Heuken – Koch – Grossmann mit starkem Vibe für Post-Tiktoker

Drummer Johannes Koch legt mit Trio Future Backup ein chillig-verträumtes Debütalbum vor Kommt mit dem Vorstoß der Sozis zu Social-Media-Beschränkungen jetzt die Post-Tiktok-Generation? Den Soundtrack dafür gibt es schon. Die Band Future Backup praktiziert damit ein gelassenes Anschwimmen gegen den Zeitgeist. Auf ihrem Album „Golden“, das eben beim österreichischen Indielabel Boomslang Records erschienen ist, schalten die drei Musiker in einer Welt des höher-schneller-weiter zwei oder gar drei Gänge runter. Werbung Sie dehnen den Moment und bleiben, bildlich gesprochen, im musikalisch-yogischem Om, in dem sich Töne, Rhythmen und Sounds ausgesprochen chillig und dennoch höchst präzise entfalten können. Der gebürtige Regensburger Johannes Koch, der erst vor zwei Jahren mit seinem Quartett „Life is Great“ ein gefeiertes Debüt erlebte, spielt schon lange mit Vibraphonist Volker Heuken und Lukas Grossmann an der Orgel (auch Synthie) im Trio. Nach x Konzerten und Festivalauftritten vom Jazzfest Berlin bis zu den wichtigen Szenefestivals Hurricane & Southside folgt endlich ihr Debüt mit dem konzeptlosen Album. Konzeptlos, weil weniger eine ausgereifte Idee, als vielmehr ein Gefühl Auslöser für die elf Titel war. Die Skizzen dazu hat Heuken, der in Nürnberg bei Roland Neffe Jazz-Mallets …

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Life Is Great: Ein Quartett bastelt facettenreich am Weltruhm

Der Schlagzeuger und Komponist Johannes Koch geht Anfang 2025 mit seiner neuen Band „Life is Great“ auf Tour: Jazzzeitungs-Autor Michael Scheiner hat ihn getroffen und  stellt die Musiker und ihr Combo-Konzept vor, das sich zwischen naiver Einfachheit und komplexer Rhythmik, zwischen Rockmusik und Allem bewegt.   „Da spielt ein Saxofonist mit – das ist Jazz“, hört man gelegentlich als Einschätzung von eher unbedarften Musikkonsument*innen. Wenn es so einfach wäre. Schlagzeuger Johannes Koch beharrt darauf, dass „Option A“, das Debütalbum seiner neuen Band Life Is Great Rockmusik beinhaltet. Falsch liegt er damit keineswegs, aber auch nicht richtig. Nimmt man Witterung auf und folgt der musikalischen Spur von „Oxford“ über „No Stuart“ bis zum rhythmisch vertrackten, krummkurvigen „Feel“ hat man nach kurzer Zeit bereits verschiedene stilistische Fäden im Ohr. Die zerfasern alle nach und nach und verzwirln sich zu unerwarteten spannenden Kombinationen. Werbung Ganz in der Ferne blinken der Jazzrock und Electric Jazz der 1980er Jahre von Bands wie OM und Electric Circus auf. Jüngeren mögen diese Referenzpunkte und Bands kaum noch etwas oder garnichts mehr sagen, ihnen geben Vampire Weekend oder der kanadische Gitarrist Mac DeMarco …

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