22. JazzForum der UDJ 2014 in Köln erfolgreich zu Ende gegangen

Von links nach rechts: Dieter Manderscheid (HfMT Köln), Tina Heine (Festivaldirektorin Elbjazz), Julia Neupert (SWR, Moderation), Sebastian Studnitzky (Musiker, Veranstalter), Thomas Baerens (Ministerium für Kinder, Familie, Jugend, Kultur und Sport NRW), Thomas Gläßer (Musiker, Musikkurator, Kulturmanager). Foto UdJMit einer „Weltpremiere“ am Konzertabend endete das 22. JazzForum der Union Deutscher Jazzmusiker im Stadtgarten Köln. Die Lokalmatadoren Sebastian Sternal (Klavier), Dieter Manderscheid (Bass), Dominik Mahnig (Schlagzeug) und Claudius Valk (Saxophon) waren das erste Mal als Quartett aufeinandergetroffen und vor einem euphorischen Publikum durch eine kontrastreiche und vielschichtige Klangwelt regelrecht gewirbelt. Auch die anderen exzellenten Bands Underkarl – „Symbiose von Disziplin und Anarchie, Jazz und Rock“ (Rolling Stone) – und der hervorragende musikalische Nachwuchs, „Bertram Burkerts Trio Kaktusfeld und Pollon“ hatten begeistert.

Das JazzForum, eine Mischung aus Konzerten (abends) Konferenz und Workshops (tagsüber), hatte bereits am Donnerstag mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema „Audience Development“ begonnen. Anschließend informierten sich zahlreiche Musikerinnen und Musiker sowie weitere Interessierte in Workshops über Themen wie Recht, Musikphysiologie, Förderung und Label/Vertrieb. Eine Informationsveranstaltung der Union Deutscher Jazzmusiker, die Mitgliederversammlung und ein Netzwerktreffen von Landesarbeitsgemeinschaften des Jazz rundeten die politischen Inhalte ab.


„Wir freuen uns nach dieser überaus gelungenen Wiederauflage einer alten UDJ-Tradition über die vielen UDJ-Mitglieder, die nach Köln gereist sind, aber ebenso über all die unbekannten Gesichter einer interessierten Öffentlichkeit,“ so Gebhard Ullmann, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker. „Unser Dank gilt insbesondere Reiner Michalke, dem Stadtgarten Köln und seinem Team, der Initiative Jazz Haus Köln, der Stadt Köln, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie unseren Kooperationspartnern für die Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung.“

Von links nach rechts: Dieter Manderscheid (HfMT Köln), Tina Heine (Festivaldirektorin Elbjazz), Julia Neupert (SWR, Moderation), Sebastian Studnitzky (Musiker, Veranstalter), Thomas Baerens (Ministerium für Kinder, Familie, Jugend, Kultur und Sport NRW), Thomas Gläßer (Musiker, Musikkurator, Kulturmanager). Foto UdJ
Von links nach rechts: Dieter Manderscheid (HfMT Köln), Tina Heine (Festivaldirektorin Elbjazz), Julia Neupert (SWR, Moderation), Sebastian Studnitzky (Musiker, Veranstalter), Thomas Baerens (Ministerium für Kinder, Familie, Jugend, Kultur und Sport NRW), Thomas Gläßer (Musiker, Musikkurator, Kulturmanager). Foto UdJ

Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der Union Deutscher Jazzmusiker, Gebhard Ullmann, sowie Dieter Manderscheid für die Initiative Jazz Haus Köln, leitete Dr. Hermann-Christoph Müller (Leiter Musikreferat, Kulturamt der Stadt Köln) zur anschließenden Podiumsdiskussion über. Das Thema Audience Development wurde von verschiedenen Seiten durch Tina Heine (Festivaldirektorin Elbjazz), Sebastian Studnitzky (Musiker, Veranstalter), Dieter Manderscheid (HfMT Köln), Thomas Gläßer (Musiker, Musikkurator, Kulturmanager) und Thomas Baerens (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, NRW) beleuchtet; Moderation: Julia Neupert (SWR). Die Musik stammte von der kürzlich mit dem Horst und Gretl Will Stipendium ausgezeichneten Kölner Jazzsängerin Filippa Gojo.

Den ersten Konzertabend eröffnete das „Trio Kaktusfeld“ des jungen Gitarristen Bertram Burkert, der 2013 im Rahmen der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ den UDJ-Sonderpreis erhalten hatte. Anschließend folgte mit „Underkarl“ eine Formation, die seit 1993 unverändert besteht, deren Musik aber zum Frischesten gehört, was einem im deutschen Jazz derzeit begegnen kann. Die aktuelle CD „Homo Ludens“ wurde 2013 mit einem ECHO Jazz ausgezeichnet: Sebastian Gramss (Bass), Dirk-Peter Kölsch (Schlagzeug), Frank Wingold (Gitarre), Lömsch Lehmann (Saxophon) und Rudi Mahall (Bassklarinette). Die anschließende Jam-Session wurde eröffnet vom Axel Dorner Quartett: Axel Dorner (Trompete), Francois de Ribaupierre (Saxophon), Volker Heinze (Bass), Roland Höppner (Schlagzeug).

Die UDJ-Mitgliederversammlung am folgenden Tag begann mit einem öffentlichen Teil, in dem die aktuelle Entwicklung, gegenwärtige Projekte und künftige Ziele der Union Deutscher Jazzmusiker einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Anschließend fand ein Netzwerktreffen mit verschiedenen Vertretern von Landesarbeitsgemeinschaften des Jazz und ähnlichen Länderorganisationen statt, auf der Gemeinsamkeiten ausgelotet und Wege zu einer künftigen engen Zusammenarbeit besprochen wurden.

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