Jazz in der HörBar

Aus der HörBar der nmz: Tobias Meinhart / Trio Elf / Heisig-Klare

Jazz in der HörBar der nmz: Die ganze Platte durchziehe „ein Impuls des druckvoll Lässigen, Einnehmenden“, meint Martin Hufner in der Besprechung von Tobias Meinharts „The Painter“. Es laufe alles „ab in und auf einer staunenmachenden Elastizität der Rhythmusgruppe.“ Juan Martin Koch sagt zur neuen Platte von Trio Elf „Fram“: „Und noch immer zündet die Kombination aus Eisenhauers aberwitzigem Snareteppich-Knüpfen und Langs die Jazzharmonik konsequent vermeidender Motiv- und Melodiefantasie.“ Das Duo Heisig und Klare, hört Martin Hufner angeblich einen „kritischen Kampf im Obertongewölle des Saxophons“ und Bluesmechanik in Expression umschlagen. Na dann! Tobias Meinhart: The Painter (2021) Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von hoerbar.nmz.de zu laden. Inhalt laden Trio ELF: Fram (2021) Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von hoerbar.nmz.de zu laden. Inhalt laden Heisig / Klare (2020) Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von hoerbar.nmz.de zu laden. Inhalt laden      

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Auch die Sonne ließ sich anstecken: Das 50. Moers-Festival gab alles und weckt Hoffnung

Kultur fällt nicht einfach vom Himmel, wenn man nur lange genug auf sie verzichtet. Stattdessen zogen in Moers zahllose Musikerinnen und Musiker aus etlichen Nationen und dahinter ein hochmotiviertes Veranstalterteam sämtliche Register der Improvisation. Als der legendäre John Scofield alleine mit seiner Gitarre vor fast 500 Musikbegeisterten einen sanften Blues spielte und auch jeder Avantgarde-Ambition in wärmender Entspanntheit entsagte, war die Moerser Festivalgeschichte um einen Moment reicher, der vielleicht in 20 oder gar 50 Jahren weiter erzählt wird…  Sozusagen in allerletzter Minute hatten sich Lichtblicke aufgetan. Die neuen Pandemie-Verordnungen erlaubten zwar kein Publikumsfestival, wohl aber Freiluftkonzerte. Also wurden mit Unterstützung der Stadt Moers kurzfristig vier unabhängige Sonderkonzerte auf die Beine gestellt. Der „letzte Versuch der Unterwanderung der abenteuerlichen Regelungen.“ (so Tim Isfort) ist damit geglückt, um „Moers“ auch wieder auf der analogen Ebene fühlbar zu machen. Hinzu kam, dass ein Großteil des geplanten Line-ups kurzfristig noch gerettet werden konnte, da das Bundeskulturministerium für zügige Einreise-Bewilligungen gesorgt hatte. Es braucht erstmal eine gewisse Anlaufzeit, damit sich Musik und Publikum näher kamen: Regendicht eingepackt halten bis zu 500 Musikbegeisterte auch am extrem feuchten Pfingstsamstag durch.  Melancholisch flutet …

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