Polarlicht an der Ostsee. Foto: Hufner
Polarlicht an der Ostsee. Foto: Martin Hufner

Die KurzVorFasching-Jazz-Radiowoche vom 09.02.2026 bis 15.02.2026

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.

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Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung

mo – 09.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.

19:30:00 +++ Ö1
Sänger Dean Bowman und Pianist Roland Guggenbichler bei den INNtönen 2025

Der US-amerikanische Sänger Dean Bowman ist vielen als Mitglied der wilden Punk-Jazz-Truppe Screaming Headless Torsos von Gitarrist David Fiuczynski bekannt, auch durch seine Arbeit mit Klarinettist Don Byron. Am 19. Juli 2025 schlug er auf der Open-air-Bühne des INNtöne-Festivals in Diersbach im Innviertel ganz andere Töne an: Umsichtig begleitet vom oberösterreichischen Pianisten Roland Guggenbichler, intonierte Dean Bowman mit souliger, kraftvoller Emphase traditionelle Gospel-Songs wie „When Israel Was in Egypt’s Land“ oder „There Is a Balm in Gilead“. Ein schillernder Kontrapunkt im wie gewohnt von Paul Zauner zusammengestellten Programm der letztjährigen INNtöne, der vom Publikum mit viel Applaus honoriert wurde.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: „Ich suche die Schönheit in den Details“ – Das Karoline Weidt Quartett live in Saarbrücken

Von Gabi Szarvas. Spektakuläre Bühnen-Outfits, intensive Sounds zwischen eingängigem Pop und erfindungsreichem Jazz, und natürliche Präsenz. Dafür steht die 30 Jahre alte Jazzsängerin Karoline Weidt. Mit ihrem Quartett bereist die Wahl-Münchenerin mit der glasklaren Stimme seit 2020 die Jazzbühnen, von den USA und Kanada über Israel bis nach Saarbrücken. Gabi Szarvas hat ihrem Saarlandbesuch gelauscht und stellt das junge, preisgekrönte Ensemble im Gespräch und mit Musik vor.

23:03:00 +++ Ö1
Uraufführungen aus dem Composers Lab Schwaz – Auf der Suche nach dem Klang. Das Abschlusskonzert mit Studio Dan.

Mit dem Composers Lab haben die Klangspuren Schwaz vor vier Jahren eine neue Initiative im Bereich der zeitgenössischen Musik gestartet. Aus einer Fülle von Einreichungen werden jeweils vier Komponisten und vier Komponistinnen ausgewählt, die ihre Werke mit einem renommierten Ensemble und zwei international tätigen Tutor:innen erarbeiten. Dieses Jahr war es das Ensemble Studio Dan, sowie der Tiroler Komponist Johannes Maria Staud und die litauische Komponistin Justė Janulytė.

Das Composers Lab ist als Begegnungs- und Lernwoche konzipiert, in der jeweils ein Werk der jungen Komponist:innen vorgestellt, weiterentwickelt und für das Abschlusskonzert erarbeitet wird. Publikum und andere junge Komponierende ekommen dabei Gelegenheit, die Arbeit an neuer Musik aus nächster Nähe zu erleben.

Mit Uraufführungen von Agustín Castellón Molina, Carmel Curiel, Tina Geroldinger, Patrik Kako, Emanuele Savagnone, Yixie Shen und Ziyi Tao. Lin Liao leitet das Studio Dan in diesem Konzert vom 23. September 2025, aufgenommen im Szentrum Schwaz. Gestaltung: Patrizia Jilg


di – 10.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.

23:03:00 +++ Ö1
Oper von Wolfgang Puschnig und Antonio Fian – “Das Kirchlein von Tauern”, uraufgeführt beim Carinthischen Sommer

Der Kärntner Saxophonist, Flötist und Komponist Wolfgang Puschnig wurde im Rahmen der österreichischen Jazzpreis-Verleihung 2025 mit dem „High Impact Award“ ausgezeichnet – für seine besonderen Beiträge zur Entwicklung und Repräsentation der österreichischen Jazzszene im In- und Ausland. Der Musiker wird besonders für seine Vielseitigkeit, Experimentierfreude und Offenheit Neuem gegenüber geschätzt und als Mensch, der stets neue Herausforderungen sucht. Im Jahr seines 70. Geburtstages bringt „Zeit Ton” den Mitschnitt seiner Auftragskomposition für den Carinthischen Sommer 2023: die Kurzoper “Das Kirchlein von Tauern“.

Der ebenfalls aus Kärnten stammende Schriftsteller, Essayist und Dramatiker Antonio Fian hatte auf Basis einer Sage den Text für dieses Singspiel geschrieben, zu der Wolfgang Puschnig die Musik mit, wie er selbst sagt, „leichter Kärntner Melancholie“, komponierte. Unüberhörbar klingt in dieser kompositorischen Fusion verschiedener Musikrichtungen auch Volksliedhaftes an.

Am 8. Juli 2023 wurde mit der Uraufführung von „Das Kirchlein von Tauern“ der Carinthische Sommer ebendort eröffnet, wo die Geschichte angesiedelt ist: In den mystischen Höhen der Ossiacher Tauern liegt geheimnisvoll umgeben von dunklen Fichtenwipfeln der Tauernteich und nahebei, in der malerisch sich öffnenden Hochebene, steht inmitten satter Wiesen die Filialkirche St. Anton in den Tauern. Um die Entstehung dieses Kirchleins rankt sich die Sage: Eine Wassernixe drunten vom Ossiacher See soll es zur Buße errichtet haben, um die Tötung eines jungen Fischers und seiner Frau zu sühnen. Die Nixe hatte den Fischer in einer Vollmondnacht verführt, jedoch war dieser beim nächsten Vollmond ihrem Zauber nicht mehr erlegen und wollte zu seiner Braut zurückkehren. Die Rache der Nixe ist fürchterlich, ebenso ihre Strafe: sie muss als Mensch die Leiden der Menschen erdulden, bis sie aus Tränen ein Kirchlein errichtet haben wird.

Besetzung: Frau des Fischers (Sopran): Eva Maria Egarter, Nixe (Alt): Elisabeth Wurzer, Fischer (Tenor): Mihael Strniša, Wassermann (Bass): Taras Kuzmych, Erzähler (Sprecher): Wolfram Berger (Studioaufnahme 2025). Außerdem: das Vokalensemble „Chorazòn“, das Windobona Quintett und das Mostviertler Birnbeitler Quintett. Gestaltung: Christine Pleschberger


mi – 11.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Ulla Pilz und Michael Neuhauser.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin

Von Niklas Wandt. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen!


do – 12.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Blues ’n’ Roots

Von Dagmar Fulle. In dieser Sendung präsentieren wir alte und neue Aufnahmen aus den Bereichen Blues, Jazz, Swing, Rhythm’n’Blues, Soul und Country. (Übernahme von hr2-kultur)

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Musik in Spiegeln – Zum 100. Geburtstag von Friedrich Cerha

Eine Sendung von Robert Jungwirth

Polarlicht an der Ostsee. Foto: Hufner
Polarlicht an der Ostsee. Foto: Hufner

fr – 13.02.2026


14:05:00 +++ Ö1
„Latin Jazz“ der anderen Art von zwei bemerkenswerten Quartetten

Beide spielen sehr traditionelle Instrumente ihrer jeweiligen Heimatregion in Südamerika. Beide integrieren volksmusikalische Elemente aus ihren Kultursphären gekonnt in die Ausdrucksformen des Jazz und der improvisierten Musik. Beide waren im April 2025 mit ihren Quartetten im Konzertprogramm der Jazzahead in Bremen zu Gast.

Der 1991 in Asunción geborene Juanjo Corbalán ist ein Meister der Harfe und hat als Instrumentalist wie als Komponist mehrere Preise gewonnen für seine bestechende Fähigkeit, dieses typische Folklore-Instrument Paraguays in neue, zeitgenössische Kontexte zu bringen. Damit begeisterte er auch am 24. April letzten Jahres das Publikum in Bremen, gemeinsam mit Lara Barreto (Saxofon), Víctor Álvarez (Klavier) und Sebastián Ramírez (Schlagzeug).

Tags darauf stand dort der 1998 in Guaíba in Südbrasilien geborene Roger Corrêa mit seinem Quartett auf der Bühne. Für ihn war die Volksmusik von Rio Grande do Sul, Uruguay und Argentinien bis zu seinem 16. Lebensjahr die einzige musikalische Schule auf dem diatonischen Akkordeon gewesen. Doch genau das machte sich bezahlt, als auch er daran ging, auf Basis dieser kräftigen Wurzeln die Ausdrucksmöglichkeiten in seiner eigenen Musik konsequent zu erweitern. So hat Roger Corrêa mittlerweile bereits mit Größen wie Paquito D’Rivera, Yamandu Costa oder Javier Colina gespielt. Beim Konzert in Bremen musizierte er mit seinen Quartettpartnern Edilson Forte (Klavier), Tiê Pereira (Bass) und Rodrigo Porciúncula (Schlagzeug).

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.

23:03:00 +++ Ö1
DeComposing the Archive mit Christian Rosales Fonseca – Technische Relikte kolonialer Aufzeichnungspraxis im Dialog mit lebendigen indigenen Klangwelten beim ORF musikprotokoll

Was erzählt die künstlerische Praxis über den Kolonialismus – und was erzählt der Kolonialismus über die künstlerische Praxis? Um diese doppelte Fragestellung drehte sich der Workshop „DeComposing the Archive: Kunst – Gewalt – Verantwortung“, der am ersten Tag des heurigen ORF musikprotokoll stattfand. Zum Abschluss wurden zwei elektroakustische Kompositionen des in Bogota geborenen und in Bremen lebenden Komponisten und E-Gitarristen Christian Rosales Fonseca präsentiert. Beide Stücke nehmen Bezug auf koloniale Klangarchive und setzen sie in einen neuen, respektvollen Dialog mit der indigenen Kaggaba-Gemeinschaft in Kolumbien. In „Windua“ (2024) verbindet Fonseca historische Phonographaufnahmen des Ethnologen Konrad Theodor Preuss mit eigenen Feldaufnahmen vom heiligen Berg Windua, die im Austausch mit der Gemeinschaft entstanden sind. „Akei“ (2025) konfrontiert die Betriebsgeräusche eines Phonographen mit Klängen aus dem Territorium der Kaggaba. Mit beiden Werken möchte Christian Rosales Fonseca einen Hörraum eröffnen, in dem sich technische Relikte kolonialer Aufzeichnungspraxis und lebendige indigene Klangwelten begegnen können.

Mit der Unterstützung von VGR – Verwertungsgesellschaft Rundfunk. Gestaltung: Susanna Niedermayr


sa – 14.02.2026


14:05 bis 15:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
KlassikPlus – Musikfeature: Friedrich Hollaender zum 50. Todestag und Werner Richard Heymann zum 130. Geburtstag

Geboren werden sie beide 1898: Friedrich Hollaender, einer der schillerndsten Figuren im Berlin der 1920er Jahre: Komponist amüsanter Schlager, Textdichter witziger Chansons und umtriebiger Kabarettdirektor. Und Werner Richard Heymann, der wohl erfolgreichste Tonfilm-Komponist der großen Ufa-Zeit Anfang der 1930er Jahre. Beide stammen aus assimilierten jüdischen Familien, beide kommen von der ernsten Musik, beide schließen sich nach dem Ersten Weltkrieg der Revolution an und machen politisches Kabarett, wo sie sich auch zum ersten Mal begegnen. Dann trennen sich ihre Wege: Hollaender wird zum führenden Chansonkomponisten der Weimarer Republik, wird zum Entdecker von Marlene Dietrich, der er „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ auf den Leib schreibt. Heymann geht zur Ufa, ist maßgeblich an der Einführung des Tonfilms beteiligt und schreibt Schlager wie „Das gibt’s nur einmal“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“. In Hollywood begegnen sie sich dann wieder, wohin sie vor den Nazis geflohen sind. Zwar finden beide Arbeit bei den großen Filmstudios, doch werden sie nicht für ihr eigentliches Metier, den Musikfilm, engagiert, sondern für die Hintergrundmusik. Heymann komponiert für Ernst Lubitsch die Musik zu „Ninotschka“ und „To Be Or Not To Be“ – Hollaender für Klassiker wie „A Foreign Affaire“ und „Sabrina“ von Billy Wilder oder „Desire und Angel“ mit Marlene Dietrich. Trotzdem kehren beide nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland zurück, nicht mehr nach Berlin, sondern nach München, wo sie versuchen, an alte Erfolge anzuknüpfen und wo beide auch sterben. Eine Sendung von Stefan Frey

18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Homezone – Yoshi Tschira LARGE beim SWR Jazz College in Stuttgart

Von Konrad Bott. Am 11. Dezember hat einmal mehr das SWR Jazz College stattgefunden – ein Konzertabend mit jungen Musiker*innen aus den Jazzinstituten im Sendegebiet. Der Stuttgarter Gitarrist Yoshi Tschira hat in seinem eigenen LARGE Ensemble neun Musiker*innen versammelt. Sie mäandern zwischen blühenden Big Band Sounds, druckvollen Rock-Passagen und dem kammermusikalischen Blick aufs Wesentliche. Schalten Sie ein und hören Sie, wie alle Bandmitglieder den Klang des Kollektivs mit ihren individuellen Biographien, Identitäten und musikalischen Profilen formen.

19:05 bis 20:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: „Je t’aime, I love you, te quiero“ – Liebeserklärungen aus aller Welt zum Valentinstag

Sich Liebesworte ins Ohr zu flüstern, ist etwas ganz Besonderes. Und etwas sehr Persönliches. Ob romantischer Liebesbrief oder eine smarte Botschaft plus emoji übers Handy, egal, wie man es macht, Hauptsache – man tut es überhaupt. Liebeserklärungen sind wichtig, für Beziehungen ein richtiger Seelenkitt. Sie können die Eintrittskarte in ein großes Abenteuer sein, beseelt von Wunsch und Hoffnung, zuweilen hochriskant und ohne Aussicht auf Erfolg. Der Valentinstag mit seinem Rote-Rosen-Appell ist zwar eine Erfindung der Floristikbranche, aber heute ein schöner Anlass, Liebesbekundungen aus aller Welt zu hören. Zum Beispiel aus Ghana ein temperamentvoller Song, um das Herz der Angebeteten zu erobern. Ein Jodler aus dem Alpenraum, der auf sein Liebesecho wartet. Eine Canzone aus Sizilien, die beschauliche Innigkeit beschwört, ein persisches Lied, das heimliche Sehnsüchte weckt. Die verstecken sich auch in Maultrommelklängen aus dem mongolischen Altai oder knistern wehmütig als letzte Glut alter Leidenschaften in einer Ballade aus Argentinien. Weltweit haben Kulturen ihre eigenen Traditionen, auch ihre eigenen Codes, um das verheißungsvolle „I love you“ auszudrücken. Aus verschiedenen Musikkulturen sammelt Julia Schölzel die vielfältigsten Liebeserklärungen zum Valentinstag. Ganz nach dem Motto: ein Lied sagt mehr als tausend Worte. Eine Sendung von Julia Schölzel

22:05:00 +++ Ö1
Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

Konzertempfehlungen für die kommende Woche, Buchbesprechungen, Kurznachrufe und aktuelle Meldungen.

23:03:30 +++ Ö1
David Helbock über das Festival Jazzambach in Götzis, das Jazzorchester Vorarlberg und das Symphonieorchester Vorarlberg mit „Insomniac Dreams“

Stefan Höfel gestaltet eine Schwerpunkt-Jazznacht aus dem ORF-Landesstudio in Dornbirn zum Jazz in und aus Vorarlberg, dessen Protagonist:innen in den letzten 20 Jahren österreichweit und auch international Beachtung gefunden haben. Der in Berlin lebende Vorarlberger Pianist David Helbock wird das Programm der 2026er-Ausgabe seines Festivals Jazzambach vorstellen, das von 18. bis 22. Februar in Götzis stattfindet.

Und eine brandaktuelle Konzertaufnahme wird zu hören sein: Die Uraufführung von „Insomniac Dreams“, einer Komposition des Trompeters Martin Eberle und des Tastenvirtuosen Benny Omerzell. Das Werk wurde vom Jazzorchester Vorarlberg und dem Symphonieorchester Vorarlberg am 1. Februar 2026 im Bregenzer Festspielhaus erstmals zum Klingen gebracht. Weitere Themen sind das Jazzseminar Dornbirn und der traditionsreiche Jazzclub in Lustenau. Zudem präsentiert Stefan Höfel aktuelle Neuerscheinungen Vorarlberger Musiker:innen.


so – 15.02.2026


00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); David Helbock über das Festival Jazzambach in Götzis, das Jazzorchester Vorarlberg und das Symphonieorchester Vorarlberg mit „Insomniac Dreams“

17:10:00 +++ Ö1
Das Debütalbum des Jazzorganisten Jimmy Smith

Am 18. Februar 1956 nahm der Organist Jimmy Smith zusammen mit dem Gitarristen Thornell Schwartz und dem Schlagzeuger Bay Perry im Studio des legendären Tonmeisters Rudy van Gelder sein Debütalbum „A New Sound… A New Star…“ für das nicht minder legendäre Plattenlabel „Blue Note Records“ auf. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits 30 Jahre alt und wollte ursprünglich eigentlich Karriere als Pianist machen. Ein Auftritt des Organisten Wild Bill Davis inspirierte Jimmy Smith, sich ernsthaft mit der Hammond-B3 Orgel zu beschäftigen. Damals spielte dieses Instrument im Jazz eher eine Nebenrolle, Smith etablierte die Hammond im Hard Bop und Soul Jazz. Keine Jazzorganistin, kein Jazzorganist kommt an einer Auseinandersetzung mit der ikonischen Figur Jimmy Smith vorbei. Die „A New Sound… A New Star…“ Serie (die sehr ergiebige Session vom 18. Februar 1956 generierte noch zwei weitere Veröffentlichungen) sicherte ihm einen Platz in der Jazzgeschichte.

19:05:00 +++ Ö1
Das Wiener Quintett Fainschmitz im Studio 2 des ORF RadioKulturhauses in Wien

Sie nennen ihren Stil selbstironisch „Rumpeljazz“, ihre Songs pendeln zwischen Gypsy-Swing, Chanson und Pop: Die Wiener Band Fainschmitz ist ein echtes Live-Erlebnis, und genau das ist im Studio 2 des ORF RadioKulturhauses in Wien zu hören. Für die Ö1 Hausmusik geben Matthias Vieider (Saxofon, Klarinette, Stimme), Phil Yaeger (Posaune), Jannis Klenke (Banjo), Martin Burk (Kontrabass, Stimme) und Michael Schatzmann (Schlagzeug) ein exklusives Studiokonzert, bei dem hörbar wird, wie weit sie sich zugunsten größerer Eigenständigkeit vom typischen Gypsy-Sound entfernt haben. Musik, klug arrangiert und immer mit einem Augenzwinkern intoniert.

19:51 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!

Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der impro-visierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Sonic Wilderness

Von Julia Neupert. Diese Reihe unternimmt Expeditionen in Randgebiete und Zwischenwelten des Jazz: Improv, Electronica, Klangkunst, Noise, Ambient oder Rock – hier kommen Neuveröffentlichungen und Entdeckungen zu Gehör, die sonst on air kaum zu haben sind. Abenteuerliche Klänge für abenteuerlustige Ohren.

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: Ein Porträt der Familienband „Votia“

Die Band Votia sind weltweit unterwegs und spielen Maloya-Musik. Seit 2016 leitet die Sängerin und Songschreiberin, die Tochter des legendären Maloya-Musikers Gramoun Lélé, ihre Familienband – der Name Votia bedeutet Berggipfel und ist eine Hommage an ihre Mutter Marie-Thérèse Votréa. Zur Formation gehören auch der Ehemann von Marie Claude Lambert-Philéas, ihre Brüder, Cousins und Kinder. Marie Claude Lambert-Philéas hat eine wichtige Mission: Es geht ihr darum, den Maloya, das kulturelle Erbe ihrer Insel, zu bewahren, fortzuführen und überall bekannt zu machen. Sie will besonders die Nachkommen dafür sensibilisieren, sich auf diese Tradition zu besinnen. Maloya bedeutet sprechen, wird oft als Klagelied oder Arbeitslied interpretiert und drückt sowohl Trauer als auch Hoffnung aus. Heute ist das Genre ein wichtiger Bestandteil der Kultur von Réunion und wurde von der UNESCO 2009 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Maloya ist erkennbar an der treibenden Perkussion und den typischen Melodien, die in Kreolisch gesungen werden, und ist von verschiedenen umliegenden Kulturen aus Südafrika und Madagaskar geprägt. Das aktuelle Album der Band heißt „Vié Kaz“, das alte Haus. Der Titelsong beschreibt den Ort, an dem die ganze Familie geprobt und mit der Musik begonnen hat. „In diesem alten Haus hat mein Vater sein erstes Album geschaffen, und es ist auch der Ort, an dem wir unsere Alben geprobt und realisiert haben“, sagt die Sängerin und Songschreiberin Marie-Claude Lambert-Philéas, die die Familienband Votia leitet. Sie ist die Tochter des legendären Maloya-Musikers Gramoun Lélé. Zur Formation gehören auch Marie-Claudes Ehemann, Bruder, Cousin und ihre Kinder. Votia spielen eine kraftvolle und schnelle Maloya-Version aus dem Osten der Insel und stehen für die Bewahrung und das Erinnern an das kulturelle Erbe, gerade auch für die jüngeren Generationen. Maloya bedeutet sprechen, ist zu vergleichen mit dem Blues in den USA, wird oft als Klagelied oder Arbeitslied interpretiert und drückt sowohl Trauer als auch Hoffnung aus. Heute ist das Genre ein wichtiger Bestandteil der Kultur von Réunion und wurde von der UNESCO 2009 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Es kommen diverse Schlaginstrumente wie etwa der Roulèr, eine große Zylindertrommel, der Kayamb, eine Rassel aus Zuckerrohr und Samen, und der Pikèr aus Bambus zum Einsatz. Komponiert und gesungen auf Madagassisch und Kreolisch, ist diese Musik geprägt von Polyphonie und Perkussion und vereint die Einflüsse von indischen und afrikanischen Musiktraditionen. Eine Sendung von Marlene Küster

23:03:00 +++ Ö1
Party Modern (Teil 1) – Angelica Castello, Gischt, drank_ und broken heart collector beim Wien Modern Festival 2025

Die erste „Party Modern“ des Wien Modern Festivals am 1. November 2025 in der Ottakringer Brauerei war gleichzeitig feierlicher Rahmen, – für die offizielle Verleihung des Ernst Krenek Musikpreises an die Komponistin, Musikerin und Künstlerin Angelica Castello nämlich, die den Abend mit einer neuen Version ihres elektroakustischen Stückes „F. Firefly (Nothing)“ musikalisch eröffnete. Im Anschluss präsentierte die Elektronikmusikerin und Bassistin Ursula Winterauer aka Gischt ihr neues Live-Set. Das Duo drank_ von Ingrid Schmoliner und Alexander Kranabetter präsentierte gemeinsam mit den Gästen Katharina Ernst und Anja F. Plaschg erstmals live sein unlängst bei Trost Records erschienenes Debut-Album „breath in definition“. Danach feierte die Band broken heart collector ein fulminantes Comeback, das nun auf ein neues Album hoffen lässt. Gestaltung: Susanna Niedermayr

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