Von der Tiefe hoch bis zu den Sternen: Tamara Lukasheva im Solo-Recital auf einer malerischen Wasserburg Lüttinghof

„Ich finde es total spannend, was es gibt in der Welt“ – mehr als diesen Satz braucht Tamara Lukasheva nicht, um auf den Punkt zu bringen, was sie will und tut. Kein Konzert mit der ukrainischen Pianistin und Sängerin dürfte wie das andere sein – ein Solo-Recital im malerisch-romantischen Ambiente einer stillen Wasserburg am Nordrand des Ruhrgebiets im Rahmen der Konzertreihe Fine Art Jazz war vielleicht noch eine Spur einzigartiger. Wie auf ihrem neuen vielbeachteten Soloalbum „Gleichung“ stand dabei ihre subjektive Lesart von literarischer Dichtkunst aus mehreren Jahrhunderten im Fokus. Die Skala von tief empfindsamer Melancholie bis zum wagemutigen Experiment war dabei – typisch für Tamara Lukasheva, die in diesem Jahr mit dem Deutschen Jazzpreis im Fach Komposition ausgezeichnet wurde – in jedem Moment nach oben hin offen. Eine leichtfüßige Scat-Improvisation zum Aufwärmen macht auf Anhieb deutlich, was die in Köln lebende Künstlerin auszeichnet: Virtuosen Stimmeinsatz mit faszinierend vielseitigem Klavierspiel zusammen zu bringen – oft so, als würden  hier zwei Musiker und eben nicht nur eine Person agieren. Aber dann geht es schon ans literarisch Eingemachte: Clemens Brentanos zärtlich-trauriges Wiegenlied „Singet Leise“, Balladen von Novalis, …

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Ein West-östlicher Jazz-Folk-Divan – Die Debüt-CD der Band „Eurasians Unity“

Wer sich die im Juni bei Enja Yellow Bird erschienene CD „Eurasians Unity“ anhören möchte, dem sei angeraten, zuvor auf Google Earth zu surfen oder einen klassischen Weltatlas zur Hand zu nehmen. Denn nicht jeder mag auf Anhieb wissen, wo zumindest einige der sieben Herkunftsländer der acht Musiker mit sieben Sprachen, die in diesem Orchester vereint sind, auf der Landkarte genau zu finden sind. In geographischer Definition liegen Usbekistan, Aserbaidschan, Iran, die Ukraine, Bulgarien, Polen und – am westlichen Zipfel – auch Deutschland – allesamt auf der Eurasischen Kontinentalplatte. Kultur, Volkskunst und Musik der jeweiligen Regionen auf diesem gewaltigen Terrain sind jedoch äußerst unterschiedlich. In westlicher Sicht je weiter östlich desto fremdartiger. Diese Unterschiede sind es, die Caroline Thon reizen. Die Kölner Saxophonistin, Komponistin und Bandleaderin folgte schon immer ihrer künstlerischen Devise, Grenzen zu testen und zu überschreiten. Das bewies sie bisher schon mit ihrem Quintett „Patchwork“ und mehr noch mit ihrem Thoneline Orchestra, mit dem sie die weithin beachteten Alben „Panta Rhei“ (2011) und „Black & White Swan“ (2015) veröffentlicht hatte. Spielte sie mit diesen Formationen fast ausschließlich ihre eigenen Kompositionen, so ging sie …

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Neuer Deutscher Jazzpreis Mannheim 2018

Am 23. und 24. März fand in der alten Feuerwache in Mannheim zum dreizehnten Mal der Neue Deutsche Jazzpreis statt. Am Freitag wählte das Publikum den Gewinner des Neuen Deutschen Kompositionspreises, am Samstag die Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreises. Gewinner des L-Bank-Bandpreises in Höhe von 10.000 Euro wurde das Vincent Eberle Quintett, Gewinner des Neuen Deutschen Kompositionspreises in Höhe von 2.000 Euro ist Alexandra Lehmler, Gewinner des SIGNUM-communication-Solistenpreises in Höhe von 1.000 Euro ist Maximilian Hirning. Der Neue Deutsche Jazzpreis ist der renommierteste Bandpreis der deutschen Jazzszene für professionelle Bands. Den im letzten Jahr zum ersten Mal vergebenen Kompositionspreis erhielt 2017 Nicolai Pfisterer. Zu den bisherigen Preisträgern des Bandpreises gehörten unter anderem das Tamara Lukasheva Quartett, Frederik Köster, Der Rote Bereich und das Tim Allhoff Trio. Unter den Gewinnern des Solistenpreises befanden sich schon Michael Wollny, Max Andrzejewski, Rainer Böhm und Tamara Lukasheva. Cordula Bräuninger, Pressesprecherin der L-Bank, gratuliert den diesjährigen Preisträgern: „Bereits zum vierten Mal durfte die L-Bank nun schon den Bandpreis stiften. Jedes Jahr sind wir aufs Neue begeistert, wie abwechslungsreich und virtuos der Jazz ist, der dem Publikum hier in Mannheim dargeboten …

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Jazz im Radio

Die Jazz-Radiowoche vom 01.01. bis 07.01.2018

Ein subjektiver Blick in die Jazzwoche 1 im Radio. Unter anderem mit: DJ Swingin‘ Swanee, Monty Alexander, Frankie Trumbauer und Bix Beiderbecke, Trio Slowfox, David Peña Dorantes & Renaud Garcia-Fons, Bud Powell, Melody Gardot, Lila Downs, Sarah Murcia, Jazz Inbetween Festival Münster, Charlotte Greve, Vor hundert Jahren wird Storyville geschlossen, Tamara Lukasheva, Cologne Contemporary Jazz Orchestra, Axel Wolf & Hugo Siegmeth, 11. Festival Jazzdor Strassbourg-Berlin 2017, Milt Jackson, Tini Thomsen’s MaxSax, Wie der Tänzer und Sänger Fred Astaire dem Pianisten Oscar Peterson begegnete Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Jazz im Radio (Fernsehen) SR2 – JazzNow – Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr BR-KLASSIK – Jazztime – Von Montag bis Freitag täglich um 23.05 Uhr rbb-kulturradio – Late Night Jazz – Sa und So 23:04 – 24:00 Uhr hr2-kultur – Jazz in hr2-kultur – täglich SWR2 – Jazz – täglich WDR3 – JAZZ & WORLD – Improvisiertes zum Tagesausklang – Montag bis Freitag, 22.04 – 0:00 Uhr Deutschlandfunk – Jazz (Überblick) – Jazz Live, JazzFacts und Milestones Deutschlandfunk Kultur – Jazz – diverse Sendetermine ARTE TV – Jazz 01.01.2018 00:05 bis …

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