„Hey man“ begrüßt der Regensburger Gitarrist Helmut Kagerer den amerikanischen Kollegen Peter Bernstein im Gedränge der Tür zum Saal im Leeren Beutel. Dieser stutzt kurz, schließt den Kollegen dann freudig in die Arme. „Hey, always on tour“, gibt Bernstein zurück und strebt nach einem begeistert aufgenommenen ersten Set mit einem Wink in die Pause. Da hatte der 59-Jährige, der sechs Tage zuvor auf Europatournee Geburtstag feierte, das fast ausverkaufte Konzert mit dem Stück „Simple As That“ begonnen. Die relaxt swingende Komposition aus seinem Album „What Comes Next“ kann in ihrer zurückhaltenden Ruhe und spielerischen Eleganz als Statement verstanden werden. Sie war in der ersten Hochphase der Coronapandemie entstanden. In New York City, wo die Aufnahme im Herbst stattgefunden hatte, herrschte damals eine angespannte Nervosität und Angst, waren doch schon im Frühjahr und Sommer viele Todesfälle bekannt geworden. Werbung Wunsch nach Besonnenheit Auch das Titelstück, mit dem Bernsteins Quartett nach längerer Pause die zweite Hälfte seines Jazzclubkonzertes startet, unterstreicht in seiner Unaufgeregtheit den Wunsch nach Besonnenheit. Tempo nimmt die Band in „Harbor No Illusions“ auf, „Mach dir keine Illusionen“ auf deutsch, dem letzten Stück des Abends …
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