Jazz im Radio

Die Jazz-Radiowoche vom 25.12. bis 31.12.2017

Ein subjektiver Blick in die Jazzwoche 52 im Radio. Unter anderem mit: Snow in Scandinavia, Vokale Schlittenfahrten im Klangbezirk Weihnachten, Ulrike Froleyks, Heinz Sauer & Michael Wollny im Rolf-Liebermann-Studio 2005, Aretha Franklin, Tigran Hamasyan, Das Miles-Davis-Quintett 1967 auf Europatournee, Monk@100, „Bevor wir Herrn Brötzmann zum Abschuss freigeben …“, Jay McShann, Tarkovsky Quartet, Julia Hülsmann Oktett – Songs For Double Trio And Three Voices, Fletcher Henderson and his Orchestra, Johnny Hodges, Edward Maclean  … Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz 25.12.2017 15:05 bis 17:00 | SWR 2 SWR2 Xmas Jazz: Snow in Scandinavia …

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Im Mondenschein. Foto: Hufner

Sunny Murray mit 81 Jahren gestorben – „Energie“

* 21. September 1936 in Idabel, Oklahoma als James Marcellus Arthur Murray; † 7. Dezember 2017. Martin Kunzler zitiert in seinem Jazzlexikon dem Schriftsteller und Schlagzeuger Stanley Crouch: „Sunny ist wie Monk oder Miles, er kann einen Klang so voller Musik spielen, weil er am genau richtigen Platz mit genau dem richtigen Touch gespielt wird.“ (Murray, James Marcellus Arthur (»Sunny«). DB Sonderband: Jazz-Lexikon, S. 3896 (vgl. JL Bd. 2, S. 914)). Einen ausführlichen Nachruf brachte bereits die New York Times. Hier soll nur auf eine Besonderheit des Spiels Murrays hingewiesen werden. Zum ersten Mal habe ich ihn gehört im schulischen Musikunterricht als Schlagzeuger bei Albert Ayler: Spirits Rejoice. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Diese An- und Abschwellen auf den Becken, dann die Phrasenenden begleitenden Schläge neben dem Metrum. Das klang frei und gleichzeitig anschmiegsam. Oder umgekehrt. Die Musik hat auch von der Schallplatte nichts von ihrer andauernden Aktualität eingebüßt. Sie zu kopieren wäre andererseits eher sinn- und sprachlos, unglaubwürdig. Es geht nicht um die Beherrschung einer technischen „Leistung“ oder Lösung. Noch nicht eingetaktet …

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JazzZeitung top 20 2017

JazzZeitung.de: Top 20-Beiträge in 2017

Ein kleiner Rückblick auf das jahr 2017. Was waren die am häufigsten abgerufenen Beiträge aus diesem Jahr. Unsere Liste: Pat Metheny 2017 auf Welttournee Born To Be Blue: ein Chet-Baker-Film im Kino TV-Tipp: Der Preis der Anna-Lena Schnabel (3sat) – und ein medienpolitisches Ärgernis Konzertierte Verantwortungslosigkeit: Der NDR und der ECHO Jazz 2017 Früher war alles besser!? Und das nächste große Ding? Der streitbare Musiker und Forscher – Zum Tod von Ekkehard Jost ECM Records beginnt mit Streaming Zum Tod von Geri Allen Die Finalisten des BMW Welt Jazz Award 2017: Renaud Garcia-Fons und Eva Kruse Regelmäßige Erneuerung des Jazz durch seine Kritik Thelonious Monk – Les Liaisons Dangereuses 1960 (Sam Records) Musikalische Hermeneutik, praktisch – Jazzfest Berlin 2017 (Sonntag) Der Jazz-Präsident und die Jazzgeschichte Schmunzeln, tänzeln und eine Currysauce – Jazzfest Berlin 2017 – (Samstag) Nebensonnen, Sonnenschein – Jazzfest Berlin 2017 (Freitag) Heimatabend ohne Spirit beim Jazzfest Berlin 2017 (Donnerstag) Rabih Abouh Khalil beim Klassik & Crossover Festival in Ottobrunn Der Prophet des Musikstreaming: Wolfgang Dauner im Jahr 1970 Elflands ewige Gärten: „Metropolis“ mit Live-Musik von Trio Elf beim Heimspiel-Filmfest in Regensburg German Jazz …

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Jazzopen Schlossplatz. Foto: Jazzopen/Presse

Jazzopen oder Jazzclosed Stuttgart 2018

Oder: Wie füllt man 7.000 Plätze. Via Jazzfachzeitung BILD-Zeitung beschwert sich der Vorsitzende des Jazzverbands Baden-Württemberg, Eckhart Fischer über die Programmierung der Jazzopen 2018 in Stuttgart: „Da steht zwar „Jazzopen“ drauf, ist aber kaum noch Jazz drin. … Es ist wirklich schade, dass namhafte Jazz-Künstler für die Haupttribüne nicht in Frage kommen.“ Die Organisatoren wehren sich dagegen: „Es gibt eben nicht viele Jazz-Künstler, die den Schlossplatz mit seiner Kapazität von 7.000 Menschen füllen.“ Gegen wen oder für wen richtet sich das Programm als. Die Künstler, die auf dem Schlossplatz spielen „dürfen“ sind: Jamie Cullum [als Dauergast] (& Joss Stone) Lenny Kravitz Jamiroquai Fanta 4 Kraftwerk Im Alten Schloss selbst spielen: Gregory Porter Pat Metheny Till Brönner Stanley Clarke Band Ein Fall für das Jazzordungsamt? Die Sache ist nicht einfach, will man nicht Grenzlinien aufbauen, die die Sache nur schlimmer machen. Anders herum gefragt: Stünde da nicht Jazzopen drauf sondern Poprockopen, niemand würde sich Sorgen machen. Ohne Schwierigkeiten könnte man all die Musiker (ja es sind ja nur Musiker und eine Sängerin) in ein solches Umfeld hineinsetzen. Aber wo wir gerade mal beim Thema sind: Könnte …

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Jazz im Radio

Die Jazz-Radiowoche vom 11.12. bis 17.12.2017

Ein subjektiver Blick in die Jazzwoche 50 im Radio. Unter anderem mit: Gregory Porter, New Jazz Meeting 2016, Philip Catherine, SWR NEWJazz Meeting, NDR Bigband, Woody Herman, Fred Hersch, Eric Marienthal, NUEJAZZ Festival, John Surman, Anouar Brahem, Dhafer Youssef, Kurt Henkels, René Urtreger, Markus Stockhausen, Lee Konitz „The Lee Konitz Duets“, Sonic Wilderness, Julia Hülsmann Oktett, Die besten Jazzalben des Jahres 2017, Monika Roscher Bigband und NDR Bigband. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz 11.12.2017 17:50 bis 18:00 | SWR 2 SWR2 Jazz vor Sechs 19:04 bis 20:00 | hr2-kultur Hörbar: Musik …

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Wenn Siri Keith Jarrett versteht. Screenshot
Wenn Siri Keith Jarrett versteht. Screenshot

Wer ist eigentlich dieser Kies Jerry@?

Die Veröffentlichung der Aufnahmen des Labels ECM bei zahlreichen Streamingdiensten hat für einiges Aufsehen und -hören gesorgt. Aber natürlich gibt es auch eine Welt jenseits von ECM. Vor allem bei Kies Jerry@ – wie mein „guter“ Freund „Siri“ immer sagt. Es folgt also eine kleine Playlist mit den vermutlich nicht so bekannten Aufnahmen von Keith Jarrett in seinen frühen Jahren, bevor die großen Plattenlabels und ECM auf ihn aufmerksam wurden. Als Sideman, in seiner ersten Trioformation oder ganz solo mit geordertem Streichquartett. Lange waren diese Aufnahmen nicht so einfach zugänglich. Ich hatte sie das erste Mal als Schüler noch gehört, als Peter Rüedi für den NDR die dreizehnteilige Jarrett-Reihe Anfang der 80er Jahre produzierte mit dem wunderschönen Titel „Die Geometrie der Inspiration“. Die Sachen hatten mich damals sehr interessiert und ich suchte nach Aufnahmen wie „Restoration Ruin“, die ich zu kurios fand, als dass sie einfach verschwinden konnten. Es hat dann bis in die 2000-Jahre gedauert, bis die Platte auf CD auf einer kuriosen Doppel-CD zusammen mit einer Aufnahme des Art Ensemble Of Chicago auch für mich verfügbar war. Ich schätze Originale Vinyls werden eingermaßen …

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ECHO Jazz 2017 am 01.06.2017 bei Blohm+Voss in Hamburg /// Foto: Mo Wüstenhagen / BVMI
ECHO Jazz 2017 am 01.06.2017 bei Blohm+Voss in Hamburg /// Foto: Mo Wüstenhagen / BVMI

Fünf Fragen zum ECHO Jazz und noch mehr Antworten

Der ECHO Jazz ist ja beliebt und unbeliebt zugleich. Es gibt genug Künstlerinnen, die ihre Mutter dafür verkaufen würden und dann welche, die den Preis abgrundtief verachten. Ich habe ein paar kleine Fragen zum ECHO an den Bundesverband Musikindustrie vor einer Woche gestellt und umgehend darauf Antworten erhalten mit der Einladung zu einem Hintergrundgespräch. Letzteres ist vielleicht aktuell nicht so eilig. Wenn ich mal in Berlin bin, okay, dann will ich das gerne machen. Die Fragen kommen von mir, die Antworten von Dr. Florian Drücke, dem Vorstandsvorsitzenden des BVMI. Wissen Sie, wie viele Einreichungen insgesamt und pro Kategorie bei den vergangenen ECHO Jazz-Ausschreibungen eingegangen sind – und wie viele durchschnittlich in den 19 zur Disposition stehenden Kategorien? In den vergangenen drei Jahren (2015, 2016, 2017) wurden zwischen 150-170 Produktionen von jeweils rund 50 verschiedenen Firmen eingereicht. Die Verteilung auf die jeweiligen Kategorien ist, wie Sie sich vorstellen können, sehr unterschiedlich, weil es je nach z.B. Instrumentengruppe mehr oder weniger Künstler/innen gibt. Die Aufschlüsselung, wer in welchen Kategorien eingereicht hat, ist vertraulich. Wie viel Gebühren sind insgesamt eingegangen, wenn aktuell 50 Euro pro Vorschlag anfallen? Das …

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Dauner: Output - Front. ECM 1970
Dauner: Output - Front. ECM 1970

Der Prophet des Musikstreaming: Wolfgang Dauner im Jahr 1970

ECM goes Streaming. So stand es gerade in der JazzZeitung. Nach einer ersten Sichtung waren Katalogs sind da aber doch einige Lücken auszumachen, die mittlerweile sehr ordentlich geschlossen wurden. So fehlen bei Keith Jarrett – nur als Beispiel – zahlreiche Aufnahmen, andere sind teilweise ausgegraut und keinesfalls anhörbar. Zumindest bei Spotify. Anderen Bereichen des Katalogs wird es wohl nicht anders ergehen. Art Ensemble Of Chicago? Wo bitte? Ich schätze mal grob: Vielleicht sind 20% der Aufnahmen von ECM bei Spotify tatsächlich verfügbar. [Stand: 17.11.2017] So ändern sich die Dinge. Der 17.11. in D ist ja kürzer als in San Francisco, so von der relativen Zeit her gesehen. Umso mehr mag erstaunen, dass Wolfgang Dauner bereits 1970 in Form der Plattencovergestaltung dieses Ende im digitalen Nirwana vorausgesehen haben dürfte. Ich gebe zu, dass ich mir die Platte irgendwann in den 80er Jahren zugelegt habe und sie nicht wirklich mit Freude höre. Die Preisangabe ist in französischen Franc, heruntergesetzt von 28 auf 19,50 FF und nach heutigen Umrechnungsmaßstäben knapp 3 Euro. Schnäppchen und Vinyl. Ich weiß nicht, wie man das Cover präzise zu interpretieren hat, doch so …

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Zigzag-Club in Friedenau. Foto: Hufner

Lorenz Kellhuber solo im Berliner Zig Zag Jazz Club

In Berliner Bezirk Friedenau steht ein kleiner Jazzclub. Man kann durch die großen Fenster zur Straßenseite hinein- und hinausschauen. Er gilt als „angesagt“ – er ist gleichwohl klein und bietet geschätzt vielleicht maximal 100 Personen Platz. Demnächst tauchen im Zig Zag Jazz Club auch „The Bad Plus“ (2.12.) hier auf oder Carla Bley (22.11.). Das alles in einer Gegend, die nicht bekannt ist für ihre Hipsterstyler und man dafür sonst wie in Charlottenburg beispielsweise den Begriff des gutbürgerlichen Bezirks findet. So wie das Schnitzel mit Kartoffelsalat mit einem Bierchen abgelöscht wird – auch wenn natürlich nördlich des Steglitzer Bierpinsels längst und sowieso Lokale aus aller Welt ihren Platz gefunden haben. Aber es riecht hier weder nach New York noch nach einem eigenartig nicht nur vegan umwolkten Prenzlauer-Berg-Kinderwagen. Die Bürgersteige wirken abends eher hochgeklappt. Darin also der Jazzclub. Der sich da ganz gut einfügt, aber nicht verschmilzt mit der Gegend. Friedenau eben. Hier am Donnerstag war der Ort eines Release-Konzerts des Pianisten Lorenz Kellhuber, 2014 Preisträger der Parmigiani Montreux Jazz Piano Solo Competition. Im Jahr darauf spielte er ein Solokonzert im Jazzclub von Montreux ein. Zwei …

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Auch eine Art Streamingdienst. Foto: Hufner
Auch eine Art Streamingdienst © Martin Hufner

ECM Records beginnt mit Streaming

Einige haben es in den letzten Tagen schon bemerkt. Der Musikkatalog von ECM tauchte fallweise bei einigen Streamingdiensten auf. Nun ist es offiziell: „Das Label ECM Records gab heute bekannt, dass es seine Zusammenarbeit mit dem langjährigen Vertriebspartner Universal Music Group (UMG), Weltmarktführer im musikbasierten Unterhaltungsgeschäft, ausbaut, um den gesamten ECM-Katalog ab Freitag, dem 17. November 2017, auf allen relevanten Streaming-Plattformen hörbar zu machen.“ Als Grund für die Änderung des Verhaltens gegenüber den Streamingdiensten gibt ECM an, dass man auf diese Weise unautorisierten Angeboten in den Netzen (Kopien, Bootlegs …) eine geschützte Alternative anbieten wolle. Und außerdem, das überrascht jetzt vielleicht doch, wenn man sonst Statements von Musikern und Labelbetreibern hört: „It was important to make the catalogue accessible within a framework where copyrights are respected.“ Zumindest die Copyrights. Sagen wir es mal so. Interessant daran ist jedoch, zwar werden die Statements von Deutscher Grammophon und Universal namentlich angeführt, nicht jedoch kommt Manfred Eicher selbst zu Wort, sondern seine Presseabteilung. Gründe genug für Spekulationen. Bei den Streamingdiensten selbst fehlt mindestens Napster (was hier zum Beispiel Aldi in einem Paket als Streamingdienst bundelt). [Update: In einem …

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