Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Aktuell bekommen wir nutzbare Informationen nur vom SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 26.10.2026
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight
Von N.N.. Eine Person? Ein Thema? Oder doch ein Konzert? Montags gehen wir in die Tiefe und werfen ein Schlaglicht auf Musik und Musikschaffende aus der internationalen und nationalen Jazzszene. Erleben Sie Porträts von außergewöhnlichen Künstler*innen oder fantastische Konzertaufnahmen. Abwechselnd tragen alle unsere Sender dazu bei – mit eigener Handschrift und eigenem Fokus. Denn wir alle finden: Jazz gehört ins Spotlight.
23:03:00 +++ Ö1
(Astro)physikalische Irritationen beim ORF musikprotokoll – Imaginäre Klangwelten jenseits der Wahrnehmungsschwelle
Das ORF musikprotokoll im steirischen herbst hat sich heuer unter dem Motto “Supernova” auf die Suche nach dem Ursprung begeben. Zahlreiche Künstler:innen spürten in ihren Werken der Verbindung zwischen dem Mikro- und dem Makrokosmos nach, viele davon sind extra für unser Festival entstanden.
Einen Kristallisationspunkt bildeten die Ausstellung „Supernova“ und das Symposium „Space, Time and Material: Trajectories between Art and Science“ mit Lehrenden, Forschenden und Studierenden der Kunstuniversität Graz und der Universität Graz. Inspiration schöpften diese bei der SciArt Dialogue Week 2026 am CERN. Die SciArt Dialogue Week wird von art@CMS/ORIGIN veranstaltet und fand dieses Jahr auf Miteinladung des ORF musikprotokoll statt.
Kein anderer Künstler hat sich derart fundiert mit der wissenschaftlichen Arbeit am CERN beschäftigt wie Chris Henschke. In seinem neuen audiovisuellen Werk „Beyond the Quantum Horizon“, das ebenfalls von der SciArt Dialogue Week 2026 inspiriert wurde, widmet sich Henschke der Erforschung der Quantenfelder.
Der Titel des Stückes „In die Sonne“ von Elisabeth Schimana ist wörtlich zu verstehen, denn die Komposition lädt zu einer imaginierten Reise in das Zentrum dieses gigantischen, leuchtenden Gaskörpers ein, ohne dessen Strahlung es kein Leben auf der Erde gäbe.
In „Worlds / Graz“, einer begehbaren Klanginstallation von Sounding Future, konnten die Besucher:innen in drei interaktive Klangwelten eintauchen, die physikalische Gesetzmäßigkeiten grundlegend hinterfragen. Natasha Barrett übertrug eine astrophysikalische Irritation ins Akustische: 2018 wurden Galaxien entdeckt, in denen Dunkle Materie – jene unsichtbare Substanz, die Galaxien zusammenhält – schlicht fehlt. Otto Iivari und Gerriet Krisha Sharma spannten Räume auf, in denen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderflossen und Klang keiner zeitlichen Linie folgte, sondern als räumliche Masse erlebt werden konnte. Gestaltung: Susanna Niedermayr
di – 27.10.2026
NIX
mi – 28.10.2026
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin
Von Mauretta Heinzelmann. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen.
do – 29.10.2026
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz and More
Von Martin Kersten. Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation – hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur.
23:03:00 +++ Ö1
„Klang-Himmels-Körper“ im kunst labor – Die Sound-Art-Community CMKK beim musikprotokoll im steirischen herbst
Nach einem öffentlichen Workshop im esc medien kunst labor brachten Künstlerinnen und Künstler der Sound-Art-Community CMKK (ComputerMusik und KlangKunst) im Rahmen des ORF musikprotokoll im steirischen herbst ihr Instrumentarium in einem Konzert zum Klingen. Aus einer Reihe verschiedenster Klangquellen – von Perkussion und E-Gitarre über Spielzeugauto bis Laptop – entfaltete sich der Sound manchmal rieselnd, manchmal strömend.
Stimmen, Geräusche und stille Momente aller Anwesenden sind dabei zu einem gemeinsamen „Klang-Himmels-Körper“ geworden. Mit Beiträgen von Mattia Benedetti, Francesco Gulic, BAD TOKEN, Carmen Pomet, Jess Robinson, Anton Stuk, Justyna Tobera, Lars Tuchel und weiteren. Ein Mitschnitt vom Samstag, 10. Oktober 2026. Gestaltung: Werner Ranacher
fr – 30.20.2026
NIX
sa – 31.10.2026
18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Homezone – Aufbruch ins Abseits (1/2)
Von Ulrich Kriest. Das (auch heroische) Scheitern hat das Besteck des Jazz-Diskurses für die Geschichte reserviert. Die Gegenwart des Jazz signalisiert Marktgesättigtheit und bietet im Ausgleich eine Handvoll nicht transparenter Fördertöpfe. Mit welchen Strategien und Überlegungen begegnen junge Musiker*innen der stark eingeschränkten Aufmerksamkeitsökonomie der Szene, um ihre Kunst sicht- und hörbar zu machen, ohne „denen ihr Spiel“ zu spielen? Eine Gesprächsrunde zur Lage, ihren Widersprüchen, Hoffnungen und Utopien – u.a. mit Tim Stohmeier, Marco Sickinger, Iris Eckert, Lars Toepperwien, Samuel Restle. (Teil 2, Samstag, 7. November 2026, 18.20 Uhr.
so – 01.11.2026
00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); Savina Yannatou, Christian Reiner und Sofia Labropoulou im Februar 2026 im ORF RadioKulturhaus
Am 13. Februar 2026 eröffnete die griechische Sängerin Savina Yannatou gemeinsam mit dem Sprecher und Text-Improvisator Christian Reiner und der in Wien lebenden griechischen Kanun-Spielerin Sofia Labropoulou die zweite Ausgabe der Wiener Konzertreihe „Unbounded Sounds“. Im Studio 3 des ORF RadioKulturhauses entstand ein improvisierter musikalischer Dialog zwischen Stimmklang, Wort und Saitenresonanz. Die Konzertreihe „Unbounded Sounds“ wurde 2025 von Sofia Labropoulou gegründet. Sie ist eine Plattform für zeitgenössische Klangforschung durch kollektive Kreation und verbindet internationale Künstler:innen mit Musiker:innen aus oder in Österreich.
Sofia Labropoulou schreibt dazu auf der Website der Reihe: „Unbounded Sounds ist meine Einladung, das grenzenlose Potenzial des Dialogs durch Musik zu erkunden.“
17:10:00 +++ Ö1
Die Ursprünge der marokkanischen Gnawa-Tradition und ihre Verbindungen zum Gegenwartsjazz
Die Ursprünge der Gnawa-Musik finden sich in Ritualen von nach Marokko verschleppten west- und zentralafrikanischen Sklaven und Sklavinnen. Getragen wird die Musik von der dreisaitigen Gimbri und den metallischen, eisernen Qraqibs, die den pulsierenden Rhythmus vorgeben. Gemeinsam bilden sie das musikalische Zentrum der sogenannten Lila (arabisch für Nacht), einer nächtlichen Heilungszeremonie, die Musik, Trance und Geisterbeschwörung vereint. Im Jahr 2019 nahm die UNESCO diese Tradition in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.
Als einflussreiche und prägende Meister (Maâlems) dieser Musik gelten Mahmoud Ghania mit seinem virtuosen Spiel auf der Gimbri sowie Hamid El Kasri und Abdelkbir Marchane. Auch der Jazz näherte sich immer wieder der Gnawa-Tradition an. Der US-amerikanische Pianist Randy Weston ließ sich 1968 für einige Jahre in Marokko nieder und veröffentlichte 1994 das Album „The Splendid Master Gnawa Musicians of Morocco“. Eine Verbindung zum österreichischen Jazz ergibt sich einerseits über den berühmten Wiener Keyboarder Joe Zawinul, in dessen Band The Zawinul Syndicate der Marokkaner Aziz Sahmaoui spielte, der nach Zawinuls Tod 2007 mit seinem eigenen Projekt University of Gnawa den Trance-Groove weitertrug. Und andererseits setzt Shake Stew-Mastermind Lukas Kranzelbinder die Gimbri regelmäßig in den Konzerten ein.
Die Spielräume Spezial mit einem Blick auf die rituellen Wurzeln und die großen Meister der Gnawa- Musik sowie der Fortsetzung dieser Tradition im internationalen und heimischen Jazz.
19:18 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big Time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!
Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.
20:03 – 00:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz: Jazzfest Berlin 2026 – Live
Von N.N.. Beim Jazzfest Berlin musiziert die Jazzgeschichte Seite an Seite mit dem Hot Stuff von morgen. Aus dem Haus der Berliner Festspiele senden wir am 3. Festivalabend drei Acts in Folge live. Das Quartett der Cellistin Tomeka Reid liefert ein Knäuel an Melodiebögen, die sich aber zu immer dichteren Knäueln überlagern. Das Chicago Underground Duo spielt teils ätherische, teils tanzbare Stücke, die so – gar nicht nach Duo klingen. Und für einen kraftvoll-meditativen Abschluss sorgt die Trompeterin Laura Jurd mit ihrem Quintett, bevor es mit ARD Jazz. Die Nacht aus dem rbb-Studio weitergeht.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Eine runde Sache – 60 Jahre Globe Unity Orchestra
Von Maxi Broecking. 1966 beauftragte der SWR-Redakteur Joachim Ernst Berendt, Gründer der Berliner Jazztage, den damals 28-jährigen Pianisten Alexander von Schlippenbach, ein Free Jazz Orchester zusammenzustellen und eine Auftragskomposition für die Jazztage zu entwickeln. Das Ergebnis war „Globe Unity“, benannt nach dem Begriff der „Kugelgestalt der Zeit“ des Komponisten Bernd Alois Zimmermann. Das Ergebnis des hochenergetischen „Free Play“ erntete sowohl Jubel als auch empörtes Buhen. In diesem Jahr feiert es unter der Leitung des jetzt 88-jährigen von Schlippenbach auf dem Berliner Jazzfest sein 60. Bestehen.
