+++ News: +++ Kurt Maas Jazz Award 2019 an der Münchener Hochschule für Musik und Theater +++ Aufftakt in München: Jacob Collier auf Tour +++

Ein Jazz-Wettbewerb an der HMTM und Patti Austin als Ehrengast In Erinnerung an den Jazz-Musiker und Pädagogen Kurt Maas wird am Mittwoch, den 6. Februar 2019 (Finale) zum vierten Mal der Wettbewerb um den »Kurt Maas Jazz Award« an der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) ausgetragen. In der Endrunde des Wettbewerbs präsentieren sich fünf Studierende des Jazz Instituts beim öffentlichen Finale im Kleinen Konzertsaal im Gasteig. Der erste Preis ist die Teilnahme an einem Sommerkurs am renommierten Berklee College of Music, einem Kooperationspartner des Jazz Instituts. Die im Wettbewerb ermittelten Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen des Preisträgerkonzerts am Freitag, den 8. Februar 2019 im Carl-Orff-Saal im Gasteig öffentlich auftreten und mit Urkunden ausgezeichnet. Die international gefeierte Jazzsängerin Patti Austin wird als Ehrengast mit dem U.M.P.A. Jazz Orchestra unter der Leitung von Prof. Claus Reichstaller auftreten und den ersten Preis überreichen. Der „Kurt Maas Jazz Award“ wurde 2012 vom Jazz Institut der Hochschule für Musik und Theater München auf Initiative von Camilo Dornier ins Leben gerufen. Der Wettbewerb dient gleichermaßen der Förderung der Jazz-Studierenden der HMTM wie dem Gedenken an den 2011 verstorbenen …

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Big Harry Festival im Muffatwerk

Club not Club or Jazz not Jazz – das ist und war hier nie die Frage! Am Samstag, den 10. März 2018 wird im Münchner Muffatwerk pure musikalische Ekstase regieren, da passt eigentlich auf den ersten Blick nix zusammen, aber es wird garantiert funktionieren: Vibes, Grooves, Stimmung und vor allem die Community. Zehn Acts auf zwei Bühnen, von 20.00 bis 8.00 Uhr morgens, da sind zwölf Stunden Kondition gefordert, werden Wände wackeln und das Dach abgedeckt, wenn das Harry Klein zum „Big Harry Festival“ lädt. Mit von der Partie sind: BrandBrauerFrick mit ihren organischen Sound, die Hamburger Techno Marchingband Meute, Carsten „Erobique“ Meyer mit wie immer unvorhersehbarer Performance (lassen wir uns einfach überraschen), Elektro Guzzi aus Österreich werden mit Gitarre, Bass und Schlagzeug akustischen Technojazz zelebrieren, während LBT, das Leo Betzl Trio, mit PianoTechnoTrio aufwarten wird, dann gibt’s headbanging mit der Münchner Jazzrausch BigBand, beim Verworner-Krause-Kammerorchester, kurz VKKO ebenfalls aus München, gibt es dann auch noch mal gehörig streicher- und technomäßig was auf die Ohren. Flankiert wird der ganze Wahnsinn noch mit dem Berliner Trio Komfortrauschen sowie den DJ‘s COEO & Veli x Viwo.   …

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Tord Gustavsen präsentiert Trio CD „What was said“ live in concert

Der norwegische Pianist Tord Gustavsen erweitert sein musikalisches Oeuvre mit einem hoch interessanten neuen Projekt. Nach klassischen Trio-, Ensemble- und Quartett Aufnahmen überrascht der ECM Künstler auf seiner neuen CD „What was said“ mit zum Teil für ihn neuen und ungewohnten Klängen. Bei dem aktuellen Trio-Projekt wird er von seinem langjährigen Weggefährten Jarle Vespestad am Schlagzeug unterstützt. Gustavsen und Vespestad kombinieren hier Klavier, fein gesponnene Rhythmen und zurückhaltende Elektroniksounds mit der eindrucksvollen Stimme einer deutsch-afghanischen Sängerin, Simin Tander. Dabei wurden uunter anderem in Zusammenarbeit mit einem afghanischen Lyriker, norwegische Volkslieder ins Paschtu übertragen. Gustavsen schlägt damit praktisch eine Brücke zwischen Christentum und Sufismus. So werden hier norwegische Hymnen, die für Gustavsen einen großen Einfluss außerhalb des Jazzkontextes darstellen, mit traditionellen „Klängen“ des Paschtu verbunden. Das traumwandlerische Zusammenspiel von Vespestad, Gustavsen und der einzigartigen Stimme Tanders erzeugen eine energiegeladene, teilweise zerbrechliche, fast geheimnisvolle Stimmung. Weiter interpretiert das Trio auf dem Album Texte der Beat Poetry Legende Kenneth Rexroth und Verse des persischen Mystikers Jalaluddin Rumi. Eine Aufnahme, die einem bei jedem neuen Hören weitere Horizonte erschließt und von Anfang bis Ende fesselt! Auftakt ihrer 12 Stationen …

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Dieser Applaus ist Geld wert

Am gestrigen Abend zeichnete Kulturstaatsministerin Monika Grütters zum dritten Mal herausragende Livemusikprogramme mit dem sogenannten Spielstättenprogrammpreis der Initiative Musik aus. Dieser firmiert erstmals unter dem neuen Namen APPLAUS – ein Kürzel für ‚Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten‘. Mit der Verleihung des bundesweiten Preises sind Förderungen in Höhe von 905.000 Euro verbunden. Die Veranstaltung fand dieses Jahr in Kooperation mit dem Kulturreferat München sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in der Münchener Muffathalle statt. „What’s a Muffat“ – diese Frage stellte sich der eine oder andere auswärtige Künstler beim Rundgang und Empfang durch das Muffatwerk, einem ehemaligen Wasserwerk am Isarufer. Georg Muffat – diese kleine Abschweifung muss sein – war ein Komponist und Organist des Barock und wirkte unter anderem im nahegelegenen Passau am Hof des Bischofs Johann Philipp von Lamberg als Kapellmeister und Hofmeister der Edelknaben als Kapellmeister. Damals war man noch am Hofe angestellt, heute ist man unabhängig und schlank im Budget. Zahlreiche Spielstätten, das wurde bei den Laudationes der Moderatorin Nina Sonneberg immer wieder deutlich, sind ohne Ehrenamt und Selbstausbeutung nicht denkbar. Der APPLAUS 2015 zeichnete 64 herausragende …

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Jazz-Soul-Katharsis: Gregory Porter lässt in der Muffathalle den Spirit fließen

Von Claus Lochbihler, Fotos von Ralf Dombrowski –  Soulful und jazzig, das wären gern viele Sänger. Schon deshalb, weil man dann nicht nur das überschaubare Jazzpublikum, sondern auch die vielen Soulfans, vielleicht sogar den einen oder anderen Hip-Hop-sozialisierten Jungen erreicht. Und so nicht nur kleine Clubs oder philharmonisch-steife Konzertsäle wie den Gasteig füllt, sondern auch lässigere Orte wie die Muffathalle. Und das im wortwörtlichen Sinne: Die Halle war beim Konzert vorgestern Abend so ausverkauft und voll, dass sich Gregory Porter nach zwei Nummern bei seinen Fans für die „fast schon illegal“ volle Venue bedankte. Soulful und zugleich jazzig wären gerne viele. Gregory Porter ist es. In Balladen wie „Wolfcry“ oder „Hey Laura“ klingt er so sahnig und klar wie Nat King Cole, den er als kleiner Junge einst als seinen Ersatzvater adoptierte, weil sich der leibliche Vater davon gestohlen hatte. Dabei kommt Porter nie kitschig rüber – selbst wenn er von Vögeln mit gebrochenen Flügeln singt, wie in „No Love Dying“, seinem Plädoyer dafür, den Glauben an die verändernde Kraft von (Nächsten-) Liebe, Fürsorge und Engagement niemals aufzugeben. Gregory Porter singt solche Songs mit einem …

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