Forschungsstudie Jazz in NRW: Es geht um die Selbstvermarktung

Jazz in NRW ist alles andere als eine „Randerscheinung“, sondern eine vielfältige und lebendige kulturelle Praxis. Diese Einsicht teilt auch das Wirtschaftsministerium, wenn es den Verein nrwjazz bei einer Forschungsstudie zur Jazz-Szene in Nordrhein-Westfalen unterstützt. Wie ist es um die kreativwirtschaftliche Verwertungskette zwischen Anbietern (=Musiker) und Publikum sowie den ganzen Multiplikatoren (=Konzertveranstalter, Ausbildungsstätten, Medien) bestellt. Und vor allem: Was lässt sich innerhalb dieser stark ausdifferenzierten Szene verbessern? Um hier neue Erkenntnisse zu gewinnen, hat der durchführende Verein nrwjazz für seine Forschungsstudie viele konkrete Fragen formuliert: Welche Kommunikation betreiben Musiker, um sich selbst zu vermarkten? Über welche Medien informieren sich Konzertbesucher? Wie bekannt sind überhaupt NRWs Musiker beim Publikum? Halten Jazzmusiker eine Mindestgage für notwendig? Sind Konzertveranstalter in der Lage, Mindestgagen zu bezahlen? Vermitteln Hochschulen genug Kompetenzen, um als freiberuflicher Künstler zu (über-)leben? Diese und viele weitere Fragen sind Bausteine für einen breit angelegten empirisch-quantitativen Forschungsteil (Fragebogenaktionen), außerdem werden aufschlussreiche Statements in qualitativen Interviews bei den relevanten Personengruppen gesammelt. In jedem Fall hat der neutrale Blick auf das große Ganze Priorität. Die Erhebung des Materials ist schon im Gange. Viel positive Resonanz erfahren die Publikumsbefragungen bei den Jazzveranstaltungen. Jetzt startet nrwjazz die nächste Stufe bei der Quellenerschließung, nämlich online-Befragungen bei Musikern, Konzertveranstaltern, Lehrenden und weiteren Personengruppen, die alle zum Gesamtkomplex „Jazzszene in NRW“ zählen. Im Moment erfahren die Fragenkataloge ein letztes Feintuning, um spätestens Mitte September publiziert zu werden. Für die Erhebung ist an eine Laufzeit von vier Wochen gedacht. Als erstes werden Musikerinnen und Musiker angesprochen. In einem nächsten Schritt folgen Konzertveranstalter, Lehrende und Medienvertreter. Viele von ihnen werden persönlich angeschrieben, es kann aber grundsätzlich jeder mitmachen, Details dazu werden im Internetportal www.nrwjazz.net publiziert. Die Antworten und deren Auswertung erfolgen in jedem Fall anonym. Die Fragebögen sind bequem online auszufüllen, was maximal 20 Minuten dauert.
Nrwjazz freut sich auf jeden Fall schon jetzt auf eine rege Teilnahme und ist sehr gespannt die Antworten!


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