Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner
Jazz im Radio. Änderungen bahnen sich an. Foto/Montage: Martin Hufner

Jazzprogramme im Hessischen und Westdeutschen Rundfunk im Umbruch

Jazz ist nicht tot, er riecht nur komisch – dieses Diktum von Frank Zappa ist schon tausendfach bemüht und – was die Geruchsbelästigung angeht – schon oft widerlegt worden. Zum Beispiel jede Woche aufs Neue von Martin Hufner, dem Online-Redakteur der neuen musikzeitung. Woche für Woche publiziert er für Jazzzeitung.de hörenswerte Programm-Preziosen von zwölf öffentlich-rechtlichen Rundfunkstationen unter dem Titel „Jazz im Radio“. Auch wenn die meisten Sendungen nur für Nachtschwärmer geeignet sind, ist seine Recherchearbeit doch jedes Mal ein Beweis für ein diverses, qualitativ gutes und lebendiges Jazz-Radio.


Was ändert sich beim WDR, was beim Hessischen Rundfunk. Änderungen beim MDR deuten sich ebenso an (da sind wir dran). Unter dem Titel „Abschied von vertrauten Stimmen“ hat sich Chefredakteur Andreas Kolb in der neuen musikzeitung auf Spurensuche begeben. Dabei verschwinden nicht nur Jazzlegenden wie Bill Ramsey (nach 30 Jahren beim HR), sondern wohl auch wohlbekannte Autoren- und Autorinnensendungen beim WDR zugunsten von kuratierten und moderierten Playlists.

Hier noch eine kleine Umfrage zum Thema:

Jazz im Radio: kuratierte Playlists oder Autorinnensendungen?

PS – Zukunft beim WDR:

Wie das WDR-Programm bei der ARD bis März aussieht und danach: Wie es ab dem 1.4.2019 daherkommt. Quelle: Suchmaschine der ARD.

https://www.jazzzeitung.de/cms/datenschutzerklaerung/
Jazz im WDR bis 31.3.2019, laut ARD-Suchmaschine
Jazz im WDR ab 1.4.2019, laut ARD-Suchmaschine
Jazz im WDR ab 1.4.2019, laut ARD-Suchmaschine
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Ein Kommentar

  1. Richtig so!
    Weg mit dem Jazz!

    Dafür bitte
    mehr Biathlon (aggressionsfördernd)
    mehr Langläufe (gut gegen Schlafstörungen)
    mehr Flugshows mit gespreizten Skiern (wie erotisch!)
    mehr Schussfahrten (ohne Tempolimit)
    mehr Eiskunstlauf (was gibt es da nicht an wunderbarer Musik zu entdecken)
    8 bis 12 Stunden täglich, bittebitte

    wär‘ schön nicht nur zur Winterszeit
    nein, auch im Sommer wenn es schneit (Kunstschnee)

    Die Doping Mafia wird es dem ÖfReRuFu danken!
    Mittel sollten inzwischen reichlich vorhanden sein.
    – seit Jahren (oder gar Jahrzehnten?) gibt es keine TV-Mitschnitte mehr vom Jazzfest Berlin
    – die legendären NDR Jazz Workshops gibt es seit den 1980ern nicht mehr
    – der BR schont seine Fernsehkameras, indem er sie nicht mehr nach Burghausen verschleppt
    – 2016/17 wurde das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg eingeschläfert, selbst Michael Gielen war machtlos…

    Wenn ich an meinen verehrten Lehrer denke, würde ich gerne ausrufen »Für solche Schweine zahle ich nicht«! Ich unterlasse es, ich habe gute Manieren. Vor kurzem ist mir zu Ohren gekommen, dass in wenigen Jahren der Rundfunkbeitrag erhöht werden möchte.

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