Blues – Spring – Teens: Kemptener Jazzfrühling mit Blues Brothers eingeleitet

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The BluesBrothers Band im Parktheater. Foto: Nicholas Lang

Der Kemptener Jazz-Frühling, der dieses Jahr vom 30. April bis zum 8. Mai läuft, wurde mit einem Knall eingeleitet: „The BluesBrothers Band“ trat am Freitagabend in der Kemptener Szenedisco „Parktheater“ auf und verpasste dem jährlichen Schauspiel einen stürmischen Beginn.


Das Publikum, das auf die 13 Kemptener Musiker wartete, wurde im Vorfeld durch Animationskünste einiger leichtbekleideter Damen und Artisten unterhalten, die zu beeindrucken wussten und zu Hits der Blues Brothers das anfangs etwas verdutzte Publikum zum Mittanzen und -klatschen anregten. Mit diesem entspannten Flair als Basis,  konnte die BluesBrothers Band von Beginn an in einer lockeren Atmosphäre agieren und sich so in die Mitte des Publikums hineinspielen. Durch diese Nahbarkeit vermittelte die Band den  Konzertgängern das Gefühl, einen aufregenden und mitreißenden Abend mit alten Freunden mitzuerleben.

Die Besetzung wies auf ein Jazzkonzert hin, doch was dann auf der Bühne geboten wurde, ging über ein klassischen Blueskonzert weit hinaus! Das Programm reichte von Aretha Franklins „Think“ über Elvis´ „Jailhouse Rock“ bis hin zu Ray Charles´ „Shake A Tail Feather“. Alle Hits die im Filmoriginal zu hören waren, inszenierte die BluesBrothes Band neu, komplett anders, aber trotzdem mit Bezug auf das Original. Dazu kamen Klassiker aus Sergio-Leone-Western und offenbarten das große künstlerische Potential und die schier endlose Bandbreite der Künstler.

Das Zusammenspiel der drei Vokalisten hauchte den Arrangements  echtes Blues-Leben ein. Während die beiden Männer, Simon Gail und Jonathan Ettensberger, mit tiefer, rauchiger Resonanz  ein wenig an Louis Armstrong erinnerten, bestach die Sängerin, Leonie Leuchtenmüller, durch eine Power-Stimme, die das ganze Parktheater zum Schwingen brachte. Alle drei dürfen sich fraglos als Blues Brothers bezeichnen, denn sie leben die Musik auf der Bühne genauso wie John Belushi und Dan Aykroyd Anfang der 80-er.

Spätestens bei den ersten Tönen von „Soul Man“ riss es auch den letzten, der bis dahin noch mit der Show gefremdelt hatte, zum Tanzen hin. Dieses musikalisch offene und brillant inszenierte Schauspiel der 13 Blues Brüder mündete in einen gelungenen Abend und würdigen Auftakt des Kemptener Jazzfrühlings 2016.

Denn die Namen im Programm versprechen, dass auch die diesjährige Ausgabe wieder ein besonderes Event wird. Das zahlreich anwesende, jüngere Publikum mag ein Beleg dafür sein, wie man mit kraftvoller und stilistisch offener Programmierung auch neue Leute an den Jazz heranführt.

 

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