Rheda Wiedenbrück in der Nähe. Foto: Hufner
Rheda-Wiedenbrück in der Nähe. Foto: Martin Hufner

Die DonnerstagIstKurtág-Jazz-Radiowoche vom 16.02.2026 bis 22.02.2026

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.

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Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung


mo – 16.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.

19:30:00 +++ Ö1
Trompeterin Laura Jurd und ihr Programm „Rites & Revelations“ beim Jazzfestival Saalfelden 2025

Die britische Trompeterin Laura Jurd zählt zu den spannendsten Newcomerinnen des britischen Jazz. Am 23. August 2025 präsentierte die 35-Jährige auf der Hauptbühne des Jazzfestivals Saalfelden im Salzburger Pinzgau ihr neues Projekt „Rites & Revelations“: Dahinter stehen Erkundungen von melodischen und rhythmischen Strukturen schottischer Volksmusik – und damit auch ihrer eigenen Roots – sowie deren gleichermaßen behutsame wie schlüssige Verbindung mit avancierten Improvisationsklängen. Ein spannender, organischer Brückenschlag zwischen Tradition und Gegenwart, bei dem Laura Jurd vom irischen Violinisten Ultan O’Brien, der in Lissabon lebenden britischen Gitarristin Tara Cunningham, der in London beheimateten Südtiroler Bassistin Ruth Goller sowie Schlagzeuger Corrie Dick unterstützt wurde.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: Celebration – Nils Landgren zum 70. Geburtstag

Von Mauretta Heinzelmann. 1967 fand der zwölfjährige Nils Landgren Zuhause im schwedischen Degerfors im Flur eine Posaune, die sein Vater – ein Trompeter und Stahlarbeiter – reparieren sollte. Er verliebte sich in das Instrument, trat eine erfolgreiche Reise an und wurde zum Publikumsliebling – mit roter Posaune, elegantem Spiel und großer Bandbreite: Landgren spielte Kirchenmusik mit Tomasz Stanko, Folk-Jazz mit Esbjörn Svensson und tourt seit mehr als 40 Jahren mit seiner „Funk Unit“. Zweimal kuratierte er das Jazzfest Berlin und leitet seit 2012 das Festival JazzBaltica. Wir gratulieren „Mr. Red Horn“ zum 70.

23:03:00 +++ Ö1
Neuerscheinungen und andere Entdeckungen – Aktuelle Aufnahmen zeitgenössischer Musik

Auch heute präsentieren wir Ihnen wieder Neuerscheinungen und andere Entdeckungen aus dem Feld der neuen und experimentellen Musik. Gestaltung: Marie-Theres Himmler


di – 17.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.

21:00 – 22:00 UHR +++ SWR KULTUR
JetztMusik: Mary Halvorson Amayrillis beim Jazzfest Berlin 2025

Von Nina Polaschegg. Bescheiden sitzt Mary Halvorson hinter ihrer halbakustischen Gitarre und zaubert die abstraktesten und komplexesten Klangwelten gemeinsam mit ihrem Quartett „Amaryllis“. Schöne Melodien und traditionell Jazziges kann man da hören. Franz Schubert und Johann Sebastian Bach grüßen als Spurenelemente und rutschen in Slide-Gitarrensounds durcheinander. All das abstrakt gedreht und liebevoll verzerrt. Kühl, wie die Musik Halvorsons oft beschrieben wird, das war dieses Konzert ganz sicher nicht.

23:03:00 +++ Ö1
Ein Jahrhundert im Spiegel: Friedrich Cerha

Bekanntes und Unbekanntes vom großen Komponisten und Interpreten, der heute hundert Jahre alt geworden wäre

Kaum eine Künstlerpersönlichkeit hat das österreichische Musikleben und die internationale Welt der Neuen Musik nach dem Zweiten Weltkrieg so lang, so nachhaltig und in so enormer historisch-stilistischer Breite mitgeprägt wie Friedrich Cerha: als Komponist und Dirigent, als Mitbegründer und Leiter von Ensembles wie die reihe und Camerata Frescobaldiana“ für deren Konzerte er auch Alte Musik edierte, als Mittelschullehrer und zuletzt Professor an der Wiener Musikhochschule, wo er mehreren Generationen entscheidende Impulse für ihr schöpferisches und nachschöpferisches Leben mitgegeben hat.

Cerhas kompositorisches Schaffen reicht von großen Bühnenwerken bis hin zu intimer Kammermusik und Solostücken. Dabei erweist er sich auch für heutige Ohren in unverminderter Intensität als Unangepasster, begabt mit einem ausgeprägten Sensorium sowohl für gesellschaftliche Bedingungen, Auswirkungen und Missstände einerseits als auch für die rein technischen wie auch die ideologischen Probleme der Gegenwartsmusik andererseits. Mittendrin zu stehen und dennoch von außen zu beobachten und zu lauschen: Diese Fähigkeit klingt einem aus Cerhas Werken deutlich entgegen.

Vor drei Jahren, wenige Tage vor seinem 97. Geburtstag, ist Friedrich Cerha in Wien gestorben. Mögen bahnbrechende Werke wie etwa der Zyklus “Spiegel” (1960/61) mittlerweile in ihrer Bedeutung erkannt worden sein, gibt es in seinem reichen Œuvre trotzdem noch vieles zu entdecken. “Zeit-Ton” präsentiert in dieser Geburtstagssendung Bekanntes und Unbekanntes, Rares und Außergewöhnliches. Gestaltung: Walter Weidringer


mi – 18.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Ulla Pilz und Michael Neuhauser.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin

Von Mauretta Heinzelmann. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen!


do – 19.02.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz and more

Von Karmen Mikovic. Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur).

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Meister der komprimierten Miniatur – Zum 100. Geburtstag von György Kurtág

„Wir sind unschuldig daran, wenn etwas gelingt und genauso auch daran, wenn etwas nicht gelingt“, notiert György Kurtág 1981 über seinen Schaffensprozess, der zeitlebens von einem Wechsel produktiver Phasen und langanhaltenden Krisen begleitet ist. 1926 in Ungarn geboren, gehört er zu den bedeutendsten lebenden Komponisten, der erst 1982 seinen internationalen Durchbruch erlebt und immer ein Star im Hintergrund bleibt. Seine oft dissonante und zerklüftete Klangsprache voller Intensität verweigert sich jeglichen Dogmen oder Schulen. Charakteristisch für sein Schaffen sind oft minimale, spannungsgeladene musikalische Gesten. Kurtágs Werke reichen von Solostücken über Kammermusik bis hin zu großen Orchesterwerken. Einen besonderen Stellenwert nehmen jene Kompositionen ein, in denen Kurtág mit literarischen Texten experimentiert. Eine Sendung von Yvonne Petitpierre

Rheda Wiedenbrück in der Nähe. Foto: Hufner
Rheda-Wiedenbrück in der Nähe. Foto: Hufner

fr – 20.02.2026


14:05:00 +++ Ö1
Saxofonist Wayne Shorter und sein Quintett beim Jazzfest Wien 1996, mit dem Bassisten und Jubilar Alphonso Johnson

Am 10. Juli 1996 gastierte Saxofonist Wayne Shorter mit prominenten Sidemen beim Jazzfest Wien: Dem 2024 verstorbenen Keyboarder Jim Beard, dem Gitarristen David Gilmore, dem Schlagzeuger Rodney Holmes und dem Bassisten Alphonso Johnson, mit dem Wayne Shorter bereits im Rahmen der Band Weather Report musiziert hatte.

Alphonso Johnson, der am 2. Februar 2026 seinen 75. Geburtstag gefeiert hat, spielte im Eröffnungsstück, der Shorter-Komposition „On The Milky Way Express“, gleich ein ausführliches Solo auf seinem fünfsaitigen E-Bass. Die Musik des Quintetts war noch stark vom Geist der Fusion Music von Weather Report geprägt – bevor der 2023 verstorbene Wayne Shorter Ende der 1990er Jahre für den Rest seiner Karriere zum akustischen Jazz zurückkehrte.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.

19:30:00 +++ Ö1
Singer-Songwriter Richard Kapp & The Gowns im Wiener RadioCafe

Nach zehnjähriger Pause haben Singer-Songwriter Richard Kapp und sein Kammer-Pop-Ensemble The Gowns ihr zweites Album „Ship“ veröffentlicht: der Untergang der Welt, verpackt in Songs voll Leichtigkeit, mit geradezu britischem Humor und Jazz-Anflug. Die Band mit Co-Sängerin Agnes Rössler, Bratschistin Bernadette Ott, Bassist Roland Liegle und Schlagzeuger Alexander Csurmann gibt Kostproben zum Besten und spricht mit Johann Kneihs.

22:30:00 +++ Ö1
The Fugees und Tupac Shakur veröffentlichen Hip-Hop Klassiker

Am 13. Februar 1996, also vor (fast) genau 30 Jahren werden zwei Klassiker des Hip-Hop veröffentlicht: „The Score“ des Trios „The Fugees“ mit der charismatischen Sängerin und Rapperin Lauryn Hill, und „All eyez on me“, das erste Doppelalbum der Rap-Geschichte. Der Protagonist von „All eyez on me“, Tupac Shakur, wird sechs Monate später erschossen. Die beiden Alben lassen sich als Antagonisten des damaligen Spektrums an Veröffentlichungen im Hip-Hop Kosmos begreifen: „The Score“ als Repräsentant der „East coast“ mit seiner verschiedene Genres verbindenden Verspieltheit und einem Eklektizismus, der bisweilen an Naivität grenzt auf der einen Seite. Der verbal kompromisslose Gangsta-Rap von „All eyez on me“, der durch entspannt klingende Westcoastklänge mit Fender Rhodes und E-Bass konterkariert wird auf der anderen Seite. Nicht nur diese beiden Veröffentlichungen gelten als Meilensteine des Genres, auch Veröffentlichungen von Ghostface Killah, Busta Rhymes oder Bone Thugs-N-Harmony aus dem Jahr 1996 haben den Test der Zeit überstanden.


sa – 21.02.2026


00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung). The Fugees und Tupac Shakur veröffentlichen Hip-Hop Klassiker

14.00 Uhr +++ Das Ö1 Hörspiel
Das Ö1 Hörspiel-Magazin – Die Top 10 des Jahres

Ö1 Hörer:innen waren aufgerufen, das ihrer Meinung nach „beste Hörspiel des Jahres“ zu küren. In dieser Ausgabe des Ö1 Hörspiel-Magazins werden die nominierten Produktionen vorgestellt. Präsentation: Philip Scheiner

14:05 bis 15:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
KlassikPlus – Musikfeature: John Dowland, der große Melancholiker. Betrachtungen anlässlich seines Todes vor 400 Jahren

Vor 400 Jahren, am 20. Februar 1626, wurde John Dowland begraben. Er war ein begnadeter Lautenist, der hochvirtuose Fantasien, Pavanen, Galliarden und andere Stücke für sein Instrument komponierte. Seine zahlreichen Lieder zählen zu den schönsten Werken der Spätrenaissance. „Ich finde John Dowlands Musik sehr zeitgenössisch, sie passt in meine Welt“, so Countertenor Andreas Scholl. Er singt Dowlands Werke immer wieder gerne und sagt, angesichts der Texte, in denen viel von Tod, Dunkelheit, Tränen und Trauer die Rede ist: „Wenn man sich die Songbooks anschaut, fragt man sich schon: Hat der Mann auch nur einen glücklichen Tag in seinem Leben gehabt? Es ist alles tieftraurig und melancholisch.“ Und schwärmt dann von Gesprächsrunden seiner Studienzeit, in denen es um den Zeitgeist, die Melancholie und die Selbstreflexion in Dowlands Poesie ging.

Auch für die Lautenistin Elizabeth Pallett ist Dowland ein jahrzehntelanger Begleiter. Sie erzählt von ihrer Faszination für dessen Musik: „Ich bin eines Morgens aufgewacht und habe gedacht, ich will dieses Dowland-Jubiläum gebührend feiern“: Sie hat einige der Orte besucht, an denen Dowland lebte und wirkte – und diese Besuche in einem Videotagebuch veröffentlicht, in dem sie aus seinem Leben berichtet und Musik von ihm spielt. In diesem Musikfeature geht es auch um Dowlands Tätigkeit als Spion, um einen umfangreichen Brief, den er in Nürnberg verfasste – und wie und warum man auch mal zu zweit auf einer Laute spielt. Eine Sendung von Gudrun Petruschka

18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Homezone – TukTuk beim SWR Jazz College in Stuttgart

Von Konrad Bott. Am 11. Dezember hat einmal mehr das SWR Jazz College stattgefunden – ein Konzertabend mit jungen Musiker*innen aus den Jazzinstituten im Sendegebiet. Die 14-köpfige Formation TukTuk legt Wert auf den organisch-akustischen Sound ihrer Blasinstrumente und verzichten auf Gitarre, Bass oder Klavier in der Rhythm Section. Eigens arrangierte Stücke aus dem Pop- und Hip-Hop-Bereich und Kompositionen von Bandleader Michael vom Dorp prasseln aus vollen Rohren auf die Zuhörenden, wie ein warmer Sommerregen, in dem es sich gut tanzen lässt.

19:05 bis 20:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: „Eine blaue Stunde“ – Von Blues über Lieder von Himmel und Meer bis zu einem blauen Regenmantel

„Blau“ weckt viele Assoziationen: Blau gilt als kühle, melancholische Farbe, sie steht für ein blaues Gefühl, besser bekannt als „Blues“, manch einer denkt bei „blau“ auch automatisch an Bayern und das blau-weiße Rautenmuster, andere an Gletscherbonbons oder an Blau-sein, also an „ein Bier zu viel“. In vielen Songs taucht die Farbe blau auf, so hat Leonard Cohen sogar einem blauen Regenmantel ein eigenes Lied gewidmet. Blaue, bluesige Melodien erwarten Sie in dieser blauen „Musik der Welt“-Stunde. Eine Sendung von Sylvia Schreiber

22:30:00 +++ Ö1
Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

Konzertempfehlungen für die kommende Woche, Buchbesprechungen, Kurznachrufe und aktuelle Meldungen.

23:03:30 +++ Ö1
Der Kremser Jazzpianist Andreas Mayerhofer im Interview, die Powerhouse Band bei den INNtönen 2025

Am 17. Februar 2026 feiert der Kremser Jazzpianist Andreas Mayerhofer seinen 60. Geburtstag. Angefangen hat er seine Musikerlaufbahn mit einem Klassikstudium (Klavier und Klarinette) an der damaligen Wiener Musikhochschule, bevor er sich dem (Modern) Jazz zugewandt hat. Diese seine Wurzeln in der abendländischen Kunstmusiktradition hat Mayrhofer später nie verleugnet, was sich auch in seiner Vorliebe für kammermusikalische Besetzungen manifestiert. Im Studiointerview spricht Andreas Mayerhofer über vergangene Sideman-Engagements (u. a. in den Bands von Nicolas Simion, Kenny Wheeler und Tomasz Stanko) sowie aktuelle und zukünftige Projekte.

In der Ö1 Jazznacht zu hören ist auch eine Ö1-Aufnahme vom vergangenen INNtöne-Festival im oberösterreichischen Innviertel. Am 19. Juli 2025 gastierte dort die Powerhouse Band, bestehend aus Sänger Blair Clark, Tenorsaxofonist Danny Lerman, Keyboarder Uli Geissendörfer, Bassist Patrick Scales und Schlagzeuger Arno Haselsteiner. „Welcome to the party“ lautete der Titel der Eröffnungsnummer und gleichzeitig auch ein programmatischer Hinweis: Soul, Funk und Gospel wurden

in Kombination mit 1980er-Jahre-Reverenzen geboten (Assoziationen zu Al Jarreau wurden wach), wobei auch ausführliche Instrumentalsoli zu hören waren. Das Publikum nahm jedenfalls die Einladung zum Tanzen und Feiern dankbar an.


so – 22.02.2026


00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); Der Kremser Jazzpianist Andreas Mayrhofer im Interview, die Powerhouse Band bei den INNtönen 2025

17:10:00 +++ Ö1
Meisterliche Melancholie zwischen populärer Gebrauchsmusik und feinsinniger Kunst

John Dowland, ein Zeitgenosse Shakespeares, hat mit seinen Kompositionen unzählige zeitgenössische Musiker beeinflusst: zu den bekanntesten, die von seinem Werk inspiriert wurden, gehören Sting, der gemeinsam mit dem bosnischen Gitarristen Edin Karamazov Dowlands Lieder interpretiert, und Elvis Costello, der für seine Juliet Letters mehrere Werke des Renaissance-Komponisten bearbeitete.

Anlässlich des 400. Todestages von John Dowland im Februar 2026 wirft diese Spielräume-spezial-Ausgabe einen Blick auf genreübergreifende Neuinterpretationen seiner Musik, beispielsweise von Christian Muthspiel mit den Alben Dancing Dowland und Seven Teares, sowie jazzige Explorationen mit John Potter und John Surman für ECM. Der englische Barde, Dichter und Komponist, der für sein virtuoses Lautenspiel nicht nur von seinen Zeitgenossen bewundert wurde, fand auch ins Werk des Science-Fiction-Autors Philip K. Dick Eingang, in den Romanen verbergen sich etliche Verweise auf Liederbücher Dowlands und auch seine Lautenmusik ist ein immer wiederkehrendes Motiv. Nicht nur im Elisabethanischen England beeindruckte John Dowland, bis heute wirkt die Musik und die geheimnisvolle Aura ihres Schöpfers nach.

19:05:00 +++ Ö1
Der Wiener Gitarrist Tobias Faulhammer im Studio 2 des ORF RadioKulturhauses in Wien

Der in Wien lebende Gitarrist Tobias Faulhammer ist sowohl mit eigenen Projekten (Duo mit Pianist Maximilian Tschida, Trio Faulhammer/Aufmesser/Kammerer) als auch als Sideman (Lia Pale und Mathias Rüegg, Flip Philipp plays Pepl/Pirchner, Lovely Trio) in der hiesigen Jazzszene sehr umtriebig. Nun wagt er sich an die Königsdisziplin für jede Gitarristin und jeden Gitarristen: ein Soloprogramm.

Faulhammer lässt sich dabei in seinen Kompositionen von großen Vorbildern inspirieren. Auf einem akustischen und einem elektrischen Instrument erweist er Saitenkünstlern wie Joe Pass, Ralph Towner, Bill Frisell bzw. auch dem Steirer Wolfgang Muthspiel Reverenz. Und streut nebenbei noch seine Version von Bob Dylans „A Hard Rain’s a-Gonna Fall“ ein.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Pretty Alive – Das Label Jazz is Dead

Von Maxi Broecking. 2017 in Los Angeles gegründet, bringt dieses Plattenlabel Jazzlegenden wie Roy Ayers, Gary Bartz oder das Sun Ra Arkestra mit Hip-Hop und jüngeren Musikern zusammen. Der provokante Titel „Jazz is dead“ soll zu einer neuen Wahrnehmung von Jazz gerade bei einem jüngeren Publikum führen – nicht als Abge-sang auf eine Musik, sondern als Schlachtruf. Co-Gründer Adrian Younge berichtet in dieser Sendung da-von, wie durch die Veröffentlichungen – in Verbindung mit einer eigenen Bildsprache und Merch Artikeln –eine Bewegung entstanden ist, die den Jazz als „Bastion der Freiheit“ feiert.

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: Joik – der traditionelle Gesang der Samen

Ein Baby, ein Rentier, ein See: In der Kultur der Samen – in Norwegen, Finnland, Schweden und Teilen Russlands beheimatet – werden Menschen und Gegenstände gejoikt, das heißt in einem jahrhundertealten Gesangsstil besungen. Die Sängerinnen Ulla Pirttijärvi, Hilda Länsman und Ursula Länsman sind alle in der Tradition der Sami groß geworden und führen sie bis heute als bekannte Joik-Sängerinnen fort. Ganz traditionell und auch ganz neu: überraschend, rockig, experimentell. Die Urkraft des Joik vermittelt sich dabei unmittelbar. Joik ist Seelengesang, Kommunikation, Erinnerungskultur und in seiner historischen Ausprägung schamanische Praxis. Auch wenn christliche Missionare im 17. Jahrhundert mit brutalsten Methoden versucht haben, den Joik zu unterdrücken und zu ersticken, lebt er bis heute fort. Wie sich das anhört, was der Joik mit Rentieren zu tun hat und warum die Sami immer noch auf eine Schamanentrommel aus Dänemark warten, das hat Uta Sailer im Gespräch mit den Musikerinnen herausgefunden. Eine Sendung von Uta Sailer (Wdh. vom 18.12.2021)

23:03:00 +++ Ö1
Party Modern (Teil 2) – Angelica Castello, Gischt, drank_ und broken heart collector beim Wien Modern Festival 2025

Die erste „Party Modern“ des Wien Modern Festivals am 1. November 2025 in der Ottakringer Brauerei war gleichzeitig feierlicher Rahmen, – für die offizielle Verleihung des Ernst Krenek Musikpreises an die Komponistin, Musikerin und Künstlerin Angelica Castello nämlich, die den Abend mit einer neuen Version ihres elektroakustischen Stückes „F. Firefly (Nothing)“ musikalisch eröffnete. Im Anschluss präsentierte die Elektronikmusikerin und Bassistin Ursula Winterauer aka Gischt ihr neues Live-Set. Das Duo drank_ von Ingrid Schmoliner und Alexander Kranabetter präsentierte gemeinsam mit den Gästen Katharina Ernst und Anja F. Plaschg erstmals live sein unlängst bei Trost Records erschienenes Debut-Album „breath in definition“. Danach feierte die Band broken heart collector ein fulminantes Comeback, das nun auf ein neues Album hoffen lässt. Gestaltung: Susanna Niedermayr

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