Beruf: Jazzmusiker (4) – Der schönste Beruf der Welt

In der ersten Folge meines Blogs schrieb ich, dass Jazzmusiker für mich der schönste Beruf der Welt sei. Warum, das möchte ich nun erläutern. Lebenslang Neues entdecken können Nachdem ich mit 16 den Jazz für mich entdeckt hatte, war mir recht schnell klar, dass ich mich mein ganzes Leben mit (Jazz-)Musik beschäftigen können würde, ohne jemals „ausgelernt“ zu haben. Diese Vorstellung war zunächst durchaus beängstigend; glücklicherweise habe ich während meines Studiums aber eine positive Einstellung dazu gefunden – und freue mich seitdem sehr über den Ausblick, zeitlebens faszinierende Musik neu kennenzulernen oder neue Facetten an vermeintlich Altbekanntem zu entdecken. Selbstbestimmt handeln Ich genieße die Freiheit, selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können. Es wäre mir schwer gefallen, meine Lebenszeit und Arbeitskraft für fremde Zwecke aufzuwenden, hinter denen ich schlimmstenfalls gar nicht hätte stehen wollen. Gleichzeitig trage ich das volle Risiko für meine Entscheidungen und bin daher gezwungen, mich gegenüber allen beteiligten Personen (einschließlich mir selbst) verantwortungsbewusst zu verhalten. Reisen ins Innere… Bei meiner intensiven Beschäftigung mit der Musik – in künstlerischer wie in geschäftlicher Hinsicht – stoße ich unweigerlich immer wieder an Grenzen, auf Sachen, die mir …

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Auf der Suche nach neuen Talenten – Probespiele des Bundesjazzorchesters vom 6. bis 9. Januar in Bonn

Das Bundesjazzorchester, das offizielle Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland, sucht Nachwuchs. Vom 6. bis 9. Januar finden in Bonn Probespiele des Orchesters statt. Als Veranstaltungsort konnte das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn gewonnen werden, wo im Jahr 1988 das Bundesjazzorchester seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte. Sämtliche Bigband-Instrumente – Trompeten, Posaunen, Saxophone und Rhythmusgruppe – werden 2014 neu besetzt. Denn im Bundesjazzorchester gibt es alle zwei Jahre eine automatische Verjüngung: Jedes Mitglied wird maximal zwei Jahre in die Förderung des BuJazzOs aufgenommen. Dann rücken neue Talente nach. Neben der Bigband-Neubesetzung sucht auch das BuJazzO-Vokalensemble Nachwuchs. Bis zum Bewerbungsschluss am 15. November sind mehr als 170 Bewerbungen im Projektbüro eingegangen – so viele Interessenten wie nie zuvor. Nach Überprüfung der Teilnahmekriterien und einer Vorauswahl der Jury haben nun 142 Musiker – 123 männliche und 19 weibliche – eine Einladung zum viertägigen Probespiel erhalten. Der jüngste Teilnehmer stammt aus Bonn. Er ist 15 Jahre jung und muss sich gegen 15 Mitbewerber in der Instrumentenkategorie „Schlagzeug“ durchsetzen. Die Bewerber, die zu großen Teilen bereits alle an Musikhochschulen Jazz studieren und eine Vergangenheit in einem Landesjugendjazzorchester vorweisen können, werden ab dem 6. Januar …

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Beruf: Jazzmusiker (1) – Einleitung

Wir Musiker haben es derzeit aus verschiedenen Gründen nicht leicht. Die KSK gibt das durchschnittliche Jahreseinkommen unserer Berufsgruppe mit gerade einmal 12.400 Euro brutto an; bei den Berufsanfängern sind es sogar weniger als 10.000 Euro brutto. Damit sind wir nicht nur meilenweit entfernt von den üblichen Einstiegsgehältern für Hochschulabsolventen, sondern schneiden sogar innerhalb der freiberuflichen Kreativszene am schlechtesten ab.

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