EBE-Jazz 19 – ein Festivalrückblick

Mei – schee wars und amüsiert hamma uns vielfältig, bei aufregenden und abwechslungsreichen EBE-Jazz Tagen, die dieses Jahr gleichzeitig auch Austragungsort des Landes-Jazzfestival waren! Für’s Auge gab es eine wunderbare Ausstellung des Fotografen Thomas Wunsch unter dem Motto „Coverfotos für ECM“ sowie im Stadtmueum Grafing eine „Local Jazz History“, in der 45 Jahre Jazz in Grafing beleuchtet wurden, kuratiert von Josef Ametsbichler und dem Fotografen und Verleger Hermann Will.


Angriff auf die Lachmuskeln

Für die Konzentration auf’s Wesentliche und vor allem auch die Lachmuskeln sorgte der Kabarettist Piet Klocke, mit Unterstützung von Nicole Johänntgen am Saxophon. Die Weiterbildung förderte der Gitarrist Andreas Dombert als Artist in Residence mit einem Konzert und „Jazz Talk“ über Minimal Music, sowie einem profunden Workshop für Jazzgitarre.

Für die Ohren waren Dreh- und Angelpunkt des Festivals natürlich die wiederum hochkarätig besetzten und präsentierten Konzerte. Bei der Auswahl fiel die Ausgewogenheit auf von internationalen Größen, kombiniert mit lokalen Bands, dem Landes-Jazz-Ensemble sowie den Preisträgern des Förderpreises des Bayerischen Jazzverbandes 2019, der dieses Jahr an  das Duo Bekmulin – Findling verliehen wurde. Andrea Motis eröffnete die EBE-Jazz Tage mit ihrem Quintett gemeinsam mit Scott Hamilton. Pee Wee Ellis begeisterte mit seinem Funk Assembly und an den Folgetagen gaben sich Jazzgrößen wie Joey deFrancesco, Billy Hart, Dave Liebman, Randy Brecker oder die Gruppe Sambop um den Gitarristen Paulo Morello die Klinke in die Hand. Krönender Abschluss des Festivals war last not least eine Aufführung von Duke Ellingtons „Sacred Concerts“ in der Grafinger St. Ägidius Kirche mit der EBE-Jazz Big Band unter der Leitung von Josef Ametsbichler, dem EBE-Jazz Jugendchor, geleitet von Martin Danes und der Sopranistin Alma Naidu. Ein Ereignis ganz besonderer Art, wurden die „Sacred Concerts“ in Grafing zum ersten Mal bereits vor genau 30 Jahren, ebenfalls unter der Leitung von Josef Ametsbichler, aufgeführt.

Für Nachtschwärmer gab es außerordentlich gut besuchte und bis in die Morgenstunden währende Jam Sessions mit Open Stage. Das Rahmenprogramm umfasste im Weiteren mit „Jazz goes to Cinema“ den Film „It must schwing“ und eine ergreifende Konzertlesung „The Chet Baker Story“.

Das Einzige was nun schwer fällt ist das lange Warten auf die nächsten EBE-Jazz Tage in zwei Jahren. Ein wenig kann man sich dies verkürzen, denn die „Sacred Concerts“ werden von der EBE-Jazz Big Band und dem EBE-Jazz Jugendchor am 29.11. in der Sendlinger Himmelfahrtskirche und am 19.01.2020 noch einmal im Münchner Kulturzentrum Einstein
aufgeführt.

Text & Fotos: Thomas J. Krebs

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