Erstes Konzert mit Publikum im Münchner Schwere Reiter: Johanna Summers „Schumann Kaleidoskop“

Nach gut dreieinhalb Monaten coronabedingtem Konzertlockdown war es letzte Woche dann endlich wieder soweit. Dank des Engagements von Programmchefin Christiane Böhnke-Geisse und ihrem Team finden im Münchner Kulturzentrum Schwere Reiter nun wieder, wenn auch mit Zuschauerbegrenzung, Live-Konzerte statt.


Im Rahmen eines 3-tägigen Pianogipfels mit Masako Ohta und Haruka Ebina stand am zweiten Abend die Pianistin Johanna Summer mit ihrem aktuellen Soloprogramm „Schumann Kaleidoskop“ auf dem Programm. Um es gleich vorweg zu nehmen: es war ein absolut unvergesslicher Abend, den die 25-jährige Pianistin dem Publikum bescherte. Absolut versunken in die Schumann‘schen Kinderszenen entführte Summer die Zuhörer mit ihrem Spiel in neue, ungewohnte Sphären. Klassische Motive wie „Mai, lieber Mai“ oder „Haschemann“ werden zitiert und in ihren Klangkosmos transferiert. Perlende Läufe und Gespür für Zwischentöne prägen die unvoreingenommene Herangehensweise von Johanna Summer an ihren Robert Schumann. Gefühl trifft Freiheit, kombiniert mit inspirierten Improvisationen, ohne Pathos vorgetragen, intensiv gespielt, suchend, aber nie effektheischend oder epigonenhaft. Ungemein spannende Klangwelten tun sich da auf. Klangzauber pur!

Was haben uns solche unvergesslichen Momente in der letzten Zeit gefehlt!
Das Publikum dankte es mit tosendem Applaus und auch bei der Zugabe blieb Johanna Summer ihrem Motto treu. Mit Schumanns „Von fremden Ländern und Menschen“ entließ sie ihre begeisterten Zuhörer in die kühle Sommernacht.

 

Weitere Summer-Programmtipps:

 

  • Im Herbst sendet das Musikmagazin KlickKlack im Bayerischen Fernsehen einen Bericht über Johanna Summers „Schumann Kaleidoskop“ Auftritt im Schwere Reiter.

 

Fotos & Text: Thomas J. Krebs

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