+++ news +++ „Hammond & Keys“ – BINGEN SWINGT startet heute +++ „Jazz in the Garden“ im Jüdischen Museum Berlin +++

Zum 24. Mal lädt die Stadt Bingen am Rhein zum Internationalen Jazzfestival BINGEN SWINGT ans Tor zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal ein. 2019 steht das Festival unter dem Motto „hammond and keys“. Als Koryphäe an der Hammond-Orgel wird Barbara Dennerlein zu Gast sein.


Barbara Dennerlein weiß das, was sie beim Spielen beflügelt, auf ihre Zuhörer zu übertragen: Enthusiasmus und Hingabe. Eine völlig unverwechselbare Musikerin, die sich schon in jungen Jahren in den Sound der Hammond-Orgel verliebt und dann dazu beigetragen hat, dass das von ihr gewählte Instrument eine Renaissance erlebt. Sie ist auf den großen Festivalbühnen des Jazz ebenso zu Hause wie in international bekannten Clubs wie dem New Yorker „Blue Note“. Ihr geht es trotz voller Konzerthäuser und Clubs vor allem um den unmittelbaren Kontakt mit ihrem Publikum. Auch Matthias Bublath und Raphael Wressnig  werden das Publikum in Bingen an der Hammond-Orgel begeistern.

An den (Klaver-)Tasten beweisen der sympathische junge Pianist Jan Felix May und Sänger und Pianist Raphael Jost ihr außergewöhnliches Können. Auch das luxemburgische Trio Reis Demuth Wiltgen präsentiert sich bei BINGEN SWINGT.  Der König an den Tasten, Michael Wollny, gastiert gemeinsam mit Emil Parisien im Rahmen der SWR2 Kulturnacht am Festivalfreitag in Bingen.

Mit Modern Jazz und Techno wird das LBT (Leo Betzl Trio) am Festivalfreitag das Rhein-Nahe-Eck in eine Partymeile verwandeln. Jammin’ Cool und The Groove Generation sorgen im Innenhof der Burg Klopp für beste Stimmung und den Bürgermeister-Neff-Platz werden die Vokalakrobaten von VocalSampling aus Cuba mit atemberaubender A-cappella-Musik verzaubern.

Besondere Akzente zum Jazzfestival setzen die Riverboat-Shuffle auf dem Rhein mit dem Boogie Ensemble Thomas Scheytt und dem Romeo Franz Ensemble, das mit Gypsy-Jazz für beste Stimmung an Bord sorgen werden. Eine Fotoausstellung von Lutz Voigtländer im Museum am Strom rundet das Programm ab.

 

Konzertreihe „Jazz in the Garden“ im Jüdischen Museum Berlin startet mit dem Badash Trio

Mit einem Konzert des Badash Trio startet am Sonntag, 7. Juli 2019 die Reihe „Jazz in the Garden“ im Kultursommer 2019. Die in Berlin lebende Israelin Yael Badash gilt als eine der erfolgreichsten Ladino-Sängerinnen der Szene. Ihre klare, ausdrucksstarke Stimme und ihr improvisatorischer Gesangsstil sind charakteristisch für den einzigartigen Sound ihres Trios, der sich mit türkischen, arabischen und griechischen Klängen der Multiinstrumentalisten Tomer Moked Blum (Gitarre, Viola, Laute) und Tayfun Guttstadt (Ney, Gitarre, Saz, Gesang) paart. In seine hybriden Kompositionen mischt das Badash Trio auch Elemente aus Pop, Chanson und Jazz. Dabei betten sie traditionelle sephardische Lieder in ihren historischen Kontext und erzählen auf Ladino, der Sprache der sephardischen Juden, von Trennung, Schmerz und Glaube.

Guy Mintus. Foto: Stathis Mamalakis

Am 21. Juli kommt dann Guy Mintus in den idyllischen Museumsgarten. Der in New York lebende israelische Jazzpianist gilt als junges Talent und spielte bereits mit Musikgrößen wie Trilok Gurtu, Jon Hendricks und Arturo O’Farrill. Seine Musik trägt eine ganz eigene Handschrift. Er mischt Elemente aus der Frühzeit des Jazz mit indischen Rhythmen, kombiniert spanischen Flamenco und jüdische Melodien: „Ich schaue nicht so sehr auf Genres, weil für mich alles miteinander verbunden ist. Der heutige Jazz hat immer zu tun mit Ausdruck und Experimentieren“. Das hört man auch seinem aktuellen Album „Connecting the Dots“ an: Die Premiere bei „Jazz in the Garden“, gemeinsam mit dem Bassisten Omri Ever Hadani und Schlagzeuger Yonatan Rosen, verspricht eine Feier der Freiheit des Jazz zu werden.

Itamar Borochov. Foto: Yaka Vinsek

Der Trompeter Itamar Borochov ist mit Pianist Rob Clearfield, Bassist Nic Thys und Schlagzeuger Enrico Morello am 4. August zu Gast in Berlin. Geboren in Israel, zuhause in Brooklyn begeisterte Itamar Borochov mit seinem Album „Boomerang“ bereits im Jahr 2016 ein weltweites Publikum. Als Jazz-Trompeter und Komponist zelebriert er seine persönlichen Wurzeln mit einem einzigartigen Sound. Seine Musik ist sowohl durch die Jazztradition als auch durch eine große Liebe zu arabischen und afrikanischen Musiktraditionen geprägt. Itamar Borochov glaubt an das Verbindende in der Musik, an das Überwinden kultureller Kluften. Mit seinem aktuellen Album „Blue Nights“ nimmt er uns mit in eine friedlichere Welt und spendet auf wunderbare Weise Trost. Denn die Farbe Blau hat für den spirituellen und tiefgläubigen Musiker eine heilsame Wirkung, sie ist die Farbe des Ozeans, des Himmels – und des Blues, der für ihn in Zeiten wie diesen ein Zeichen der Hoffnung ist. „Musik reflektiert das Leben. In vielen meiner Melodien hört man Elemente des Mittleren Ostens. Ich nehme mir gar nicht vor, den Jazz mit diesem speziellen Farbton zu mischen, aber wenn ich mich hinsetze und Songs schreibe, dann kommt diese Musik dabei raus. Man kann immer etwas Vertrautes darin finden, egal aus welchem Kulturkreis man nun stammt.“

Den Abschluss der Konzertreihe bildet das Trio Malox am 8. September. Das israelische Avantgarde-Trio um Saxophonist Eyal Talmudi mit Roy Chen am Schlagzeug und Assaf Talmudi an Keyboards und Electronica wurde 2008 gegründet und hat bereits sein drittes Studioalbum veröffentlicht. Seitdem sind sie weltweit unterwegs und begeistern das Publikum mit ihrer virtuosen musikalischen Kraft. Ihre Musik ist eine raffinierte Mischung aus Jazz, Polka und Alternative Rock und umfasst ebenso raue wie komplexe Kompositionen, verspielte Improvisationen und eingängige Melodien. Zwischen Balkan-Pop und Schotten-Rock, Malox bringt den sonst so beschaulichen Museumsgarten zum Beben. Der Saxophonist Eyal Talmudi drückt es so aus: „Malox show is somewhat of a shamanic healing session. If you let it take you, it will take you far.“

 „Jazz in the Garden“: Badash Trio
So. 7. Juli 2019, 11.00 Uhr
Jüdisches Museum Berlin, Museumsgarten
Eintritt frei

Weitere Informationen

Beitragsbild: Yael Badash. Foto: Mathias Bothor

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