Jazz im Radio. Foto/Montage: Hufner
Jazz im Radio Foto: Hufner

Die erweiterte Jazz-Radiowoche vom 14.11. bis 20.11.2022

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 45. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.

Inhalt


Senderliste:


mo – 14.11.2022


17:50 – 18:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR SECHS

Entdeckungsfreudig oder klassisch – wir präsentieren täglich aktuelle Veröffentlichungen sowie Aufnahmen aus unserem Archiv.

19:30:00 | Ö1
Vijay Iyer Trio beim Jazzfestival Saalfelden 2022

Mit Vijay Iyer beschloss eine prägende Figur der aktuellen US-amerikanischen Improvisationsmusikszene am 21. August das heurige Jazzfestival Saalfelden. Mit Bassist Matt Brewer und Schlagzeuger Jeremy Dutton intonierte der indischstämmige, 1971 in den USA geborene Pianist, der immer wieder auch für wohldurchdachte gesellschaftspolitische Statements gut ist, Kompositionen seines aktuellen Albums „Uneasy“ sowie auch brandneue Stücke: Musik von fließender Energie und dichtem Interplay, die im Detail vor allem rhythmisch komplexe Raffinesse offenbarte, während sie auf große, expressive Gesten verzichtete. Ein subtiler Schlusspunkt des Jazzfestivals Saalfelden 2022!  Gestaltung: Andreas Felber

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz

Giant Steps in Jazz Extended Version: Wayne Shorter

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. Heute mit: Buechi, Hellmüller, Jerjen: Moon Trail | Jupiter: The Wild East | Marc Copland Quartet: Someday

22:50 – 23:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR ELF: Neues und Kreatives aus der Welt des Jazz.

23:03 – 24:00 | Ö1
Konzertmatinee mit dem Ensemble Resonanz – Wien Modern 2022. Claudio Abbado-Konzert mit einer Uraufführung von Milica Djordjević

Das Claudio Abbado Konzert im Rahmen von Wien Modern ist traditionell dem großen italienische Dirigenten gewidmet, auf dessen Initiative hin das Festival 1988 gegründet wurde. In diesem Jahr gestaltete es das renommierten Ensemble Resonanz unter der Leitung von Enno Poppe. Von Poppe war im goldenen Saal des Wiener Musikvereins an jenem 6. November 2022 auch eine Komposition namens „Wald“ für vier Streichquartette zu hören. Ein Streichquartett kam bei „iv 13. Miniaturen für Streichquartett. Nr.10.“ von Marc Andre zum Einsatz. Die zwei uraufgeführten Werke bei der Konzertmatinee stammten von zwei Komponistinnen: Milica Djordjević schrieb das nach einem Mineral benannte Stück „Jadarit“. Und Isabel Mundry präsentierte mit „Signaturen“ ein Werk für zwei Soloklaviere, zwei Streichergruppen und Schlagzeug.

Begonnen hat das Konzert höchst ungewöhnlich: Im Foyer und in der ehemaligen Kutschendurchfahrt des Musikvereinsgebäudes bewegte sich das Publikum durch die Klangräume von Georg Friedrich Haas. Dort wurde sein Stück „Open Spaces II. In memory of James Tenney“ aufgeführt. Philipp Weismann

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazztoday – Junger Jazz preisgekrönt

Highlights aus dem Finale vom Jungen Münchner Jazzpreis 2022. Mit den Finalisten Anna Emmersberger EXP, Jakob Bänsch Quartett, Shuteen Erdenebaatar Quartett. Aufnahme vom 11. November 2022 im Jazzclub der Münchner Unterfahrt. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

Wie klingt junger Jazz aus Deutschland? Das konnte man in den vergangenen zehn Jahren beim Finale des Jungen Münchner Jazzpreises erleben: aufregend, überraschend, lässig, virtuos! Hochkarätige Newcomer der Szene waren Jahr für Jahr beim Konzertfinale im Münchner Jazzclub Unterfahrt zu erleben und bei der Jubiläumsausgabe 2022 wird das nicht anders sein: Die aus der Mongolei stammende, aber in München lebende Pianistin Shuteen Erdenebaatar mit ihrem Quartett, Bassistin Anna Emmersberger mit ihrer Band „EXP“ und das Ensemble des Pforzheimer Trompeters Jakob Bänsch sind die diesjährigen Finalisten. Wer gewonnen hat und natürlich musikalische Highlights aus dem diesjährigen Konzertfinale gibt es in der Jazztime am 14. November ab 23.05 Uhr auf BR-KLASSIK.


di – 15.11.2022


01:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur
Tonart: Jazz

15:05 bis 16:00 | Bayern 2
radioWissen am Nachmittag: Frank Zappa und Andy Warhol

Frank Zappa: Zwischen Pop und Avantgarde / Andy Warhol: Pop oder Art?

Das Kalenderblatt: 15.11.1884. Afrika wird auf Kongokonferenz verteilt. Von Brigitte Kohn

Frank Zappa – zwischen Pop und Avantgarde – Autor: Markus Mähner / Regie: Rainer Schaller. Wie gerne hätten sie ihn zur Ikone gehabt, die Hippies! Ihn, den Ankläger aller bürgerlichen Konventionen: Frank Vincent Zappa, der 1965 verknackt wurde, weil er für eine angebliche „Herrenparty“ eine Tonaufnahme machte. Eine Tonaufnahme, bei der sich schon früh zeigte, was Frank von der US-amerikanischen Prüderie hielt! Die Proklamation der freien Liebe, das ungeschminkte Ansprechen auch extremer sexueller Fantasien, das lag Zappa ein Leben lang. Und damit stimmte er mit den Hippies überein! Nur: Er, dessen berühmtes Klo-Nackfoto wohl in jeder 68er-Studentenbude hing, konnte mit den Hippies, denen er latente Humorlosigkeit attestierte, genauso wenig anfangen wie mit dem konservativen Amerika. Seine Musik changierte zwischen Parodie, Popmusik, Klangcollage, Jazz und zeitgenössischer Klassik. Er schrieb Kompositionen für Streich-Orchester genauso wie für Synthesizer. Er schwärmte gleichermaßen für kurze Doowop-Songs wie für ellenlange E-Gitarrensoli. Zappa war und bleibt eine zwiespältige Persönlichkeit: Popstar und zugleich Avantgardist, Revolutionär und zugleich Geschäftsmann, Kultfigur und zugleich Enfant Terrible, das sich von niemanden einnehmen lassen wollte.

Andy Warhol – Pop oder Art?_ Autorin: Joana Ortmann / Regie: Sabine Kienhöfer. Am besten hat er es selbst auf den Punkt gebracht: „Die Pop-Art handelt einfach von Dingen“, hat Andy Warhol (1928 -1987) gern gesagt, wenn er gefragt wurde, was er da eigentlich treibe. Warhol zeigte wie kein zweiter seiner Generation, wie mächtig die Bilder, Produkte und Codes der Massenkultur werden können: Campell’s Tomatensuppe, sensationslüsterne Fotos von Autounfällen, Siebdrucke von Marilyn Monroe und Liz Taylor. Während die meisten Künstler in den 1950ern und 60ern die grenzenlose Reproduktion des Immergleichen, die daraus erwachsende Welt des Konsums und der Werbung und überhaupt alles, was die Moderne mit sich brachte, verteufelten, sah er darin die Chance seines Lebens: „In Zukunft wird jeder für 15 Minuten weltberühmt sein“, prophezeite Warhol, der Einwanderersohn aus Pittsburgh, der zuerst ein sehr erfolgreicher Werbegrafiker in New York war, bevor er in den 1960er-Jahren kometenartig zum Star der internationalen Kunstszene aufstieg. Wie richtig er damit lag, zeigt die digitale Gegenwart. Erstsendung 5. Februar 2019. Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83

17:50 – 18:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR SECHS

Entdeckungsfreudig oder klassisch – wir präsentieren täglich aktuelle Veröffentlichungen sowie Aufnahmen aus unserem Archiv.

20:03 bis 22:00 | Deutschlandfunk Kultur
Konzert: Hörprobe – Konzertreihe mit deutschen Musikhochschulen. Hochschule für Musik und Theater Köln

Michel Blavet: Sonata seconada für Traversflöte und Basso continuo h-Moll op. 3 Nr. 2 / Sophia Aretz, Traversflöte. Michael Borgstede, Cembalo *** Franz Schubert: Nacht und Träume D 827 | Edvard Grieg: Ein Traum aus: 6 Lieder op.48 / Yewon Kim, Sopran. Misol Kim, Klaver *** Felix Mendelssohn Bartholdy: 1. Satz aus: Trio Nr.2 c-moll Op.66 / Trio Namu *** Maurice Ravel: Allegretto und Blues, aus: Sonate für Violine und Klavier / Ji Seon Seo, Violine;  Julia Okruashvili, Klavier *** Peter Tschaikowsky: Ouvertüre zum Ballett „Nussknacker“ op. 71 (bearbeitet von Raaf Hekkema) | Claude Debussy: „Children’s Corner“ (Ausschnitte, bearbeitet von Raaf Hekkema) / Kepheus Ensemble: Annika Liebe, Oboe; Antonia Jaeger, Klarinette; Luisa Gehlen, Bassklarinette; Christine Petersen, Saxofon; Adrian Hörner, Fagott *** Sarah Nemtsov: „Verlassene Orte / Berlin (2010)“, aus: „A Long Way Away. Passagen“ / Ensemble für Neue Musik: ColLAB Cologne. Leitung: Sebastian Gottschick *** Chrysalis: Emilia Golos, Jazzklavier. Moderation: Miriam Stolzenwald

20:05 bis 22:00 Uhr | BR-KLASSIK
Konzertabend der musica viva – Surround: Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Leitung: Johannes Kalitzke; Solist: Ilya Gringolts, Violine. Nicolaus Richter de Vroe: Violinkonzert (Uraufführung); Iannis Xenakis: „Jalons“; Milica Djordjević: „Mit o ptici“ (Uraufführung). Aufnahme vom 28. Oktober 2022 im Herkulessaal der Münchner Residenz

20:05 – 21:00 UHR | SWR2
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv: Chant for five – Das Vocal Summit beim NEWJazz Meeting 1982

Von Bert Noglik. Mit dem vokalen Gipfeltreffen in Baden-Baden von 1982 wurden dem Gesang im Ensemble gänzlich neue Türen geöffnet. Erstmals stand nicht eine einzelne Sängerin oder ein einzelner Sänger im Mittelpunkt, sondern eine Gruppe hochindividueller Stimmen mit einem enormen Innovationspotential: Fünf der seinerzeit herausragenden und experimentierfreudigsten Vokalist*innen, Jay Clayton, Urszula Dudziak, Jeanne Lee, Lauren Newton und Bobby McFerrin feierten mit einem selbstbestimmten Repertoire und furiosen Improvisationen die Befreiung vokalen Ausdrucks von den Fesseln der Konvention.

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Mitreißend und ausdrucksstark – Die portugiesische Sängerin Maria João

Maria João, Gesang. João Farinha, Keyboards, Computer und Electronics; Silvan Strauss, Schlagzeug. Aufnahme vom 9.5.2022 beim Jazzfest Bonn. Am Mikrofon: Thomas Loewner

Schillernde Garderobe, temperamentvolle Bühnenpräsenz, extrem wandlungsfähige Stimme: Maria João schlägt ihr Publikum im Handumdrehen in den Bann. Mal klingt ihre Stimme beinahe naiv-kindlich, dann wieder grollt sie mit dunklem Timbre, und voller Inbrunst kann sie sich auch dem Melos des Fado hingeben. Nicht ohne Ironie: In Bonn bot die wohl bekannteste Jazzsängerin ihres Landes eine hinreißende Persiflage auf dieses portugiesische Äquivalent des Blues. Mit ihrem Trio Ogre bezieht sich João außerdem auf Elemente elektronischer Musik, gibt die klassische Diva zu Streicherklängen aus dem Synthesizer oder kombiniert funky Grooves mit Sprechgesang. Vor allem zeigte ihr Auftritt in Bonn: Auch nach rund 40 Jahren im professionellen Musikgeschäft steckt Maria João voll Vitalität und Begeisterungsfähigkeit.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Jazz Grooves

Die ganze Welt des Jazz. Bekannte Namen, Newcomer und spannende Entdeckungen, Höhepunkte aus der Jazzgeschichte, besondere Jazzereignisse und Tipps zum Konzertgeschehen der Region.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Niklas Wandt

22:05 bis 23:00 Uhr | BR-KLASSIK
Horizonte: VolksKunstMusik – Neue Musik und Flamenco

Der andalusische Cante Jondo stößt auf experimentelle Klänge. Der komplexe Rhythmus einer Bulería wird nach den Parametern der Neuen Musik verarbeitet. Die in der Volkskunst verhaftete Lyrik von Federico García Lorca ist Inspirationsquelle für aktuelle Komponist:innen. Auf unterschiedliche Art und Weise fließt der Flamenco in die zeitgenössische Musik ein: als musikalisches Material, als rhythmisches Muster, als literarisch-kulturelles Gedankengut, als emotionale Quelle. Komponist*innen wie Mauricio Sotelo, Elena Mendoza, Diana Pérez Custodio, Rafael Díaz oder Jesús Torres treten in einen kreativen Dialog mit der traditionellen Musik aus Südspanien, die teils Folklore, teils ausgefeilte Kunst ist. Dabei trifft Volkskultur auf Hochkultur, mündliche Überlieferung auf ein schriftlich festgelegtes Werk und das Spanische auf eine interkulturelle Musiksprache. BR-KLASSIK geht den Spuren des Flamenco in der Neuen Musik nach. Eine Sendung von Florian Heurich

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz and More: An den Rändern des Jazz

Am Mikrofon: Bianca Schwarz. Heute mit: Jon Balke Siwan: Hafla | JoVia Armstrong: The Antidote Suite | Synasthetic4: Ah Wow Ha

22:50 – 23:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR ELF: Neues und Kreatives aus der Welt des Jazz.

23:03 – 24:00 | Ö1
Schwindelgefühle auf den schwarzen Seiten – Wien Modern 2022. Black Page Orchestra

Seit gut zwei Jahren besitzt das Black Page Orchestra auch im Musikverein Heimatrecht und schlägt in dessen umtriebigem Kellergeschoß die eher schwermetallhältigen Seiten der Neuen Musik auf. Zum Beispiel im Rahmen des Festivals Wien Modern, das sich in diesem Jahr bekanntlich den Stoßseufzer „Wenn alles so einfach wäre“ zum Motto erkoren hat. Was komplex ersonnen ist, muss deshalb nicht schwierig zu hören sein – selbst wenn einen beim Hören der Musik von Mark Andre, Raphaël Cendo, Bára Gísladóttir, Svetlana Maraš, Hugo Morales Murguia und Fausto Romitelli manchmal schwindeln könnte: ein spannender Abend, geleitet von der Dirigentin Yalda Zamani.

Sein aktueller Konzertzyklus, so das Black Page Orchestra, sei „eine Reise ins Innere, in die Tiefen des menschlichen Bewusstseins und zu verborgenen Orten der Psyche.“ Dieses Konzert mit dem Titel „Vertigo“, widme sich Kompositionen, „deren ambivalenter Charakter perspektivische Wechsel und Wahrnehmungsverschiebungen forcieren, der ‘Schwindel’ sowohl als Trugbild wie auch als das Schwanken der Grundfeste der Realität versteht. Beginnend mit maximalem Kontrast zwischen Mark Andres mystischer Innerlichkeit in ‘üg’ und Raphaël Cendo hypersaturierter Klanglawine ‘Berlin Toccata’, führt Hugo Morales Murguias ‘Vortices generated in fluids such as air’ fast wortwörtlich die Strudel der physikalischen Realität des Schalls vor Ohren. Dem gegenübergestellt werden wiederum Stücke, die der Wirklichkeit in psychedelische Traumwelten entschwinden, das Schwindelerregende durch ständiges Wanken und klanglicher Metamorphosen in Fausto Romitellis ‘Professor Bad Trip Lesson III’ oder bei Bára Gísladóttirs ‘Music to accompany your sweet splatter dreams’. Vervollständigt wird das Programm mit einer Uraufführung von Svetlana Maraš, einer Komponistin, deren Schaffen an der Schnittstelle von klassischen Kompositionen, elektronischer Musik und Radiokunst angesiedelt ist.“ Walter Weidringer

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: News & Roots

Big is beautiful: Henning Sieverts präsentiert neue Produktionen im Großformat, mit dem „Florian Ross Octet“ aus Köln, dem „Jazz Orchestra of the Concertgebouw and Jim McNeely“ aus Amsterdam und mit der posthumen Release eines mitreissenden Konzerts des „Gil Evans Orchestra“ von 1986.


mi – 16.11.2022


17:50 – 18:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR SECHS

Entdeckungsfreudig oder klassisch – wir präsentieren täglich aktuelle Veröffentlichungen sowie Aufnahmen aus unserem Archiv.

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Classic Sounds in Jazz: „Sterne, Liebe, Herbstblätter“

Mit Aufnahmen von Cannonball Adderley, Lee Konitz, Warne Marsh, Sarah Vaughan, Norma Winstone und anderen. Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

20:00 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen – „Soll ich mit dir geh’n?“ – Das Lied vom Leiermann

21:05 – 22:00 UHR | SWR2
SWR2 NOWJazz: SWR NEWJazz Meeeting 2022 – Ein Ausblick

Von Günther Huesmann. Das SWR NEWJazz Meeting ist das legendäre Rundfunk-Klanglabor für improvisierte Musik. Es wurde 1966 vom ehemaligen SWF-Jazzredakteur Joachim-Ernst Berendt gegründet und findet Ende November zum 54. Mal statt. Kurator ist diesmal der amerikanische Pianist Micah Thomas, „einer der aufregendsten Musiker seiner Generation“ (Aaron Parks). Eine Woche lang wird Thomas mit seinem neu formierten Sextett Forest im Rundfunkstudio in Baden-Baden experimentieren und das Ergebnis dann in Konzerten in Karlsruhe, Mannheim und Tübingen präsentieren. Wir stellen den Shooting Star der New Yorker Szene vor.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Manuela Krause

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazzfacts: What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt

Am Mikrofon: Daniella Baumeister. Bei der letzten Aufnahmesession vom 22. bis 24. August spielte das hr-Jazzensemble etliche neue Kompositionen ein. Mit dabei waren dieses Mal: Christof Lauer, Sebastian Sternal, Bastian Weinig, John Schröder, Sebastian Gille und Stefan Lottermann. Hören Sie heute den zweiten Teil dieser aktuellen Produktion.

22:50 – 23:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR ELF: Neues und Kreatives aus der Welt des Jazz.

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen – Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Marie-Theres Himmler

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz aus Nürnberg: Mostly Vocal – „Voices with and without words” – mit Aufnahmenvon Lauren Newton, Mathias Rüegg, Andreas Schaerer, Kadri Voorandund anderen

Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann. Sie hecheln, pfeifen, krächzen, gurren, säuseln, seufzen und jodeln – innovativ, experimentierfreudig und in rasantem Tempo. Lautmalerisch erobern sich die Vokalistinnen und Vokalisten dieser Stunde ihre Welten. Unfassbar erfinderisch ist die Sängerin und Komponistin Kadri Voorand, 1986 in Estland geboren: In ihren mitreißenden Sound-Collagen verbindet sie Rock, Elektro, Jazz und Folklore aus ihrer Heimat zu Unikaten. Die 46-Jährige Lisette Spinnler hat das Vokabular einer Lautsprache so selbstverständlich verinnerlicht, als sei es ihre Muttersprache. Akrobatisch jongliert sie Silben und scheut sich nicht vor rhythmischen Vertracktheiten. Ein Geburtstagskind ist mit der Vokal-Improvisatorin Lauren Newton mit dabei. In Oregon wuchs sie auf, seit vielen Jahren lebt sie in Stuttgart. Heute wird sie 70. Zu singen, das bedeutet für sie nicht, mit Melodie und Text im herkömmlichen Sinne umzugehen – sie benutzt ihre Stimme wie ein Instrument, möchte mit ihr ausdrücken, was sie fühlt in der Melodie, erzählte sie in einem Interview. Mit großer Gestaltungslust macht sich Lauren Newton, die auch Buch-Autorin und Hochschullehrerin ist, zu stimmlichen Abenteuer-Reisen auf.

Aus einem Fundus schier unbegrenzter Möglichkeiten bedienen sich die Stimmakrobatinnen und -akrobaten dieser Stunde, ob sie mit oder ohne Text singen oder ihre Instrumentenstimme hören lassen: „Voices with and without words” nannte Beatrix Gillmann diese Ausgabe der Jazztime.


do – 17.11.2022


17:50 – 18:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR SECHS

Entdeckungsfreudig oder klassisch – wir präsentieren täglich aktuelle Veröffentlichungen sowie Aufnahmen aus unserem Archiv.

19:05 bis 20:00 Uhr | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Zarte Dompteurin – Die tschechische Komponistin Vítìzslava Kaprálová

„So ein zartes, stilles Mädchen und so viel Wildheit und Größe in seiner Musik!“, urteilte der Dirigent Václav Talich über seine Studentin Vítìzslava Kaprálová. Gegen den nachvollziehbaren Ratschlag ihres Vaters, es als Frau gar nicht erst zu versuchen, studierte Kaprálová in den 1930er Jahren neben Dirigieren auch Komposition – beides damals ausschließlich von Männern besetzte Berufe. Mit gerade einmal Anfang zwanzig stand sie am Pult so renommierter Klangkörper wie der Tschechischen Philharmonie oder des BBC Symphony Orchestra, wo sie eigene Werke dirigierte. Außer mit ihrer Musik machte sie als femme fatale von sich reden, der die Männer zu Füßen lagen – darunter ihr Mentor Bohuslav Martinů, der sie sein „einziges, süßestes Liedchen“ nannte. BR-KLASSIK stellt die charismatische Künstlerin vor, deren vielversprechende Karriere mit ihrem frühen Tod, 25-jährig, ein jähes Ende nahm. Eine Sendung von Michaela Fridrich

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: Feingeist und Freigeist – Ein Portrait des italienischen Pianisten Enrico Pieranunzi

Von Karsten Mützelfeldt. Seit Jahrzehnten zählt der gebürtige Römer Enrico Pieranunzi zu den brillantesten Pianisten Europas. Er vereint klassisches Erbe mit amerikanischer Jazz-Tradition und hat mit zahllosen wichtigen Improvisatoren der Alten und Neuen Welt gespielt, von Chet Baker bis Phil Woods. Pieranunzi gilt als feinsinniger Lyriker unter den Klavierspielern. Seine umfangreiche Diskografie mit fast 100 Alben unter eigenem Namen umfasst orchestrale und kammermusikalische Projekte, diverse Solo- und Duo-Einspielungen. Seine beeindruckendsten Aufnahmen aber machte er im Trioformat. Pieranunzi hat sich auch der freien Improvisation geöffnet; ein wichtiger Teil seines Schaffens ist außerdem die kreative und klischeefreie Auseinandersetzung mit der europäischen Klassik – ein Feld, auf dem er als langjähriger Professor am Konservatorium in Rom profunde Kenntnisse besitzt.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Anja Buchmann

22:05 bis 23:00 Uhr | BR-KLASSIK
Horizonte: Musik der Gegenwart

Meredith Monk: „Winter Variation“ (Todd Reynolds Quartet); „Our Lady of Late“ (Meredith Monk, Stimme, Glas; Collin Walcott, Glas, Perkussion); „Spider Web Anthem“ (Meredith Monk, Katie Geissinger, Allison Sniffin, Stimme, Violine, Klavier; John Hollenbeck, Marimba)

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Daniella Baumeister. Heute mit: Eva Klesse Quartett: Songs Against Loneliness | Franco Ambrosetti with Strings: Nora | Swiss Jazz Orchestra & Christoph Irniger: The Music of Pilgrim

22:50 – 23:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR ELF: Neues und Kreatives aus der Welt des Jazz.

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
The Voice: Salvador Sobral

Moderation: Ortrun Schütz. Er gehört zu den international bekanntesten Künstlern Portugals. Der Sänger und Pianist stammt aus einer portugiesischen Adelsfamilie. Er hat sein Psychologiestudium abgebrochen und in Barcelona Jazzmusik studiert. Zurecht. Zusammen mit seiner Schwester Luísa Sobral konnte er den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew gewinnen.

Es war der erste Sieg für Portugal in der Geschichte des Song Contests. Heute ist Salvador Sobral zurück bei dem Sound, der ihm eher liegt: Er veröffentlicht neue Songs und Alben mit Jazz und brasilianischen Einflüssen. Und das, obwohl er zwischenzeitlich auf der Intensivstation um sein Leben kämpfen musste. Mittlerweile scheint er sein Spenderherz gut zu vertragen und traut sich zu dem ein oder anderen Live Konzert auf die Bühne.

23:03 – 24:00 | Ö1
Pia Palme und Susanne Kogler über feministisches Komponieren – musikprotokoll 2022. Sounding Fragilities.

Im Rahmen des künstlerischen Forschungsprojekts „On the Fragility of Sounds“ standen für Pia Palme drei Jahre lang die Themen Komposition, Musiktheater und Feminismus aus der Position der Künstlerin im Fokus ihrer Arbeit. Am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz war das von ihr geleitete Projekt angesiedelt und im Rahmen des heurigen musikprotokoll präsentierte Palme in einer Lecture ihre Anthologie „Sounding Fragilites“, die sie gemeinsam mit der Theaterwissenschaftlerin Irene Lehmann herausgegeben hat. Am Beginn stand der performative Aufruf „More Radically“ mit Text, Video und Musik. Eine Reflexion über zeitgenössische Komposition, Fragilität und Forschung, feministisches Komponieren und komponierende Frauen*, Politik und künstlerische Aktivität und eine Einladung zum Mithören und Mitreden. „On the Fragility of Sounds“ wurde durch das „Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste“ (PEEK) des Wissenschaftsfonds FWF gefördert. Astrid Schwarz

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: All that Jazz

Hommage an Rolf Kühn mit Joachim Kühn: Aufnahmen des großen deutschen Jazzpianisten Joachim Kühn, die seinem vor kurzem verstorbenenen Bruder, dem Klarinettisten Rolf Kühn, gewidmet sind. Sowie gemeinsame Aufnahmen der beiden Kühn-Brüder aus unterschiedlichen Zeiten. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel


fr – 18.11.2022


14:05:00 | Ö1
Ivan Radivojevic Quartet, Tobias Tammearu Trio, Kongle Trio und Prospectus beim Jazzfestival Marciac 2022

Seit 2006 veranstaltet die European Broadcasting Union (EBU) die Euroradio Jazz Competition, deren Finale wie schon 2018 auch heuer wieder im Rahmen des Festivals „Jazz in Marciac“ in der gleichnamigen Stadt im Département Gers in Südfrankreich über die Bühne ging. Je eine Band pro Land kann von europäischen Radiostationen für diesen Wettbewerb ins Rennen geschickt werden, wobei das Durchschnittsalter der maximal fünf Bandmitglieder 30 Jahre nicht überschreiten darf. Bands aus Serbien, Estland, Norwegen und Frankreich erreichten heuer das Finale und präsentierten sich am 25. Juli in kurzen Sets der vierköpfigen Jury, der auch der Leiter der Ö1­Jazzredaktion, Andreas Felber, angehörte.

In Concert präsentiert Ausschnitte der vier Konzerte mit dem Quartett des serbischen Trompeters Ivan Radivojevic, dem Trio des estnischen Saxofonisten Tobias Tammearu, dem Kongle Trio aus Norwegen und der Gewinnerband Prospectus aus Frankreich, bestehend aus Henri Peyrous (Sopransaxofon und Bassklarinette), Julien Ducoin (Kontrabass), Florentin Hay (Schlagzeug) sowie Altsaxofonistin und Flötistin Léa Ciechelski, die auch als beste Solistin ausgezeichnet wurde.  Gestaltung: Michael Neuhauser

17:50 – 18:00 UHR | SWR2
JAZZ VOR SECHS

Entdeckungsfreudig oder klassisch – wir präsentieren täglich aktuelle Veröffentlichungen sowie Aufnahmen aus unserem Archiv.

19:05 bis 20:00 Uhr | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Bey meinem teglich mehr abnemenden Kräfften“ – Zum 350. Todestag von Heinrich Schütz

Am 6. November 1672 stirbt Heinrich Schütz, im Alter von 87 Jahren. Noch in seinem letzten Lebensjahr verfasste er sein musikalisches Vermächtnis, den „Schwanengesang“. Vielen Zeitgenossen galt er als Vater der deutschen „modernen Musik“, auch als der „allerbeste Teutsche Componist“. Sein Handwerk lernte er in Venedig, wo Andrea und Giovanni Gabrieli und auch Claudio Monteverdi ihre neuen Kompositionsideen entwickelten; eine fruchtbare Zusammenarbeit verband ihn mit dem Dichter Martin Opitz. Arno Paduch, Zinkenist und Präsident der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft, rühmt ihn: „Heinrich Schütz ist wirklich ein herausragender Komponist: Er ist der erste Komponist, der in der damaligen Zeit diese absolut neuen Elemente schlüssig und sinnvoll in die deutsche Musik einbaut. Ohne Schütz wäre die Musik danach, wäre unsere Musik, die wir heute kennen, nicht so, wie sie wäre. Er ist eine ganz alleinstehende Persönlichkeit.“

Außerdem kommen Hans-Christoph Rademann, der das Gesamtwerk von Schütz aufgenommen hat, und Ausstellungsmacher*innen, die das Vermächtnis Heinrich Schützens aufrechterhalten – im Schütz-Haus in Bad Köstritz, im Schütz-Haus in Weißenfels sowie der Sächsischen Landesbibliothek – zu Wort. Eine Sendung von Gudrun Petruschka

20:00 bis 22:00 | rbbKultur
Jazz Berlin: Oliwood und Hertenstein

Moderation: Dirk Hühner. Zwei spannende internationale Acts standen vor kurzem in der Reihe „Jazzexzess“ in Berlin auf der Bühne: OLIWOOD FEAT. PETER EVANS, Robert Landferman & RUDI MAHALL mit OLIVER STEIDLE an den Drums. Dazu dann die grade entstandene Formation von Joe Hertenstein mit seinen New Yorker Freunden JON IRABAGON und ANTHONY COLEMAN. Ein Abend voller Improvisation, vorgestellt von Dirk Hühner.

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Milestones – Jazzklassiker: Dialog auf Augenhöhe – Jeanne Lee & Ran Blake

Am Mikrofon: Michael Frank. Im Laufe ihrer langjährigen Zusammenarbeit entwickelten die Sängerin Jeanne Lee und der Pianist Ran Blake einen ganz eigenständigen und avantgardistischen Umgang mit Songs zwischen Jazz, Gospel und zeitgenössischer Popmusik. Der mit dem Klassik und Jazz vermählenden „Third Stream“ assoziierte Blake wuchs dabei weit über die Rolle eines reinen Begleiters hinaus. Und Jeanne Lee besaß eine so stupende Intonationssicherheit, dass sie mit ihrer warmen Altstimme trotz der oft ungewöhnlich dissonanten Akkordfolgen Blakes nie die melodische Orientierung verlor. Gemeinsam war der Afroamerikanerin und ihrem weißen Kollegen eine dezidiert antirassistische Einstellung, die sie auch in ihrer Songauswahl zum Ausdruck brachten. Nach ihrem Debüt „The Newest Sound“ von 1962 dokumentieren nur drei weitere Alben den einzigartigen musikalischen Dialog von Ran Blake und der im Jahr 2000 verstorbenen Jeanne Lee.

22:30 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Thomas Mau

23:03 – 24:00 | Ö1
DJ. Krush. Zum 60. Geburtstag eines japanischen DJ-Pioniers. – 60 Jahre DJ Krush

Am 29. Juli 1962 kommt in Tokyo, Japan unter dem bürgerlichen Namen Ishi Hideaki ein Junge auf die Welt, dessen Zukunft zunächst wenig rosig aussieht: Er bricht schon früh die Schule ab, tritt zuerst einer kleinen, dann einer großen und mächtigen Straßengang bei. Nach einigen Jahren in der kriminellen Unterwelt Japans beschließt er aber ebendiese zu verlassen und sich der Musik zuzuwenden. Er widmet sich den Turntables, den Beats, dem Hip Hop – DJ Krush ist geboren. Dieses Jahr feiert er sein 30-jähriges Bühnenjubiläum indem er fortsetzt was er seither macht: Er produziert Instrumental-Alben und Alben mit Rapper:innen und geht jedes Jahr auf weltumspannende Tourneen. Seine Produktionen sind geprägt durch Samples von akustischen Instrumenten, gemischt mit experimentellen Sounds. Außerdem ist er dem Jazz stehts nahe und produziert unter anderem ein Album mit dem Free Jazz-Trompeter Toshinori Kondo. Anlässlich seines 60. Geburtstag, den DJ Krush heuer gefeiert hat, unternimmt der Zeit-Ton eine Reise durch das Schaffen dieses DJs, der als einer der Pioniere des japanischen Hip Hops gilt.  Xavier Plus

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz auf Reisen

Brothers in Life, Brothers in Jazz: Das Duo Rolf & Joachim Kühn 2014 im Jazzclub Birdland in Neuburg an der Donau. Ausschnitte aus einem besonderen Gastspiel zweier Leuchttürme des deutschen Jazz – mit Interview-Auszügen und Eigenkompositionen beider Musiker sowie einem Jazz-Klassiker. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel


sa – 19.11.2022


14.00 Uhr | Ö1
Das Ö1 Hörspiel

„TACET – Die Stille. Umgehen.“ Hörstück von Stefan Weber nach einem Text von John Cage. Mit Sylvie Rohrer. Partitur, Klangkörper und Regie: Stefan Weber (Autorenproduktion 2022)

Im Artists-Club in der 8. Straße von New York City performt John Cage 1949 erstmals seinen „Vortrag über Nichts“, einen in der experimentellen Literatur heute zentralen Text. Er steckt mitten in einer Sinnkrise, gilt den einen als genialer Vordenker und Erfinder experimenteller Kompositionstechniken, andere stempeln ihn als Hofnarr der Avantgarde ab. Der künstlerische Erfolg ist jedenfalls mäßig, das Geld knapp. Die lokale Kunstszene lauscht jetzt also im Club. Eine Zuhörerin springt auf und schreit: „John, ich mag Dich sehr, aber ich halte es keine Minute länger aus!“ – Stille. – Nur unterbrochen vom unbeirrt weiterlesenden Cage: „Langsam, während der Vortrag weitergeht, langsam haben wir das Gefühl, wir gelangen nirgendwo hin. Das ist ein Vergnügen.“ Dann knallt die Türe. Und die Klänge, Töne, die Geräusche und die Stimme nehmen entlang der Textfragmente des Vortrags ihren befreiten Lauf.

14:05 bis 15:00 Uhr | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Bey meinem teglich mehr abnemenden Kräfften“ – Zum 350. Todestag von Heinrich Schütz

Am 6. November 1672 stirbt Heinrich Schütz, im Alter von 87 Jahren. Noch in seinem letzten Lebensjahr verfasste er sein musikalisches Vermächtnis, den „Schwanengesang“. Vielen Zeitgenossen galt er als Vater der deutschen „modernen Musik“, auch als der „allerbeste Teutsche Componist“. Sein Handwerk lernte er in Venedig, wo Andrea und Giovanni Gabrieli und auch Claudio Monteverdi ihre neuen Kompositionsideen entwickelten; eine fruchtbare Zusammenarbeit verband ihn mit dem Dichter Martin Opitz. Arno Paduch, Zinkenist und Präsident der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft, rühmt ihn: „Heinrich Schütz ist wirklich ein herausragender Komponist: Er ist der erste Komponist, der in der damaligen Zeit diese absolut neuen Elemente schlüssig und sinnvoll in die deutsche Musik einbaut. Ohne Schütz wäre die Musik danach, wäre unsere Musik, die wir heute kennen, nicht so, wie sie wäre. Er ist eine ganz alleinstehende Persönlichkeit.“

Außerdem kommen Hans-Christoph Rademann, der das Gesamtwerk von Schütz aufgenommen hat, und Ausstellungsmacher*innen, die das Vermächtnis Heinrich Schützens aufrechterhalten – im Schütz-Haus in Bad Köstritz, im Schütz-Haus in Weißenfels sowie der Sächsischen Landesbibliothek – zu Wort. Eine Sendung von Gudrun Petruschka

17:05 bis 17:55 | Bayern 2
Jazz & Politik: Politisches Feuilleton

Moderation: Lukas Hammerstein. Musikauswahl: Roland Spiegel

18:05 bis 19:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazz und mehr: Die Entspannten

Mit Musik von Jim Hall, Chet Baker, Marc-André Hamelin, Cyrille Aimée und anderen. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel

19:00 bis 20:00 | hr2-kultur
Live Jazz: In Memoriam – Joey DeFrancesco (1971-2022) | Ystad Sweden Jazz Festival, August 2019

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. In Memoriam – Joey DeFrancesco (1971-2022) || Joey DeFrancesco, Hammond B3/Nord, tp, ts | Troy Roberts, db, ts | Khary Abdul-Shaheed, dr | Ystad Sweden Jazz Festival, Theatre, Ystad, Schweden, August 2019

20:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: WDR Big Band – Data Lords

Im Fokus dieses Konzertabends stehen mit Maria Schneider, Christina Fuchs und Caroline Thon drei Komponistinnen des zeitgenössischen Big Band Jazz. Maria Schneider ist eine Pionierin des orchestralen Jazz. Seit Anfang der 1990er-Jahre kultiviert die amerikanische Bandleaderin und Komponistin einen unverwechselbaren Sound – expressiv und tiefgründig. Ihr neues, Grammy-gekröntes Projekt „Data Lords“, das sie mit der WDR Big Band im Frühjahr in der Berliner Philharmonie aufgeführt hat, setzt sich mit der Macht der großen Datenkonzerne auseinander und mit der (Ohn-)Macht der Menschen in der digitalen Welt. Im zweiten Teil des Radiokonzerts dann ein herausragendes Ensemble aus NRW: Das Fuchsthone Orchestra von Christina Fuchs und Caroline Thon vereint 22 herausragende und vielfach ausgezeichnete Kölner Musikerinnen und Musiker und steht für einen aktuellen, orchestralen Sound, der genrespezifisch über bisherige Grenzen hinausweist und das Publikum auf eine spektakuläre Klangreise mitnimmt. Das von den beiden Komponistinnen Christina Fuchs und Caroline Thon geleitete Jazzorchester gastierte am 18. Juni 2022 bei den 26. Hildener Jazztagen.

WDR Big Band, Arrangement und Leitung: Maria Schneider. Fuchsthone Orchestra, Arrangement und Leitung: Christina Fuchs und Caroline Thon. Aufnahmen aus der Berliner Philharmonie und von den Hildener Jazztagen

22:03 – 23:00 UHR | SWR2
SWR2 Jazztime: Mut und Eleganz – Der Kontrabassist Ron Carter

Von Bert Noglik. Sein Name gleicht einem Qualitätssiegel. Zudem zählt Ron Carter zu den am meisten aufgenommenen Bassisten des Jazz. Was ihn so begehrt macht, ist seine swingende Eleganz, gepaart mit einem in Erstaunen versetzenden Improvisationstalent. An der Seite von Miles Davis, mit Wayne Shorter und Herbie Hancock hat er Jazzgeschichte mitgeschrieben. Doch Ron Carter denkt nicht daran, sich zurückzulehnen und als Legende feiern zu lassen. In diesem Jahr 85 geworden, ist er noch immer die Hälfte des Jahres auf Tourneen unterwegs. Carter gilt als einer der Universalisten auf dem Kontrabass, als Souverän und zugleich auch als perfekter Teamplayer.

22:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazz extra: 12. Birdland Radio Jazzfestival

Musik von Gypsy Today, Samo Salamon, Arild Andersen und Ra Kalam Bob Moses, Daniele di Bonaventura Band’Union, Samuel Blaser Trio, Pablo Martin Caminero Trio, Johannes Faber, Philip Catherine. Moderation: Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel. Fortsetzung um 0.03 Uhr auf Bayern 2

Jazzstars im Gewölbe. Ganz nah dran. Beim Birdland Radio Jazz Festival in Neuburg an der Donau spielen Weltklasse-Musiker in der Intimität eines Clubs. In einem gemütlichen Kellergewölbe sowie bei einem ausgelagerten Konzert im Audi-Forum Ingolstadt spielen diesmal international herausragende Musiker wie der norwegische Bassist Arild Andersen und der niederländische Gitarrist Stochelo Rosenberg. Dieses Festival, das 2011 vom Programmgestalter des Birdland Neuburg, Manfred Rehm, mit Hilfe des BR aus der Taufe gehoben wurde, findet jetzt zum 12. Mal statt. Auch während der Corona-Jahre hat Club-Chef Manfred Rehm sich stark engagiert, um die Kontinuität des Festivals zu wahren und Musiker:innen Auftrittsmöglichkeiten zu garantieren. So ist es auch diesmal. Am 19./20. November 2022 sendet der BR vier Stunden live vom Finale dieses auf mehrere Wochenenden verteilten Festivals. Die Sendung beginnt mit der Übertragung einer Band um den jungen deutschen Trompeter Michel Schroeder (Jahrgang 1995) – live von der Kellerbühne des Birdland Neuburg. Danach sind, neben Interview-Auszügen und Statements von Studiogästen, Highlights des ganzen Festivals zu hören – aus Konzerten mit Gitarrist Samo Salamon, Bandoneon-Spieler Daniele di Bonaventura, Posaunist Samuel Blaser und Trompeter Johannes Faber: letzterer ein Münchner Gewächs mit Wahl-Wohnsitz in Italien, der am 7. November 2022 seinen 70. Geburtstag feiert und zehn Tage später in Neuburg mit Jan Eschke am Klavier, Thomas Stabenow am Bass und Matthias Gmelin am Schlagzeug gastiert. Mehrere Generationen und viele Facetten des Jazz – und alle in besonderer Nähe zum Publikum. BR-Klassik, 19. November 2022, 22.05 bis 24.00 Uhr. Bayern 2, 20. November 2022, 0.03 Uhr bis 2.00 Uhr.

22:08 – 23:00 | Ö1
Meredith Monk. Ikone und Pionierin. – Zum 80. Geburtstag von Meredith Monk

Die gebürtige New Yorkerin Meredith Monk gilt als Ikone und Pionierin der erweiterten Gesangstechnik und interdisziplinären Performance. Sie begann in den 1960er Jahren mit ihrer Stimme zu experimentieren und mit dieser Erkundung der Stimme als Instrument erweiterte sie die Grenzen musikalischer Komposition. Sie schafft Klanglandschaften, die intensive Gefühle, Energien und Erinnerungen erzeugen. Davon ausgehend hat sie ihre ganz eigene Ästhetik in der Performance gefunden: irgendwo angesiedelt zwischen Tanz, Theater und Installation mit Licht und Objekten, stets mit einem sehr sinnlich-poetischen Zugang, zeitlos und trotzdem der Gegenwart verpflichtet, entstanden aus einem feministischen Ansatz der ersten Stunde. Sie hat über 100 Werke komponiert, vom Solo für Stimme über konzertante Ensemblestücke bis hin zu Oper, Film, Konzeptalben und internetspezifischen Kunstformen.

Meredith Monk ist nach wie vor als Musikperformerin zu erleben, der Guardian attestierte der Künstlerin, „ihre schelmische Anziehungskraft wirkt umso subversiver, als sie mindestens eine Generation älter ist als diejenigen, die mit ihr die Bühne teilen“. Meredith Monk begeht heute ihren 80. Geburtstag. „Monk wird manchmal mit ihren männlichen Zeitgenossen aus der US-Minimal-Szene in einen Topf geworfen, aber würde einer von ihnen ein Konzert mit einer Solo-Zugabe beenden, die ein stimmliches und körperliches Porträt einer Mücke ist?“ (The Guardian, im April 2022) Marie-Therese Rudolph

23:03:00 | Ö1
Rudi Staeger im Interview, Sängerin Dana Masters & Band bei den INNtönen 2022

Gast im Ö1 Jazznacht-Studio ist Schlagzeuger Rudi Staeger, der am 22. November seinen 75. Geburtstag feiert. Katharina Osztovics verrät er, warum Nusskipferl, Torten und andere süße Leckereien ihn vom Anfang seiner Musikerkarriere bis heute begleiten. Weiters spricht er über seine Rock-Band Acid, seine Zusammenarbeit mit dem Klarinettisten Fatty George sowie sein Label RST-Records. Im Anschluss erwarten Sie die in Irland lebende US-amerikanische Sängerin Dana Masters und ihre Band, bestehend aus Cian Bylan am Piano, Dave Redmond am Bass und Darren Beckett am Schlagzeug.

Am 23. Juli 2022 gastierten sie beim INNtöne-Festival am Buchmannhof in Diersbach, Katharina Osztovics liefert die Ö1-Konzertaufnahme frei Haus! Weiters hat in dieser Jazznacht Nancy Wilson ein Loblied auf den Oktober parat, aber nicht nur sie hat dem Herbstmonat ein musikalisches Denkmal gesetzt: Auch Sun Ra, Art Porter und Omer Avital steuern Musik bei. In der letzten Jazznacht-Stunde locken schließlich verführerisch klingende Gustostückerl und süße Musik-Schmankerl zum Zuhören: Es ist der internationale Tag der Köch:innen -und von Kuchen bis Eintopf ist alles dabei, was das Herz begehrt.  Gestaltung: Katharina Osztovics


so – 20.11.2022


00:03 bis 02:00 | Bayern 2
radioJazznacht extra: 12. Birdland Radio Jazzfestival

00:05:00 | Ö1
(Fortsetzung) Rudi Staeger im Interview, Sängerin Dana Masters & Band bei den INNtönen 2022

17:10:00 | Ö1
Klaus Trabitsch feiert 30 Jahre „Dorf-Weltmusik“

431 Einwohner zählt die Gemeinde Prigglitz am Fuß von Schneeberg und Rax. Wiesen mit Obstbäumen, die Hügel bedeckt Wald in rotgoldenen Herbstfarben. Das ist die eine, die geografische Heimat des Gitarristen und Komponisten Klaus Trabitsch. Die andere ist schwerer zu bestimmen -die Karibik gehört dazu, Louisiana und die amerikanischen Südstaaten, Afrika.

In vielen unterschiedlichen Situationen ist Klaus Trabitsch als Instrumentalist schon zu erleben gewesen, an der Seite von Willi Resetarits und Erika Pluhar; anfangs in den 1980er Jahren mit den Liederlich Spielleut, später mit Richard Weihs. Er hat den Papalagi (die Reden des Südseehäuptlings Tuiavii) zu Musik gesetzt und Kinderlieder neu vertont, mit Otto Lechner und den „Bethlehem All Stars“ Weihnachtslieder neu eingekleidet, beginnend vor 25 Jahren mit der schon klassischen CD „Still“. In den Musikprojekten des Künstlers Wolfgang Temmel wie dem Bonsai Garden Orchestra durfte und darf er auch nicht fehlen.

Heuer feiert Klaus Trabitsch seinen 60. Geburtstag -und 30 Jahre „Dorf-Weltmusik“, wie er sie nennt, festgehalten auf einem Doppelalbum. Da erklingen Sensen und Steeldrums, Kuhglocken und Kettensägen, man hört Insekten surren und in der Abendstimmung Hunde bellen. Und da gehen die Alpenausläufer unmerklich in die Appalachen und ein Jodler in einen Calypso über.  Gestaltung: Johann Kneihs

19:34:00 | Ö1
Combo Simpatico im Studio 2 des Wiener Funkhauses

Das Trio mit dem augenzwinkernden Namen „Combo Simpatico“ besteht aus den beiden herausragenden Gitarristen Andy Bartosh und Martin Spitzer, das tief tönende rhythmisch-klangliche Fundament der Band legt Joschi Schneeberger am Kontrabass. Das Zusammenspiel der drei ist entspannt, leichtfüßig und virtuos. Hier sind gestandene Männer am Werk, die nichts mehr beweisen müssen und deshalb stressfrei und mit kammermusikalischer Raffinesse agieren können. Das Programm umfasst Titel aus dem Great American Songbook sowie Tunes von J.J. Cale, den Beatles und eigene Stücke. Mit dieser in vielen Liveauftritten erprobten Mischung bewegen sich Bartosh, Spitzer und Schneeberger entspannt und locker zwischen Jazz und Pop.

Diese Ö1 Radiosession wird gefördert durch die Verwertungsgesellschaft Rundfunk GmbH (VGR).  Gestaltung: Klaus Wienerroither

20:55:00 | Ö1
Das Debütalbum der Sängerin Helen Merrill (1954)

Jelena Ana Milcetic, geboren 1930 als Tochter kroatischer Einwanderer in New York, begann bereits im zarten Alter von vierzehn Jahren in den Jazz-Clubs der Bronx zu singen und sammelte an der Seite von Größen wie Charlie Parker, Miles Davis und Bud Powell musikalische Erfahrung. Ihren Namen amerikanisierte sie, und ab diesem Zeitpunkt war die Karriere nicht mehr aufzuhalten: „Helen Merrill“, das Album, das gleich am Beginn ihrer Diskografie steht, wurde im Dezember 1954 aufgenommen und machte sie im darauffolgenden Jahr berühmt.

Sie präsentierte sich darauf als sensible Songinterpretin mit zart hauchender Stimme und einem gefühlsintensiven Vortrag. „The Sigh of New York“, das Seufzen von New York, wurde Helen Merrill fortan genannt. Die Arrangements der im Sextett eingespielten Stücke stammen von niemand Geringerem als Quincy Jones und umfassen sowohl Balladen und Stücke in raschen Tempi wie auch unwiderstehlich swingenden Bop. Clifford Brown, der auf tragische Weise viel zu früh im Alter von 25 Jahren verstorbene Trompeter, ist eindeutig der Starsolist der Einspielung und wird entsprechend prominent präsentiert. Doch über all dem schwebt die sehnsuchtsvolle, erhabene und zugleich wehmütige Stimme der Protagonistin. Helen Merrill ist ein wundervoll-eleganter und geschmeidiger Gegenpart zu Browns rauem Trompetenton, die Gefühlstiefe und Originalität ihrer Interpretationen begründen ihren Ruf als eine der größten Vokalistinnen, die der Jazz hervorgebracht hat.

Diese Debüt-LP, später auch unter dem Titel „Helen Merrill with Clifford Brown“ veröffentlicht, legt den Grundstein zu einer wechselhaften Karriere, und es ist Merrills Stimme, die die Aufnahme zu einem Ereignis macht, betörend, unwiderstehlich, stets stark emotional gefärbt und hochmusikalisch. Ein Glanzstück des anspruchsvoll-melodiösen Vokal-Jazz der Fünfzigerjahre.  Gestaltung: Gerhard Graml

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
Late Night Jazz: ACT wird 30: Nils Landgren „3 Generations“

Moderation: Holger Zimmer. Nils Landgren – der Mann mit der roten Posaune – ist in Berlin kein Unbekannter, er hat jahrelang das Jazzfest geleitet und gastiert hier regelmäßig. Nun hat der Sänger, Posaunist, Komponist, Bandleader Nils Landgren zum 30. Jubiläum des Jazz-Labels „ACT“ ein 3er Album veröffentlicht. „Nils Landgren & Three Generations“. Darin bringt Nils Landgren zusammen mit Produzent und ACT-Gründer Siggi Loch drei Generationen von ACT-Künstler*innen in verschiedenen Besetzungen zusammen. Eine interessante Reise durch Zeit und Raum.

 

 

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