Tierisch. Foto: Hufner
Tierisch. Foto: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 20.07.26 bis 26.07.26

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Und ausnahmsweise auch etwas DLF.

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Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung

mo – 20.07.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.

19:30:00 +++ Ö1
Pianistin Kristina Miller mit Transkriptionen von Oscar Petersons Wien-Konzert 1968 bei der Styriarte 2026

Die aus Moskau stammende klassische Pianistin Kristina Miller ist seit vielen Jahren auch ein großer Fan des Jazzvirtuosen Oscar Peterson. Das findet aktuell in einem bemerkenswerten Projekt seinen Niederschlag: Miller transkribierte die (dieser Tage in der Reihe„Ö1 Jazz Treasures“ auf Doppel-Vinyl erscheinende) ORF-Aufnahme des Konzerts des Oscar-Peterson-Trios vom 9. November 1968 im Wiener Konzerthaus Note für Note (inklusive der improvisierten Klavier-Parts!), um das Resultat, das auch in Gestalt der LP„Miller’s Peterson – Oscar Peterson Replay Concert“ vorliegt, mit Kontrabassist Tibor Fonay und Schlagzeuger Gergö Borlai zu neuem klingendem Leben zu erwecken.

Am 11. Juli 2026 gab Kristina Miller mit ihren Begleitern das Programm im Rahmen der Styriarte in der Helmut-List-Halle in Graz zum Besten und intonierte die technisch anspruchsvollen und ideenreichen Oscar-Peterson-Versionen von Standards wie„Someday My Prince Will Come“,„The Lamp is Low“ oder„Let’s Fall in Love“. Jazz-Improvisationen, interpretiert wie klassische Musik: Ein Abend als Experiment.

23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Jazz als rebellische Kraft der Gegenwart

Von Manuela Krause. Sera Kalo setzt mit „Jazz Is Punk“ auf Bewegung und Reibung. Mit Improvisation, Spoken Word, Groove und Noise. Ihre Texte kreisen um Identität und spirituelle Suche. Yolanda Wisher & The Afroeaters erinnern uns an die Bedeutung der Rückverbindung zur Natur. Ihr „Nature Gurl“ ist Mutter und Tochter der Erde. Eine wilde Rebellin und bedrohte Spezies, die dem Ruf der Wildnis in sich und um sich herum folgt. Die Band Civil Disobedience blickt zurück auf die 1960er-Jahre, auf jene Praktiken, die Martin Luther King Jr. nutzte, um sich mittels gewaltlosen Protests für Gerechtigkeit einzusetzen.


di – 21.07.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.

23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Frisch – Zuza Jasinska und das Kollektiv So Sorry

Von Holger Zimmer. In Berlin gibt es eine rege Szene von Musikerinnen aus dem FLINTA- Bereich. Jung und fluide – in vielen Beziehungen. Auch die Sängerin Zuza Jasinska gehört dazu. Jasinska ist angesagt, hat am Jazz Institut Berlin studiert und unter anderem mit ihrem Projekt SO SORRY ihr Debüt herausgebracht. Sie wird als Entdeckung am Berliner Jazz-Himmel gehandelt. Der Pressetext schwelgt: „Gefühlvolle Musik an der Schnittstelle von Jazz, Alternative Pop und R’n’B“. Wir schauen da genauer hin.

21:05 – 22:00 +++ DLF
Jazz-Live: Kurt Elling SuperBlue

Ein Konzert voller Soul und Spielfreude, bei dem neben dem Star-Sänger auch die Instrumentalisten voll zum Zug kamen.

Das Projekt „SuperBlue“ ist eine Idee von Kurt Elling und Charlie Hunter, entwickelt während der Corona-Pandemie. Mit neuer Musik gastierten sie und ihre aktuelle Band beim Jazzfest Bonn. Der zweifache Grammy-Gewinner Kurt Elling präsentierte sich als Vollblut-Sänger mit Entertainer-Temperament; und Charlie Hunter vereinte auf seinem Hybrid-Instrument die Funktionen von E-Gitarre und E-Bass. Eine Spielwiese für den bestens aufgelegten Schlagzeuger Marcus Finnie und den Pianisten Kenny Banks jr., der den Ensemblesound mit seinen klassischen Keyboard-Klangfarben wesentlich mitprägt.

Kurt Elling – Gesang; Charlie Hunter – Hybrid-Gitarre; Kenny Banks Jr. – Fender Rhodes-Klavier, Hammond-Orgel; Marcus Finnie – Schlagzeug. Jazzfest Bonn, Bundeskunsthalle, 18. April 2026. Am Mikrofon: Michael Kuhlmann


mi – 22.07.2026


14:05:00 +++ Ö1
Keyboarder Christian Skokan und sein Vienna Sündikate mit Musik zwischen Soul, Funk und Jazz

Vienna Sündikate, ein Bandprojekt des Keyboarders Christian Skokan, besteht aus einem Pool alternierender Musikerinnen und Musiker der Wiener Funk-, Soul- und Jazzszene. Bei dieser Ö1 Radiosession im Studio 2 des Wiener Radiokulturhauses sind das Perkussionistin Iris Camaa, Sänger Peter Dürr, Gitarrist Thomas Hechenberger, Saxofonist Thomas Gensthaler, Trompeter Manfred Holzhacker, Bassist Rue Kostron und Schlagzeuger Samuel Feimer.

Groove und Spielfreude stehen bei den aus der Feder des Bandleaders Christian Skokan stammenden Kompositionen im Vordergrund, wobei es reichlich Platz für spontane Improvisationen geben wird. Die Ö1 Hörerinnen und Hörer dürfen sich auf ein „musikalisches Kraftpaket“ (Pressetext) freuen.

Im ersten Teil des neuen Ö1 Radiosession-Formats spricht Christian Skokan anhand eigens ausgewählter und mitgebrachter Musik über seine Einflüsse und Inspirationen.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.

19:30:00 +++ Ö1
Ríoghnach Conolly & Honeyfeet aus Manchester sowie Die Strottern & Blech aus Wien bei den Winzern Krems

Die fünf Abende bei den Winzern Krems, jedes Jahr der finale Höhepunkt des Festivals Glatt & Verkehrt, starten heute mit Gästen aus Großbritannien und Wien: Die aus Nordirland stammende, heute in Manchester lebende Sängerin, Flötistin und Songwriterin Ríoghnach Conolly und ihre Band Honeyfeet servieren eine mitreißende Mischung aus irischem und britischem Folk – mit sehr bekömmlichen Beigaben aus den musikalischen Universen Soul, Jazz und Ska.

Und das gewitzte Wienerlied -Duo Die Strottern alias Klemens Lendl/David Müller, das 2026 sein 30- jähriges Gründungsjubiläum feiert, präsentiert mit bewährter Blechbläser-Verstärkung (Trompeter Martin Eberle, Posaunist Martin Ptak) das neue Programm „Wia i tua“.

23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin

Von Mauretta Heinzelmann. Das wöchentliches Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: In den Sommerwochen gibt es hier bei uns vor allem aktuelle Musik – außergewöhnliche und wichtige Neu-Veröffentlichungen aller Spielarten des Jazz. Von internationalen Stars und weniger bekannten regionalen Acts, von Funk bis Free, von traditionell bis experimentell – Nicht verpassen!


do – 23.07.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. Die Arktis als musikalische Projektionsfläche

Jedes Eis klingt anders, je nach Herkunft, Alter, Temperatur, Dichte und Reinheit, weiß der norwegische Jazzperkussionist Terje Isungset, der sich seit vielen Jahren darauf spezialisiert hat, Musik mit Instrumenten aus Eis zu schaffen: Eishörner, Eisflöten, Eisperkussion etc. Für jedes seiner Alben werden sie von ihm selbst neu gefertigt aus dem Eis von zugefrorenen Seen, dem Eismeer oder norwegischen Gletschern.

Aber natürlich kann auch etwas abstrakter und mit herkömmlichen Instrumenten der Versuch unternommen werden, den hohen und höchsten Norden in Musik zu fassen. Weite, Leere, Stille und Kälte dieser abgelegenen Weltgegend machen sie zu einer idealen musikalischen Projektionsfläche, die in diesen „Spielräumen“ auch von Schlagzeugerin Anne Paceo und Sängerin Leila Martial aus Frankreich, vom finnischen Trio Berghäll Triality und vom afroamerikanischen Jazzpianisten Sun Ra beleuchtet wird.

21.05-22.00 Uhr +++ DLF
JAZZFACTS: Third Stream, Crossover oder was?

Aktuelle Musik zwischen Philharmonie und Jazzclub. Zeitgenössische Formen der Verbindung von so genannter klassischer Musik und Jazz. Eine Sendung mit aktuellen Beispielen.

1957 proklamierte der Komponist und Dirigent Gunther Schuller den „Third Stream“, eine Fusion der Techniken und Errungenschaften aus Jazz und klassischer Musik. Damals blieben die Bruchstellen in der Wunschverbindung oft deutlich. Heute gibt es eine neue Selbstverständlichkeit von Jazzmusikerinnen und -musikern im Umgang mit klassischen Klangfarben und Kompositionsformen. Das zeigen etwa die Programme des EOS Kammerorchesters aus Köln, das sich „Konzertkonzepte jenseits der Genregrenzen“ auf die Fahnen geschrieben hat. Das Frankfurter Ensemble Modern lädt immer wieder Musiker mit Jazz-Hintergrund ein, und der Jazzpianist Florian Hoefner hat eine sehr jazzmäßige Suite für Kammerensemble komponiert, ganz ohne Improvisation. Von Odilo Clausnitzer

23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Spanische Skizzen (1/2) – Momentaufnahmen der vitalen spanischen Jazz-Szene

Von Thomas Haak. Vor 66 Jahren erschien „Sketches Of Spain“ von Miles Davis. Ein Meisterwerk des Jazz und zudem Nährboden einer blühenden Musiklandschaft, die nach der Diktatur Francos heranwachsen sollte. Vom Joch der patriotischen Folklore befreit, ging dabei vor allem der Flamenco fruchtbare Beziehungen mit dem Jazz ein, was im Zuge eines neuen Freiheitsgeistes zu geradezu exponentiellem Wachstum führte. Befördert durch Wegbereiter wie Paco de Lucía, Jorge Pardo oder Chano Domínguez, deren Pioniergeflechte heute beispielsweise von Daniel García, María Toro oder Lucía Rey fortgesponnen werden.


fr – 24.07.2026


14:05:00 +++ Ö1
Sängerin Dee Dee Bridgewater und ihr energiegeladenes Quartett„We Exist!“ beim Novi Sad Jazz Festival 2025

Praktisch alle wichtigen afroamerikanischen Musikstile der USA hat die 1950 in Memphis, Tennessee, geborene Dee Dee Bridgewater im Laufe ihrer langen Karriere mitgeprägt: R&B, Soul, Funk und Disco, vor allem aber natürlich den Jazz. Als Musicalsängerin im Theater wurde sie ebenso gefeiert wie für ihr Wirken an der Seite von Jazzgrößen wie Max Roach, Sonny Rollins, Dexter Gordon oder Dizzy Gillespie, in der Thad Jones/Mel Lewis Big Band und bald auch für ihre vielen eigenen Produktionen als Solokünstlerin. Und obwohl sie sich selbst einreiht in die herausragenden afroamerikanischen Frauenstimmen der USA, wird sie nicht müde, in ihrer Musik stets auch jene hervorzuheben, die vor ihr kamen und ihr letztlich den Weg bereitet haben: Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Abbey Lincoln, Nina Simone …

Viele Jahre lang war sie Moderatorin der Radioshow „JazzSet with Dee Dee Bridgewater“, sie betreibt ihr eigenes Plattenlabel, produziert ihre Alben selbst und ist weltweit mit ihrer Dee Dee Bridgewater Big Band, im Duo mit Pianist Bill Charlap und mit ihrem Quartett auf Tournee. Letzteres nannte sie„We Exist!“, und dieser Name erinnert nicht zufällig an das legendäre Album „We Insist!“ von Max Roach aus dem Jahr 1961, jene „Freedom Now Suite“, mit welcher der Schlagzeuger – gemeinsam mit Sängerin Abbey Lincoln – eines der wichtigsten politischen Statements des Jazz im Kampf für die Rechte Schwarzer Menschen in den USA setzte. Bei Dee Dee Brigdewater hat der Ausruf „We Exist!“ eine feministische Ausrichtung, das spiegelt sich auch in der Besetzung des Quartetts wider: die US- Amerikanerin Carmen Staaf (Klavier), die Italienerin Rosa Brunello (Bass) und die Französin Julie Saury (Schlagzeug).

Mit „We Exist!“ war Dee Dee Brigdewater in den vergangenen Monaten in Europa, auch in Österreich, unterwegs. Ihr Konzert am 12. Oktober 2025 beim Jazzfestival im serbischen Novi Sad wurde mitgeschnitten und ist jetzt in Ö1 zu erleben.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.

19:30:00 +++ Ö1
Das Trio Hilgeum aus Südkorea und Lukas Kranzelbinders Shake Stew mit Gast Naïssam Jalal bei den Winzern Krems

Hilgeum ist das neue, hippe Gesicht traditioneller koreanischer Musik: Die drei jungen Musikerinnen haben an der Korea National University of Arts in Seoul studiert und sich 2020 als Ensemble formiert. Somin Park spielt die zweisaitige Röhrenspießgeige Haegeum, Yerim Kim und Yoin Cho musizieren auf traditionellen Wölbbrettzithern, erstere auf der sechssaitigen Geomungo, zweitere auf der zwölfsaitigen Gayageum. Das Trio lässt sich von Filmen, Malerei und Videokunst inspirieren, ihre Stücke entstehen aus der Improvisation und gerinnen dann im Probenprozess zu festen Strukturen.

Hilgeum feiert bei Glatt & Verkehrt sein Österreich-Debüt – was man über Shake Stew naturgemäß nicht sagen kann: Das Septett ist seit der Gründung im Jahr 2016 durch Bassist Lukas Kranzelbinder zu einer der gefragtesten Live-Bands nicht nur der österreichischen, sondern der europäischen Jazzszene avanciert. Über einer dichten, polyrhythmischen Groove-Basis zweier Bassisten und zweier Schlagzeuger schweben die Melodien von Trompeter Mario Rom, von Altsaxofonistin und Flötistin Yvonne Moriel (dem Neuzugang der Band!) und von Tenorsaxofonist Johannes Schleiermacher, und sie alle brechen immer wieder zu kraftvollen Improvisationsexkursen auf.

Shake Stew feiert 2026 das zehnjährige Bandjubiläum, bei Glatt & Verkehrt mit einem besonderen Gast: Die syrischstämmige Pariser Flötistin Naïssam Jalal, die vom Jazz immer wieder Brücken in arabische und auch indische Musiksphären schlägt, wird das Ensemble zu Oktett erweitern.

23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Spanische Skizzen (2/2) – Momentaufnahmen der vitalen spanischen Jazz-Szene

Von Thomas Haak.


sa – 25.07.2026


18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz. Homezone – Jazz in Südwest: Das Tomás Cabado Quintett beim 10. SWR Jazz College in Mannheim (3/3)

Von Konrad Bott. Unser SWR Jazz College feiert am 2. Juni 2026 ein kleines Jubiläum! Zum 10. Mal organisieren wir mit den Musikhochschulen Mannheim, Mainz und Stuttgart einen Konzertabend mit Bands von Studierenden. Aus Mainz kommt das Quintett des Gitarristen Tomás Cabado in die Alte Feuerwache nach Mannheim. Tomás Cabado komponiert unter dem musikalischen Einfluss seiner Heimat Argentinien und der vielfältigen Musiktraditionen Südamerikas. Erleben Sie weiche, wendige Gitarrenklänge, die einem zugänglichen, aber vielschichtigen Gesamtklang dienen und lernen Sie den vielseitigen Bandleader im Interview kennen!

19:30:00 +++ Ö1
Sängerin Anja Om & Von Dietrich aus Österreich und die kolumbianisch-französische Sänger-Bassistin Ëda Diaz bei den Winzern Krems

Die steirische Sängerin Anja Obermayer alias Anja Om ist mit kunstvollen A-cappella-Gesängen zwischen Jazz und Pop bekannt geworden, bei Glatt & Verkehrt präsentiert die 36-Jährige – unterstützt durch einen Ö1-Kompositionsauftrag – ein neues Bandprojekt: Im Quintett Von Dietrich sind ihre exquisiten Kolleg:innen – Trompeter Mario Rom, Pianist David Six, Bassistin Beate Wiesinger und Schlagzeuger Tilo Weber – durchwegs Instrumentalist:innen. Anja Om lässt sich für ihre neuen Songs außerdem von Sängerinnen zwischen Nina Simone und Joni Mitchell inspirieren.

Auf diese Uraufführung folgt eine Österreich-Premiere: Geboren in der Bretagne als Tochter einer Französin und eines Kolumbianers, wuchs Sängerin und E-Bassistin Ëda Diaz zwischen den Kulturen auf: In ihrer Band mit Keyboarder Camille Lévy, Gitarrist Anthony Winzenrieth und Perkussionist Baptiste de Chabaneix kombiniert Diaz afrokolumbianische Rhythmen mit elektronischen Beats und komplexen vokalen Loops. Ein Hörerlebnis der anspruchsvollen und dennoch vergnüglichen Art!

23:03:30 +++ Ö1
Die Pianistin Sylvia Bruckner im Gespräch; Patrizia Ferrara und Božidar Radenkovic im Jänner 2026 im Wiener ORF RadioKulturhaus

Die in Wien lebende Pianistin Sylvia Bruckner ist im Bereich der experimentellen zeitgenössischen Musik und der freien Improvisation tätig und hat dieses Jahr bereits zwei Alben veröffentlicht: einerseits „Seven Quartets“ (Ma Records) mit ihrem tschechischen Quartett, bestehend aus Radim Hanousek (Sopran- und Altsaxofon, Bassklarinette), Martin Opršál (Vibrafon, Marimba) und Jakub Å vejnar (Perkussion, Objekte); andererseits das Soloalbum „Austrian Wood“, herausgebracht im April beim renommierten Kölner Label JazzHausMusik. Auf „Austrian Wood“ spielt Sylvia Bruckner Zither, der sie mittels Präparationen – sie verwendet dazu Geigenbögen, Marmorstücke, Spielzeuge, Stricknadeln und vieles mehr – ungehörte Klangwelten entlockt; die Zuhörenden werden regelrecht eingesogen. Es ist Musik, die tief geht und berührt!

Im Ö1 Jazznacht-Studio spricht Sylvia Bruckner über ihre Experimentierfreude, die grenzenlosen klanglichen Möglichkeiten beim Spielen der Zither sowie über das Neuland, das sie betritt, wenn sie zu spielen beginnt und sich dabei immer wieder selbst überrascht.

Außerdem: Patrizia Ferrara und Božidar Radenkovic im Studio 3 des ORF RadioKulturhauses in Wien am 15. Jänner 2026, mit dem Programm „Celeste Nostalgia“. Die österreichisch-italienische Jazzsängerin und Songwriterin Patrizia Ferrara, die u. a. für Klaus Waldecks Electro-Swing-Projekte singt, und der serbische Multiinstrumentalist Božidar Radenkovic (Akkordeon, Gitarre, Bass) arbeiten seit 2025 zusammen. In „Celeste Nostalgia“ vereint das Duo sizilianische und süditalienische Volksmusik mit balkanischen Einflüssen und der Tradition italienischer Cantautori und Cantautrici; dennoch entsteht etwas durch und durch Eigenes.


so – 26.07.2026


00:05:00 +++ Ö1
Die Pianistin Sylvia Bruckner im Gespräch; Patrizia Ferrara und Božidar Radenkovic im Jänner 2026 im Wiener ORF RadioKulturhaus

17:10:00 +++ Ö1
Die Queen of Country-Rock – Linda Ronstadt

Linda Ronstadt ist eine der prägendsten Stimmen des US-amerikanischen Country-Rocks. Geboren am 15. Juli 1946 in Tucson, Arizona, startete ihre Karriere Mitte der 1960er-Jahre in Los Angeles mit dem Trio „The Stone Poneys“. Als Solokünstlerin konnte sie ab Beginn der 1970er-Jahre reüssieren und wurde mit Songs wie „Blue Bayou“,„You’re No Good“ oder „Don’t Know Much“ weltweit bekannt. Ein weiterer Meilenstein gelang Ronstadt 1987 gemeinsam mit ihren engen Freundinnen Dolly Parton und Emmylou Harris. Unter dem schlichten Bandnamen „Trio“ nahmen die drei Country-Ikonen das gleichnamige Album auf, das bis heute als absolutes Meisterwerk der Folk- und Country-Musik gilt.

2013 musste Linda Ronstadt aufgrund einer degenerativen Nervenerkrankung ihre Gesangskarriere beenden. Die „Spielräume Spezial“ mit einem Porträt zum 80. Geburtstag von Linda Ronstadt.

19:05:00 +++ Ö1
Institutionen der Volksmusik: Värttinä aus Finnland und Fanfare Ciocarlia aus Rumänien bei den Winzern Krems

Das Festival Glatt & Verkehrt in Krems wartet zum heutigen Ausklang mit zwei Institutionen europäischer Volksmusik auf: Da ist zum einen die 1983 gegründete finnische Band Värttinä, die sich in ihrer Heimat (und darüber hinaus) längst Kult-Status erarbeitet hat: Geht es – in der aktuellen Besetzung – Susan Aho (Stimme, Akkordeon), Mari Kaasinen (Stimme), Karoliina Kantelinen (Stimme, Flöte, Kantele), Jukka Kyllönen (Schlagzeug), Matti Laitinen (Gitarre, Bass, Stimme) und Lassi Logrén (Violine, Stimme) doch um die Bewahrung des musikalischen Erbes vor allem der Region Karelien und um dessen sanfte Übertragung ins Hier und Heute. Nach mehrjähriger Pause veröffentlichte die Band anno 2025 das Album„Kyly“ und landete dank der gewohnt mitreißenden Musik prompt wieder an der Spitze diverser World-Music-Rankings.

Auch schon 30 Jahre unterwegs ist die Roma-Kapelle Fanfare Ciocarlia die das Abebben des Hypes um die Balkan-Brass-Bands gut überstanden hat. Die zehn Herren aus dem rumänischen Dorf Zece Prâjini, an der Grenze zu Moldawien gelegen, sind noch immer gut in Schuss und werden demonstrieren, dass ihre virtuose, rhythmisch vertrackte Blasmusik einen adäquaten Schlussakkord für die 30. Ausgabe von Glatt & Verkehrt bedeutet.

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