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Jazzzeitung

2011/05  ::: seite 3

jazz heute

 

Inhalt 2011/05

Inhaltsverzeichnis

STANDARDS

Editorial / break / Nachrichten aus der Jazzszene / kurz, aber wichtig Jazzlexikon: Michel Petrucciani no chaser: Feuilleton!

TITEL - Musik am Rand?
Zum 12. Darmstädter Jazzforum

DOSSIER - The Best Die Young
Ungelebte Lebensläufe · Von Hans-Jürgen Schaal

Berichte
Leipziger Jazztage // „Jazz auf Reisen“-Jubiläum mit Dusko Goykovich im Neuburger Birdland // Jazzfestival Saalfelden 2011 // Jazz Festival Viersen 2011 // Willisau Jazz Festival 2011

Portraits
Eddie „Lockjaw“ Davis // Pianist Stefano Battaglia // Quartett Fattigfolket // Sängerin Yara Linss // Nürnbergs Jazz-Szene // Matthias Winckelmann // Walter Bittners Zakedy Music

Jazz heute und Education
Die neue Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik in Freiburg // Der BMW Welt Jazz Award im dritten Jahr // Unter der Lupe: das Bayerische Jazzinstitut in Regensburg // Abgehört: Im Zick-Zack aus der Stadt
John Scofields Solo über „Out Of The City“

Rezensionen und mehr im Inhaltsverzeichnis

 

no chaser

Feuilleton!

Jeder Musikjournalist träumt davon, fürs Feuilleton einer angesehenen Tageszeitung zu schreiben. „Heyyyyyy, du bist ja heute in der Neuen Presse!!!“, mailte mir letzte Woche eine alte Flamme. „Ist die CD wirklich so gut???“ Ich dachte erst: Was soll das? Dann fiel es mir ein: Ach ja, eine Rezension hatte ich denen geliefert, auf ganz kurze Deadline, das war enorm eilig gewesen. Aber dann brachte der Redakteur sie doch nicht unter, irgendeine Ausgrabung von 2.000 Jahre alten römischen Trümmern brauchte plötzlich eine halbe Seite im aktuellen Feuilleton, der Redakteur stellte mir „vielleicht ein kleines Ausfallhonorar“ in Aussicht.

Das war vor einem halben Jahr etwa, ich hatte den Text längst vergessen und in den Wind geschrieben. Aber nun hatten sie ihn wohl doch gedruckt – so viel zum Thema Aktualität von Tageszeitungen. Aber dafür ist dort redaktionelle Professionalität am Werk, das spürt man. Meine kleine, fast vergessene Rezension habe ich jedenfalls kaum wiedererkannt: Das nennt man aufwändiges, gewissenhaftes Schlusskorrektorat..., dachte ich zuerst. Dann: Komisch, kann mich gar nicht erinnern, das geschrieben zu haben... Und dann: Diese holprigen Satzanschlüsse, na ja, es musste sehr schnell gehen damals... Inzwischen habe ich aber den Originaltext in meinem Computer gefunden und kann mir das gedruckte Ergebnis nur so erklären: Jeder in der Redaktion der Neuen Presse bekam einen Satz zugeteilt und musste ihn um 50 Prozent kürzen. Unabhängig voneinander, Spicken verboten! Was für ein Aufwand für meinen kleinen Beitrag! Herausgekommen ist ein avantgardistisches Sprachexperiment mit lauter grammatikalischen Innovationen. Sie haben sogar raffiniert den Namen des CD-Künstlers weggelassen, aber dafür aus Miles Davis einen Mike Davies gemacht. Feuilleton hat eben oft literarische Qualität.

Rainer Wein (rainer.wein@gmx.net)

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