Jugend jazzt 2019 zurück in Dortmund

2019 kehrt das bundesweite Jazz-Förderprojekt des Deutschen Musikrates in die Revierstadt zurück: Vom 30. Mai bis 1. Juni wird die Bundesbegegnung Jugend jazzt in Dortmund ausgetragen. Drei Tage lang finden im Fritz-Henßler-Haus und im domicil spannende Wertungsrunden und ein attraktives Rahmenprogramm statt. 13 Bands aus 13 Bundesländern haben sich für den Wettbewerb qualifiziert. Seit 1997 treffen sich alle zwei Jahre die besten Nachwuchs-Combos Deutschlands zur Bundesbegegnung Jugend jazzt. Talentierte junge Jazzmusiker, vom Duo bis zum Tentett, erhalten hier die Chance, ihr Können vor einer Fachjury und einem größeren Publikum zu präsentieren. Zugelassen sind jeweils die ersten Preisträger der vorausgehenden Landesbegegnungen. Alle Bürgerinnen und Bürger Dortmunds und Umgebung sind eingeladen, die herausragenden Talente als Publikum zu begleiten. Der Eintritt zu den Wertungsspielen ist öffentlich und frei. Bereits 2011 war Dortmund Ausrichter einer erfolgreichen Bundesbegegnungen Jugend jazzt. „Aufgrund der sehr positiven Resonanz aller Beteiligten auf die Bundesbegegnung in Dortmund 2011 hat der Deutsche Musikrat entschieden, Dortmund 2019 erneut auszuwählen. Bundesweit wird Dortmund, das sich als „westfälisches Gegenstück“ zu Köln mittlerweile einen exzellenten Ruf in puncto Jugendjazzförderung erworben hat, nun erneut im Fokus der Jazzszene stehen“, so Thomas …

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Fusion konsequent ins Heute weitergedacht: Mark Guilianas „Beat Music“ im Dortmunder domicil

Der New Yorker Mark Guiliana gehört zurzeit zu den gefragtesten Schlagzeugern: Er trommelt bei Avishai Cohen und bildet ein Duo mit Brad Mehldau. Vor allem: Sein Schlagzeugpart ist auf David Bowies – verblüffend jazzaffinen – letzten Album „Blackstar“ verewigt. Mark Guilianas Konzert im Dortmunder domicil bereicherte die Konzertreihe anlässlich des 50jährigen Bestehens des Dortmunder Jazzclubs – und wurde dem hohen Anspruch bestens gerecht! Wenn Guiliana mit einer eigenen Band auf Solopfaden wandelt, braucht dieser vielseitige Weltklasse-Rhythmiker keine eitle Selbstdarstellung. Umso mehr ist beim aktuellen „Beat Music“-Projekt das stringente greifbare Thema das Herzensanliegen: Um „Fusion“ geht es, diese zeitlose Verschmelzung von Jazz mit Rock und elektronischer Musik. Und wie eine solche Praxis wie ein aufnahmefähiger Schwamm alle Sounds und Trends vorzugsweise aus einem elektronischen Universum aufzusaugen in der Lage ist… Im Dortmunder domicil gibt Guilianas komprimiertes, von jeder virtuoser Eitelkeit befreites Schlagzeugspiel einer solchen Klangwelt den mächtigen, facettenreich ausdifferenzierten Puls. Also darf im Kollektiv in entrückte Galaxien abgehoben werden, was vor allem die beiden Keyboarder sicherstellen. Sam Crowe und Nicholas Semrad degradieren nicht etwa ihre Synthesizer zum „Werkzeug“ oder Füllmittel, sondern spielen diese Geräte als das, …

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ECM JazzNights mit dem Vijay Iyer Sextett & Nik Bärtsch’s Ronin

Seit fast dreißig Jahren gibt es nun die bundesweite Konzertreihe JazzNights, präsentiert von der Konzertdirektion Karsten Jahnke. In dem Rahmen werden diesen Herbst zwei außerordentliche Künstler auftreten: die beiden ECM Pianisten Vijay Iyer, gemeinsam mit seinem Sextett, sowie Nik Bärtsch mit der „Zen-Funk“ Formation Ronin. New York meets Zürich! Gegensätze ziehen sich an, zumal beide Pianisten für einen eigenen urbanen Sound stehen. Nik Bärtsch mit einem repetativen, teils perkussiv präzisen Minimalismus, der damit unglaublich intensive Tonräume kreiert. Vijay Iyer mit einer nicht minder rhythmischen Kraft, die er mit seinem Sextett erzeugt, der melodische Themen mit explosiven Improvisationen verbindet und sich dabei ganz nebenbei des kompletten Jazz-Spektrums bedient. Beide Pianisten gelten aktuell zu Recht als Wegweiser für neue Wege im Jazz. Einen Höreindruck kann sich jeder auf YouTube verschaffen. Damit verspricht diese erste ECM JazzNight ein ganz besonderer Abend zu werden, ungeheuer spannend, abwechslungsreich und wegweisend! Die Termine im Rahmen der JazzNights: 06.11.2018, Dortmund (Konzerthaus) 07.11.2018, Hamburg (Großer Saal der Elbphilharmonie) 08.11.2018, Mannheim (Alte Feuerwache) 10.11.2018, München (Prinzregententheater) 11.11.2018, Frankfurt (Alte Oper) 12.11.2018, Berlin (Admiralspalast) Konzertbeginn jeweils um 20:00 Uhr. Ticketservice: 040 413 22 60 // …

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Jugend Jazzt Wertungsspiele in Potsdam. Foto: Hufner - Tierisch (Hamburg)

Preisträgerkonzert des Wettbewerbs „Jugend jazzt“ im domicil in Dortmund

Am 16. Februar 2018 um 19.30 Uhr zeichnen Staatssekretär Klaus Kaiser (Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW) und Bürgermeister Manfred Sauer (Stadt Dortmund) im Jazzclub „domicil“ die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend jazzt“ aus. Beide überreichen die Urkunden im Rahmen eines Konzerts in der traditionsreichen Jazzspielstätte. Für den ersten Konzertteil treten die Solisten des Wettbewerbs miteinander und mit Musikern aus der Rhythmusgruppe des Jugendjazzorchesters NRW zu Bands zusammen, die nicht nur ihre Virtuosität, sondern auch ihre spontane Freude am Zusammenspiel unter Beweis stellen. Den zweiten Teil des Konzerts gestaltet das Jugendjazzorchester NRW mit Höhepunkten aus seinem aktuellen Programm. Ausgezeichnet werden als bestes Jazzorchester des Wettbewerbs die Nachwuchs-Big Band der Kunst- und Musikschule Brühl unter Leitung von Elmar Frey und Jan Schreiner. Für die besten solistischen Leistungen in einer Big Band werden Björn Beier (Posaune und Komposition, „JazZination“, Gesamtschule Iserlohn) und Marc Hewitt (Sousaphon, „Footprints SL“, Musikschule Lüdenscheid) geehrt. Den Förderpreis der „Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung“ erhält die Big Band-Klasse der 6. Jahrgangsstufe der Gesamtschule Iserlohn unter Leitung von Hermann Dörnen, die jüngste Band des Wettbewerbs. Einen Sonderpreis erhält der Posaunensatz der Big …

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Präzision und Himmelsstürme: John-Dennis Renkens Band „Tribe“ im Dortmunder „domicil“

Ausgiebig Gelegenheit, sich seine Lieblingsmusiker auszusuchen, hatte der Essener Trompeter John-Dennis Renken während seiner Zeit als Improvisor in Residence in Moers, die im Januar zu Ende ging. Also erweiterte er „seine“ langjährig bestehendes „Zodiak Trio“ um die Saxophonistin Angelika Niescier (übrigens die aktuelle Preisträgerin des Albert-Mangelsdorff-Preises) und die australische Ausnahmeposaunistin Shannon Barnett – das funktionierte so gut, dass seitdem unter dem Namen „Tribe“ eine neue feste Band ins Leben gerufen worden ist! – Text und Fotos von Stefan Pieper Die druckvoll-progressive, gerne auch breakbeatlastige Jazzrock-Mischung des Zodiak-Trios erfährt hier eine plausible Erweiterung in Richtung komplexer, manchmal fast bigbandartiger Bläsersätze. Und es weitet sich immens die Spielwiese für solistische Höhenflüge! Diese Jazzmusiker von heute, die sich schon lange kennen und alle auf vielfältige Weise international vernetzt sind, vereinen Tugenden, die die Gegenwart braucht: Dezidierte kompositorische Ideen liefern die Plattform für ausschweifenden Freigeist. Und bei allem ist höchste Intuition im Spiel. Es geht einiges an diesem Abend im Dortmunder Jazzclub domicil: Herrlich feingliedrig „zerlegt“ Bernd Oeszevim auf dem Schlagzeug filigranste rhytmische Mikrostrukturen und baut trotzdem mächtig Druck dabei auf. Der bewusste Verzicht auf einen Bass in dieser …

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