Jazz im Radio. Foto: Hufner
Jazz im Radio Foto: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 26.10.20 bis 01.11.2020

Ein kleiner Blick in die Jazzwoche 44 im Radio. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. | Virus und Stream: ein gutes Team?



Jazz im Radio (Fernsehen)

Periodika: Dauersendungen ohne genügend Infos – Tagesbegleitradio

  • NDR Info Play Jazz! Das Jazzmagazin 22:05 bis 23:00
  • MDR Kultur – Jazz 19:05 bis 20:00
  • MDR Kultur –Jazz Lounge 19:35 bis 20:00
  • WDR3 – Jazz & World – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr
  • WDR 3 Persönlich mit Götz Alsmann 13:04 bis 15:00 (Samstags)

26.10.2020


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs

19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
Hörbar – Musik grenzenlos

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World

22:05 bis 23:00 | NDR Info
Play Jazz! Das Jazzmagazin – Mit Michael Laages

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Guenter Hottmann. heute mit: Guy Mintus Trio: A Gershwin Playground | Eva Klesse Quartett: Creatures & States | Lucian Ban / John Surman / Mat Maneri: Transylvanian Folk Songs | Emi Makabe: Anniversary | Stephan Thelen / Kronos Quartet: World Dialogue

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: Jazztoday

Im Gespräch mit … Nadin Deventer, der künstlerischen Leiterin des „Jazzfest Berlin“ über die besondere Herausforderung ein internationales Festival trotz Corona zu konzipieren. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer


27.10.2020


01:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur
Tonart: Jazz – Moderation: Manuela Krause

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs

19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
Hörbar – Musik grenzenlos

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Elektro-akustische Fusionen – Re:Calamari (1/2)

Wanja Slavin, Altsaxofon; Pablo Held, Piano, Keyboards; Oliver Lutz, Bass; Andi Haberl, Schlagzeug. Aufnahme vom 18.9.2020 aus der Jazzschmiede in Düsseldorf. Am Mikrofon: Thomas Loewner. (Teil 2 am 3.11.2020)

Der Kölner Bassist Oliver Lutz spielt mit seinem neuen Quartett Re:Calamari aufregenden Jazz auf der Schwelle zwischen Post-Bop und Fusion. Harmonische Vielfalt trifft darin auf rockige Grooves, elektro-akustische Klänge auf kunstvoll sich windende, teils orientalisch anmutende Melodien. Schon Oliver Lutz’ bisherige Projekte als Sideman und Bandleader zeugen von seinem erweiterten Jazzverständnis: Mit dem Offshore Quintett spielt er akustischen Kammerjazz, das Quartett Salomea um die Sängerin Rebecca Ziegler greift auf anspruchsvolle Weise R&B-Einflüsse auf, und Lutz’ letztes Album „Poolparty“ ist ein Feuerwerk aus Funk- und Fusion-Sounds. Mit dem improvisationsfreudigen, je zur Hälfte aus Kölner und Berliner Musikern bestehenden Quartett Re:Calamari treibt er diesen Ansatz nun weiter. Lutz selbst setzt darin vor allem den E-Bass ein. Der Pianist Pablo Held ist auch am Synthesizer zu hören. Schlagzeug spielt der aus der Indie-Band The Notwist bekannte Andi Haberl.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Jazz Grooves

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World

22:05 bis 22:30 | NDR Info
Play Jazz! Das Jazzmagazin – Mit Michael Laages

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazzgroove: An den Rändern des Jazz

Am Mikrofon: Guenter Hottmann. heute mit: Dave Douglas: Marching Music | Mary Halvorson Code Girl w/ Robert Wyatt: Artlessly Falling | Dave Gisler Trio w/ Jamie Branch: Zurich Concert | Rob Mazurek & Exploding Star Orchestra: Dimensional Stardust | Azymuth / Ali Shaheed Muhammad / Adrian Younge: Jazz Is Dead 4 |

22:35 bis 23:00 | NDR Info
Play Jazz! Das Jazzmagazin – Mit Michael Laages

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: News & Roots – Big Is Beautiful – aktuelle Bigband-CDs

Mit dem brasilianischen Wahl-Österreicher Emiliano Sampaio und zwei Kölner Großformationen: Das Subway Jazz Orchestra und die WDR Bigband mit der Musik des Münchner Komponisten und Pianisten Christian Elsässer. Präsentiert von Henning Sieverts


28.10.2020


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs

19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
Hörbar – Musik grenzenlos

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Classic Sounds in Jazz: Geschmeidig und kantig – Musik mit Ecken, Kanten und Zartheit

Von Trio.Diktion, dem Monaco Swing Ensemble, Mulo Francel und Eugen Cicero. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

19:15 bis 20:00 | SR2 KulturRadio
Literatur im Gespräch: Das Magazin

20:04 bis 00:00 | hr2-kultur
Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2020 | mit Live-Konzert aus der Alten Oper Frankfurt

Django Bates Belovèd & hr-Bigband – Celebrating Charlie Parker

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World

22:05 bis 22:30 | NDR Info
Play Jazz! Das Jazzmagazin – Mit Michael Laages

22:35 bis 23:00 | NDR Info
Play Jazz! Das Jazzmagazin – Mit Michael Laages

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: Jazz aus Nürnberg: Studio-Aufnahmen

„Surviving Flower“ – der Pianist und Komponist Andreas Feith mit seinem CD-Debüt als Bandleader. Lutz Häfner (Tenorsaxofon), Martin Gjakonovski (Kontrabass); Andreas Feith (Klavier) und Silvio Morger (Schlagzeug). Aufgenommen im Studio Franken des BR. Auswahl und Moderation: Beate Sampson


29.10.2020


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs

19:04 bis 00:00 | hr2-kultur
Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2020 | Reloaded Part 1

  • Pharoah Sanders / Sonny Sharrock Re-Union | Pharoah Sanders, ts Sonny Sharrock, g | Charnett Moffett, b | Pheeroan akLaff, dr |Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1992, Frankfurt am Main, Bockenheimer Depot, November 1992
  • Joe Zawinul / Trilok Gurtu | Joe Zawinul, keyb, synth | Trilok Gurtu, perc | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1994, hr- Sendesaal Frankfurt, September 1994
  • Albert Mangelsdorff Quintet feat. Wolfgang Dauner & Christof Lauer | Albert Mangelsdorff, tb | Christof Lauer, ts, ss | Wolfgang Dauner, p | Dieter Ilg, b Wolfgang Haffner, dr | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1998, Alte Oper Frankfurt, September 1998
  • The Road To Jajouka feat. Billy Martin / John Medeski / Marc Ribot & The Master Musicians Of Jajouka | | Billy Martin, dr | Marc Ribot, g | Shahzad Ismaily, b, electronics | John Medeski, organ, keyb | Falu, voice | The Master Musicians of Jajouka: Bachir Attar, ghaita, lira, gimbre, perc | Mustapha Attar, ghaita, lira, gimbre, perc | Mohamed El Attar, ghaita, lira, gimbre, perc | Abdellah Bokhzar, ghaita, lira, gimbre, perc | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2014, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 2014
  • Michael Brecker Solo Performance | Michael Brecker, ts | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2002, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 2002

Am Mikrofon: Claus Gnichwitz

Von der neuen Wirkkraft der historischen Konserve in Zeiten der Pandemie

Covid-19 macht alles anders. Nichts ist wie bisher. An diesem und am morgigen Abend sind uns die Live-Konzerte abhanden gekommen. Das letzte Wochenende im Oktober in Frankfurt und kein Festival-Geschehen auf der Bühne im hr-Sendesaal. Der überwiegende Teil des ursprünglich geplanten Programms vom Deutschen Jazzfestival Frankfurt 2020 musste auf 2021 verschoben werden, lediglich am Mittwoch und Samstag dieser Woche blieb ein Rumpf des Festivalprogramms erhalten. Was nun tun mit diesen beiden freien Abenden?

Ein Jazzfestival, das seit 1953 stattfindet und im Radio abgebildet wird, hat natürlich den ganzen Keller voller Mitschnitte von vielen würdigen, mindestens aber denk-würdigen Konzerten, die im Laufe der Jahrzehnte über die Bühne gegangen sind.

Guenter Hottmann, über 20 Jahre dem Festival verbunden als Programm-Macher, Moderator auf der Bühne, aber auch der Live-Übertragungen, als Hausmeister und unermüdliche Windmaschine des Festivals, hat einfach mal ein paar Konzerte rausgesucht, die er für noch einmal präsentierenswert hält: keine Leistungs-Schau, kein best-of, keine persönlichen Favoriten, einfach nur markante Wegmarken. Bei über 500 Acts, die dieses Festival auf dem Buckel hat, da ist bei einer Beschränkung auf nur zehn davon jede Auswahl falsch. Hier und da wird der Auswähler als Gast in der Sendung ein paar Anmerkungen zum making-of der Konzertereignisse machen. Punktuell kann auch ein Interview oder Statement eines musikalischen Akteurs den damaligen Zeitgeist spiegeln. – Wir laden ein und neu durch.

Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2020: Was hier an diesen beiden Tagen über die Bühne geht! Wo gibt’s das schon? So dicht, und das an nur zwei Retro-Abenden!

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: Fragebogen: Julia Hülsmann

Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer. Julia Hülsmann ist die bekannteste deutsche Jazzmusikerin: eine Pianistin eigenen Stils, eine fantasievolle Komponistin, eine sensible Bandleaderin. Dass sie auch eine spannende Gesprächspartnerin ist, beweist sie im neuen Format „JazzFacts-Fragebogen“. An Julia Hülsmann führt im deutschen Jazz kein Weg vorbei. Seit fast 20 Jahren leitet sie ein festes Trio, mit dem sie eine persönliche Klangsprache gefunden hat: melodiebewusst und atmosphärisch, aber offen. In diversen Projekten mit Sängerinnen und Sängern hat sie auf besonders überzeugende Weise Lyrik vertont. Als Mit-Initiatorin und erste Vorsitzende der neugegründeten Deutschen Jazz Union war sie auch kulturpolitisch aktiv. Und als Lehrerin an mehreren Musikhochschulen hat sie prägenden Einfluss auf eine jüngere Generation von Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern. Im von nun an unregelmäßig stattfindenden „JazzFacts-Fragebogen“ nimmt sie im Blind-Test zu vorgespielten Tonträgern Stellung, bringt eine eigene Hörauswahl mit und gibt Auskunft über ihre Gedanken zur Musik.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: Mit Leichtigkeit komplex – Der Pianist Aaron Parks

Von Thomas Loewner. Virtuose Pianisten sind im Jazz keine Seltenheit. Insofern könnte man auch Aaron Parks als bloß einen weiteren sehr begabten Vertreter seines Instruments sehen. Doch Parks ist nicht nur ein virtuoser Instrumentalist, sondern er setzt auch als Komponist Zeichen. Er schreibt harmonisch komplexe und vertrackt strukturierte Stücke, die trotzdem eingängig wie ein Popsong klingen können und außerdem ganz selbstverständlich Elemente aus Jazz, Alternative, Electronica und Hip-Hop vereinen. Mit seinem aktuellen Quartett Little Bi hat er zudem eine Band, die seine Ideen mitreißend umzusetzen weiß.

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World

22:05 bis 22:30 | NDR Info
Play Jazz! Das Jazzmagazin – Mit Michael Laages

22:35 bis 23:00 | NDR Info
Play Jazz! Das Jazzmagazin – Mit Michael Laages

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: All that Jazz

Jacob Garchik gehört zu den gefragtesten und wandelbarsten Posaunisten der amerikanischen Jazz-Szene. Der 44jährige erhielt schon Gehaltschecks von Lee Konitz, John Hollenbeck oder Mary Halvorson. Neben seiner Tätigkeit als kreativer Dienstleister fällt er auch immer wieder durch kuriose eigene Projekte auf, so etwa mit einem „atheistischen“ Gospel-Album, einem im Mittelalter angesiedelten Fantasy-Programm namens „Ye Olde“ oder mit einer Bigband, die ohne Rhythmusgruppe auskommt. Moderation und Auswahl: Ssirus W. Pakzad


30.10.2020


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs

19:04 bis 00:00 | hr2-kultur
Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2020 | Reloaded Part 2

Tenorsaxes Today – Archie Shepp / Heinz Sauer / George Adams | Bill Laswell Charged | Helge Schneider / Charlie Antolini / Rocky Knauer | Lester Bowie Brass Fantasy: The Odyssey Of Funk & Popular Music | Michael Mantler & hr-Bigband: The Jazz […]

  • Tenorsaxes Today – Archie Shepp / Heinz Sauer / George Adams | Archie Shepp, ts | Heinz Sauer, ts | George Adams, ts, voc, alto-fl | Rainer Brüninghaus, p | Palle Danielsson, b | Alex Riel, dr | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1978, Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle Höchst, Sept. 1978
  • Bill Laswell Charged | Bill Laswell, b | Eraldo Bernocchi, g, electronics | Toshinori Kondo, tp | DJ Disk, turntable | Ayib Dieng, perc | Hamid Drake, dr | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2000, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 2000
  • Helge Schneider / Charlie Antolini / Rocky Knauer | Helge Schneider, p, ts, tp, pan-flute | Rocky Knauer, b | Charlie Antolini, dr |Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2001, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 2001
  • Lester Bowie Brass Fantasy: The Odyssey Of Funk & Popular Music | Lester Bowie, tp | Joseph Mac Gollehon, tp | Ravi Hassan Best, tp | Gerald Brazel, tp | David Scheiman, tuba | Vincent Chancey, french horn | Louis Bonilla, tb | Gary Valente, tb | Don Moye, perc | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1999, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 1999
  • Michael Mantler & hr-Bigband: The Jazz Composers Orchestra Update | Michael Mantler, comp, tp | Christoph Cech, cond | Peter Brötzmann, ts | Tony Lakatos, ts | Bjarne Roupé, g | David Helbock, p | radio.string.quartet.vienna: Bernie Mallinger, violin | Ingmar Jenner, violin | Cynthia Liao, viola | Sophie Abraham, cello | hr-Bigband: Heinz Dieter Sauerborn, as, Oliver Leicht, ss | Stefan Karl Schmid, ts | Benjamin Steil, as | Steffen Weber, ts | Rainer Heute, bs | Frank Wellert, tp | Martin Auer, tp | Thomas Sonnen, french horn | Maciej Baranowski, french horn | Christian Jaksjø, tb | Manfred Honetschläger, b-tb | Wolf Schenk, tuba | Nina Hacker, b | Thomas Stabenow, b | Thomas Heidepriem, b | Jean Paul Höchstädter, dr | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2015, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 2015

Am Mikrofon: Daniella Baumeister

Von der neuen Wirkkraft der historischen Konserve in Zeiten der Pandemie

Covid-19 macht alles anders. Nichts ist wie bisher. An diesem und am morgigen Abend sind uns die Live-Konzerte abhanden gekommen. Das letzte Wochenende im Oktober in Frankfurt und kein Festival-Geschehen auf der Bühne im hr-Sendesaal. Der überwiegende Teil des ursprünglich geplanten Programms vom Deutschen Jazzfestival Frankfurt 2020 musste auf 2021 verschoben werden, lediglich am Mittwoch und Samstag dieser Woche blieb ein Rumpf des Festivalprogramms erhalten. Was nun tun mit diesen beiden freien Abenden?

Ein Jazzfestival, das seit 1953 stattfindet und im Radio abgebildet wird, hat natürlich den ganzen Keller voller Mitschnitte von vielen würdigen, mindestens aber denk-würdigen Konzerten, die im Laufe der Jahrzehnte über die Bühne gegangen sind.

Guenter Hottmann, über 20 Jahre dem Festival verbunden als Programm-Macher, Moderator auf der Bühne, aber auch der Live-Übertragungen, als Hausmeister und unermüdliche Windmaschine des Festivals, hat einfach mal ein paar Konzerte rausgesucht, die er für noch einmal präsentierenswert hält: keine Leistungs-Schau, kein best-of, keine persönlichen Favoriten, einfach nur markante Wegmarken. Bei über 500 Acts, die dieses Festival auf dem Buckel hat, da ist bei einer Beschränkung auf nur zehn davon jede Auswahl falsch. Hier und da wird der Auswähler als Gast in der Sendung ein paar Anmerkungen zum making-of der Konzertereignisse machen. Punktuell kann auch ein Interview oder Statement eines musikalischen Akteurs den damaligen Zeitgeist spiegeln. – Wir laden ein und neu durch.

Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2020: Was hier an diesen beiden Tagen über die Bühne geht! Wo gibt’s das schon? So dicht, und das an nur zwei Retro-Abenden!

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz & World

22:05 bis 22:30 | NDR Info
Jazz Special: Jazz auf Distanz – wie es für Musikerinnen und Musiker weitergehen kann

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Milestones – Bluesklassiker: Willie Dixon „I am the Blues“ (1970)

Am Mikrofon: Tim Schauen. Es ist ein sehr selbstbewusster Albumtitel, vor allem für einen „Best of“-Sampler, aber Willie Dixon darf zu Recht einiges Blues-Renommee für sich beanspruchen: Das 1970 bei Columbia erschienene Werk mit Dixon-Songs der 50er- und 60er-Jahre präsentiert eine ganze Reihe Blues-Klassiker, die bis heute zum Standard gehören, darunter „Spoonful“, „You shook me“ oder auch „The little red rooster“. Willie Dixon war an der maßstabsetzenden Entwicklung des Chicago-Blues als Komponist, Produzent und (Kontra-)Bassist entscheidend beteiligt – und wenn man auf die ersten Alben von Led Zeppelin blickt, dann ist der Einfluss Dixons auf den harten (Blues-)Rock ebenso groß wie der finanzielle Ausgleich, den Dixon nach Urheberrechts-Prozessen von den Briten erhalten hat. „I am the Blues“ ist ein Klassiker und stellt weitaus mehr als eine Momentaufnahme dar.

22:35 bis 23:00 | NDR Info
Jazz Special: Jazz auf Distanz – wie es für Musikerinnen und Musiker weitergehen kann

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: Small but beautiful – Improvisieren in Klein(st)Besetzungen (2)

Von Nina Polaschegg. Zur Zeit erscheinen so manche Tonträger mit Klein(st)Besetzungen. Aber auch sonst machen sich Musikerinnen und Musiker Gedanken, was und wie sie ihre plötzlich unfreiwillig durch Covid19 erzwungene „Frei-Zeit“ nutzen. Einige arbeiten an Projekten, andere geben Live-Stream-Konzerte. Die heutige zweite Sendung stellt weitere kreative Solist*innen und Duos vor.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: Jazz Unlimited

Der freie Radikale – neue Aufnahmen des Pianisten Joachim Kühn. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel


31.10.2020


01:05 bis 06:00 | Deutschlandfunk
Deutschlandfunk Radionacht

Viel zu früh verglühter Stern: Zum 90. Geburtstag des jung verstorbenen Trompeters Clifford Brown

Herbst-Poesie im Jazz: mit Musik u.a. von Ralph Towner, Charlie Mariano, Rainer Brüninghaus. Am Mikrofon: Michael Kuhlmann

Er war 1956 vielleicht der hoffnungsvollste Musiker im Jazz: Der damals 25-jährige Trompeter Clifford Brown hatte schon als Teenager mit seinem Talent Größen wie Dizzy Gillespie und Charlie Parker verblüfft. Browns Einfallsreichtum und der Biss seiner Improvisationen machten ihn zu einem der aufregendsten Solisten seiner Zeit. Mit Stücken wie „Joy Spring“ und „Daahoud“ hatte er zeitlose Kompositionen zum Jazzrepertoire beigesteuert und trieb nun den im Werden begriffenen Stil „Hard Bop“ mit voran. Dem 1930 geborenen „Brownie“ schien eine glänzende Karriere bevorzustehen. Doch auf der Fahrt zu einem Konzert Ende Juni 1956 verunglückte er tödlich. Benny Golsons ergreifende Hommage „I Remember Clifford“ wurde bald darauf zu einem Jazz-Standard. In der Nacht nach Browns 90. Geburtstag erinnern wir an den jung verstorbenen Trompeter.

13:04 bis 14:00 | hr2-kultur
Hörbar: Musik grenzenlos

13:04 bis 15:00 | WDR 3
WDR 3 Persönlich mit Götz Alsmann

17:05 bis 17:55 | Bayern 2
Jazz & Politik: Politisches Feuilleton

Moderation: Lukas Hammerstein. Musikauswahl: Roland Spiegel

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs

18:05 bis 19:00 | BR-KLASSIK
Jazz und mehr: Die Unverbrauchten

Mit Musik von Ralph Towner, Wolfgang Muthspiel, Friedrich Gulda, Jean-Louis Matinier und anderen. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel

19:04 bis 00:00 | hr2-kultur
Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2020 | Live-Übertragung aus dem hr-Hörfunk-Studio II

SH4iKH 9 extended | Johanna Summer „Schumann Kaleidoskop“ | KUU! „Lampedusa Lulleby“

  • SH4iKH 9 extended | Maximilian Shaikh-Yousef, as, ss, fl, comp | Veronika Morscher, voc | Victor Fox, ts | Pascal Klewer, tp, flh | Stephan Geiger, tp, flh | Philipp Schittek, tb | Lukas Roos, g | Lukas Moriz, p | Bastian Weinig, b | Leopold Ebert, dr |
  • Johanna Summer „Schumann Kaleidoskop“ | Johanna Summer, piano solo performance |
  • KUU! „Lampedusa Lulleby“ | Jelena Kuljic, voc | Kalle Kalima, g | Frank Möbus, g | Christian Lillinger, dr |

Am Mikrofon: Karmen Mikovic

Und ewig lodert die helle Flamme der schönen neuen Digital-Welt?

Covid-19 macht alles anders. Nichts ist wie bisher. Dieser Abend des Deutschen Jazzfestivals Frankfurt 2020 wird live übertragen in hr2-kultur und als Videostream unter hr2.de. Es gibt kein Publikum, die Pandemie zwingt zu neuen Formen, alles kommt live aus dem Hörfunkstudio II: die Musik, die Moderation, die Gespräche zwischen den Performances.

Die traditionell große Bühne des hr-Sendesaals ist passé, die Weite des Raums, der Applaus oder sonstige Bekundungen von gemeinschaftlichem Erleben, leider nein, weil nicht zugelassen, nicht ungefährlich. Die Pandemie zwingt uns ins Virtuelle. Obwohl das ja so auch nicht unbedingt stimmt. Die gute alte Tante, das Radio, liefert auch hier verlässlich das, was es schon immer geliefert hat: Live-Musik in guter tontechnischer Qualität – und phantasie-begabtes Ohren-Kino. Ja, eventuell ist die Kombination (Videostream für die Augen, Radio-Ton für den nicht daten-reduzierten Musikgenuss im Ohr) ein attraktiver, von vielen schon lange praktizierter Kompromiss. Obwohl: Das Festival wird spätestens seit Beginn der 10er Jahre des neuen Jahrhunderts video-gestreamt und der Sound erfreut sich eines guten Tons und Rufs mit Tendenz zu stetiger Optimierung.

Es gibt in dieser Live-Übertragung natürlich Interviews mit den beteiligten Musikern. Und auch mehr als das: Im Talk mit Arndt Weidler vom Jazzinstitut Darmstadt geht’s um „Die Grenzen des Streamings“. Mit augenzwinkerndem Bezug auf die historische Mahnung „Die Grenzen des Wachstums“ (Club of Rome, 1972) geht es um Sinn und Un-Sinn des Streamings. Was macht das mit uns? Schon ein halbes Jahr Migration und Vertreibung ins Netz, mit Wackelbildern, Eierköpfen und einem Sound, der oft von ton-technischer Dürre gezeichnet ist. – Und vor allem: was macht das mit dem Jazz, einem Genre, das wie kein anderes auf unmittelbare Begegnung, abstandslose Interaktion, auch mit den Rezipienten, angewiesen ist?

Virus und Stream: ein gutes Team?

Wie lange ist die Euphorie über neue Ausspielwege und Möglichkeiten zu einfacher Publikation der eigenen Produkte im Netz zu halten? Wann schlägt positive Aufgeschlossenheit gegenüber der „neuen Realität“ im Netz um in Inflation und Regression? Was bleibt vom Jazz nach womöglich einem vollen Jahr Pandemie? Ist der wendige (weil immer wieder re-innovationsfreudige) Gevatter dann überhaupt noch existent, wenn erst mal das Club-Sterben richtig an Fahrt zulegt? Wie überall: nicht gerade rosige Aussichten. Oder ist das alles nur Schwarzmalerei? – Weidler weiß mehr.

Zur Erheiterung kann Olaf Stötzler, der derzeit hauptverantwortliche Programm-Macher des Festivals, etwas über die Freuden des Veranstalters in Zeiten der Seuche erzählen. Aber was heißt hier Programm-Macher? – Absager, Verschieber, Jongleur, Zukunftsprognostiker, Alternativen-Entwickler, der Job verlangt nach neuen Qualifikationen. Und es werden eher mehr, denn weniger. Wenigstens hier ist Konjunktur zu verzeichnen.

20:15 bis 21:00 | NDR Info
Jazz Klassiker: Günter Fuhlisch und seine Solisten – wiederentdeckt – Mit Wingolf Grieger

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazztime: Weltbürgerin – Die Flötistin Jamie Baum im Porträt

Von Ssirus W. Pakzad. Virtuose Pianisten sind im Jazz keine Seltenheit. Insofern könnte man auch Aaron Parks als bloß einen weiteren sehr begabten Vertreter seines Instruments sehen. Doch Parks ist nicht nur ein virtuoser Instrumentalist, sondern er setzt auch als Komponist Zeichen. Er schreibt harmonisch komplexe und vertrackt strukturierte Stücke, die trotzdem eingängig wie ein Popsong klingen können und außerdem ganz selbstverständlich Elemente aus Jazz, Alternative, Electronica und Hip-Hop vereinen. Mit seinem aktuellen Quartett Little Bi hat er zudem eine Band, die seine Ideen mitreißend umzusetzen weiß.

22:05 bis 22:30 | NDR Info
Jazz Konzert: Hamburg Jazz Open 2020: Mischa Schumann Trio – Mit Felix Tenbaum

22:35 bis 23:00 | NDR Info
Jazz Konzert: Hamburg Jazz Open 2020: Mischa Schumann Trio – Mit Felix Tenbaum


01.11.2020


00:05 bis 02:00 | Bayern 2
radioJazznacht: Mit Marcus A. Woelfle

„Jedesmal wenn ich spiele, versuche ich zu spielen, als wäre es das letzte Mal“, hat er bekannt. Wäre er nicht vor 50 Jahren verstorben, hätte der bluesige „texas tenor“ mit den intensiven Improvisationen und dem unverwechselbaren „cry“ am 31. Oktober seinen 90. Geburtstag gefeiert. Für die Sendung wurde aus den meisten seiner Alben unter eigenem Namen je ein Stück ausgewählt; die chronologische Anordnung zeigt seine Entwicklung vom erdigen R & B-Saxophonisten zum modalen Improvisator. Moderation und Auswahl: Marcus A. Woelfle

19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
hr-Bigband

Konzerte und Produktionen u.a. mit: Stage@Seven: „Libertango“ – Michael Dolak & hr-Bigband

19:33 bis 20:00 | SWR 2
SWR2 Jazz: New-Orleans-Legende – Der Posaunist Jim Robinson

Von Gerd Filtgen. Den Spitznamen „Big Jim“ verdankte der auf einer Plantage in Louisiana geborene Jim Robinson (1892 – 1976) seiner beeindruckenden Statur. Dazu passten sein robuster dunkel gefärbter Posauneneinsatz, die spannenden Glissandi und die markanten Melodien, mit denen er im New Orleans Jazz die führenden Trompeten-Linien untermalte. Im Revival der 1940er-Jahre – der Rückbesinnung auf ältere Jazz-Stile – war Robinson zusammen mit dem Trompeter Bunk Johnson und dem Klarinettisten Georg Lewis einer der bekanntesten Repräsentanten. Auch danach blieb der legendäre Posaunist seiner Oldtime Jazz Konzeption treu.

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
JazzNow: Jazzfest Berlin 2019

Marc Ribot feat. Dunston / Rodriguez / Taylor. James Brandon Lewis Unruly Quintet

22:35 bis 23:00 | NDR Info
Jazz NDR Bigband: Bigband Magazin – Mit Henry Altmann

23:15 bis 00:00 | hr2-kultur
Hörbar | Musik grenzenlos

 

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