Jazz im Radio. Foto: Hufner
Jazz im Radio. Foto: Hufner

Die Jazz-Radiowoche vom 29.07.19 bis 04.08.2019

Ein kleiner Blick in die Jazzwoche 31 im Radio. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr.



Jazz im Radio (Fernsehen)

Periodika: Dauersendungen ohne genügend Infos – Tagesbegleitradio

  • NDR Info Play Jazz! Das Jazzmagazin 22:20 bis 23:00
  • MDR Kultur – Jazz 19:05 bis 20:00
  • MDR Kultur –Jazz Lounge 19:35 bis 20:00
  • WDR3 – Jazz & World – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr
  • WDR 3 Persönlich mit Götz Alsmann 13:04 bis 15:00 (Samstags)

29.07.2019


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs – Nicole Johänntgen: Take The Steam Train / CD: Henry

19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
Hörbar

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: Jazztoday

Neues aus der Schweiz: Henning Sieverts präsentiert aktuelle CDs des Saxophonisten Christoph Grab, des Trompeters Richard Köster sowie der beiden Gitarristen Dimitri Howald und Christy Doran

23:30 bis 00:00 | hr2-kultur | rbbKultur | MDR KULTUR | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR 2 KulturRadio | SWR2 | WDR 3
Long Tall Dexter: Die NDR Bigband mit Dexter Gordon und Slide Hampton in Hamburg

Wie die NDR Bigband zu einem Jazzorchester wurde: Das Konzert am 18. Mai 1974 mit zwei US-amerikanischen Jazzlegenden war ein Markstein in der Geschichte des Jazz – nicht nur in Hamburg.

Es war ein besonderes Konzert für die NDR Bigband an jenem Abend des 18. Mai 1974 in der Altonaer Fabrik in Hamburg, der erste Jazzauftritt überhaupt! Nach Jahrzehnten der Unterhaltungsarbeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verließ man als Studio-Unterhaltungsband die NDR-Anlage und kam als Jazz-Bigband von der Bühne. Nur: Außer Vibrafonist Wolfgang Schlüter und Altsaxofonist Herb Geller hatte kaum jemand die „Bühnenreife“ des Live-vor-Publikum-Jazz-Spielens. Sicherheitshalber musste also erfahrene Prominenz her. Sax sells, auch 1974. Praktischerweise lebte mit Dexter Gordon der Vater des Bebop-Tenorsaxofons im benachbarten Kopenhagen, wie auch Posaunist und Arrangeur Slide Hampton einer jener vielen US-Jazz-Expatriates, die in Europa nach einem besseren Leben suchten. Umgekehrt war der Serbe Dusko Goykovic im Jazz-Mutterland USA zu Ruhm gekommen und vervollständigte als Dirigent und Trompeter das Gästetrio. Für die Profi-Promis war es vermutlich nur einer von vielen (gut bezahlten) Gigs, für die NDRler der aufregende Startschuss zum modernen Jazzorchester, wie es die NDR Bigband heute darstellt. Henry Altmann über einen historischen Abend. Am Mikrofon: Henry Altmann


30.07.2019


01:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur
Tonart: Jazz – Moderation: DJ Swingin’ Swanee

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs – Johannes Mössinger: Behind the eyes

Konzert von Johannes Mössinger und Joel Frahm am 04.04.2019 im Schlossbergsaal SWR Studio Freiburg (2). Johannes Mössinger, Klavier

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Marialy Pacheco & Omar Sosa an zwei Klavieren

Aufnahme vom 5.4.2019 aus dem Beethoven-Haus/Kammermusiksaal in Bonn. Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Während Omar Sosas Odyssee von Kuba aus um die Welt führte, verschlug es die klassisch geschulte Pianistin Marialy Pacheco nach Deutschland. Seit zwei Jahren gibt sie gelegentlich Konzerte mit Sosa, ihrem einstigen Idol. Wenn die Beiden gemeinsam an zwei Flügeln improvisieren, wird daraus ein Tanz, bei dem die Funken sprühen. 2004 kam die junge kubanische Pianistin Marialy Pacheco zum ersten Mal nach Deutschland; im selben Jahr wurde Omar Sosas 13. Album ,Mulatos’ für einen Grammy in der Kategorie Latin-Jazz nominiert. Damals war ihr Landsmann längst jemand, zu dem sie aufgeschaut habe, „auch wenn er Kuba eine Dekade vorher verlassen hatte.“ Früh schon arbeitete Omar Sosa, der die Tasten des Klaviers „wie 88 Trommeln“ begreift, an einem neuen Hybrid aus Latin-Music und Jazz – die Ohren weit geöffnet für Hip-Hop und World Music. Während Marialy Pacheco die kubanische Klaviermusik meisterte, verband der Autodidakt Sosa, der vor allem in den USA viele internationale Preise und Auftragswerke bekommen hat, AfroCuban-Jazz mit Soundscapes. Wie bei ihrem furiosen Konzert an zwei Klavieren im Beethovenhaus in Bonn, bei dem sie das Publikum in ihren Bann zogen.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: News & Roots

A Love Supreme – ein Vergleich des Originals des John Coltrane Quartetts (1964) mit zwei Neufassungen der Brüder Branford und Wynton Marsalis (2002 bzw. 2005). Auswahl und Moderation: Henning Sieverts

23:30 bis 00:00 | hr2-kultur | rbbKultur | MDR KULTUR | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR 2 KulturRadio | SWR2 | WDR 3
Das Freiberg Saxophone Concerto

Uraufführung der Komposition von Daniel Freiberg zur Eröffnung der 45. Jazztage Freiberg. „…Das Köln Concert von Keith Jarrett hat Köln zwar nicht nötig gehabt, aber immerhin kennt man dadurch überall die Stadt. Dass nun die Stadt Freiberg ein eigenes Konzert hat – das ist eine Sensation!“ (GMD Raoul Grüneis, Mittelsächsische Philharmonie Freiberg)

Der New Yorker Komponist und Pianist Daniel Freiberg, geboren in Buenos Aires und mehrfacher Grammy-Gewinner, hat für das Eröffnungskonzert der Freiberger Jazztage, das traditionell von der Mittelsächsischen Philharmonie bestritten wird, ein eigenes Konzert komponiert – das „Freiberg Saxophone Concerto“. Die Interessengemeinschaft Jazz, die in der Bergbau- und Universitätsstadt Freiberg die Jazztage veranstaltet und eine lange Tradition hat, beging damit ihr 45-jähriges Bestehen.

Gewidmet hat der Komponist Daniel Freiberg sein Freiberg Concerto der Soloklarinettistin und Saxophonistin der Mittelsächsischen Philharmonie, Anja Bachmann, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert. Anja Bachmann hat den Kontakt zu Daniel Freiberg in New York gesucht und den Komponisten davon überzeugt, dass er als Träger des Namens „Freiberg“ den Wunsch doch sicherlich nicht abschlagen könne, für sie und die Stadt Freiberg ein Konzert zu komponieren.

Daniel Freiberg: Freiberg Saxophon Concerto. Anja Bachmann, Saxophon. Mittelsächsische Philharmonie Freiberg. Leitung: GMD Raoul Grüneis. Aufnahme vom 11. April 2019 aus der Nikolaikirche Freiberg


31.07.2019


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs – Henry Mancini: Slow hot wind / CD: Speak low

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: Jazz aus Nürnberg: Special – „Big love“ oder „Liebe auf den ersten Ton“. Die Baritonsaxofonistin Kira Linn

Moderation und Auswahl: Anja Buchmann. Derzeit macht Kira Linn ihren Master in Basel, zuvor hat sie vier Jahre an der Musikhochschule Nürnberg studiert. Die junge Baritonsaxofonistin hat vor zwei Jahren ihr Debut als Bandleaderin im Sextett („Linntett“) veröffentlicht.

23:30 bis 00:00 | hr2-kultur | rbbKultur | MDR KULTUR | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR 2 KulturRadio | SWR2 | WDR 3
Flügelschlag der freien Seele – Porträt des Gitarristen Jakob Bro

Der Däne Jakob Bro ist zurzeit einer der angesagtesten Jazzgitarristen der Szene. Wenig bekannt sind allerdings seine frühen Aufnahmen, etwa mit Bill Frisell und Paul Motian.

Mag sein, dass Jakob Bro früher viel Jimi Hendrix hörte und in der Bigband seines Vaters Trompete spielte, dass er eine beeindruckende Liste von Idolen aufzählt – von Armstrong und Miles bis zu Boards of Canada und Aphex Twin. Doch dass Jakob Bro längst eigene Wege geht, ist unüberhörbar. Der umtriebige Gitarrist aus Kopenhagen versteht sich auf eine Art Zeitlupenmusik, seine Stimmungsbilder und Porträts sind wie in Pastelltönen gemalt. Spätestens seit der dänische Saitenkünstler mit dem Bassisten Thomas Morgan und dem Drummer Joey Baron ein famoses Trio bildete, das ab 2014 große Alben wie „Gefion“, „Streams“ und „Bay of Rainbows“ entstehen ließ, gehört das Jakob Bro Trio zu den begehrtesten Live-Acts im aktuellen Jazz.

Wenig bekannt sind Bros frühere Alben beim dänischen Label Loveland, für die er Bill Frisell und Paul Motian gewinnen konnte. Lee Konitz sagte treffend, er habe keinen Namen für Jakobs Musik – sie sei weder Folk noch Jazz oder Rock, für ihn sei es ein einziges „Balladeering“. Damit war dann auch prompt der Titel für eines der schönsten Jakob-Bro-Alben gefunden. Von Karl Lippegaus


01.08.2019


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs – Benny Golson: Along came Betty / CD: Tenor sax – Greatest works

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: Alles im Rahmen – Ein Portrait des kanadischen Saxofonisten Ben Wendel

Von Karsten Mützelfeldt. Er ist längst kein Newcomer mehr, doch hierzulande gilt es noch, ihn zu entdecken. In Amerika zählt der 43-Jährige mittlerweile zur Crème de la Crème der Tenorsaxofonisten: der Kanadier Ben Wendel. Geboren wurde er in Vancouver, wuchs in Los Angeles auf; heute ist New York sein Arbeits- und Lebensmittelpunkt. Seit langem gehört Ben Wendel zur Gruppe Kneebody, die sich selbst als Electro-Pop-Punk-Rock-Hip-Hop-Jazz-Band bezeichnet. Zu seinen Pop-Erfahrungen gehören u.a. Prince und der Rapper Snoop Dogg. In eigenen Formationen vereint Wendel Postbop mit Fusion-Elementen; Michael Brecker, Chris Potter und Tim Garland zählen zu seinen wichtigsten Einflüssen. Ohnehin ein exzellenter Solist, zeichnet ihn zudem ein Talent zum Schreiben aus. Mehrfach wurde er mit Kompositionspreisen belohnt. Ihm gelingt es immer wieder, seine eklektischen Interessen auf Alben geschickt zu bündeln, ihnen einen strukturellen Rahmen zu geben – ästhetisch in sich geschlossen, vor allem dank Ben Wendels kompositorischer Handschrift.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: All that Jazz – „Begin again“

Der Pianist Fred Hersch mit Aufnahmen aus unterschiedlichen Jahren und Auszüge aus einem Interview. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel

23:30 bis 00:00 | hr2-kultur | rbbKultur | MDR KULTUR | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR 2 KulturRadio | SWR2 | WDR 3
Der junge Brite mit der Brille – Das Trio des Pianisten Elliot Galvin als Highlight der 50. Internationalen Jazzwoche Burghausen

Er gehört zu den profilstärksten jungen Jazzmusikern aus Europa: der Brite Elliot Galvin. Mit seinem Trio steht er für griffige und zugleich hintersinnige Eigenkompositionen, die eine besondere Spannung aus unerwarteten Zutaten gewinnen.

Die Internationale Jazzwoche Burghausen konnte 2019 ihre 50. Ausgabe feiern – das Festival existiert seit 1970. Nur in ganz wenigen Momenten war dieser mit Stars gespickte Festivaljahrgang so auf der Höhe der Zeit wie beim Gastspiel des 1991 in London geborenen Pianisten Elliot Galvin, der 2014 den Europäischen Burghauser Nachwuchspreis gewonnen hatte und nun wieder eingeladen worden war. Galvin, ein schmaler junger Mann mit auffälliger Brille, gehört zu den bemerkenswertesten jungen Musikern Europas. Als Pianist ist er glänzend und enorm präzis, als Komponist hat er einen ganz eigenen Kopf. Er schreibt Stücke mit kantig-griffigen Themen, die gleich ins Ohr gehen, raffiniert gearbeitet sind und mit britischem Humor gewürzt, durch den die Töne häufig unerwartete Wege gehen. Aus Elliot Galvins Konzert mit Tom McCredie, Kontrabass, und Corrie Dick, Schlagzeug, am 31. März im Stadtsaal Burghausen sind hier einige der hervorragenden Eigenkompositionen des Trio-Chefs zu hören.


02.08.2019


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs – Elmo Hope: De-dah / CD: Original Jazz Standards – You go to my head

22:05 bis 23:00 | NDR Info
Jazz Special: Schweizer Jazz Szene: Das Jazzfestival Schaffhausen – Mit Michael Rüsenberg

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: Bühne frei im Studio 2 für Modern Jazz und Acoustic Techno

Mit Leo Betzl (Klavier, Komposition), Maxi Hirning (Bass, Komposition) und Sebastian Wolfgruber (Schlagzeug). Aufnahme vom 20. März 2019. Moderation und Auswahl: Beate Sampson

23:30 bis 00:00 | hr2-kultur | rbbKultur | MDR KULTUR | NDR Kultur | Bremen Zwei | SR 2 KulturRadio | SWR2 | WDR 3
Preview – Jazz-Neuerscheinungen

„File Under Jazz“ – mit diesem Hinweis versehen einige Plattenlabels vorsichtshalber ihre Neuveröffentlichungen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt in den Verkaufs-Regalen der CD-Geschäfte und in den Sparten der Download-Portale. Was dann dort tatsächlich alles unter „Jazz“ einsortiert wird, ist natürlich immer noch extrem breit gefächert: nicht nur stilistisch, sondern auch qualitativ.

Selbst für Jazzfans kann es da schwer sein, sich zu orientieren. Immer freitags präsentierten deshalb die Autorinnen und Autoren des ARD Radiofestivals die aktuell wirklich wichtigen, spannenden, bemerkenswerten Neuerscheinungen des Jazz.

Heute: Jon Batiste: „Anatomy Of Angels – Live At The Village Vanguard“ / James Carter Organ Trio: „Live From Newport Jazz“ / Ranky Tanky: „Good Time“. Am Mikrofon: Harald Mönkedieck/RB


03.08.2019


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor Sechs: Jacob do Bandolim: Santa Morena/CD: Harp vs. Harp

19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
Live Jazz: Charles Lloyd Quartet || Don Cherry Quintet | 10. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1966

  • Charles Lloyd Quartet || Charles Lloyd, ts, fl | Keith Jarrett, p | Cecil McBee, b | Jack DeJohnette, dr | 10. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1966, Volksbildungsheim Frankfurt, Mai 1966
  • Don Cherry Quintet || Don Cherry tp | Gato Barbieri, ts | Karl Berger, vib, p | Bo Stief, b | Aldo Romano, dr | 10. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1966, Volksbildungsheim Frankfurt, Mai 1966

20:15 bis 21:00 | NDR Info
Jazz Klassiker

22:05 bis 23:00 | NDR Info
Jazz Konzert: Elbjazz 2019: Benny Golson / Jason Moran


04.08.2019


00:05 bis 02:00 | Bayern 2
radioJazznacht: Mit Marcus A. Woelfle – Hörenswerte Sidemen (37): „The Walker“

Zum 20. Todestag des Bassisten Leroy Vinnegar. Moderation und Auswahl: Marcus A. Woelfle

19:04 bis 20:00 | hr2-kultur
hr-Bigband

Konzerte und Produktionen u.a. mit: „Hommage an Peter Herbolzheimer“ – hr-Bigband cond. by Jörg Achim Keller, Frankfurt am Main, Musiklokal Südbahnhof, Mai 2015, Teil 2, Am Mikrofon: Matthias Spindler

22:23 bis 23:00 | NDR Info
Jazz NDR Bigband: Bigband Magazin – Mit Henry Altmann

23:04 bis 00:00 | hr2-kultur
Hörbar: u. a. mit Oratnitza, Caecilie Norby und Caracoles

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