Moritz Eggert

+++news+++Uraufführung: Moritz Eggerts „ABC of Love“+++Jazzmeeting Wuppertal+++

+++Uraufführung: Moritz Eggerts „ABC of Love“+++ Am Freitag, den 6. November 2026, um 20 Uhr wird in Hamburg Moritz Eggerts neues Werk „ABC of Love“ für das Non-Piano Ensemble uraufgeführt. Die Premiere findet im Rahmen von „RAVELations“, dem diesjährigen Non-Piano Toy Piano Weekend, statt. Ursprünglich hatte Eggert ein“ABC of Hate“ im Sinn, doch wegen der ohnehin allgegenwärtigen Negativität entschied sich der Komponist bewusst für das Gegenteil. Entstanden ist eines seiner, wie er selbst sagt, „cutesten“ Stücke: eine freundliche, liebenswürdige Komposition, die zugleich von feiner Ironie und einer gewissen Melancholie durchzogen ist. Auch die Besetzung ist außergewöhnlich und beinahe einzigartig: vier Toy Pianos in einer ausgeprägt polyphonen Komposition. Ergänzt werden die kleinen Klaviere durch Smartphone-Apps als eigene Instrumente. Dahinter steht die Idee einer modernen Hausmusik: Mit einfachen, kostengünstigen Instrumenten ließe sich das Werk prinzipiell an nahezu jedem Ort aufführen. Das diesjährige Festival „RAVELations“ nimmt Maurice Ravels vor rund 100 Jahren uraufgeführte Kurzoper „L’enfant et les sortilèges“ (Das Kind und der Zauberspuk) zum Ausgangspunkt. Inspiriert von Ravels fantasievoller Klangwelt entsteht ein Programm, in dem Spielzeuginstrumente, Alltagsgegenstände und Elektronik auf zeitgenössische Kompositionen treffen. Neben Eggerts „ABC of Love“ …

Weiterlesen
Jan Garbarek Group

Jan Garbarek Group feat. Trilok Gurtu in der Münchner Isarphilharmonie

(Text und Fotos: Robert Fischer) Der britische Schriftsteller Nick Hornby berichtet in seinem Buch „31 Songs“, wie er im Jahr 1975 die damals schwer angesagte Rockband Led Zeppelin in einem Konzert im Londoner Earls Court hörte. Während einer der zahlreichen Instrumentalsoli sei er mal eben rausgegangen, die Earls Court Road hinunter, habe ein Pint Bier getrunken und eine Partie Poolbillard gespielt – doch als er zurückkam, sei das Solo noch immer nicht zu Ende gewesen. Ganz so schlimm war es bei der Jan Garbarek Group in der Münchner Isarphilharmonie nicht. Aber fast. Oder genauer: anders. Denn während die von Nick Hornby geschmähten, in Wahrheit für ihre Zeit und ihr Genre ungewöhnlich innovativen Soli der Musiker von Led Zeppelin oft den (von Hornby also bei einem Pint Bier verpassten) Höhepunkt ihrer Shows markierten, haben die der Jan Garbarek Group nur eines mit den britischen Luftschiffern der Siebzigerjahre gemein: Sie sind (nicht manchmal, sondern leider immer) zu lang. Was schade ist, denn sie könn(t)en das ja auch anders (besser). Werbung We always solo and we never solo Möglich, dass die Jan Garbarek Group an diesem Montag, den 26.10.2026, …

Weiterlesen
Miriam und Dexter

Für die Ewigkeit – Abschied von der Schweizer Jazz-Diva Miriam Klein

Jazz für die Ewigkeit (Text und Foto: David Klein) Das Herz der Basler Sängerin Miriam Klein, die mit Jazzgrößen wie Dexter Gordon, Roy Eldridge, Mal Waldron, Slide Hampton, Kenny Clarke, Billy Cobham, George Mraz und Sir Roland Hanna zusammenarbeitete, hat am 02. Oktober 2026 im Alter von 89 Jahren in ihrer Heimatstadt Basel, im Kreise ihrer geliebten und liebenden Familie, aufgehört zu schlagen. Werbung Miriam Klein ist in der Jazzgeschichte eine absolute Ausnahmeerscheinung. Keine andere europäische Sängerin arbeitete in vergleichbarem Umfang mit den Größen des amerikanischen Jazz zusammen und fand international eine ähnliche Anerkennung.  In einer sowohl künstlerisch als auch geschäftlich von Männern dominierten Industrie behauptete sie sich ohne professionelle Vertretung als eigenständige Musikerin und Unternehmerin in eigener Sache. Gleichzeitig zog sie vier Kinder groß, für die sie über weite Strecken allein verantwortlich war. Ohne Management, ohne Konzertagentur – von Computer, Internet und iPhone ganz zu schweigen – gelang es ihr, eine internationale Karriere aufzubauen. Ihre Engagements organisierte sie am Esszimmertisch des Einfamilienhauses der Familie am Basler Sonnenweg. Sie verhandelte mit Veranstaltern, buchte ihre Konzerte und kümmerte sich um sämtliche organisatorischen Belange ihrer Karriere. Damit …

Weiterlesen
Werbung
Klaus Doldinger

+++news+++Jazzclub Hürth+++Klaus Doldinger+++36. Jazzfest München+++

+++Jam-Session, Gedenken und Weltklasse-Jazz in Hürth+++ Der November 2026 wird beim Jazzclub Hürth abwechslungsreich. Mit einer offenen Jam-Session, einem Konzert mit dem international gefeierten Gitarristen Joscho Stephan und dem Jerry Lu Trio, einer Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht und einer hochkarätigen Albumpräsentation zeigt der Verein sein vielfältiges kulturelles Engagement. Dabei geht es nicht allein um Unterhaltung, sondern auch um Begegnung, Nachwuchsförderung und gesellschaftliche Verantwortung. Am Dienstag, 3. November um 19 Uhr, startet das Programm mit der offenen Jam-Session im Jazzkeller Hürth-Gleuel. Den Auftakt gestaltet das fünfköpfige Wesselswerth Quintett mit dem Lebenswerk von Jazztrompeter Quincy Jones, einem der einflussreichsten Musiker, Arrangeure und Produzenten des 20. Jahrhunderts. Anschließend gehört die Bühne allen, die Lust haben, selbst Musik zu machen. Werbung Am Mittwoch, 4. November um 20 Uhr, folgt ein musikalischer Höhepunkt. Das Jerry Lu Trio empfängt mit Joscho Stephan einen der international herausragenden Gitarristen des modernen Gypsy-Swing. Die drei Musiker verbinden die Tradition des klassischen Swing und Bebop mit modernen Einflüssen und einer gehörigen Portion Spielfreude. Eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht von 1938 findet am Montag, 9. November um 19 Uhr in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums findet statt. Mit …

Weiterlesen
Stephan Weiser

+++news+++Jazzkonzert mit Stephan Weiser+++Deutscher Jazzpreis+++Hommage an Duke Ellington+++

+++Jazzkonzert mit Stephan Weiser+++ Am Freitag, den 23. Oktober um 19:30 Uhr spielt der Münchner Jazzpianist Stephan Weiser ein Solo-Piano-Konzert bei Piano Metz by DAUM in Regensburg. Weiser – seines Zeichens klassisch ausgebildet am Salzburger Mozarteum und später im Jazzpiano bei Prof. Leonid Chizhik an der Hochschule für Musik und Theater München – öffnet in seinem improvisierten Konzertprogramm „Spirits“ musikalische Räume in einem Spannungsfeld aus erzählerischer und expressiv-anmutiger Musik. Inspiriert durch den Moment entsteht ein Konzert, das mit der ganzen Farbpalette spielt und das Publikum am Schaffensprozess teilhaben lässt. Darüber hinaus ist er als Dozent für Piano an der Neuen Jazzschool München aktiv. Seine Musik zeichnet sich durch eine feine Balance aus Improvisation, melodischer Tiefe und stilistischer Offenheit aus – und immer wieder aufs Neue durch die Lust am Reflektieren und die Freude am Experimentieren. Mehr Infos unter: www.pianometz.com Werbung Beitragsbild: Stephan Weiser, Foto: Markus Wagner +++Deutscher Jazzpreis kommt 2027 nach Leipzig+++ Der Deutsche Jazzpreis wird am 2. Juni 2027 im Schauspiel Leipzig zum siebten Mal verliehen. Damit kommt die Auszeichnung für die vielfältige Jazzszene in Deutschland erstmals nach Leipzig. Die Bewerbungsphase für den Deutschen …

Weiterlesen
Werbung
Johna Edwards beim MMi Festival

+++ news +++ MMi Festival +++ Fördertour Bayerischer Jazzverband +++

+++MMi Festival für freie improvisierte Musik+++ Am 21. und 22. November findet in München das MMi Festival für freie improvisierte Musik statt. Bei den Konzerten treffen 19 Künstler:innen aufeinander, die in diesen Konstellationen noch nie miteinander gespielt haben. Darunter sind im neuen Line-Up Barry Guy, John Edwards, Joëlle Léandre, Ute Wassermann, Agustí Fernández, Jordina Millà, Vasco Trilla, Don Malfon, Barbara Togander, sowie aufstrebende jüngere Musiker:innen. In diesem Rahmen finden im Einstein Kultur an beiden Festivaltagen jeweils vier rund 45- bis 60-minütige Konzerte statt: zwei am Nachmittag und zwei am Abend. Dazwischen haben die Zuschauer:innen die Möglichkeit, im Einstein Kultur gemeinsam mit den Künstler:innen zu Abend zu essen: Das Publikum erlebt sie nicht nur auf der Bühne, sondern kann sie persönlich kennenlernen. Im Kern geht es bei MMi um Verbindung: zwischen Musiker:innen, Publikum und Kulturen. Als reisendes Projekt baut es Brücken zwischen lokalen Szenen und internationalen Künstler:innen. Werbung Auf der Bühne treffen in fast allen Fällen zwei bis vier Musiker:innen aufeinander, die in dieser Konstellation noch nie miteinander gespielt haben – und lassen den Moment entscheiden: ohne Absprachen, ohne feste Rollen, nur mit offenen Ohren, geschärften …

Weiterlesen

Der Fotograf Ssirus W. Pakzad in der Unterfahrt

Face To Face – Soul To Soul ist Ssirus W. Pakzads erste Einzelausstellung seit 2010. Nachdem sie zuerst im Rahmen des 67. Ljubljana Jazzfestivals im „Cancarjev dom“ gezeigt wurde, ist sie nun vom 4. Oktober bis 12. Dezember in der Münchner Unterfahrt zu sehen. Jüngere Farbfotos von Odean Pope, Melissa Aldana, Patricia Brennan, Jamaaladeen Tacuma, Adam O´Farrill, Guillaume Perret oder Mark Shim machen gut die Hälfte der Exponate aus. Die andere besteht aus Schwarzweiß-Aufnahmen, die bis ins Jahr 1990 zurückreichen – von Größen wie Roy Hargrove, Ornette Coleman, Erykah Badu, Al Green, Anita Baker, Macy Gray, Ravi Coltrane, Don Cherry, Joe Zawinul oder Dee Dee Bridgewater. Einige dieser intimen close up-Portraits gelten heute als junge Klassiker der Jazz-Fotografie. Kuratiert wurde die Ausstellung vom slowenischen Fotografen und Filmemacher Žiga Koritnik. Werbung Ssirus W. Pakzad (* 1961) arbeitet seit Mitte der 80er Jahre als Autor, Fotograf, Moderator (Bayerischer Rundfunk, SWR Kultur) und Musik-Journalist mit Schwerpunkt Jazz. Seine Bilder finden sich auf über hundert Album- und mehreren Dutzend Buch-Covers und waren bislang in elf Einzel- und vier Gruppenausstellungen in Europa zu sehen.

Weiterlesen

Matthias Creutziger in der Schlossgalerie Wildenfels

Matthias Creutziger: „Jazz und andere Welten.“ Eine Fotoausstellung in der Schlossgalerie Wildenfels Anlässlich des bevorstehen 75igsten Geburtstages des Fotografen Matthias Creutziger lädt ihn sein Geburtsort Härtensdorf/Wildenfels am Samstag, den 26. September 2026, 17 Uhr, zu einer Ausstellung ein. Die Ausstellungseröffnung findet im klassizistischen Schlosssaal der Schlossgalerie Wildenfels statt. Werbung Begrüßung: Tino Kögler | Bürgermeister Stadt Wildenfels Laudatio: Gerd Püschel | Schriftsteller Grußwort: Dr. Agnes Matthias | Deutsche Fotothek Musik: Günter Baby Sommer Matthias Creutziger gehört zu den profiliertesten Musikfotografen unserer Zeit. Doch sein Werk weist weit darüber hinaus. Die Retrospektive anlässlich seines 75. Geburtstags zeigt neben Jazz und Klassik auch jene anderen Welten, die er fotografisch entdeckte: auf Reisen oder in der Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Matthias Creutziger, geboren 1951 in Härtensdorf, als Autodidakt, der schnell eine eigene Handschrift entwickelte. Er begleitete und prägte mit seinen Aufnahmen die lebendige und international vernetzte Free Jazz-Szene nicht nur in Dresden, sondern dokumentierte auch die Festivals in Ostberlin, Prag oder Warschau. In der Bundesrepublik, in die er 1988 übersiedelte, setzte er sein Engagement für den Jazz fort, um nach der Wende auch in Österreich und in der Schweiz …

Weiterlesen

Cymande und Gil Scott-Heron by Brian Jackson und Yasiin Bey – gehört bei Jazz à la Villette, Paris

(Von Kat Pfeiffer) Eine Reise in die Siebzigerjahre, nach New York und London, zu zwei afro-karibisch verwurzelten Realitäten. Beide verbinden kulturell und musikalisch mehrere Generationen, unterschiedliche Hautfarben und bleiben aktuell. Cymande Als ich am 2. September 2026 die Halle Grande der La Villette betrete, laufe ich direkt auf die am Tisch sitzende Musikgeschichte zu: Bassist Steve Scipio, Vokalist Ray Simpson und Gitarrist Patrick Patterson erzählen im Interview für das französische Radio von ihrer 60-jährigen Freundschaft, den Anfängen von Cymande, als sie in London nah beieinander gewohnt haben, und warum auf dem Plattencover ihres ersten Albums Cymande (1972) eine Taube zu sehen ist. Mein Herz schlägt schneller, als ich die halb-analog ausgerichtete Street-Kamera aus der Tasche nehme. Schaffe ich es jetzt, scharf zu stellen? Werbung Cymande spielt zuerst. Den Dreier-Original-Stamm der Band ergänzen Tony Kofi (aka Denis Cofie) – Soprano- und Altsaxophon, Kevin Davy – Trompete, Denys Baptiste – Tenorsaxophon und Flöte. Die Bläser ziehen das Ganze schon am Anfang in Sweeden richtig stark funky nach vorne. Donovan Gervais spielt Keyboard, Richard Bailey Schlagzeug und Donald Gamble Percussion. Mit dem Get it Back drängt die Psychedelik …

Weiterlesen

+++ news +++ Konzerte in Hürth +++ Lottermoser LJJO Hamburg +++

+++ JP Weber und Michael Kuhl mit „Two-Night-Stand“ +++ Zwei Abende zwischen Mainstream-Jazz, kölschen Klassikern und großen Songs am 7. und 8. Oktober 2026 im Hürther Jazzkeller Der Jazzkeller Hürth lädt zu zwei besonderen Konzertabenden ein: Am Mittwoch, 7. Oktober, und Donnerstag, 8. Oktober 2026, stehen JP Weber und Michael Kuhl gemeinsam auf der Bühne. Das Duo verbindet Mainstream-Jazz mit bekannten Songs, kölschen Klassikern und viel Raum für musikalischen Dialog. Werbung Griff zur Gitarre JP Weber, vielen als Kölsch-Kabarettist, Musiker und Komponist sowie unter seinem Beinamen „Die Flitsch“ bekannt, greift für diese beiden Abende zur Jazzgitarre. An seiner Seite spielt Michael Kuhl Trompete, Flügelhorn und Ventilposaune. Weber beschreibt das Programm als „wohlklingende Musik von Nat King Cole bis Miles Davis Mainstream-Jazz, der Song-Charakter hat“. Auf dem Programm stehen unter anderem Klassiker wie „Georgia on My Mind“, „Route 66“, „All of Me“ und Charlie Chaplins „Smile“. Besonders reizvoll sind die Arrangements kölscher Stücke. Songs wie „Du… (bess die Stadt)“ und „En unserem Veedel“ von den Bläck Fööss erscheinen in intimen, jazzigen Fassungen und eröffnen neue Perspektiven auf bekannte Melodien. Dabei stehen nicht Effekte, sondern Klang, Zusammenspiel und …

Weiterlesen