181Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Aktuell bekommen wir nutzbare Informationen nur vom SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 12.10.2026
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: Mit Seele, Groove und Strom – 75 Jahre E-Bass
Von Michael Kuhlmann. Anfangs nahmen ihn die Jazzer mit seinem dumpf-mulmigen Klang nicht ernst. Doch Musiker wie Stanley Clarke und Steve Swallow bereiteten dieser scheinbar zu groß geratenen Gitarre den Weg. so – wurde neben dem Kontrabass auch der E-Bass zum schlagenden Herz eines Jazzensembles. Virtuosen öffneten ihm Solo-Welten, Groove-Arbeiter verliehen dem Instrument eine funkige Note. Wieder andere holten aus dem Instrument eine ungekannte Lyrik heraus. Vor allem aber Jaco Pastorius revolutionierte den E-Bass über den Jazz hinaus, indem er wie kein anderer jedem einzelnen Ton Seele verlieh.
23:03:00 +++ Ö1
Zeitfluss zwischen Ritualen und Houellebecq
Mitschnitt vom ORF musikprotokoll im steirischen herbst mit drei Uraufführungen und einer österreichischen Erstaufführung.
Am Schlusstag des 59. ORF musikprotokoll im steirischen herbst senden wir ein Konzert, das beim Festival am Freitag, 9. Oktober 2026, in der Helmut List Halle aufgenommen worden ist. Musik, die mit Gewohnheiten bricht; inspiriert von Ritualen, Ikonen, Psychoakustik und Houellebecq. Das Ensemble Zeitfluss spielte Werke von Sânziana-Cristina Dobrovicescu, Daniel Oliver Moser, Clemens Nachtmann und Klaus Lang.
Die rumänische Literatin und Komponistin Sânziana-Cristina Dobrovicescu verbindet theatrale und musikalische Traditionen. In „Rite of Margins II“ werden die Grundfesten des klassischen Aufführungszeremoniells hinterfragt: Die Musik setzt bereits ein, während das Publikum bei voller Saalbeleuchtung noch den Saal betritt. Als Autoritätsfigur bringt der Dirigent nach und nach Ordnung in das Chaos vor dem Konzert – und führt vom Alltag ins Ritual der Konzertsituation.
Daniel Oliver Mosers Musiksprache ist von mikrotonaler Harmonik geprägt. Sein neues Werk lehnt sich an die Gattung Klavierkonzert an. Dabei nutzt er bewusst die „starre“ Stimmung des Klaviers mit dem flexibleren Ensemble, um durch psychoakustische Phänomene die wahrgenommene Stabilität der Klavierstimmung infrage zu stellen.
Klaus Langs „Риза“ (Riza), in Graz als österreichische Erstaufführung zu erleben, orientiert sich an den kunstvoll verzierten Metallabdeckungen orthodoxer Ikonen. Musik von Johannes Ockeghem tritt dabei an die Stelle der Ikone, über die Lang eine neue Klangschicht legt.
Clemens Nachtmanns „Essence/Déroute“ vertont Gedichte von Michel Houellebecq über Flucht, Liebe und Verlust und versteht sich zugleich als Hommage an Pierre Boulez. Gestaltung: Werner Ranacher
di – 13.10.2026
23:03:00 +++ Ö1
S.E.T.I. beim ORF musikprotokoll – Eine Reise ins Weltall auf der Suche nach dem innersten Selbst
Anfang der 1990er-Jahre gründete Andrew Lagowski sein Solo-Projekt S.E.T.I., mit dem er auch auf das gleichnamige kalifornische Institut aufmerksam machen wollte, das sich seit 1984 der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz widmet. Als musikalisches Ausgangsmaterial dienen dem Künstler durch das Internet schwirrende Files von extraterrestrischen Schwingungen, die von Wissenschaftler:innen im Rahmen diverser Raumfahrtprogramme eingefangen und in Klang übersetzt wurden. Aber auch die Klänge selbst imaginierter Kommunikationsformen mit außerirdischen Lebensformen fließen in die Musik ein.
Dabei hat Lagowski im Laufe der Jahre die vier Buchstaben seines Künstlernamens immer wieder kreativ gewendet. Als Reaktion auf die menschlichen Versäumnisse angesichts der mannigfaltigen Krisen standen sie etwa bereits für „Search for Evidence of Terrestrial Intelligence“. Und auch anlässlich der Komposition des jüngsten Werkes „Observational Field“, entstanden für das diesjährige ORF musikprotokoll im steirischen herbst, das heuer unter dem Motto “Supernova” zu einer Reise zum Ursprung einlud, erhielt S.E.T.I. eine neue Bedeutung. Hier steht das Kürzel für „Scientific Evidence Translated for Introspection“. Und wieder spiegelt sich der Makrokosmos im Mikrokosmos, wenn in Klang übersetzte extraterrestrische Schwingungen als Reflexionen kognitiver Prozesse neu interpretiert werden. Die gedankliche Reise hinaus in das Weltall wird zu einer Suche nach dem innersten Selbst.
Die Uraufführung von „Observational Field“ von S.E.T.I. fand vergangenen Donnerstag im Grazer Dom im Berg statt. Gestaltung: Susanna Niedermayr
mi – 14.10.2026
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin
Von Anja Buchmann. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen.
do – 15.10.2026
20:03 bis 21:30 Uhr +++ BR-KLASSIK Thema Musik Live zum Auftakt der Donaueschinger Musiktage: Musik für alle? Vermittlung im Wandel
Musikvermittlung ist angesichts des Rückgangs musikalischer Bildung in den Schulen und der Auswirkungen wachsender sozialer Ungleichheit dringender denn je. Aber wie sieht zeitgemäße Musikvermittlung aus? Was wurde aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte gelernt? Und wie nachhaltig sind Vermittlungsangebote? Über diese Fragen diskutieren in „Thema Musik Live“ Anja Adam, Leiterin der Sparte Theater Public und Mitglied der Leitung des Theaters Basel, der Musikwissenschaftler Tobias Bleek, der viele Jahre der Education- Abteilung des Klavier-Festivals Ruhr vorstand, und Axel Petri-Preis, der als Professor für Musikvermittlung und Community Music in Wien lehrt. Moderation: Martina Seeber (SWR)
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Seriöser Swing – Das Modern Jazz Quartet in Donaueschingen 1957
Von Julia Neupert. Es war ein Wagnis: Bei den Donaueschinger Musiktagen 1957 durfte improvisierte Musik quasi direkt neben Kompositionen von Strawinsky, Henze und Nono auf die Bühne. In der „Jazztime Donaueschingen“ trat damals unter anderem das Modern Jazz Quartet auf; mit John Lewis am Klavier, Milt Jackson am Vibrafon, Percy Heath am Kontrabass und Connie Kay am Schlagzeug – alle in Anzug und Krawatte. Das US-amerikanische Ensemble war gerade zum ersten Mal auf Europatournee und wurde auf dem Kontinent allerorten für seinen eleganten Cool Jazz gefeiert – inspiriert sowohl von Blues als auch von Barock.
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Aus der Mitte des Lebens – Die Komponistin Sarah Nemtsov
Sarah Nemtsov, 1980 in Oldenburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Von 1998 bis 2000 studierte sie Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Nigel Osborne. Ab 2000 setzte sie ihr Studium bei Johannes Schöllhorn in Köln fort. Nach ihrem Diplomabschluss 2005 wurde sie Meisterschülerin bei Walter Zimmermann an der Universität der Künste Berlin. Sarah Nemtsov hat für ihre Musik die meisten Förderungen erhalten – eine lange Liste in ihrer Vita – die für junge Komponist:innen hierzulande zur Verfügung stehen. Bis zum 35. Lebensjahr. Mit Erreichung dieses Alters enden die meisten Förderangebote in Deutschland. Und was passiert jetzt? Welche Ziele und Konzepte werden heute, in der Mitte des Lebens, für Sarah Nemtsov wichtig? Was bedeutet das für ihre Musik? Eine Sendung von Nora Bauer
fr – 16.10.2026
19:03 bis 20:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
KlassikPlus: Zum 100. Geburtstag von Karl Richter
Eine Sendung von Sylvia Schreiber
23:03:00 +++ Ö1
Tenor Madness – Sonny Rollins, John Coltrane und das Tenorsaxofon im Jazz
Im Oktober 1956 wird das Album „Tenor Madness“ des im Mai 2026 95-jährig verstorbenen Tenorsaxofonisten Sonny Rollins veröffentlicht. Beim titelgebenden Stück dieses berühmten Tonträgerwerks, einem Blues in B-Dur, ist auch ein weiterer Saxofongigant zu hören: Der 1967 verstorbene John Coltrane, dessen Geburtstag sich am 23. September zum 100. Mal gejährt hat. Rollins und Coltrane haben unzählige Saxofonistinnen und Saxofonisten beeinflusst, aber natürlich hatten sie auch ihre Vorbilder. Für Sonny Rollins war es vor allem Coleman Hawkins, John Coltrane wurde in frühen Jahren u. a. von Lester Young und Dexter Gordon geprägt.
Die Spielräume-Nachtausgabe nimmt das 70-jährige Jubiläum von „Tenor Madness“ zum Anlass, die Geschichte dieses für den Jazz so wichtigen Blasinstruments aufzurollen. Das in diesem Zusammenhang passende Zitat stammt interessanterweise von Altsaxofonist Ornette Coleman und ist dem „Jazzbuch“ von Joachim-Ernst Berendt entnommen: „Das Beste, was Schwarze gesagt haben – über ihre Seele -, haben sie auf dem Tenor gesagt.“ Gestaltung: Klaus Wienerroither
sa – 17.10.2026
14:05 bis 15:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
KlassikPlus: Zum 100. Geburtstag von Karl Richter
Eine Sendung von Sylvia Schreiber
18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Me and My Music – Lakecia Benjamin
Von Fanny Opitz. In ihren metallisch glänzenden Looks ist Lakecia Benjamin auf der Bühne ein echter Eyecatcher – und ihre Musik ist ebenso – kraftvoll und strahlend. Inspiriert vom Black Arts Movement fragt die New Yorker Saxofonistin: Wie können wir bessere Menschen werden? Ihre Antwort ist klar: indem wir wieder gemeinsam träumen. In diesem Jahr ist Lakecia Benjamin beim Festival Enjoy Jazz zu Gast, bei uns erzählt sie heute in „Me and My Music“ von sich und ihren künstlerischen Visionen.
19:04 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
JetztMusik: Donaueschinger Musiktage – Live
Von Michael Rebhahn, Leonie Reineke und Julia Neupert. Die letzte Show vor dem Ende der Welt: Brigitta Muntendorf verwandelt in „Last Show“ das Konzert in ein soziales Live-Experiment. Angesiedelt zwischen Fernsehstudio und Konzertsaal lässt sie die Grenze zwischen Publikum und Darstellenden verschwimmen, indem das Publikum durch ein Voting-Tool zum Akteur wird. Last Show fragt nicht, was Sie denken, sondern wie Sie denken und wer Sie werden, wenn alles inszeniert ist.
Ab ca. 22:00 Uhr „Forms of Togetherness“: Die portugiesische Trompeterin Susana Santos Silva ist nach ihrem Auftritt als Solistin im Eröffnungskonzert bei den Musiktagen auch noch im Duo mit der kasachischen Geigerin Aisha Orazbayeva zu erleben. In ihrem offenen Dialog greifen beide auf vielfältige Erfahrungen zurück: als Interpretinnen Alter und zeitgenössischer Musik, als Komponistinnen, als Improvisatorinnen und als Partnerinnen in Theater- und Tanzprojekten.
19:05 bis 20:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: Die Fülle des Jahres: Ein musikalischer Erntedank
Wenn die Trauben schwer an den Zweigen hängen und die Luft wieder kühler wird, ist es an der Zeit innezuhalten und auf das zurückzublicken, was in den letzten Monaten entstanden und gereift ist. Wir kosten uns durch die süßesten Früchte, die diese Saison im Bereich der Global Musik hervorgebracht hat. Ob gut gelaunter Bläserklang aus den Alpen, schwermütiger Latin-Pop oder verspielte skandinavische Polska: 2026 ist ein Jahr der reichen Ernte. Eine Sendung von Judith Rubatscher
so – 18.10.2026
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Trommeln, Becken, Tablas – Der Schlagzeuger Dan Weiss
Von Ssirus W. Pakzad. Seine Ausdrucksmittel und Schlag-Varianten scheinen keine Grenzen zu kennen. Der US-amerikanische Drummer Dan Weiss, der auch ein Meister der indischen Tablas ist, setzt sein musikalisches Vokabular in den Bands prominenter Bandleader ein und sorgt auch mit eigenen Ensembles für Furore. Er betreibt ein klassisch besetztes Jazz-Piano-Trio, mehrere Großformationen und Bands wie „Starebaby“, die deutlich vom Progrock inspiriert sind. Der 49-Jährige ist ein Tausendsassa.
23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen
Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: Magische Stimmräume – Die Kunst des Ober- und Untertongesangs
Es ist eine magische Klangwelt: Ober- und Untertonmusik. Sie entsteht durch gezielte Stimmtechnik und beruht auf dem Prinzip der Verstärkung der in jedem Ton mitschwingenden Obertöne. Kehlkopf, Rachen, Zunge werden zu Werkzeugen für den Eintritt in einen ganz besonderen Klangraum. Schwebende Melodien, kristalline Pfeiftöne, brummende Bässe. Die Musik klingt, als käme sie aus einer anderen Welt. Da mag es kaum verwundern, dass sie in einigen Kulturen eng verbunden ist mit schamanistischen Praktiken, wie beispielsweise in Tuwa und der Mongolei, der Wiege der Obertonmusik. Eine ganze Palette an Stilen hat sich dort herausgebildet. Aber auch im Westen wird Obertonmusik praktiziert und komponiert. Wie das klingt, was Obertonexperten aus Ost und West daran fasziniert und wie sich Obertongesang anfühlt – darum geht es heute in „Musik der Welt“. Eine Sendung von Uta Sailer
