Jazz, Tote und jede Menge Rotwein…

Das neue Frankfurter Ermittler-Duo im hessischen Tatort, Steier und Mey, löst heute abend (20.11.11; 20.15 Uhr, ARD) seinen zweiten Fall. Dabei geht es dank der musikalischen Vorliebe des von Joachim Król gespielten, saufenden Kommissars Steier jazzig zu. „Sex, Suff und pumpende Bläsersätze“ resümiert der SPON-Artikel über den Auftritt des neuen Tatort-Teams.


Gehört sich ja auch irgendwie für einen Frankfurter Kommissar. Die Liebe zum Jazz, nicht das Saufen…

Szene aus "Der Tote im Nachtzug. Foto: HR/Johannes Krieg
Infos zur Sendung (Quelle: HR):

„Der Tote im Nachtzug“ ist der zweite Tatort-Fall des neuen hr-Kommissarteams Conny Mey und Frank Steier alias Nina Kunzendorf und Joachim Król. Der Hessische Rundfunk (hr) zeigt den TV-Krimi am Sonntag, 20. November, um 20.15 Uhr im Ersten. Lars Kraume schrieb das Drehbuch, das auf einem authentischen Fall aus dem Buch „Auf der Spur des Bösen“ des Kriminalkommissars und Tatort-Analytikers Axel Petermann basiert. Kraume führte – wie schon beim ersten Fall – auch Regie.

Zum Inhalt: Conny Mey wird früh morgens – noch in Joggingkleidung – zum Bahnhof beordert. Im Nachtzug aus Warschau wurde eine blutüberströmte Leiche mit Schusswunde gefunden, ein Verdächtiger ist beim Eintreffen der Polizei geflohen. Frank Steier, nach einer Stichverletzung eben erst aus der Reha entlassen, ist ebenfalls bereits vor Ort. Alles sieht nach einem Raubmord aus. Das Ermittler-Duo Frank Steier und Conny Mey sucht Elsa Lange auf, die Frau des Ermordeten, um ihr die traurige Nachricht zu überbringen. Von ihr erfahren sie, dass ihr Ehemann Sanitäter bei der Bundeswehr in Afghanistan war, doch vor drei Jahren wegen Medikamentenmissbrauchs entlassen wurde. Schließlich finden Mey und Steier heraus, dass sich der flüchtige Hauptverdächtige, Stanislav Kilic, und Elsas Mann Rüdiger aus Afghanistan kannten. Beide waren an krummen Geschäften beteiligt. Wollte sich Stanislav rächen? Der Fall bekommt eine neue Wendung, als plötzlich auch Feldjäger großes Interesse an Stanislav zeigen…

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7 Kommentare

  1. Erstaunlich! kann es sein, dass die ARD in ihrer Mediathek eine Version des Films ohne die Jazzsequenzen online gestellt hat? Die Büro-Übernachtungsszene ist jetzt jedenfalls mit dezenten Gitarrenklängen unterlegt, keine Trompete, an die ich mich aus der TV-Version erinnere.
    Kein Miles Davos mehr…treibt hier die Gema wieder einmal ihr teuflisches Spiel? Oder ist der Web-User nur kommerzieller gepolt als der sonntägliche Tatort-Zuschauer? Unwahrscheinlich…Mysteriös…

  2. Die erste Musik stammte von der Matthew Herbert Big Band – Albumtitel habe ich vergessen (und mein iPhone mit Shazzam war nicht griffbereit). Die Nummer war aber für diesen „Kommissar“ genau so unglaubwürdig wie das Davis-Stück aus „Sketches Of Spain“ letztlich Klischees bediente (bei mir jedoch Erinnerungen an „Die Reifeprüfung“ mit Nastasja Kinski wachrief…). Und ja, es wird die GEMA bzw. die „Urheberrechtsnovelle“ sein, die es dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Allgemeinen „verbietet“, in seiner Web-Auswertung (gleichgültig, ob in der Mediathek oder z.B. als Podcast etc.) „Industrie-CDs“ einzusetzen.

  3. Absurder Weise gilt das übrigens nicht zum Beispiel für Konzerte, die ARD-Anstalten mitschneiden. Die Musik daraus darf auch im jeweiligen Internetangebot der ARD „gesendet“ werden.

Was dazu sagen