Himmel. Foto: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 07.09.26 bis 13.09.26

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Aktuell bekommen wir nutzbare Informationen nur vom SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung


mo – 07.09.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.

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19:30:00 +++ Ö1
Eröffnung des Jazzfestivals Saalfelden 2026: Altsaxofonistin Yvonne Moriel & Strange Motion

Sie war eine logische Kandidatin: Mit der Tiroler Saxofonistin und Flötistin Yvonne Moriel erhielt eines der spannendsten österreichischen Jazz-Talente der letzten Jahre den Kompositionsauftrag zur Eröffnung des diesjährigen Jazzfestivals Saalfelden. Moriel ist gesuchte Solistin u. a. im international erfolgreichen Septett Shake Stew von Bassist Lukas Kranzelbinder. Und auch als Bandleaderin ihres eigenen Sweetlife Quartet ist die 34-jährige, in Wattens geborene Musikerin hervorgetreten. 2024 erhielt Yvonne Moriel den Österreichischen Jazzpreis in der Kategorie „Best Newcomer“.

Zur Eröffnung des Jazzfestivals Saalfelden am 21. August d. J. auf der Hauptbühne im Congress Saalfelden hatte Moriel das Sextett Strange Motion zusammengestellt. Nur mit dem Wiener Bassisten Manu Mayr hatte sie zuvor zusammengearbeitet, mit dem in Berlin lebenden griechischen Keyboarder Antonis Anissegos, der in London beheimateten niederösterreichischen Harfenistin Miriam Adefris sowie dem französischen Schlagzeuger Toma Gouband und seinem Berliner Kollegen Max Andrzejewski stand sie erstmals auf der Bühne.

„Jeder von uns gräbt nach neuen Klängen und Ideen und spielt damit“, so Yvonne Moriel vorab im Interview mit dem Ö1 Magazin „gehört“. Und weiter: „Es ist mein Ziel, dass diese sechs Individuen in Saalfelden nicht einzeln, sondern als Einheit auf der Bühne stehen, als Ensemble, dessen Mitglieder einander durch Neugierde und Offenheit verbunden sind und gemeinsam in verschiedene Soundwelten eintauchen.“

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Songbook-Chronist – Michael Feinstein zum 70.

Von Ralf Dorschel. Reden wir vom Great American Songbook. Also der Musik von George Gershwin, Irving Berlin, Cole Porter und Harold Arlen. Weil: Michael Feinstein singt dieses Songbook. Mehr noch: Er will sicherstellen, dass diese Musik niemals in Vergessenheit gerät – sammelt Studio-Bänder, archiviert Original-Noten, sucht nach alten Orchester-Arrangements, stöbert in Tagebüchern und präsentiert die Ergebnisse dann in TV-Serien, lehrt sie an Schulen. Feinstein will so eine Tradition bewahren, die er zu den größten kulturellen Errungenschaften der US-Geschichte zählt.

23:03:00 +++ Ö1
Neue Musik in der DDR – Zeitgenössische Musik verstehen

Dietmar Hellmich erhellt zentrale und dezentrale Werke der Musikgeschichte. Diesmal stellt er Werke aus der DDR und der BRD gegenüber. Motto: “Nicht nur Kaffee-Ersatz“.

Dietmar Hellmich, Komponist und Musikwissenschaftler aus Wien, beleuchtet für „Soundart: Zeit-Ton“ im Kamingespräch mit Rainer Elstner zentrale und dezentrale Werke der Musikgeschichte. Diesmal geht es um die wenig bekannte Neue Musik aus der DDR.

Da die Bevölkerung der DDR kaum Zugang zu Luxusgütern und Delikatessen hatte, führte die Maßnahme der DDR-Führung, die billigste Kaffeesorte durch eine Mischung aus Kaffeebohnen und Surrogaten zu ersetzen, zu Unmut. Schnell musste die SED-Führung Rohkaffee organisieren. Auch der Westkaffee war ab nun im Osten käuflich zu erwerben. Diese Episode aus den Jahren 1977/78 fällt in eine Zeit, als die zuvor unterdrückte Neue Musik in der DDR an Boden gewann. Man findet die Positionen, die aus dem Westen bekannt sind, vertreten von Komponisten Ostdeutschlands, ohne dass ihre Werke epigonenhaft wirken würden.

In der Sendung werden bekanntere Beispiele wichtiger Strömungen aus dem Westen den DDR-Leistungen gegenübergestellt: Karlheinz Stockhausen trifft im Bereich der Elektronik auf Paul-Heinz Dittrich, György Ligeti mit seinen Klangflächen auf Ruth Zechlin, Dieter Schnebel mit Beethoven-”Re-Visionen” auf Reiner Bredemeyer, Rolf Riehm mit dialektischer Reaktion auf Publikumserwartungen auf Friedrich Schenker, Helmut Lachenmann mit geräuschhafter Verweigerung des instrumentalen Schönklangs auf Nicolaus Richter de Vroe. Gestaltung: Dietmar Hellmich


di – 08.09.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Junger HipHop aus Bernburg mit Jazzy Q

Von Jean-Marc Heukeme.

23:03:00 +++ Ö1
A Tribute to Hans Falb (3) – Highlights des Festivals in memoriam des Konfrontationen-Gründers

Seit 1980 hat es 45 Ausgaben der Konfrontationen gegeben. Gegründet und geleitet wurde dieses europaweit rezipierte Festival von Hans Falb, der Musikschaffende aus der ganzen Welt in sein Gasthaus, die Jazzgalerie, im kleinen burgenländischen Ort Nickelsdorf gebracht hat. Ende Dezember 2025 ist Hans Falb verstorben. So entschied der Festival-Verein, heuer ein „A Tribute to Hans Falb“ abzuhalten. Wie wichtig Falb für die Jazz- und Improvisationsmusik war, lässt sich allein schon am eindrucksvollen Line-Up erkennen: Mehr als 30 Musikerinnen und Musiker waren gekommen, ein Who’s Who der Festivalgeschichte. Ö1 „Zeit-Ton“ präsentiert in mehreren Sendungen Highlights davon.

Seit vielen Jahren berichtet Ö1 Zeit-Ton über die Konfrontationen und sendet Konzert-Aufnahmen; so auch dieses Jahr. Das Festival „A Tribute to Hans Falb“ fand in Anlehnung an die Konfrontationen Ende Juli statt. Das Programm bot an drei Tagen eine ausgewogene Mischung aus Neuem und Bekanntem und war eine Reminiszenz-Veranstaltung, die in die bewegte Geschichte hören ließ und gleichzeitig den Blick ins Heute richtete.

Als Rahmenprogramm wurden zwei Filmdokumentationen und eine Ausstellung des langjährigen Konfrontationen-Fotografen Karl Wendelin gezeigt. Zusätzlich zu den Spielstätten Jazzgalerie und Evangelische Kirche gab es ein Konzert im Gasthof Risa, der ehemaligen Heurigen-Schenke. Gestaltung: Heinrich Deisl


mi – 09.09.2026


14:05:00 +++ Ö1
Pianist Oskar Aichinger und sein neues Quartett im Studio 2 des Wiener RadioKulturhauses

Mit seinem neuen Quartett versammelt der Pianist und Komponist Oskar Aichinger vier eigenständige Stimmen der österreichischen Jazz- und Improvisationsszene um sich. Gemeinsam mit Lena Kuchling (Gesang), Lisa Hofmaninger (Bassklarinette und Sopransaxofon) sowie Helene Glüxam (Kontrabass) entwickelt Aichinger eine Musik, die Komposition und freie Gestaltung eng miteinander verbindet.

Im Zentrum stehen Aichingers Stücke, geprägt von melodischer Offenheit und anspruchsvoller Formensprache. Lena Kuchlings Stimme bewegt sich zwischen Textausdeutung, Lust an der Melodie und instrumentaler Abstraktion. Lisa Hofmaninger erweitert das Ensemble um die dunklen, flexiblen Klangfarben der Bassklarinette und die Beweglichkeit des Sopransaxofons, während Helene Glüxam dem Quartett mit ihrem wendigen Kontrabassspiel ein variables Fundament gibt.

So entsteht eine kammermusikalische Klangsprache, die gleichermaßen von Struktur und Spontaneität lebt. Oskar Aichingers Band steht für zeitgenössischen Jazz, der sich nicht über stilistische Etiketten definiert, sondern über Aufmerksamkeit, Dialog und die Lust am künstlerischen Risiko.

Im ersten Teil dieser Ö1 Radiosession spricht Oskar Aichinger anhand eigens ausgewählter und mitgebrachter Musik über seine musikalischen Einflüsse und Inspirationen.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Das Magazin

Von Ralf Dombrowski. Das wöchentliches Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: In den Sommerwochen gibt es hier bei uns vor allem aktuelle Musik – außergewöhnliche und wichtige Neu-Veröffentlichungen aller Spielarten des Jazz. Von internationalen Stars und weniger bekannten regionalen Acts, von Funk bis Free, von traditionell bis experimentell – Nicht verpassen.


do – 10.09.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Velvet Revolution feat. Jelena Kuljić in concert

Von Beate Sampson. 2015 gründete der Saxofonist Daniel Erdmann mit dem französischen Geiger Théo Ceccaldi und dem englischen Vibrafonisten Jim Hart das Trio Velvet Revolution. Seit 2025 verbindet es seinen einzigartigen Sound und musikalischen Erzählstil mit der subversiv schönen Stimme von Jelena Kuljiæ. Mit Interpretationen von Songs der New Yorker Kultband „Velvet Underground“ aus den 60er Jahren und eigenen Stücken mit herrlich hintersinnigen Texten der, aus Serbien stammenden Sängerin und Schauspielerin schlug diese Konstellation das Publikum beim BR Clubkonzert im Bergson Kunstkraftwerk in ihren Bann.

Himmel. Foto: Hufner
Himmel. Foto: Hufner

fr – 11.09.2026


14:05:00 +++ Ö1
Die britische Ausnahmevokalistin Norma Winstone und ihr Trio 2009 beim Salzburger Jazzherbst

Norma Winstone ist eine Ikone: Ihre stimmliche Vielseitigkeit und stille Kraft, ihre harmonische Raffinesse und Sensibilität sowohl für Liedtexte als auch für wortlose Erzählungen zeugen davon. Bis heute setzt sie Maßstäbe mit ihrer lyrischen Gesangskunst.

Die am 23. September 1941 in London geborene Jazzsängerin, Texterin und Member of the British Empire (MBE) entwickelte bereits in den späten 1960er Jahren eine eigenständige Methode der Vokalimprovisation („wordless vocals“), die ihre Stimme zum gleichberechtigten Instrument macht. 1977 gründete Norma Winstone mit Pianist John Taylor und Trompeter Kenny Wheeler das legendäre Avantgarde-Jazz-Trio Azimuth und erlangte mit den beim Münchner Label ECM Records vorgelegten Alben internationalen Ruhm. Azimuth gilt als Inbegriff des „europäischen Kammerjazz“, und Winstones Stimme fungiert als gleichberechtigte Farbe im Ensembleklang.

Norma Winstone schrieb weiters Texte zu Kompositionen von Ralph Towner, Egberto Gismonti, Steve Swallow und Jimmy Rowles und veröffentlichte mehrere Solo-Alben, u. a. das als Klassiker geltende „Somewhere Called Home“ (1987) und das in der Kategorie „Best Jazz Vocal Album“ für einen Grammy nominierte und von der Académie du Jazz in Paris ausgezeichnete Album „Distances“ (2008), aufgenommen im Trio mit dem italienischen Pianisten Glauco Venier und dem deutschen Sopransaxofonisten und Bassklarinettisten Klaus Gesing.

Am 31. Oktober 2009 begeisterte das Norma Winstone Trio mit dem Programm von „Distances“ das Publikum im Rahmen des 14. Salzburger Jazzherbsts in der Stiegl-Brauwelt. Winstones Texte zu Eigenkompositionen – auch von Venier und Gesing – sowie verführerische Versionen von Cole-Porter-und Harry-Nilsson-Songs zeugen von großer poetischer Feinfühligkeit. Das Ergebnis ist ein einzigartiger und unverwechselbarer Trio-Klang.

Am 23. September 2026 feiert die ungebrochen aktive Norma Winstone ihren 85. Geburtstag.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.

22:01:00 +++ Ö1
Erinnerungen an die Sänger-Ikone von Queen: Freddie Mercury

Als Farrokh Bulsara kennen ihn nur eingefleischte Fans. Als Freddie Mercury hat der Sänger der Band Queen Weltkarriere gemacht. Der 1991 verstorbene Sohn einer nach Großbritannien eingewanderten, indischstämmigen Parsen-Familie hatte in London zunächst als Kunststudent ein Diplom in Grafikdesign erworben, bevor er über Umwege seine Mitstreiter – Gitarrist Brian May, Bassist John Deacon und Schlagzeuger Roger Taylor – kennenlernte. Einige Zeit nach der Gründung der Band Queen legte er sich seinen Künstlernamen zu. Spätestens ab 1975, mit dem Überhit „Bohemian Rhapsody“, galt das Quartett als globales Phänomen, das trotz seiner musikalischen Vielschichtigkeit und der Komplexität mancher Songs erstaunlich massenkompatibel war und ist.

Dank eines 2018 veröffentlichten Biopics über Freddie Mercury und diversen posthumen Marketingaktivitäten ist die Popularität von Queen auch bei nachfolgenden Generationen ungebrochen – nicht zuletzt dank der charakteristischen Stimme von Mercury, der als Bariton auch überzeugend in den höchsten Registern jubilieren konnte. Am 5. September 2026 wäre der Ausnahmesänger 80 Jahre alt geworden. Die Spielräume-Nachtausgabe feiert Freddie Mercurys runden Geburtstag nach.

23:03 – 24:00 Uhr +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Das Herz der Szene – 40 Jahre Loft in Köln

Von Odilo Clausnitzer. Ohne das Loft wäre die deutsche Jazzgeschichte anders verlaufen: Hier haben unzählige nationale und internationale Jazz-Größen in Wohnzimmer-Atmosphäre gespielt. Hier haben Karrieren begonnen, wie die von Nils Wogram und Frank Gratkowski. Hier hatte von Anfang an auch kompromisslos experimentelle Musik ein Domizil. Mit oft über 200 Konzerten im Jahr ist das Loft das schlagende Herz der Kölner Jazzszene. Geleitet wird es im Ein-Mann-Betrieb von Urs Benedikt Müller, dem Sohn des Gründers Hans-Martin Müller. Beide kommen in der Sendung zu Wort, dazu viel Musik aus dem Loft-Umfeld.

23:03:00 +++ Ö1
Freddie Mercury wäre 80 – Erinnerungen an die Sänger-Ikone von Queen: Freddie Mercury

Als Farrokh Bulsara kennen ihn nur eingefleischte Fans. Als Freddie Mercury hat der Sänger der Band Queen Weltkarriere gemacht. Der 1991 verstorbene Sohn einer nach Großbritannien eingewanderten, indischstämmigen Parsen-Familie hatte in London zunächst als Kunststudent ein Diplom in Grafikdesign erworben, bevor er über Umwege seine Mitstreiter – Gitarrist Brian May, Bassist John Deacon und Schlagzeuger Roger Taylor – kennenlernte. Einige Zeit nach der Gründung der Band Queen legte er sich seinen Künstlernamen zu. Spätestens ab 1975, mit dem Überhit „Bohemian Rhapsody“, galt das Quartett als globales Phänomen, das trotz seiner musikalischen Vielschichtigkeit und der Komplexität mancher Songs erstaunlich massenkompatibel war und ist.

Dank eines 2018 veröffentlichten Biopics über Freddie Mercury und diversen posthumen Marketingaktivitäten ist die Popularität von Queen auch bei nachfolgenden Generationen ungebrochen – nicht zuletzt dank der charakteristischen Stimme von Mercury, der als Bariton auch überzeugend in den höchsten Registern jubilieren konnte. Am 5. September 2026 wäre der Ausnahmesänger 80 Jahre alt geworden. Die Spielräume-Nachtausgabe feiert Freddie Mercurys runden Geburtstag nach. Gestaltung: Klaus Wienerroither


sa – 12.09.2026


00:05:00 +++ Ö1
Erinnerungen an die Sänger-Ikone von Queen: Freddie Mercury

Als Farrokh Bulsara kennen ihn nur eingefleischte Fans. Als Freddie Mercury hat der Sänger der Band Queen Weltkarriere gemacht. Der 1991 verstorbene Sohn einer nach Großbritannien eingewanderten, indischstämmigen Parsen-Familie hatte in London zunächst als Kunststudent ein Diplom in Grafikdesign erworben, bevor er über Umwege seine Mitstreiter – Gitarrist Brian May, Bassist John Deacon und Schlagzeuger Roger Taylor – kennenlernte. Einige Zeit nach der Gründung der Band Queen legte er sich seinen Künstlernamen zu. Spätestens ab 1975, mit dem Überhit „Bohemian Rhapsody“, galt das Quartett als globales Phänomen, das trotz seiner musikalischen Vielschichtigkeit und der Komplexität mancher Songs erstaunlich massenkompatibel war und ist.

Dank eines 2018 veröffentlichten Biopics über Freddie Mercury und diversen posthumen Marketingaktivitäten ist die Popularität von Queen auch bei nachfolgenden Generationen ungebrochen – nicht zuletzt dank der charakteristischen Stimme von Mercury, der als Bariton auch überzeugend in den höchsten Registern jubilieren konnte. Am 5. September 2026 wäre der Ausnahmesänger 80 Jahre alt geworden. Die Spielräume-Nachtausgabe feiert Freddie Mercurys runden Geburtstag nach.

14:05 bis 15:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
KlassikPlus: Belcanto als Blockbuster? 20 Jahre „The Met: Live in HD“

Heute Abend in die Metropolitan Opera? Klar doch – und zwar ohne große Ausgaben, Hotelsuche und Flugstrapazen. Schon seit 20 Jahren überträgt New Yorks legendäres Opernhaus ausgewählte Vorstellungen in Kinos weltweit via Satellit: Die Reihe „The Met: Live in HD“ hat seit ihrem Start im Jahr 2006 mehr als 30 Millionen Tickets verkauft, die Live-Übertragungen werden in rund 2.200 Kinos in mehr als 70 Ländern auf sechs Kontinenten ausgestrahlt. In New York als „Matinee“ um 13 Uhr gespielt, beginnt die Kino-Vorstellung gemäß der Zeitverschiebung hierzulande um 19 Uhr – und zwar „live“ in jeder Hinsicht. Das Kinopublikum ist durch 10 bis 12 hochauflösende Kameras weit näher am Geschehen als es in der riesigen „Met“ möglich wäre; die Pausen sind durch Kollegeninterviews mit den Bühnenstars und spannende Blicke hinter die Kulissen so ansprechend gestaltet, dass kaum jemand freiwillig den Saal verlässt. Und wer schon einmal eine fünfstündige Wagner-Oper im Bayreuther Opernhaus durchgestanden hat, weiß die mittlerweile in vielen teilnehmenden Kinos installierten Komfortsitze mit verstellbarer Rückenlehne durchaus zu schätzen. Ganz zu schweigen vom Glas kühlen Weißwein, das man sich an den Platz ordern kann. Zum Jubiläum des erfolgreichen Formats unterhält sich BR Klassik mit Besucherinnen und Kinobetreibern genauso wie mit Tenor Piotr Beczała und General Manager Peter Gelb. Eine Sendung von Alexandra Maria Dielitz

18:20 – 19:00 Uhr +++ SWR KULTUR
Jazz: Nüchtern und brillant – Der Trompeter Ralph Alessi

Von Hans-Jürgen Schaal. Dass er die Trompete „klassisch“ studiert hat, hört man seinem eleganten, präzisen Spiel an. Der amerikanische Trompetenkünstler Ralph Alessi war viele Jahre lang der Mann für die schwierigen, die fast unspielbaren Aufgaben im Jazz – etwa bei Steve Colema n oder Uri Caine. Sein Trompetenspiel besticht durch einen meist kühlen Ton, eine schlanke Luftigkeit, eine abstrakte Erfindungskraft. Auf mehr als 50 Alben als Sideman und auf über einem Dutzend eigener Veröffentlichungen hat Alessi höchste Herausforderungen gemeistert – und dabei seine eigene Trompeten-Ästhetik geschaffen.

23:30:00 +++ Ö1
„Simply The Best“: Sänger Louie Austen spricht über seine Geburtstags-LP

Zu Gast im Ö1 Jazznacht-Studio ist Louie Austen. Der 1946 in Wien als Alois Luef geborene Sänger feiert am 19. September seinen 80. Geburtstag. Austen hat mit seiner Crooner-Stimme zahlreiche Alben veredelt, hat unter seinem Namen auch viele hervorragende Tonträger selbst herausgebracht und ist aus der österreichischen Jazz-, Soul- und Entertainment-Szene nicht wegzudenken.

Seine lange Karriere führte Louie Austen über Südafrika nach New York und Las Vegas und schließlich 1980 wieder zurück nach Österreich. Im Gespräch mit Christian Bakonyi wird er über seine musikalische Laufbahn erzählen und auch sein neues Album „Simply The Best“ mitbringen, das er an seinem 80. Geburtstag im Vindobona in Wien live präsentieren wird.


so – 13.09.2026


00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); „Simply The Best“: Sänger Louie Austen spricht über seine Geburtstags-LP

01:03:00 +++ Ö1
Klassiker und Fundstücke aus 100 Jahren Jazzgeschichte (Wiederholung)

17:10:00 +++ Ö1
Aktuelles vom Duo Meatshell, vom Srdjan Ivanovic Quartett und dem Geiger Bjarke Falgren

Das Duo Meatshell erforscht auf seinem mittlerweile dritten Album „The Elevator Child“ das Klangspektrum von Saxofon, Bass und Stimme und bedient sich dabei der Facetten von Jazz, Pop und Klangimprovisation. Ihre musikalischen Ideen entwickeln Andrew Saragossi (Saxofon, Electronics, Komposition) und Helen Svoboda (Gesang, Electronics, Kontrabass, Bassgitarre) mitunter aus kleinen Klangbausteinen, wobei das Saxofon durchaus auch als Perkussionsinstrument in Erscheinung tritt.

Meatshell erstaunt mit Musik, die angenehm frisch und unvorhersehbar ist und erweist sich auf „The Elevator Child“ klanglich zudem als extrem wandelbar und spielfreudig: Das klingt mal nach improvisierter Soundcollage, mal nach einem großen Ensemble, mal nach Singer-Songwriter-Duo, mal nach Pop mit hohem Elektronikanteil.

Auch Srdjan Ivanovic wandelt in Quartettbesetzung virtuos an den Grenzen von Modern Jazz, World Music und Elektronik. Seine Fluchterfahrung im Balkankrieg ist es, die – gepaart mit seiner Offenheit und seinen Studien in Amsterdam, Utrecht und New York – das klanggewaltige Statement des Schlagzeugers auf seinem Album „Cosmogonie“ entstehen ließen. Trotz der komplexen Strukturen von Ivanovics Kompositionen, sowohl rhythmisch als auch melodisch, ist seine Musik zugänglich. Wohl auch deshalb, weil Ivanovic sehr sensibel mit Rhythmus und Melodie agiert und seine Mitmusiker Andreas Polyzogopoulos (Trompete), Federico Casagrande (Gitarre) und Mihail Ivanov (Kontrabass) gekonnt in Szene setzt.

Auch Violinist Bjarke Falgren, viermaliger Danish Music Award Winner und Preisträger des Ellen & Svend Asmussen Prize, lotet Grenzen aus: zwischen Pop, Jazz und Folk, zwischen lyrischen Passagen und rhythmischer Bewegung, zwischen stillem Reflektieren und vorwärtstreibenden, expressiven Phasen.

Gemeinsam mit Pianist Heine Hansen, Kontrabassist Morgen Lundsby, Perkussionist Eliel Lazo, Schlagzeuger Anders Holm Jensen und Gitarrist Jakob Riis Holm, lässt Bjarke Falgren diese Grenzen auf dem 2026 erschienenen Album „Turkis“ verschwimmen. Denn die Farbe Türkis repräsentiert für ihn den Horizont, einen Ort, an dem sich Grenzen auflösen und jede Bewegung flüssig und leicht scheint.

19:46 – 20:00 Uhr +++ SWR KULTUR
Big Time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!

Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Walter Weidringer

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