25 Jahre Blue Note Jazz-Initiative Bad Kreuznach e.V

Die Jazz-Initiative zählt seit Jahrzehnten mit ihren Open-Air-Konzerten und Konzertreihen  zu den  Aktivposten der Bad Kreuznacher Kulturszene. Unter dem Projekt -Titel  „Jazz in der Stadt“ steht die Initiative für   hochkarätige  und vielfältige Live-Jazz-Konzerte, die regelmäßig in Bad Kreuznach stattfinden.  Sie bietet seit dem primär eine Plattform für die aktuelle  Jazzszene und für Jazzmusiker aus der Region. Insbesondere die junge deutsche Jazzgeneration steht im Focus der Programmgestaltung. Die Reihe Jazz in der Stadt wurde mehrmals für ein kulturell herausragendes Livemusikprogramm  von dem Bundesministerium für Kultur und Medien mit dem Spielstättenprogrammpreis  ausgezeichnet und die Jazz-Initiative ist zudem Sonderpreisträger für Kultur der Stadt Bad Kreuznach. Anlässlich des 25. Geburtstags veranstaltet die Jazz –Initiative von September bis Dezember vier Jubiläumskonzerte mit Künstlern aus der ersten Reihe der deutschen Jazz-Szene . Die Reihe startet am 20.09. mit einem Open-Air Konzert im Kurpark von Bad Kreuznach. KUU! , eine Jazzband auf der Höhe der Zeit, wird diesen außergewöhnlichen Abend gestalten.  Jelena Kuljic, Kalle Kalima, Christian Lillinger und Frank Möbius sind die Protangonisten einer umwerfenden ausdrucksstarken Musik . Dieses Konzert dürfen alle Jazzbegeisterten bei freiem Eintritt genießen. Dann folgt am 25.10. ein …

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Enthoben und entrückt: Jörg Brinkmann Trio auf dem Gelsenkirchener Nordsternturm

Text und Fotos von Stefan Pieper. Weit reicht der Blick vom Gelsenkirchener Nordsternturm über das Ruhrgebiet. Lichter funkeln – und einige letzte Stahlwerke und Fabriken schicken vereinzelte Feuerstöße in den Nachthimmel. Die mächtigen Stahlräder im Maschinenhaus, welche einst die Aufzüge in die Tiefe der Schächte entließen, stehen heute still. Das Maschinenhaus ist heute eine spektakuläre Musikspielstätte, welche durch die Konzertreihe „Fine Art Jazz“ für den Jazz erschlossen wurde – an diesem Abend fühlt sich das Trio um den Cellisten Jörg Brinkmann in einem solchen Umfeld sichtlich wohl. Brinkmann, der heute in Bochum lebt, wollte im Alter von 15 Jahren nicht einfach nur die Kompositionen anderer, meist toter Komponisten nachspielen. Infiziert von Rock und Blues begann er, über harmonische Schemata zu improvisieren. Die Initialzündung wirkte nachhaltig: Heute spielt er so ganz das, was ihm die eigene innere Stimme sagt – und das hat ihn zum wohl prominentesten Crossover-Jazz-Cellisten im Lande werden lassen. Er verleugnet seine klassische Prägung dabei in keinem Moment. Sein Ton, den er auf seinem über 200 Jahre alten Instrument erzeugt, wirkt mächtig geerdet und berührt tief. Auch und vor allem, wenn Brinkmanns Spiel …

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