Start des BMW Welt Jazz Award 2017 – „Bass erstaunt“

Mit zwei skandinavischen Gästen startet der BMW Welt Jazz Award 2017 in seine neunte Saison. Chris Minh Doky & New Nordic Jazz werden am 22. Januar im BMW Welt Doppelkegel zeigen, warum im dänischen Jazz Kontrabassisten die wahren Bandleader sind. Der Schwede Lars Danielsson wird am 5. Februar erstmalig mit dem jungen aus Martinique stammenden Pianisten Grégory Privat auf der Bühne stehen. Bis Mitte März folgen vier weitere kostenfreie Matineen. Die Jury des BMW Welt Jazz Award wird nach der letzten Matinee entscheiden, wer sich im Finale Anfang Mai gegenüberstehen wird, während das Publikum die Wahl für seinen ganz eigenen Favoriten hat. Chris Minh Doky, Sohn einer dänischen Pop-Sängerin und eines vietnamesischen Arztes und Gitarristen, wurde als Jugendlicher noch als Pianist am königlich dänischen Konservatorium ausgebildet, wandte sich aber mit 15 Jahren dem Bass zu, ging in die USA und wurde ein integraler Teil der jungen New Yorker Szene der frühen Neunzigerjahre. Ob mit Larry Goldings, Mike Stern oder Randy Brecker oder als Doky Brothers an der Seite seines Bruders, dem Pianisten Niels Lan Doky – sein Spiel verbindet stets die Grooves der amerikanischen Ostküste …

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Indra Rios-Moore und Band gewinnen den BMW Welt Jazz Award 2016

München. Die Sieger des BMW Welt Jazz Award 2016 stehen fest: Das amerikanisch-dänische Ensemble von Sängerin Indra Rios-Moore hat sich am Samstagabend im Abschlusskonzert gegen die amerikanisch-schweizerische Gruppe Stucky-Doran-Studer-Tacuma durchgesetzt. Den Hauptpreis überreichte Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG. Unter dem diesjährigen Motto „Inspired by Legends“ begeisterten beide Ensembles im ausverkauften Auditorium der BMW Welt. Am Ende überzeugte Indra Rios-Moores berührende Stimme die Fachjury. Diese urteilte: „Bei zwei herausragenden Performances, einer extrovertierten und einer introvertierten, hat sich die Jury ganz subjektiv für die stillere, introspektive entschieden. Sie war berührt von der erstaunlichen Stimme von Indra-Rios Moore und überzeugt vom Konzept, die amerikanische Songtradition einem extrem reduzierten skandinavischen Sound gegenüberzustellen. Indra Rios-Moore gehört in die Reihe verblüffend neuer, ganz auf ihren individuellen Ausdruck vertrauenden Sängerinnen, und die Jury ist sicher, dass man von ihr noch viel hören wird.“ Das Ensemble Indra Rios-Moore erhielt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und den von BMW Design kreierten Pokal. Die zweitplatzierten Stucky-Doran-Studer-Tacuma wurden mit einer Prämie in Höhe von 5.000 Euro geehrt. Den Publikumspreis erhielt das Ensemble Stucky-Doran-Studer-Tacuma: Play Hendrix. Sie dürfen sich über einen exklusiven …

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Jazzfestival Bingen swingt 2016 – die Highlights

Das Jubiläumsjahr ist vorüber und die Macher von Bingen swingt demonstrieren mit der diesjährigen Ausgabe vom 24. bis 26. Juni 2016, dass ihr Festival immer enger mit der internationalen Szene verbandelt ist. Ob England, Italien, Brasilien, Norwegen oder Dänemark, ob die Tschechische Republik, die Schweiz oder USA, die Musikerriege zeigt sich so multinational, wie nie zuvor. Und auch musikalisch ist dieser besondere Einfluss zu spüren. Da verwebt die dänische Formation Mames Babegenush althergebrachten Klezmer mit top-aktuellen Sounds, Soul- und Funk-Star Ed Motta gibt mit seiner charakteristischen Stimme mal ganz andere Grooves seines Heimatlandes Brasilien zum Besten und der italienische Akkordeonvirtuose Luciano Biondini fußt zwar fest im Jazz, lässt aber seine mediterrane Heimat musikalisch ebenso zu Wort kommen. Die Norweger Farmers Market mischen nicht nur meisterhaft bulgarische Volksmusik mit Jazz und Pop, sie würzen ihre Mixtur auch noch mit einer großen Portion Humor und Sängerin Sydney Ellis fasst ihre Einflüsse aus Classic Jazz, Gospel, Sprituals, New Orleans Jazz & Blues, R&B, Chicago und Kansas City Blues mit „Afroamerikanische Folk Music“ zusammen. Aber auch die nationale Szene steht in Sachen musikalischer Offenheit in nichts nach! Wenn die …

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Bingen swingt mit großer Jubiläums-Show

Bingen feierte 20jähriges Swingen und hatte Glück: Die finsteren Wolken, die sich über Mainz entleerten, schafften es nicht bis an die Nahe und so konnte das Open-Air-Festival, das mit der Binger Bühne nur einen Club mit im Boot hatte, weitgehend trockenen Fußes über die Bühne gehen. Das Programm – wild durchmischt. Entertainmentgrößen wie Roger Cicero, Jasmin Tabatabai oder auch China Moses konnten mit Show und großen Gesten punkten. Vor allem China Moses lief gegen Ende ihres Konzerts mit viel Emphase und junger Band zum große Souljazz-Showbiz auf. Andere spielten wie Emil Mangelsdorff historisch verlässlichen Jazz, Jungspunde bei Jugend Jazzt, der Boehringer Ingelheim Big Band oder alte Hasen wie die NDR Big Band arbeiteten sich an der großen Form ab. Es gab Sound zum Tanzen, zum Schunkeln, aber auch moderne, mitreißende, innovative Musik. Der Gitarrist Jesper Munk erwies sich als souverän und ein wenig entrückt vor sich hin schwebender Blues-Barde, Michael Sagmeister holte den besten Wes Montgomery heraus, den er im Gepäck hatte und Christof Lauer erwies sich im Trio wie schon oft als einer der großen Meister des mit Abstraktionen jonglierenden Saxofonspiels. Ganz weit vorn …

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News: Jazzpreis für Magnus Mehl +++ 20 Jahre „Bingen swingt“ +++ Jazz in der DDR

Jazz-Preis Baden-Württemberg geht an Magnus Mehl Der Jazz-Preis des Landes Baden-Württemberg 2015 geht an den Saxophonisten Magnus Mehl. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird noch vor den Sommerferien in Stuttgart im Rahmen eines Preisträgerkonzerts mit Magnus Mehl (Saxophon) und der Zweitplatzierten Judith Goldbach (Kontrabass) verliehen. Es ist bereits die 31. Vergabe des Preises. Der Vorsitzende der Jury, Bernd Konrad, begründete die Entscheidung mit den Worten: „Der Alt-Saxophonist Magnus Mehl beherrscht sein Instrument in Technik und Ideenreichtum meisterhaft. In seinen Kompositionen versteht er es, interessante Klangkombinationen zu schaffen und diese in sein Spiel zu integrieren. Ihm ist daher der baden-württembergische Jazzpreis des Jahres 2015 zuzusprechen“. Mit verschiedenen Ensembles gewann Magnus Mehl bereits Preise bei international renommierten Jazzwettbewerben und gastierte mehrfach in Kooperation mit dem Goethe Institut auf Festivals in Osteuropa. 2007 gründete er zusammen mit seinem Bruder das „Ferenc und Magnus Mehl Quartett“ (kurz FUMMQ). 2011 wurde er Bandleader des „Mehl Consortium“, das ein Jahr später die CD „City Views“ veröffentlichte, mit dem Pianisten und Landesjazzpreisträger von 2010, Rainer Böhm, dem Trompeter Axel Schlosser, Ferenc Mehl am Schlagzeug und dem Posaunisten Felix Fromm.  Weitere Informationen: http://mwk.badenwuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/magnus-mehl-ist-jazz-preistraeger-2015/. Bingen …

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JazzZeitung 2014/04 - Titelblatt

Neue JazzZeitung 2014/04 im Handel

Gedruckt und zugänglich: Die neue aktuelle JazzZeitung 2014/04. Berichte: Südtirol Festival, Jazz Sommer im Bayerischen Hof, Bayerisches Jazzweekend, Festival Bingen swingt, Andreas Dombert / Chris Gall im Leeren Beutel Regensburg, Ystad Sweden Jazz Festival 2014 Portrait: Ketil Bjørnstad, Andrea Keller (Pianistin und Komponistin aus Australien), der Harfenist Edmar Castañeda, das Dortmunder Duo „about aphrodite“, 5 Fragen an den Bassisten Robert Landfermann Dossier: Jazz und die progressive Form – von Hans-Jürgen Schaal CD-Rezensionen: 35 Jahre Leo Records, Katharina Maschmayer, Tingvall Trio, Jacob Karlzon, Michael Schiefel u.v.m. Club-Portrait: das Birdland Neuburg Farewell: Horace Silver, Charlie Haden, Giorgio Gaslini

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Erste Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ für Big Bands

Die Jugend jazzt erfreulicherweise nach wie vor recht aktiv – seit 1997 auch unter fachmännischer Beobachtung des Deutschen Musikrats. In diesem Jahr gab es die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ zum ersten Mal auch für Jazzorchester. Jugend-Bigbands aus ganz Deutschland, die sich bei den jeweiligen Landesausscheidungen durchgesetzt hatten, trafen am 26./27. Juni 2010 in Bingen am Rhein zur Endauscheidung zusammen. Workshops, Probentage und Konzerte unter der Leitung von Till Brönner und Tom Gaebel waren für die Gewinner des Škoda Jazzpreises ausgelobt, den der DMR bei „Jugend jazzt“ zusammen mit Škoda Deutschland als Hauptsponsor verlieh. Till Brönner wird überdies die Nachfolge des im März 2010 verstorbenen Peter Herbolzheimer als Workshopleiter für die Preisträger bei „Jugend jazzt“ antreten. Weitere Ehrenpreise gingen gesondert an herausragende Orchester und Solisten. Mit dem Jazzfestival „Bingen swingt“ hatte man zudem einen idealen öffentlichen Rahmen zur Austragung des Wettbewerbs gefunden. Die Preisträger des Škoda Jazzpreises 2010 Die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ 2011 wird in Dortmund stattfinden und ist turnusgemäß wieder für kleinere Ensembles ausgeschrieben. In Zukunft sollen die Bundesbegegnungen im jährlichen Wechsel für Ensembles und Jazzorchester ausgerichtet werden. Weiter Infos zum diesjährigen Wettbewerb und zur Ausschreibung …

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