Bielefeld. Foto: Hufner
Bielefeld. Foto: Hufner Foto: Hufner

Die (Jazz-)Radiowoche vom 19.10.26 bis 25.10.26

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Aktuell bekommen wir nutzbare Informationen nur vom SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung

mo – 19.10.2026


22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: Hören wir Gutes und reden darüber!

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Von Ulrich Habersetzer, Beate Sampson, Roland Spiegel. „Eine Sendung wie eine Insel. Draußen herrscht hoher Seegang, aber was im Hier und Jetzt zählt, das sind handverlesene Töne, die in die Ohren des Publikums tropfen“. Das schrieb 2022 die Grimme-Jury in ihrer Begründung dafür, dass „Hören wir Gutes und reden darüber!“ den Deutschen Radiopreis als „Beste Sendung“ erhielt. Wir nehmen Sie mit auf diese Hör-Insel! Jede und jeder stellt ein neues Jazzalbum vor, ohne den anderen vorher zu verraten, worum es sich handelt. Hören, rätseln und laut nachdenken über Töne – darum geht es bei „Hören wir Gutes“. Lassen Sie sich überraschen.

23:03:00 +++ Ö1
Jugendprojekt von Cantando Admont mit Beat Furrer

Musik für junge Chöre: Furrers „Enigma“-Zyklus erstmals vollständig sowie Uraufführungen von vier Komponierenden beim ORF musikprotokoll.

Leonardo da Vincis „Profezie“ – rätselhafte Miniaturen vom Mailänder Hof der 1480er-Jahre – lesen sich heute wie Visionen unserer Gegenwart: „Die Menschen werden gehen und sich nicht bewegen. Sie werden sprechen mit einem, der nicht da ist.“ Aus diesen Texten formt Beat Furrer seinen epochalen „Enigma“-Zyklus, der hier erstmals vollständig in Österreich erklingt.

Gleichzeitig werden die Prophezeiungen weitergeschrieben: Schüler:innen des Pius-Instituts in Bruck an der Mur entwickelten am Samstag, 10. Oktober 2026, für das ORF musikprotokoll eigene Zukunftsbilder, die vier junge Komponist:innen – Soyeon Park, Luca Bardelle, Tina Geroldinger und Anna Sowa – zu neuen Werken inspirierten. Über 250 Stimmen, darunter Profis, Jugendliche und Laien, kamen in der Helmut List Halle zusammen, um diese Musik und ihre Rätsel zum Klingen zu bringen. Ein generationenübergreifendes Sänger:innen-Fest, das die gesamte Helmut List Halle mit Stimmen erfüllt. Gleich mehrere Dirigent:innen sind im Einsatz: Cordula Bürgi, Beat Furrer, Ulrich Höhs, Stefan Kaltenböck und Sebastian Meixner. Konzept und Dramaturgie: Cordula Bürgi. Gestaltung: Philipp Weismann


di – 20.10.2026


21:00 – 22:00 UHR +++ SWR KULTUR
JetztMusik: „Words“ – Das Fire! Orchestra beim Jazzfest Berlin 2025

Von Maxi Broecking. Das Fire! Orchester des schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson war einer der spektakulären Höhepunkte des vergangenen Jazzfest Berlin. Das skandinavische Experimental- und Free-Jazz-Großensemble versammelt internationale Größen der experimentellen und freien Improvisations-szene. In Berlin präsentierte das Fire! Orchestra die Uraufführung von Gustafssons Komposition „Words“ in einer 18-köpfigen Besetzung. Darunter neben der Vokalistin Sofia Jernberg die Altsaxofonistin Mette Rasmussen, die Trompeterin Lina Allemano und die Cellistin Emily Wittbrodt.


mi – 21.10.2026


22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin

Von Niklas Wandt. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen.


do – 22.10.2026


22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Blues’n’Roots:

Von Dagmar Fulle. In dieser Sendung präsentieren wir alte und neue Aufnahmen aus den Bereichen Blues, Jazz, Swing, Rhythm’n’Blues, Soul und Country. (Übernahme von hr2-kultur.


fr – 23.10.2026


23:03:00 +++ Ö1
„Takten von Masse“ von Markus Schmickler beim ORF musikprotokoll – Musikalische Grundlagenforschung mit Markus Schmickler

Bereits seit Jahrzehnten beschäftigt sich Marcus Schmickler in seiner kompositorischen Arbeit mit physikalischen Phänomenen, mit Shepard Tönen, otoakustischen Emissionen und der Sonifikation wissenschaftlicher Daten. Für das ORF musikprotokoll im steirischen herbst, das heuer unter dem Motto “Supernova” der Verbindung zwischen dem Mikro- und dem Makrokosmos nachspürte, ist in Zusammenarbeit mit Julian Rohrhuber „Takten von Masse (Studies in Timing Spectra)“ entstanden, eine prismatische Zerlegung der Zeit und eine Studie minimaler Frequenzunterschiede.

„Sie geht von zwei verschiedenen Modellen der Teilchenphysik aus, die leicht unterschiedliche Massenspektren für dieselben Teilchen vorhersagen, ähnlich zwei Glocken aus verschiedenem Material, die beinahe, aber nicht exakt gleich klingen“, so Marcus Schmickler.

„Klang und elektromagnetische Phänomene fallen physikalisch an einem Punkt zusammen: Beide sind Schwingungen, beide besitzen Spektren, und ihre Beschreibung folgt denselben mathematischen Strukturen. Die Studie nutzt diese Koinzidenz, um quantenmechanische Modelle in akustische Situationen zu übertragen: Resonanzkörper, deren Eigenfrequenzen die Massenzustände der Teilchen abbilden; Klangfelder, die zwischen den Theorien gleiten; Rhythmen, in denen das Spektrum zur zeitlichen Verteilung wird. Was erklingt, ist der Versuch, Information aus einer Welt spektraler Struktur in die sinnliche Domäne zu übersetzen, in der Menschen Spektren am differenziertesten wahrnehmen: den Klang.“

In seiner diesjährigen Festivalausgabe unter dem Motto „Supernova“ lud das ORF musikprotokoll zu einer Reise zum Ursprung, denn der Mikrokosmos Mensch ist unmittelbar mit dem Makrokosmos verbunden, bestehen wir doch im Wortsinn aus Sternenstaub, aus Elementen, die entweder kurz nach dem Urknall oder durch Kernfusionen im Inneren von Sternen entstanden sind.

Mit „Takten von Masse (Studies in Timing Spectra)“ knüpft Marcus Schmickler an „Bonner Durchmusterung“ an, ein Stück, das 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie entstanden ist. „Der zehnte Satz übertrug dort Massenspektren von Baryonen in Klang; die Idee stammte aus Alberto de Campos Arbeit „Science by Ear“, dessen „Quantum Spectra Browser“ Energieabstände auf Frequenzen abbildet und Konstituentenquarkmodelle hörend vergleichbar macht“, so Marcus Schmickler. „Als Appendix eines kosmologischen Panoramas blieb der Satz Ausblick; siebzehn Jahre später wird daraus eine eigenständige Studie.“ Gestaltung: Susanna Niedermayr


sa – 24.10.2026


18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Homezone: Schwäbisches Klangnetzwerk – Die IG Jazz Stuttgart wird 50

Von Konrad Bott. Einer für alle, alle für eine – Solidarität unter Musikerinnen und Musikern ist wichtig. Oft ist es nämlich schwierig, Auftritte oder Förderanträge klarzumachen, einen Überblick zu bekommen, wer einem bei was helfen und wo man sich selbst sinnvoll einbringen kann. 1976 haben Jan und Gertie Jankeje die „IG Jazz Stuttgart“ gegründet, um das in einem regionalen Rahmen möglich zu machen. Seitdem ist die IG Jazz aus dem Jazzbetrieb im Ländle nicht mehr wegzudenken. Was genau die Interessensgemeinschaft tut und was sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat erfahren Sie in dieser Sendung.


so – 25.10.2026


15:04 – 16:00 UHR +++ SWR KULTUR
Das Musikporträt: Die Jazzmusikerin Olga Reznichenko

Von Fanny Opitz. Olga Reznichenko mag es dreckig, zumindest musikalisch. Die Pianistin liebt Dissonanzen und komplexe Rhythmen – Momente, in denen Ordnung ins Chaos kippt. Denn Jazz bedeutete für die im russischen Taganrog geborene Musikerin schon früh Freiheit und Rebellion: Als Jugendliche nimmt sie heimlich Jazzklavierunterricht, denn ihre Eltern fürchten, Jazz könne direkt in den sozialen Abstieg führen (inklusive Alkohol und schlecht bezahlter Restaurantmucken). Heute gehört Olga Reznichenko zu den profiliertesten Stimmen der deutschen Jazzszene und erhält 2026 den SWR Jazzpreis.

19:37 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big Time Ja.

Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen! Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: „More Than Anything“ – Der Pianist Georg Graewe

Von Nina Polaschegg. Manchmal fallen Jubiläen zusammen: Georg Graewe feierte 2026 nicht nur seinen 70. Geburtstag, vor genau 50 Jahren erschien auch die erste Platte des Pianisten: New Movements. Seit vielen Jahren bewegt der SWR Jazzpreisträger 2015 im musikalischen Niemandsland zwischen Komposition und Improvisation – in diesem Jahr wird er zum ersten Mal beim Jazzfest Berlin auftreten, im Trio mit dem Schlagzeuger Hamid Drake und dem Bassisten Brad Jones. Wir nehmen dieses Festival-Debüt zum Anlass, den aus Bochum stammenden Wahlwiener internationaler Aktivität ein Porträt zu widmen.

23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen. Mit einer Vorschau auf das Festival Wien Modern (Freitag, 30. Oktober bis Montag, 30. November 2026). Gestaltung: Walter Weidringer

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