Jazzfest Berlin 2017. Foto: Martin Hufner
Jazzfest Berlin 2017. Foto: Martin Hufner

Jazzfest Berlin 2019: Am 31. Oktober eröffnet Anthony Braxtons „Sonic Genome“ das Festival 

Die Berliner Festspiele veranstalten das 56. Jazzfest Berlin vom 31. Oktober bis zum 3. November. An den vier Festivaltagen feiern fünf Projekte ihre weltweite Premiere, fünfzehn ihre Deutschlandpremiere. Neben der ARD und dem Deutschlandradio mit zwei Live-Übertragungen und der ARD Jazznacht wird 2019 als neuer Medienpartner Arte Concert das Festival mit zwei Live-gestreamten Abenden erlebbar machen. Außerdem wird die sechsstündige Festivaleröffnung als Video gestreamt und von Deutschlandfunk Kultur mit der ARD als Soundart-Stück für den Hörfunk produziert.


Das Jazzfest Berlin 2019 (31. Oktober bis 3. November) stellt Kollektive, Grenzgänger*innen und internationale Begegnungen in den Fokus und feiert zahlreiche Premieren neuer Stimmen und interdisziplinärer Kreationen. An den vier Festivaltagen werden insgesamt rund 200 Musiker*innen aus mehr als 15 Ländern auftreten, wobei die internationalen Gäste auf die Musiker*innen der Berliner Szene treffen und sich bei den zahlreichen Neuproduktionen des Festivals zu gemeinsamer Arbeit verbinden. Für die aufwendigen Proben des in Berlin erst zum dritten Mal weltweit zur Aufführung kommenden „Sonic Genome“ von Anthony Braxton sind alle Beteiligten im Gropius Bau zusammengekommen: 14 Musiker*innen aus Braxtons engstem Umfeld (Tri-Centric Foundation), 39 Musiker*innen aus der Musikszene Berlins (Andromeda Mega Express Orchestra, Trikster Orchestra, KIM Collective, Musiker*innen aus der Echtzeitmusik) und sechs Mitglieder des Australian Art Orchestra. Das transatlantische Großprojekt, eine sechsstündige Performance mit sich ständig neu formierenden Musiker*innen, bildet den Auftakt für den Anthony Braxton Focus, der mit einer Ausstellung seiner Partituren, vier Diskursveranstaltungen und der Aufführung seines Kompositionssystems „ZIM Music“ zum Festivalabschluss ausgewählte Aspekte seines Schaffens vertieft.

Live-Stream am 31.10.2019 ab 19:30

Neben dem Aufbau der Braxton-Ausstellung im oberen Foyer des Festspielhauses lässt das KIM Collective die Klanginstallation „Garden of Hyphae“ wachsen, die an zwei Festivalabenden bespielt wird und letztendlich in der Premiere der multimedialen „Fungus Opera“ auf der Großen Bühne gipfeln wird. Mitglied des jungen Kollektivs ist auch die Wahlberlinerin und Gitarristin Julia Reidy. Ihr neues Auftragswerk „Backlit Distance“ feiert am Freitagabend seine Weltpremiere, aufgeführt vom Australian Art Orchestra. Ebenfalls am Freitagabend bringt der Berliner Schlagzeuger Christian Lillinger sein Projekt „Open Form for Society“ zur Aufführung, dessen Live-Premiere gerade bei den Donaueschinger Musiktagen gefeiert wurde. Eine weitere Weltpremiere ist die „Suite“ der in Berlin ansässigen türkischen Vokalistin Cansu TanrÄkulu und ihrem Trio Melez. Musiker*innen aus den USA, Brasilien, Frankreich, Portugal, Norwegen, Schweden, Dänemark, Österreich und Berlin gestalten die Late Night Labs, das neue Format für interdisziplinäre Zusammenarbeit beim Jazzfest Berlin 2019. Sie bespielen die zur Konzertarena umgestaltete Große Bühne im Festspielhaus in stets wechselnden Formationen.

Weitere Highlights von Grenzgänger*innen beim Festival sind die vom Hip-Hop beeinflußten Formationen: The Young Mothers, James Brandon Lewis mit seinem UnRuly Quintet und der Trompeter Ambrose Akinmusire mit der Deutschlandpremiere seines Albums „Origami Harvest“ sowie die Multiinstrumentalistin Angel Bat Dawid aus Chicago und die Vokalistin und Kantele-Spielerin Sinikka Langeland. In Soloauftritten sind die Pianist*innen Eve Risser, Brian Marsella und Elliot Galvin sowie der Gitarrist Miles Okazaki zu erleben. Der politische Aktivist und rebellische Gitarrist Marc Ribot wird zum ersten Mal beim Jazzfest Berlin auftreten, zusammen mit Bassist Nick Dunston, Saxophonist Jay Rodriguez und Schlagzeuger Chad Taylor.

Zentraler Veranstaltungsort des Jazzfest Berlin 2019 ist das Haus der Berliner Festspiele mit seinen verschiedenen Bühnen. Weitere Spielorte sind der Gropius Bau, das A-Trane, das Quasimodo und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.

Die Konzerte des Jazzfest Berlin 2019 werden von den ARD-Rundfunkanstalten und Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und teilweise auch LIVE gesendet.
Der Eröffnungsabend wird von den Berliner Festspielen live als Video gestreamt, die Festivalabende im Haus der Berliner Festspiele am Freitag und Samstag von Arte Concert.


  • Wir werden wieder mit Berichten und Fotos vom Jazzfest zeitnah berichten.
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