen Album e.s.t. „Live in Hamburg“ wird hier das Repertoire des Albums „Viaticum“ in den Vordergrund gestellt. Bereits nach den ersten Tönen des Openers „Tide Of Trepidation“ stellt sich Gänsehaut ein und spätestens nach „Viaticum“ oder „When God Created The Coffee Break“ gibt es kein Halten mehr. Es ist schwer zu beschreiben, wie intensiv und gleichzeitig „unique“ dieses Trio mit seiner genreübergreifenden Musik …

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ECHO Jazz 2017 am 01.06.2017 bei Blohm+Voss in Hamburg /// Foto: Mo Wüstenhagen / BVMI
ECHO Jazz 2017 am 01.06.2017 bei Blohm+Voss in Hamburg /// Foto: Mo Wüstenhagen / BVMI

Fünf Fragen zum ECHO Jazz und noch mehr Antworten

Der ECHO Jazz ist ja beliebt und unbeliebt zugleich. Es gibt genug Künstlerinnen, die ihre Mutter dafür verkaufen würden und dann welche, die den Preis abgrundtief verachten. Ich habe ein paar kleine Fragen zum ECHO an den Bundesverband Musikindustrie vor einer Woche gestellt und umgehend darauf Antworten erhalten mit der Einladung zu einem Hintergrundgespräch. Letzteres ist vielleicht aktuell nicht so eilig. Wenn ich mal in Berlin bin, okay, dann will ich das gerne machen. Die Fragen kommen von mir, die Antworten von Dr. Florian Drücke, dem Vorstandsvorsitzenden des BVMI. Wissen Sie, wie viele Einreichungen insgesamt und pro Kategorie bei den vergangenen ECHO Jazz-Ausschreibungen eingegangen sind – und wie viele durchschnittlich in den 19 zur Disposition stehenden Kategorien? In den vergangenen drei Jahren (2015, 2016, 2017) wurden zwischen 150-170 Produktionen von jeweils rund 50 verschiedenen Firmen eingereicht. Die Verteilung auf die jeweiligen Kategorien ist, wie Sie sich vorstellen können, sehr unterschiedlich, weil es je nach z.B. Instrumentengruppe mehr oder weniger Künstler/innen gibt. Die Aufschlüsselung, wer in welchen Kategorien eingereicht hat, ist vertraulich. Wie viel Gebühren sind insgesamt eingegangen, wenn aktuell 50 Euro pro Vorschlag anfallen? Das …

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Schönberg-Zyklus als skelettierter Blues

Mit dem Regensburger Debüt des David Helbock Trios setzte der Jazzclub Regensburg seine Reihe hochkarätiger Konzerte im Jahresprogramm fort „Voll und ganz“ habe das Konzert ihren Erwartungen entsprochen, strahlte eine Konzertbesucherin nach der letzten Zugabe des David Helbock Trios. „Es hat sie sogar  übertroffen, würd` ich sagen“, ergänzt sie noch sichtlich eingenommen von dem mitreißenden Auftritt. Die Vorschusslorbeeren, die dem österreichischen Trio des Voralbergers Pianisten nahezu überall vorauseilen, haben bei den zahlreichen Zuhörern im Leeren Beutel offensichtlich voll ins Schwarze getroffen. Selten, dass die eher kritisch-zurückhaltenden Jazzfans mehr als eine Zugabe einfordern, sich gar zu „Standing Ovations“ hinreißen lassen. Beim Debüt des Trios beim Jazzclub Regensburg gab es keine Zurückhaltung und wenn der hochgewachsene Musiker nicht unmissverständlich auf dem letzten Stück bestanden hätte, wer weiß, wann das Jazzclub-Team dann das Licht ausknipsen und zusperren hätte können. Mit den drei österreichischen Musikern, neben Helbock gehören Reinhold Schmölzer und Raphael Preuschl dem Trio an, setzte der Jazzclub die Reihe hochklassiger Konzerte fort, die schon jetzt ein herausragendes Jazzjahr erwarten lassen. Der Wiener Preuschl spielte neben einer fünfsaitigen Bassgitarre bei einigen Stücken auch eine elektrisch verstärkte Bass-Ukulele. Wegen …

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+++ News +++ ACT Music +++ Preis für Haffner +++ Walter Quintus verstorben +++ 25 Jahre ACT +++

+++ „Joachim-Ernst-Berendt-Ehrenpreis“ für Haffner +++ Am 2. März hat die Stadt Baden-Baden den „Joachim-Ernst-Berendt-Ehrenpreis“ an den Schlagzeuger Wolfgang Haffner verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Festivals „Mr. M´s Jazz Club“ im Kurhaus in Baden Baden statt. Bisherige Preisträger sind Nils Landgren (2016), Patti Austin (2015), Till Brönner (2014), Paul Kuhn (2013) und Klaus Doldinger (2012). Wolfgang Haffner feierte zuletzt mit seinem Album „Kind of Cool“ große Publiums- und Kritikererfolge. Das Album schaffte es bis in die Top 50 der deutschen Album-Popcharts und erhielt innerhalb nur weniger Monate den German Jazz GOLD Award. Im Herbst 2017 erscheint ein neues Album von Wolfgang Haffner auf ACT.   +++ Tonmeister Walter Quintus verstorben +++ Vermutlich am 2. März 2017 ist Walter Quintus im Alter von nur 67 Jahren verstorben. Er galt als einer der international bedeutendsten und produktivsten Tonmeister des zeitgenössischen Jazz und war darüber hinaus als Produzent, Komponist und Musiker tätig. Seine Arbeit prägte zahlreiche ACT Produktionen von der Labelgründung an. Seine erste Arbeit für ACT war Markus Stockhausens „Sol Mestizo“, gefolgt von der Jazz-Symphonie „Europeana“ und Arbeiten u.a. mit Christof Lauer und Kudsi Erguner. Eine besonders …

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Preisträgerkonzerte: Klaus Doldinger spielte für Moritz Stahl

Bereits im November 2016 war der Komponist und Saxophonist Klaus Doldinger mit dem Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet worden. Am Dienstag, den 14. Februar, wurde der Preis  im Festsaal des Alten Rathauses durch Oberbürgermeister Dieter Reiter verliehen. Die Laudatio hielt Günter Rohrbach, für die musikalische Umrahmung sorgten Roberto Di Gioia, Patrick Scales, Ernst Ströer und Klaus Doldinger selbst. Doldinger erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für „seine langjährige Verbundenheit zur Landeshauptstadt München und sein großartiges Lebenswerk in seiner Gesamtheit“, so die Jury. Mehr unter http://www.muenchen.de/aktuell/2017-02/doldinger-kultureller-ehrenpreis-2017.html Drei Tage später war der inzwischen 80-jährige Doldinger erneut in München am Saxophon tätig: Beim Preisträgerkonzert für den jungen Saxophonisten Moritz Stahl, der sich den 1. Preis des Kurt Maas Jazz Award 2017, unter 16 Mitbewerbern erspielt hatte. Die im Wettbewerb ermittelten Preisträger traten im Rahmen des Preisträgerkonzerts am Freitag, den 17. Februar 2017, um 20 Uhr im Carl-Orff-Saal im Gasteig öffentlich auf und wurden mit Urkunden ausgezeichnet.  Klaus Doldinger trat als Ehrengast mit dem U.M.P.A. Jazz Orchestra unter der Leitung von Prof. Claus Reichstaller auf und überreichte den ersten Preis. Das Konzert ist auch im Internet als Live-Stream …

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Gwilym Simcock zu Gast im Düsseldorfer Goethe Museum: A Good Day At Schloss Jägerhof

Von Dietrich Schlegel – „Da bin ich nun wieder in den Strudel der Töne hingerissen.“ Das Konzert des britischen Pianisten Gwilym Simcock im Düsseldorfer Goethe Museum hätte nicht treffender beschrieben werden können, als mit diesem Zitat Goethes aus einem Brief an seinen „Urfreund“ Karl Ludwig von Knebel, in dem er seinen Eindruck von einem Konzert der berühmten Pianistin Maria Szymanowska zusammenfasst. Wir wissen leider nicht, auf welche Weise die seinerzeit berühmte Künstlerin ihr Publikum verzauberte. Aber wenn der musikbegeisterte Geheimrat solche Worte wählt, hätte er sie vielleicht auch für die Klanggewitter gefunden, mit denen der virtuose Gast aus London die Zuhörer zu begeisterten Beifallsstürmen hinriss. Zum sechsten Mal hatten der Hausherr des größten privaten Goethe-Museums, Professor Dr. Christof Wingertszahn, und die Kulturjournalistin Dr. Barbara Steingießer als Initiatorin und künstlerische Leiterin zu der Konzertreihe in das schmucke Barockschloss Jägerhof eingeladen. Die Reihe hat sich offensichtlich im Düsseldorfer Kultur- und Musikleben endgültig etabliert. Diesmal drohte der Ansturm der – so die stetige doppelte Begrüßungsformal – „Goethe-Freunde und Jazzfans“ die Ausmaße des intimen Konzertsaals schier zu sprengen, und das bei 18 € Eintritt. Schließlich kamen alle Besucher unter, …

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