16 Platten aus dem Jazz und an- und umgrenzenden Bereichen. Die Links führen zu den vollständigen Kritiken in der HörBar der neuen musikzeitung.
- Goldmann – Input (The Sofia Versions)
- Wiener Wasser V.A.
- Lachenmann – Complete Piano Works
- Hersch – The Surrounding Green
- Zack Lober – So we could Live
- Sinopoulos / Keerim – Topos
- John O’Gallaghers ANCESTRAL
- Simon Rummel – Der Zauberlehrling
- Treen – Kaikō
- Brunhild Ferrari – Errant Ear
- what we do when in silence
- Norwegian Electronic Folk Music
- Liv Andrea Hauge Trio – Døgnville
- Larum – Treatise by Cornelius Cardew
- Poor Isa + Evan Parker/Ingar Zach
- Michael Vorfeld – Glühlampenmusik
Goldmann – Input (The Sofia Versions)
Bei Stefan Goldmann «Input» wird kein Notat, sondern ein Resultat eine elektronischen Mixprodukts, das uns Hörenden unbekannt bleibt, in die Welt der Ensemblemusik rückabgewickelt. Das Ergebnis bleibt in sich aber ästhetisch dicht genug. Weiterlesen
Wiener Wasser V.A.
Alles wie in Zeitlupe, nur ohne den Lupeneffekt. Da versickert noch viel Wiener Tonwasser in den Kanälen von Hörschnecken. … Die Tracks sind zu kurz für ein episches Ausspielen und zu lang für zu wenig. Weiterlesen
Lachenmann – Complete Piano Works
Jonas Olsson hat diese Stücke alle für das schwedische Label thanatosis eingespielt. Dort ist es einen Tag nach Helmut Lachenmanns 90. Geburtstag veröffentlicht worden. Die Musik bleibt herausfordernd auch beim Hören, aber sie wird exzellent pianistisch und akustisch vorgelegt. Weiterlesen
Hersch – The Surrounding Green
Eine so was von höchstkultivierte Spielweise, wie sie hier das Trio Fred Hersch (Piano), Drew Gress (Kontrabass) und Joey Baron (Schlagzeug) hin- und vorlegen, macht hörend verlegen. Es grenzt nahezu an einen hyperabsurden Perfektionismus. Weiterlesen
Zack Lober – So we could Live
Da ist vor allem zu allererst die Wucht des Bläser:innen-Duos. Sofort und unmittelbar reißen sie die Herzen der Zuhörenden an sich. Das hat eine Energie, wie man sich aus den frühen 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts kennt … Weiterlesen
Sinopoulos / Keerim – Topos
Es ist eine Liebeserklärung an die Musik des südlichen Osteuropas. In deren Zentrum stehen die Rumänischen Volkstänze von Béla Bartók. Diese Wundertänze werden in diese neue Welt eingeflochten … Weiterlesen
John O’Gallaghers ANCESTRAL
Auf acht Tracks durchstreift das Quartett recht unterschiedliche Formen fließenden Umgangs mit Komposition und Improvisation. Das reicht von eher Klangbildgesamteinsichten bis zu puren Energie- und Virtuositätsströmen. Das Erstaunliche dabei ist, dass diese Kombinationen sowohl individueller Darstellung der Musiker Raum geben und zugleich vom großen Ganzen eingehegt sind. Weiterlesen
Simon Rummel – Der Zauberlehrling
Selten hat mich eine Komposition und ihre Realisation so überrascht wie diese, die über eine halbe Stunde lang funkelt, schimmert, sich in sich selbst verschlingt und so angenehm ziellos einen aus der Zeit herausnimmt. Ein Dauerschweben, -schwimmen, -schlummern … Weiterlesen
Treen – Kaikō
Aus den Welten Litauens, Dänemarks, Norwegens und Deutschlands bringen die Musiker:inne ihre Tonbildungs- und Phrasierungserfahrungen mit und kombinieren diese undurchschaubar. Weiterlesen
Brunhild Ferrari – Errant Ear
Errant Ears ist eine 30-minütige Klangpassage durch das Leben mit Gesprächsfetzen, mit zahllosen Geräuschen der Umgebungen, durch die Brundhild Ferrari streift. Man nimmt den Sound mit, der gerade da ist und mixt ihn zu einem Bild zusammen. Weiterlesen
what we do when in silence
Es gibt nichts Besonderes, es gibt nichts Unbesonderes. Ab und zu hält einen ein musikalisches Ereignis kurz beim Hören fest, ehe das gespielte Nichts sich Raum verschafft. Das ist schon faszinierend. Zeitlose Musik irgendwie. Weiterlesen
Norwegian Electronic Folk Music
Kenneth Lien und das Center Of The Universe (Jørgen Skjulstad) haben Modernität und Tradition amalgamiert. Eine krude Mischung. Weltmusik, mit Party und Polka, mit Maultrommel, Hardangerfiedel und Filter. Tüddellü – Blubber. Weiterlesen
Liv Andrea Hauge Trio – Døgnville
Doch ist bei diesem Trio ein nicht leicht zu differenzierender Spezialklang im Zusammenspiel zu vernehmen. Unzweifelhaft steht es in der Tradition skandinavischer Tonlichkeit, die Geschmeidigkeit mit Bizarrheit zu verbinden versteht. Weiterlesen
Poor Isa + Evan Parker/Ingar Zach
Die sechs Stücke des Albums stehen ganz für sich jeweils und strahlen eine absolut verbindliche Gelassenheit aus. Eine wunderbare Platte, die wie immer – selten – wie ein astronomisches Ereignis am Horizont aufscheint. Weiterlesen
Larum – Treatise by Cornelius Cardew
Hier resultieren recht unterschiedlich gefärbte Klanggestaltungsräume aus den Vorlagen, deren Beweglichkeit im Ganzen eher behäbig ist, also eher stehend, denn drängend. Das ist reiz- und geheimnisvoll. Oder je nach Lage des eigenen Gemüts, egal oder faszinierend. Weiterlesen
Michael Vorfeld – Glühlampenmusik
Hier brummt es, pulst es, hier knackt es, hier sirrt und summt es. Die Glühlampenmusik von Michael Vorfeld zeigt den experimentellen Elektroakustiker in Aktion. Da schieben sich die Patterns des Rhythmus im Überlappungsmodus in unvorhersehbare Richtungen. Weiterlesen
