Last-Minute-Geschenk-Tipp: Dorothy Bakers Roman zur Musik von Bix Beiderbecke

Bereits 1938 erstmals erschienen wurde „Ich mag mich irren, aber ich finde dich fabelhaft“ (dtv) jetzt wieder entdeckt und neu aufgelegt. Der Roman zeichnet den musikalischen Werdegang Bix Beiderbeckes nach, rein biografisch gesehen ist das kurze Leben des Protagonisten Rick Martin aber reine Fiktion. Er kommt in Georgia zur Welt, wird zur Vollwaise und zieht mit seiner Tante und seinem Onkel mit acht Jahren nach Los Angeles um, wo er eines Tages in der All Souls‘ Mission ein Klavier entdeckt und sich mithilfe der vorhandenen Noten das Spielen nach und nach selber beibringt. Eine Tages wird er dabei entdeckt und flüchtet vor den schwarzen tief Gläubigen, die ich erst für einen blonden weißen Engel halten und ihn dann am liebsten vom Fleck weg für ihre Gottesdienste engagieren würden. Er beschließt, auf ein anderes Instrument auszuweichen, das er immer bei sich tragen kann: die Trompete. Das Geld dafür verdient sich der Vierzehnjährige neben der Schule (die er so gut wie nie besucht) in einer Bowling Bar, wo er seinen besten Freund, den Schwarzen Smoke Jordan, einen Schlagzeuger kennen lernt. Smoke ist älter als er, hat eine …

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Wo sind nur die Frauen im Jazz?

Die JazzZeitung, Ausgabe 2-14 ist gedruckt. Im Anschluss das Editorial der Redaktionsleiterin Ursula Gaisa zum Thema „Frauen im Jazz“. Weiterhin finden Sie unter anderem im neuen Heft: Portraits – Joachim Kühn 70, auf dem Titel Mike Herting auf Afrika-Tournee mit dem BuJazzO, German Jazz Trophy für Chris Barber, Andreas Schaerer und seine Projekte, Kathrin Pechlofs Imaginarium, Christiane Hagedorns Rose Hip, Iiro Rantala, GLM-Jubiläum auf Gut Sonnenhausen, Konzerte in den Bauer Studios; Berichte – Women in Jazz Hall, Neuer deutscher Jazzpreis Mannheim, BuJazzo-Arbeitsphase, WDR Jazzfest mit Rebekka Bakken, Vibraphonissimo Nürnberg, neue Festivalhalle für Moers… Liebe Leserinnen, liebe Leser, in seinem Bericht zur 53. Arbeitsphase des BuJazzO schreibt Reiner Kobe auf S. 19 dieser Ausgabe: „Die zu 80 Prozent neu formierte Band, komplett männlich besetzt, brachten die Gastdirigenten Alexander von Schlippenbach und Manfred Schoof auf Vordermann.“ Dieser Satz bestätigt wieder einmal, dass meine Frage nach den Frauen im Jazz wohl wirklich seine Berechtigung hat. Das fängt schon an bei den Medien: Ebenfalls 80 bis 90 Prozent meiner geschätzten Kollegen sind auch wirklich Kollegen, nicht Kolleginnen. Nachdenklich wurde ich auch bei meiner Suche nach den „Newcomern des Monats“, …

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Ein bisschen Schwing muss sein? Roberto Blanco in New York

Heute hab‘ ich mich getraut. Ich hab‘ sie eingelegt – in den CD-Player, bzw. das Laufwerk des Computers, denn mich hat zugegebenermaßen seit Wochen das Cover abgeschreckt. Roberto, der alte Schlagerkönig, sieht da genauso aus wie vor 30 Jahren, als er mir in der Hitparade androhte: „Ein bisschen Spaß muss sein“. Fast scheint er aus der quietschbunten New Yorker Kulisse herausspringen und mich abbusseln zu wollen… NEIN! Ich bin doch nicht mehr jung und blond schon gar nicht mehr… (Innen im Booklet ist er übrigens mit seiner frisch angetrauten 70 Jahre jüngeren Frau, ähm nein, natürlich ist sie nur 40 Jahre jünger, tschuldigung, abgebildet…) Aber bleiben wir mal sachlich, wenden wir uns der Musik auf dieser Scheibe zu. Sie ist… mmh, wie soll frau das beschreiben? – ein buntes Knallbonbon? Retrounschick? „Die Post geht ab, wenn ich dich seh, du bist wie Zucker im Kaffee, immer wieder, immer wieder (…) Du bis so wie der Sommerwind, mal Donnersturm, mal Wonnekind, an dir kann selbst der Teufel nicht vorübergehen. Und wenn du auch nicht treu sein kannst, das Leben wird durch dich erst schön, immer wieder, …

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Angelika Niescier erhält den 16. Essener „Jazz Pott“

Preisverleihung und Konzert am 1. Oktober im Grillo-Theater Essen. Der 16. Essener „Jazz Pott“ geht an die Saxophonistin Angelika Niescier. Die Folkwang-Absolventin zählt zu den rührigsten Musikerinnen der Szene. 2000 gründete die in Polen (Stettin) geborenen Ausnahme-Jazzerin ihr famoses Quartett „Sublim“, mit dem sie beim Preisverleihungskonzert am Dienstag, dem 1. Oktober ab 20 Uhr im Essener Grillo-Theater auftreten wird. Niescier ist in vielen Genres zuhause und erfolgreich: Sie schrieb für Theater und Ballett, Kammer- und Sinfonieorchester. 2008 war sie „Improviser in Residence“ der Stadt Moers, 2010 wurde sie als „Newcomer national“ mit dem ECHO Jazz ausgezeichnet. Zum Wagnerjahr 2013 stellte sie Ende Mai mit dem German Women’s Jazz Orchestra ihr Projekt „Wagner in America“ in Washington vor. „Eine der aufregendsten Stimmen im deutschen Jazz.“ (Arte Kultur) „Ich bin Coltrane-geschädigt“, sagt Angelika Niescier. Und doch gehört sie nicht zum großen Heer der Coltrane-Nachahmer, sondern verbindet mit sehr europäischem Formbewusstsein unterschiedlichste Einflüsse aus der jüngeren Jazzgeschichte zu etwas ganz Eigenem. „In ihrem Spiel“, so das Musikmagazin Fono Forum, „mischt sich die brachiale Ausdruckskraft des späten Coltrane mit der intellektuellen Kontrolle von, sagen wir, Steve Coleman.“ Das kreative …

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International Škoda Allstar Band auf Tour – November 2013

Im Herbst wird die International Škoda Allstar Band, bestehend aus international renommierten Jazzmusikern aus verschiedenen Ländern, zum 13. Mal auf Tournee durch Deutschland gehen. Besetzung: Ulrich Beckerhoff – Trompete / Deutschland Matthias Nadolny – Saxofon / Deutschland Peter O`Mara – Gitarre / Australien Glauco Venier – Piano / Italien Ingo Senst – Bass / Deutschland Bruno Castellucci – Schlagzeug / Belgien als Gast: Sónnica Yepes – Gesang / Spanien Termine 22.11. Jazzschmiede, Düsseldorf 23.11. Lindenhof „Da Paolo“, Braunschweig 24.11. Kito, Bremen 25.11. Kukuc, Ottersberg 27.11. Schloss Landestrost, Neustadt am Rübenberge 28.11. Tuchfabrik, Trier 29.11. Kulturfabrik Becker + Funck, Düren

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Jan Garbarek mit Trilok Gurtu auf Tour

Seinen Saxophonton vergisst man nie. Der Norweger Jan Garbarek gehört zu den stilprägenden Musikern unserer Zeit. Sein Sound ist zu einem wahren Markenzeichen geworden. Zahllose Plattenveröffentlichungen auf dem Münchner Kultlabel ECM, Konzerte in allen bedeutenden Konzerthallen dieser Welt, seine jahrelange Zusammenarbeit mit Keith Jarrett oder seine beispiellos erfolgreiche Kollaboration mit dem britischen Hilliard Ensemble im „Officium“ – Projekt haben diesen weltweit einzigartigen Saxophonisten weit über die Genregrenzen populär werden lassen. In seinem Ton ist Garbareks Persönlichkeit so konzentriert, dass sie sich, wie sonst nur bei ganz wenigen anderen Musikern, bei der erste Note offenbart, einzigartig und unvergesslich. In weiten Klangräumen mit eindringlich gezogenen Melodielinien erreichen Garbareks Kompositionen eine fast überirdische Strahlkraft, eine sinnliche Sensation, die uns ruhig und wortlos werden lässt. Von absoluter Stille bis zum expressiven Ausbruch reichen seine Klangbilder, sie sind karg, sanft, tanzend, hymnisch, sie sind zugleich einfach und sofort einleuchtend, aber doch ungeheuer komplex. Jan Garbareks Konzerte entwickeln sich höchst organisch in weiten Spannungsbögen. Diese Musik atmet und lässt atmen. Diese Musik ist intensiv statt sentimental. Diese Musik lässt das Schwierige einfach erscheinen, schneidet uns direkt ins Gemüt, hinterlässt Spuren in …

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44. Deutsches Jazzfestival Frankfurt im Oktober

Unter dem Titel „Bits’n’Bytes“ beleuchtet das 44. Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2013 das Spannungsfeld zwischen traditionellem, eher akustisch geprägtem Jazz und digitalen Technologien. Vom 24. bis 26. Oktober suchen im hr-Sendesaal der französische Saxofonist Guillaume Perret & The Electric Epic, die britische Band Troyka und die deutsch-norwegische Formation des Frankfurter Klangtüftlers J. Peter Schwalm das digitale Abenteuer. Mit dabei sind auch der legendäre Saxofon-Hymniker Pharoah Sanders, die hr-Bigband mit einem spektakulären „Kraftwerk“-Projekt, Dave Holland mit seiner neuen Band Prism und der polnische Trompeter Tomasz Stanko, der mit seinem New York Quartet ein akustisches Kontrastprogramm präsentiert.

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1. Tiroler Jazzpreis

Der Verein „TonArtTirol“, kurz TAT, wurde 2012 gegründet und widmet sich ganz besonders der Förderung der regionalen Jazz – und Improvisationsszene. Neben zahlreichen Veranstaltungen (darunter dem alljährliche TAT Festival im Treibhaus), verleiht der Verein nun erstmals in Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck und der Hypo Tirol Bank den 1. Tiroler Jazzpreis, welcher in zwei Kategorien geteilt ist: 1. Jazzförder-Preis der Stadt Innsbruck: Dieser Preis wird an eine Person vergeben welche durch ihre langjährigen Leistungen und ihr ständiges Engagement die Jazz- und Improvisationsszene Tirols ganz besonders befruchtet, gefördert und weiterentwickelt hat. Der Preis wurde von der Stadt Innsbruck gestiftet und ist mit € 3000.- dotiert 2. Jazz-Nachwuchspreis der Hypo Tirol Bank: Dieser Preis wird an eine/n junge/n Musiker(in) (bis zum vollendeten 25. Lebensjahr) für hervorragende, außerordentliche musikalische Leistungen vergeben. Der Preis wurde von der Hypo Tirol Bank gestiftet und ist mit € 1800 dotiert. Die Verleihung findet am 7. November 2013 in der Zentrale der Hypo Tirol Bank in Innsbruck statt. Umrahmt wird die öffentlich zugängliche Veranstaltung von einem kurzen Konzert einer Stageband. Für das leibliche Wohl ist gesorgt! TATsächlich ein großartiger Event bei dem die …

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Wahlprüfsteine der Jazzinitiative Berlin

Gestern erreichten und die Ergebnisse der Wahlprüfsteiner der Jazzinitiative Berlin, die wir Ihnen/euch nicht vorenthalten wollen… Wir haben Sie als PDFs angehängt. Beantworter haben Sie die Linke/PDS, die SPD, die CDU und die FDP. CDU Wahlprüfsteine Jazzinitiative Berlin e V die linke Jazzinitiative_KK FDP Wahlprüfsteine Jazzinitiative Berlin WPS Jazzinitiative Antworten SPD

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