Amaro Freitas Trio

Amaro Freitas Trio in Regensburg

Obrigado – ihr seid unglaublich! Jazz, Naturklänge und brasilianische Regenwaldstimmung im Leeren Beutel Beim Anblick des Amaro Freitas Trio, das durch den Mittelgang im Leeren Beutel Regensburg die Bühne enterte, konnte man auf die Idee kommen, ein Konzert mit wenig Abstufungen und Nuancen stünde bevor. Zwei der Musiker, Bassmann Sidiel Vieira und Rodrigo Braz am Schlagzeug waren ganz in weiß gewandet, lediglich Namensgeber Freitas am Flügel trat in schwarz auf, dem internationalen Bekleidungscode der Kunstszene. Nach dem ersten langen Stück, das vor Energie, Tempo und Abwechslung barst, war diese einschränkende Vorstellung komplett pulverisiert. Was der Pianist aus dem nordöstlichen Brasilien in diese Komposition alles hineingepackt hat, würde bei manchen anderen Musikern für ein ganzes Album oder mehr reichen. Es fanden sich darin brachiale freie Passagen, die in der Form, weniger in der Kompromisslosigkeit und Härte an Cecil Taylor erinnerten. Werbung Genauso gut schien der 35-jährige Tastenzauberer auch den üppigen Stil eines McCoy Tyner, wie becircende Minimalisten und moderne Romantiker des Klaviers zu kennen. Abrupt wechselte er vom wilden funkensprühenden Ritt in eine fast süßliche Melodie, die mit rhythmischer Raffinesse von seinen Mitmusikern gebrochen wurde. Dann …

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